DICTUM

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  • BALKEN
  • Einen an den Balken schreiben. - Frischbier, I, 231.
    info] Ihn einer Lüge beschuldigen. - » ... wie mir denn auch meine Söhne geklagt haben, dass man sie derenthalben (wegen der langen Würste in Königsberg) bespottet, ausgeleutet und an den Balken geschrieben hat, als hätten sie greifliche Lügen ausgesagt.« (Henneberger, Erklärung der preussischen Liedertafel.)
  • 2
  • BALKEN
  • Er hebt den Balken immer am schwersten Ende.
  • 2
  • BALKEN
  • Ga na 'me Balken (Boden) un drêif Muise oppen Pin (Pflock). - Frommann, III, 488.
    info] In der Grafschaft Mark als Antwort auf die Frage der Kinder: Bat sa 'k (sal ik) daun? (Was soll ich tun?)
  • 2
  • BALKEN
  • He will dwas mit'n Balken in't Hus.
  • 2
  • BALKEN
  • Unterm Balken sitzen. - Frischbier, I, 232.
    info] Glück (in manchen Gegenden auch Unglück) im Kartenspiel haben.
  • 2
  • BALKEN
  • Vam Balken up de Hille kuemen. (Westf.)
    info] Balken, auch Boden = Speicher, Kornboden, Hausboden; Hille, auch Hilte = Kammer, Bühne, die in Bauerhäusern über den Ställen liegt. Also rückwärts, s. 12.
  • 2
  • BALKEN
  • Wir wollen's an Balken schreiben, wo's Gaissen und Kälber nicht ablecken. - Fischart; Simrock, 711.
    Lat.:] Carbone notare. (Erasm., 78, 195.) - Creta notare. (Erasm., 87.) - Diem notare meliori lapillo.
  • 2
  • BALKENLOCH
  • Das Balkenloch ist wieder melk. (Westf.)
    info] Nach der Ernte, wenn der Bauer wieder dreschen und Früchte verkaufen kann.
  • 2
  • BALKENTRÄGER
  • Der Balkenträger kennt andere besser als sich selbst.
  • 1
  • BALKGEDANKE
  • Es ist ein Balkgedanken. - Luther's Ms., 15.
  • 2
  • BALL
  • Bal as ke' Cassino. - Dicks, I, 5.
  • 1
  • BALL
  • Ball verloren, Spiel verloren.
    Holl.:] Bal verloren, spel verloren. (Harrebomée, I, 28.)
  • 1
  • BALL
  • Bälle öffnen (zeigen) den Weg in die Hölle.
  • 1
  • BALL
  • Der Ball geht nicht, wenn man ihn nicht stöckt (schlägt).
    Lat.:] Acer et ad palmae per se cursurus honores. Si tamen horteris, fortius ibit equus. (Philippi, I, 5.)
  • 1
  • BALL
  • Der Ball läuft noch. (S. Kugel.)
    Holl.:] Die bal ligt nog niet stil. (Harrebomée, I, 28.)
  • 1
  • BALL
  • Der Ball sucht den guten Spieler.
    info] Das Glück wendet sich zu dem, der es am besten zu benutzen weiss.
    Frz.:] A bon joueur la balle vient. (Lendroy, 102.)
  • 1
  • BALL
  • Ein Ball fliegt aus einer Hand in die andere.
  • 1
  • BALL
  • Ein gut gespielter Ball findet immer sein Loch. - Simrock, 712.
  • 1
  • BALL
  • Große Bälle fliegen selten schnelle.
  • 1
  • BALL
  • Gut geworfene Bälle haben gut Gefälle.
  • 1
  • BALL
  • Hat man Ball und Stock, so finden sich bald Mitspieler.
    Dän.:] Hvo som haver boldog stav, han fangler vel den som leege vit. (Prov. dan., 78.)
  • 1
  • BALL
  • Ich geb' einen Ball, spricht die Nachtigall.
    info] Ironisch beim Billardspiel, wenn ein Ball zwar in ein Loch, aber nicht in das beabsichtigte geht.
  • 1
  • BALL
  • Je höher der Ball, je tiefer der Fall.
  • 1
  • BALL
  • Leichte Bälle fliegen schnelle.
  • 1
  • BALL
  • Man muss den Ball fassen, wenn er zurückprallt.
    Frz.:] Il faut prendre la balle au bond. (Lendroy, 101.)
  • 1
  • BALL
  • Man muss den Ball im Fliegen fangen.
  • 1
  • BALL
  • Man muss den Ball nehmen, wie er kommt.
    Holl.:] Als het op een nijpen gaat, moet men den bal nemen, zoo als hij komt. (Harrebomée, I, 28.)
  • 1
  • BALL
  • Man muss den Ball schlagen, solang' er springt.
    It.:] Couvien dar alla palla, quando ella balza. (Gaal, 890.)
  • 1
  • BALL
  • Man muss den Ball spielen, wie er liegt.
    Holl.:] Men moet den bal slaan, zoo als hij ligt. (Harrebomée, I, 29.)
  • 1
  • BALL
  • Mit kleinen Bällen kann man auch Beulen werfen.
  • 1
  • BALL
  • Wenn der Ball aufschnellt, kann jeder drauf schlagen.
    It.:] Quando la palla balza, ciascuno sa darle. (Giani, 1248.)
  • 1
  • BALL
  • Wie man den Ball wirft, so fliegt er.
  • 1
  • BALL
  • Wirf den Ball auf die Erde, er steigt doch wieder in die Höh'.
  • 1
  • BALL
  • Auf den Ball gehen.
  • 2
  • BALL
  • Den Ball an die Wand werfen, damit er wieder zurückkomme.
    info] In dem Sinne: die Wurst nach der Speckseite werfen.
    Frz.:] Ietter la pile contre le paroy.
    Lat.:] Pilam allidere parieti. (Bovill, III, 150.)
  • 2
  • BALL
  • Den Ball beim Aufschnellen erwarten.
    info] Den rechten Zeitpunkt benutzen.
    It.:] Aspettar la palla al balzo. (Giani, 1808.)
  • 2
  • BALL
  • Den Ball im Sprunge nehmen.
    info] Den günstigen Augenblick erhaschen, etwas zur rechten Zeit tun.
  • 2
  • BALL
  • Der Ball ist im Laufen.
    info] Das Unternehmen geht vorwärts.
  • 2
  • BALL
  • Der Ball ist mein.
    info] Ich hab s gewonnen.
  • 2
  • BALL
  • Der kann Balle mache'. (Jüd.-deutsch.) - Tendlau, 321.
    info] D.h. aufschneiden.
  • 2
  • BALL
  • Einander den Ball ins Gesicht werfen. (Altgr.)
    info] Von denen, die sich gegenseitig mit Lästerreden angreifen. Vom Ballspiel entlehnt.
  • 2
  • BALL
  • Einem den Ball zuschlagen.
    Holl.:] Zij geven malkander den bal op. (Harrebomée, I, 29.)
  • 2
  • BALL
  • Einen Ball geben.
    info] Fülleborn leitet diese Redensart aus einer altdeutschen Sitte ab, die sich im Magdeburgischen und Halberstädtischen noch bis auf seine (unsere?) Zeit erhalten. »Am zweiten oder dritten Osterfeiertage«, erzählt er, »versammeln sich die erwachsenen Mädchen des Dorfs, um den neuen Frauen, auf deren Hochzeit sie getanzt haben, einen mit Wolle oder Federn ausgestopften und mit Seidenzeug überzogenen Ball zu überreichen. Erst wird er auf einer geputzten Stange durch das Dorf getragen, dann vor dem Hause aufgepflanzt, endlich im Hause selbst der jungen Frau überreicht, wogegen sie verpflichtet ist, der auf eigene Kosten schmausenden Gesellschaft und ihren Liebhabern freie Musik zum Tanzen zu geben. So viel junge Eheleute da sind, so vielen wird ein Ball gegeben und auf jedes Ballgeben wird getanzt.« (Breslauer Erzähler, 1800, S. 240, Wurzbach II, 13.)
  • 2
  • BALL
  • Einen Ball Zastrow spielen.
    info] D.i. von hinten. In Breslau beim Billardspiel oft gebraucht. Anspielung auf den berliner Päderasten von Zastrow, dessen Process in Berlin 1868-69 verhandelt wurde.
  • 2
  • BALL
  • Er ist ein Ball, der hin- und herrollt (oder: geworfen wird).
    info] Ein wankelmüthiger Mensch.
    Lat.:] Animo nunc huc, nunc fluctuat illuc. (Wiegand, 900.)
  • 2
  • BALL
  • Mit jemand Ball spielen.
    info] Mit ihm machen, was man will.
  • 2
  • BALL
  • Sie schlagen eynander den Ball zu. - Tappius, 13b; Henisch, 177.
    Holl.:] Zij kaatsen elkander de ballen toe. (Harrebomée, I, 29.)
    Lat.:] Sphaeram inter sese reddere. (Plutarch.) (Erasm., 688.)
    »Den Ballen einander zuschlagen.« (Herzog Wilhelm von Sachsen.)
  • 2
  • BALL (NAME)
  • In Ball wohnen die Schelme all.
    info] Spottspruch auf die Einwohner des pommerschen Städtchens Ball (Regierungsbezirk Stettin, Kreis Saatzig). (Vgl. Th. Schmidt, Über die pommerschen Chausseen. S. auch die Bemerkung unter Bayern 2.)
    Engl.:] At Great Glen there are more great dogs than honest men. (Bohn, 210.)
  • 1
  • BALLAST
  • Der Ballast ist grösser als die Last.
    info] Wenn jemand sich mit Nebendingen beladet, die mehr drücken oder mehr Unbequemlichkeiten verursachen, als die Hauptsache.
  • 1
  • BALLAST
  • Den Ballast über Bord werfen.
  • 2
  • BALLAST
  • Er hat zu viel Ballast geladen.
    info] Auch vom Unmässigen, wer zu viel gegessen.
  • 2
  • BALLAST
  • Es ist nur Ballast.
    info] Unnütze Last.
    Holl.:] Hij gaat voor ballast mede. - Hij is een onnutte ballast. (Harrebomée, I, 30.)
  • 2
  • BALLEN
  • Die Ballen werden an ihren Zeichen erkannt.
    It.:] A' segnali si conoscono le balle. (Bohn I, 72.)
  • 1
  • BALLEN
  • Der kann Ballen machen. - Wurzbach II, 34.
    info] Von Lügnern.
  • 2
  • BALLET
  • Das ist Ballet.
    info] Eine berliner Redensart, um etwas Langweiliges zu bezeichnen.
  • 2
  • BALLHORN
  • Etwas durch Johann Ballhorn verbessern (verballhornen, ballhornisieren).
    info] Eine Sache unzweckmässig und lächerlich abändern, in der Absicht sie zu verbessern. Zu dieser Redensart soll ein um das Jahr 1550 zu Lübeck lebender Buchdrucker Veranlassung gegeben haben. Man erzählt von ihm, er habe in den Büchern, die er druckte, gern allerlei ungereimte Veränderungen vorgenommen. Unter anderm soll er einmal eine neue Ausgabe von einer damals gewöhnlichen Kinderfibel veranstaltet haben, die auf der Schlussseite einen Holzschnitt hatte, worauf ein Hahn mit großen Sporen vorgestellt wurde. Diesen Hahn soll er nun von neuem haben in Holz schneiden und ihm auch einige Eier unterlegen oder, nach dem Bericht anderer, die Sporen abnehmen lassen. Dann habe er die Bemerkung hinzugefügt: »Vermehrt und verbessert durch Johann Ballhorn.« (Vgl. Breslauer Erzähler, 1800, S. 617.) - Eiselein (S. 52) bemerkt jedoch, dass nach Scherz (Balmund - balmunden) Herleitung und Deutung anders ausfallen möchte. - In den Beiträgen zu den Braunschweigischen gelehrten Anzeigen (1764, 43. Stück) befindet sich eine historische Erörterung des Ursprungs des obigen Sprichworts und ist daraus abgedruckt in Dr. J. Chr. Siebenkees' Juristischem Magazin, I, 528-536. (Wurzbach II, 15.) (S. über diese meist angefochtenen Erklärungen: Verballhornen.)
  • 2
  • BÄLMLEIN
  • Das Bälmlein schiessen. - Kirchhofer, 261.
    info] Kirchhofer begleitet diese Redensart mit einem Fragezeichen. Bei Geiler lautet sie: Sein Bälmlein (palmula) auf einen schiessen, und er gebraucht sie wiederholentlich für: seinen Witz an ihm auslassen. (Vgl. Grimm, I, 1098.)
  • 2
  • BALMUND
  • Balmund lebt jetzund.
    Lat.:] Tutor mala fide administrans. (S. Verbalmunden.)
  • 1
  • BALSAM
  • Das is a Balsam von an Flögel. (Oesterreich.) - Idioticon Austr.
    info] Ein erzgrober Mensch.
  • 2
  • BALSAM
  • Das ist Balsam in die Wunde.
    Holl.:] Dat is balsam in de wond. (Harrebomée, I, 30.)
  • 2
  • BALSAMIEREN
  • Wenn man wohl balsamieret, so gewinnt der Handel einen guten Geruch. - Eiselein, 53.
  • 1
  • BAMBUSARM
  • Er steht unterm Bambusarm. (Tamulisch.)
    info] D.h. unter dem Pantoffel. In der talmulischen Literatur ein stehendes Epitheton ornans des weiblichen Armes mit Rücksicht auf Glätte und Zierlichkeit, sowie man die Frauen selbst »Schönstirnige« nennt.
  • 2
  • BAMELSACK
  • Sie sind im Bamelsack.
    info] So sagt man in Strassburg von Frauenzimmern, die zwischen zwei Altern stehen. (Wolff, Zeitschrift für deutsche Mythologie, Göttingen 1853, 1. Bd., S. 405.)
  • 2
  • BANANE
  • Darum, weil es keine Bananen gibt, werd' ich die Taja nicht Vater nennen. (Surinam.) - Wullschlägel.
    info] Taja = eine Erdfrucht. - Die Noth macht mich nicht zum Schmeichler.
  • 1
  • BANANE
  • Die Banane des Ruhmes ist mit Hoffartssafte gefüllt. (Aegypt.)
  • 1
  • BANANE
  • Die Banane muss nicht den Kaffeebaum ersticken und der Kaffee nicht die Banane. - Wullschlägel.
    info] Die Neger in Surinam, um zu sagen: Wir müssen uns vertragen; es ist Platz für uns beide.
  • 1
  • BANANE
  • Wenn du die Banane in die Wüste versenden willst, so sorge für die Pisangs in Ankobar. - Altmann II.
  • 1
  • BANANE
  • Wer die Banane tadeln will, gibt als Grund an, dass sie süss schmecke. - Altmann II.
  • 1
  • BANANE
  • Wer geröstete Bananen essen will, muss sich erst die Finger verbrennen. (Surinam.) - Wullschlägel.
    info] Nichts ohne Mühe.
  • 1
  • BAND (DAS)
  • Das Band, die Gedanken zu binden, soll man noch finden.
  • 1
  • BAND (DAS)
  • Doppelt Band bindet besser als einfach Band. - Graf, 202, 146; Kreithmayer, S. 9.
    info] In Bezug auf Erbfolge. (S. Nähen 2.)
  • 1
  • BAND (DAS)
  • Ein ganzes Band ist besser, als ein geknüpftes.
    Dän.:] De baand en ey endnu fundne, hvor med tankerne ere bundne. (Prov. dan., 43.)
  • 1
  • BAND (DAS)
  • Ist erst ein Band los, dann lösen sich mehrere.
  • 1
  • BAND (DAS)
  • Mancher trägt das blaue Band um die Brust, der die Schleife um den Hals verdient. (Pulkowa.) - Altmann V.
  • 1
  • BAND (DAS)
  • Wat man med den Benne binnen kann, mot man nich med den Stricke binnen. - Schambach, 260.
  • 1
  • BAND (DAS)
  • Wenn ein Band zerschnitten und dann wieder zusammengeknüpft worden ist, so fühlt man doch den Knoten. - Günsburg, I, 164.
    info] Ein versöhnter Feind wird des frühern Zwistes nie ganz vergessen.
  • 1
  • BAND (DAS)
  • Wenn ein zerschnittenes Band zusammengeknüpft wird, so ist es wol ganz, aber man fühlt den Knoten.
  • 1
  • BAND (DAS)
  • Das Band (Bändchen) ist los. - Frischbier, I, 234.
    info] Jemand ist ausgelassen, zügellos.
  • 2
  • BAND (DAS)
  • Das Band an den Sack setzen. - Aventin, Chronik, CCXXa.
    info] Die Sache zu Ende bringen.
  • 2
  • BAND (DAS)
  • Das schwarze Band tragen.
    info] Gehängt werden.
    info] Ein solches wurde dem armen Sünder um die Augen gebunden. (Gartenlaube, 1856, S. 305.)
  • 2
  • BAND (DAS)
  • De Band is wedder reten.
    info] Diese Redensart soll auf folgende Weise entstanden sein. Ein Herr befahl seinem Vogt kurz vor der Mittagszeit, noch einige Säcke Weizen einsacken zu lassen, die auf den Markt sollten. Die Arbeitsleute waren aber gewöhnt mit dem Schlage zwölf fortzugehen. Er wusste keinen andern Rath, als die Glocke fest zu binden. Noch waren die Leute mit dem Einsacken nicht fertig, als sie schlug. »Dunnewaedder«, rief ganz verdutzt der Vogt, »nu is de Band reten.« (Lübeck.) Un sit de Tid, seggt wie hier, wenn de Klock twölf sleit: Sieh, nu is de Band wedder reten. (Plattdütscher Husfründ, II, 19.)
  • 2
  • BAND (DAS)
  • Einem das Band durchs Maul ziehen. - Ayrer, V, 2994, 26.
    info] In dem Sinne: Einem Brei ums Maul schmieren.
  • 2
  • BAND (DAS)
  • Er kann Band hauen gehen. - Eiselein, 33.
    info] Ist verarmt, mag sich mit Besenbinden den Unterhalt verschaffen.
  • 2
  • BAND (DAS)
  • Gang Band haue. - Alsatia, 1850, 6.
    info] Er kann Band hauen gehen, d.i. er ist verarmt und mag sich mit Hauen von Widen und Weiden sein Brot erwerben. (Vgl. Grimm's Grammatik für Schulen von Eiselein, S. 334.)
  • 2
  • BAND (DAS)
  • Ut den Bännen springen wellen. (Westf.)
    info] Bännen = Bändern, Banden. - Ausser sich gerathen.
  • 2
  • BAND (DER)
  • In einem schlechten Bande steckt oft ein gutes Buch.
    info] Sowie umgekehrt.
  • 1
  • BAND (DER)
  • Je dicker die Bände, je gelehrter der Autor.
    info] Bändchen.
  • 1
  • BAND (DER)
  • Se hoben an af'm Pantl ghop. (Steiermark.) - Firmenich, 766.
    info] Sie haben ihn auf dem Bändchen gehabt, d.h. witzig durchgezogen.
  • 1
  • BAND (DER)
  • Wemmet gliyk met'm Bänneken binnet, briuket me hernägest kein Strick. (Büren.)
  • 1
  • BAND (DER)
  • Er ist wie vom Bändchen. - Frischbier, II, 253.
    info] Ausgelassen lustig.
  • 2
  • BANDE
  • Alle Bande binden nicht gleich fest. - Graf, 243, 113.
    info] Bezieht sich auf die bei unsern Vorfahren bei Eingehung eines Vertrages angewandten äussern Zeichen und Bestärkungsmittel. Als solche Urkunde der Willenseinigung diente z.B. das gleichzeitige Tasten in Einen Hut, oder die Übergabe von Hut oder Handschuh. (Vgl. Ortloff, I, 25.) Die einfachste und passendste Form zur Bekundung des erzielten Einverständnisses war überall der Handschlag. - Das Zusammentreffen des beiderseitigen Willens ward durch Zusammenfügen der Hände ausgedrückt. (S. Hand 192-93.)
    Holl.:] Alle banden binden niet even vast. (Harrebomée, I, 30a.)
  • 1
  • BANDE
  • Die Bande des Gewissens sind schlechte Fäden, Ochsen zu halten.
  • 1
  • BANDE
  • Die Bande kann niemand finden, die meine Gedanken könnte binden. - Henisch, 387.
  • 1
  • BANDE
  • Die Bande von Wort und von Papier gestrickt sind schwach, die Natur zerreisst sie leicht. - Sailer, 147.
    info] Natur ist stärker als Lehre und Anbildung.
  • 1
  • BANDE
  • Wann die Bande ufgan, so springen die Reif' ab und das Fass fallt zu Haufen. - Geiler.
  • 1
  • BANDE
  • Wer Bande trägt, ist nicht frei.
    Frz.:] N'est pas sauvé (échappé), qui traîne son lien. (Recueil. 34.)
  • 1
  • BANDE
  • Das ist eine schöne Bande.
    info] Ironisch von einer schlechten Gesellschaft.
    Holl.:] Dat is de troep van Schinder. (Harrebomée, II, 249a.)
  • 2
  • BANDE
  • Durch die Bande des Bluts mit jemand verbunden sein.
    info] Durch nahe Verwandtschaft und daraus entspringende Verbindlichkeit.
  • 2
  • BÄNDEL
  • Einer macht Bändel und der andere schneidet sie ab. - Henisch, 277; Lehmann, II, 133, 12.
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  • BÄNDEL
  • Dean hauni (hab ich) am Bandel. (Ulm.)
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