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Wörterbuch altgriechisch-deutsch ἄκανθος, Bärenklau; als Verzierung, bes. am Knauf der korinthischen Säulen ἀκανθο-στεφής, stachelumgebener Fisch ἀκανθο-φάγος, Dornen fressend ἀκανθο-φορέω, Dornen tragen ἀκανθο-φόροι, Dornen tragend ἀκανθο-φυέω, Stacheln treiben ἀκανθό-χοιρος, Stachelschwein ἀκανθόω, mit Stacheln versehen; pass. Stacheln bekommen ἀκανθ-ώδης, dornig; voll Dornen; spitzfindig ἀκανίζω, dornige Fruchtköpfe tragen ἀ-κανόνιστος, nicht geregelt; nicht kanonisch ἄκανος, eine Distelart, und der dornige Fruchtkopf einiger Pflanzen, zB. Ananas ἀ-καπήλευτος, ἀ-κάπηλος, nicht verhökert, unverfälscht ἀ-κάπνιστον, nicht durch Räuchern ausgenommener Honig ἄ-καπνος, keinen Rauch verbreitend; Opfer, wobei nichts verbrannt wird. Sprichwort: rauchlose Opfer nur (keine kostbaren Geschenke, kein Geld) geben Dichter, loben auf anderer Kosten ἀ-κάπνωτοι, nicht mit Rauch erfüllt ἀ-καρα-δόκητος, unerwartet ἀ-κάρδιος, herzlos; ohne Mark; feige, auch ohne Verstand ἀ-κάρηνος, kopflos ἀ-καρής, von der Zeit, kurz; beinahe ἀκαρί, Milbe (acarus) ἀκαριαίος, klein, kurz ἀ-καρπέω, unfruchtbar sein ἀ-καρπία, Unfruchtbarkeit; unfruchtbare Gefilde ἄ-καρπος, 1) unfurchtbar, von Gewächsen und vom Erdboden; oft übertr. 2) unfruchtbar machend ἀ-κάρπωτος, ohne Frucht; nicht erfüllte Orakel (wegen eines fruchtlosen Sieges, für den nicht gedankt wird) ἀ-καρτέρητος, unerträglich; der nicht ausgehalten werden kann ἄ-καρτος, ungeschoren ἀ-καρφής, nicht getrocknet ἄκασκα, sacht ἀκασκαίον, sanfte, gemächliche Reichtumszier ἀ-κατα-βάπτιστος, nicht untergetaucht ἀ-κατα-βίαστος, ungezwungen ἀ-κατά-βλητος, nicht niederzuwerfen, unbesiegt ἀ-κατ-άγγελτος, unangekündigt ἀ-κατ-άγνωστος, unverwerflich ἀ-κατ-αγώνιστος, unbezhwinglich ἀ-κατα-δέκαστος, unbestechlich ἀ-κατά-δεκτος, nicht annehmlich ἀ-κατα-δίκαστος, nicht verurteilt ἀ-κατα-δούλτος, nicht unterjocht ἀ-κατα-θύμιος, unangenehm ἀ-κατ-αιτίᾱτος, unschuldig ἀ-κατα-κάλυπτος, unverhüllt, offen ἀ-κατά-καυστος, unverbrannt ἀ-κατα-κόσμητος, ungeordnet ἀ-κατά-κριτος, nicht gerichtet ἀ-κάτ-ακτος, unzerbrechlich ἀ-κατά-ληκτος, ohne Ende ἀ-κατα-ληπτέω, nicht begreifen ἀ-κατά-ληπτος, 1) nicht einzunehmen. 2) nicht ergriffen; gew. unbegreiflich, von den Skeptikern bes. gebrauchtes Wort ἀ-κατα-ληψία, Unbegreiflichkeit, bei den Skeptikern ἀ-κατ-άλλακτς, unversöhnlich ἀ-κατ-αλληλία, Inkonzinnität, Gramm ἀ-κατ-άλληλος, nicht zusammen passend; ungehörig, inkonzinn, Gramm ἀ-κατ-άλυτος, nicht aufzulösen, -heben ἀ-κατα-μάθητος, unbekannt ἀ-κατα-μάχητος, ἀ-κατά-μαχος, unbekämpfbar ἀ-κατα-μέτρητος, unermeßlich ἀ-κατ-ανάγκαστος, ungezwungen ἀ-κατα-νόητος, unbegreiflich ἀ-κατά-ξεστος, unbehauen ἀ-κατα-πάλαιστος, im Ringen unbesieglich ἀ-κατά-παυστος, ohne Ende, immerwährend; nicht beizulegen; fortwährend sündigend ἀ-κατά-πληκτος, unerschrocken ἀ-κατα-πληξία, das Nichtbewundern ἀ-κατα-πόνητος, unbezwinglich ἀ-κατά-ποτος, nicht zu verschlucken ἀ-κατα-πρᾱϋντος, nicht zu besänftigen ἀ-κατα-πτόητος, unerschrocken ἀ-κατά-πτωτος, nicht fallend, untrüglich ἀ-κατ-άρδευτος, unbefeuchtet ἀ-κατά-σβεστος, ungelöscht, vom Kalk ἀ-κατά-σειστος, unerschüttert ἀ-κατα-σήματον, nicht aufgezeichnetr, mündlicher Befehl ἀ-κατά-σκεπτος, unüberlegt ἀ-κατα-σκεύαστος, unbearbeitet; nicht gekünstelt ἀ-κατά-σκευος, dass., bes. ungekünstelt, einfach ἀ-κατα-σκήνωτος, zum Lagern untauglich ἀ-κατά-σκοπος, unüberlegt ἀ-κατά-σκωπτος, unverspottet ἀ-κατα-στασία, Unbeständigkeit; gew. Unruhe, Aufruhr ἀ-κατα-στατέω, unruhig sein; pass. beunruhigt werden ἀ-κατά-στατος, unstät, unruhig ἀ-κατα-στόχαστος, nicht zu erraten ἀ-κατά-στρεπτος, nicht niederzuwerfen ἀ-κατά-στροφος, ohne Ende, ohne Rundung, vom Stil ἀ-κατά-σχετος, nicht zu halten, nicht zu bändigen; adv. unaufhaltsam ἀ-κατά-τρητος, nicht durchbohrt ἀ-κατά-τριπτος, nicht zu verzehren ἀ-κατα-φρόνητος, nicht verachtet; nicht zu verachten, furchtbar ἀ-κατά-χρηστος, ungebräuchlich ἀ-κατα-χώριστος, nicht abgesondert, unverdaut ἀ-κατά-ψαυστος, nicht zu berühren ἀ-κατά-ψεκτος, tadellos ἀ-κατά-ψευστος, nicht erlogen ἀ-κατ-έργαστος, nicht verarbeitet, roh; unverdaut ἀ-κατ-εύναστος, nicht eingeschläfert ἀ-κατ-ηγόρητος, unangeklagt; tadellos ἀ-κατ-ηγόρητος, unangeklagt; tadellos ἀ-κατ-ήχητος, noch nicht unterrichtet ἀκάτιον, 1) Nachen, der Seeräuber, Brigantine. 2) ein Segel (kleinere Segel zum Geschwindfahren); dah. andere es für Hauptsegel nehmen. 3) ein Becher. 4) ein Frauenschuh ἀκάτιος, der große Mast ἀ-κατ-ονόμαστος, unnenbar; unbenannt ἀ-κάτ-οπτος, unbeachtet ἀ-κατ-όρθωτος, unverbesserlich ἄκατος, 1) leichter, schnellsegelnder Nachen, Lastschiff; vom Nachen des Charon. 2) Becher ἀ-κατ-ούλωτος, nicht vernarbt ἀ-κάττυτον, unversohlter Schuh ἄ-καμλος, ohne Stengel; von Federn, ohne Kiel ἀ-καυστηρίαστος, nicht mit eingebrannten Zeichen, von Pferden ἄ-καυστος, unverbrennlich; nicht verbrannt ἀ-καυχησία, Bescheidenheit ἀκαχίζω, betrüben; pass. betrübt sein ἀκαχμένος, gespitzt ἀκέ, die Spitze ἀκέαστος, nicht zu spalten, zu trennen ἀ-κείρατος, ungeschoren ἀ-κειρε-κόμας, mit ungeschorenem Haar ἀ-κέλευθος, unwegsam ἀ-κέλευστος, ungeheißen, freiwillig ἀ-κενο-δοξία, Bescheidenheit ἀ-κενό-δοξος, frei von Dünkel ἄ-κενος, ohne leere Stellen ἀ-κενό-σπουδο, ohne eitles Streben ἀ-κέντητος, ungestachelt ἄ-κεντρος, 1) ohne Stachel, ohne Sporen, von Vögeln , im Vergleich mit Hähnen; daher matt. 2) nicht im Zentrum ἀ-κένωτος, ungeleert ἀ-κέομαι, heilen; wieder gut machen, aussühnen; dagegen Vorkehrungen treffen; ausbessern, bes. von Kleidern, Schuhen, flicken ἀ-κεραιόομαι, unverletzt sein ἀ-κέραιος, ungemischt sein; in ursprünglicher Reinheit und Vollständigkeit, unversehrt, integer; nicht verwüstet; noch nicht ermüdet; frisch, die noch nicht im Kampf gewesen; adv. unversehrt ἀ-κεραιότης, Unversehrtheit ἀ-κέραστος, 1) nicht gemischt; von Wagnis. 2) unvereinbar ἀ-κέρατος, ungehörnt ἀ-κέραυνος, ἀ-κεραύνωτος, nicht vom Blitz getroffen ἀ-κέρδεια, Gewinnlosigkeit ἀ-κερδής, gewinnlos, schädlich; unbelohnt; uneigennützig; adv. umsonst ἀ-κέρκιστος, ungewebt ἄ-κερκος, schwanzlos ἄ-κερος, ungehörnt ἀ-κερσε-κόμης, mit ungeschorenem, langem Haupthaar, Zeichen der ewigen Jugend, da die griechischen Jünglinge bis zum Mannesalter ihr Haar wachsen ließen; bes. Apollo ἄ-κερχνος, ohne Heiterkeit, die Heiterkeit vertreibend ἄ-κερως, ἀ-κέρωτος, ungehörnt ἀκεσί-μβροτος, Menschen heilend, Asklepios ἀκέσιμος, heilsam ἀκεσί-νοσος, Krankheit heilend ἀκέσιος, der heilende, Beiname des Apollo ἀκεσί-πονος, schmerzstillend, die Arbeit mildernd ἄκεσις, Heilung ἄκεσμα, Heilmittel; für Krankheiten ἀκέσμιος, heilbar ἀκεσμός, Heilung ἀκεστήρ, (eigtl. Heiler); rossebändigend, die Wildheit heilend ἀκεστήριον, Schneiderwerkstatt ἀκεστής, Heiler, Arzt; Kleiderflicker ἀκεστικός, zum Heilen, Ausbessern gehörig; schneiderkunst ἀκεστορία, Heil- und Arzneikunst ἀκεστορίς, die Heilende ἀκεστός, heilbar, leicht zu heilen; wieder gut zu machen ἄκεστρα, Nadel zum Flicken ἀκέστρια, Näherin, Flickerin ἀκεστρίς, Hebamme, eigentl. Ärztin ἄκεστρον, Heilmittel ἀκέστωρ, Arzt, Retter, Phöbus ἀκεσ-φορία, Heilung, Rettung ἀκεσ-φόρος, heilbringend; für Krankheiten ἀκεσ-ώδυνος, Schmerz stillend ἀ-κέφαλος, kopflos; fabelhafte Geschöpfe in Libyen; übertr. ohne Anfang; ohne Vollendung; Partei ohne Parteihaupt; bei den Gramm. Hexameter, die mit kurzer Silbe anfangen; das römische capite deminutus ἀ-κέων, still, ruhig, schweigend ἀ-κήδεια, Sorglosigkeit, Nachlässigkeit ἀ-κηδεμόνευτος, vernachlässigt ἀ-κήδεστος, vernachlässigt, bes. unbestattet; in traurigem Schweigen; adv. sich um niemanden kümmernd, unbarmherzig; vom Schleifen des toten Hektor; sorglos ἀ-κήδευτος, unbeerdigt, unbestattet ἀ-κηδέω, vernachlässigen; mutlos werden ἀ-κηδής, 1) sorglos, nachlässig; sich um die Kinder nicht kümmernd; sorgenfrei; einen sorgenlosen Sinn haben; sicher, ungestört. 2) pass. vernachlässigt; unbestattet ἀ-κηδία, Sorglosigkeit; Vernachlässigung; zusammenstehen, wobei man seinen Körper ganz vernachlässigt, wo also nicht an α intens. zu denken ἀ-κήλητος, nicht zu besänftigen; durch Zauber nicht zu bezwingen; unbezaubert; hart, grausam ἀ-κηλίδωτος, unbefleckt ἀ-κήμωτος, ohne Maulkorb ἀκήν, still, schweigend ἀ-κήπευτος, nicht im Garten angebaut; wild wachsend ἄ-κηπος, ein Garten, der kein Garten zu nennen ist ἀ-κηρασία, Reinheit ἀ-κηράσιος, unverfälscht, edel; noch nicht gemähte Wiesen ἀ-κήρατος, rein; unversehrt; noch nicht gerissen; ungemäht; ungeschoren; die volle Kraft habend; rein, unberührt; ohne Schmerz und Trauer; von Menschen unberührt; von einem Orte; ein wenig besuchter Handelsplatz ἀ-κήριος, lebendig; der Gewalt der Keren nicht unterworfen, unsterblich; Skorpion, unschädlich; Tage ohne Vorbedeutung ἀ-κήριος, macht leblos, tötet; mutlose Furcht; schwach ἄκηρος, ein Pflaster ἀ-κηρυκτεί, ἀκηρυκτί , ohne Herold, ohne vorhergegangene Ankündigung (im Kriege findet ohne Herold kein Verkehr statt); unversöhnlich kämpfen ἀ-κήρυτος, 1) nicht durch einen Herold angesagt (sie überzogen die Athener ohne Ankündigung mit Krieg; ein Krieg, in dem kein Herold mit Friedensanträgen angenommen wird, unversöhnlich). 2) nicht durch einen Herold ausgerufen, gepriesen (er bleibt, ohne Nachricht von sich zu geben); unbekannt, ruhmlos; heimlich; adv. ohne Herold miteinander verkehren ἀ-κήρωτος, nicht mit Wachs überzogen ἀ-κηχεδών, Kummer ἀ-κιβδήλευτος, unverfälscht ἀ-κίβδηλος, unverfälscht, eigentl. von der Münze; daher übertr. ohne Hinterlist; adv. rein ἀ-κιδνός, unscheinbarer, unansehnlicher; hinfälliger ἀκιδ-ώδης, spitzig ἀκιδωτό, zugespitzt ἀκίζω, zuspitzen ἀ-κίθαρις, ohne Saitenspiel ἄ-κῑκυς, kraftlos; schwächend ἀκῑνάκης, ein persisches Wort, ein kleiner, krummer Säbel ἀ-κινδῡνί, ἀ-κίνδῡνος, gefahrlos ἀ-κινδυνότης, das Ungefärdetsein ἀ-κινδῡνώδης, gefahrlos ἀ-κῑνήεις, unbeweglich ἀ-κῑνησία, Unbeweglichkeit; Tatlosigkeit ἀ-κῑνητέω, ἀ-κῑνητίζω, beweglich sein, ruhen ἀ-κινητί, unbeweglich ἀ-κῑνητίνδα, ein Spiel, wo jeder, unbeweglich auf seinem Platze bleibend, den andern hinüberzuziehen suchte ἀ-κίνητος, 1) unbewegt, unbeweglich, fest; nicht angerührt, unverletzt; hartnäckig; gehen, ohne den Fuß fortzusetzen, sterben; schwerfälliger Geist. 2) was nicht bewegt, nicht angerührt werden darf, heilig; bes. auf den Gräbern; (das Bildnis der Göttin heben); sprichwörtl. von solchen, die gottlos selbst das Heilige nicht achten; was verschwiegen werden muss; adv. unbeweglich sein ἀκίνιος, Kranz ἄκινος, eine Pflanze mit wohlriechender Blume, dem basilicum ähnlich ἄ-κινος, nicht wurmstichig; dem Wurmfraß am wenigsten ausgesetzt ἀκιράς, schwach, schlaff; verderbt ἀκίς, Spitze, Stachel; Pfeilspitze; des Schreibrohrs; Schiffschnabel; Harpune; Pfeile des Eros; Stachel der Sehnsucht; med. eine Binde ἀ-κίχητος, unerreichbar; für Bitten unzugänglich, unerbittlich ἀ-κίων, ohne Säulen ἀκκίζομαι, sich verstellen, sich stellen, als ob man etwas nicht wolle, was man doch sehnlich wünscht; bes. von Frauen: sich zieren, spröde tun; sich dumm stellen ἄκκισμα, Sprödetun; verstellte Weigerung, Ziererei ἀκκστικός, zur Verstellung geneigt ἀκκώ, ein eitles Weib; ein Gespenst, mit dem Ammen die Kinder schrecken ἀ-κλαγγί, ohne Geschrei ἀ-κλάδευτος, nicht beschnitten, vom Weinstock ἄ-κλαστος, unzerbrochen ἀ-κλαυτεί, ἀ-κλαυστί, ἀ-κλαυτί, ohne Weinen ἄ-κλαυστος, 1) unbeweint. 2) nicht weinend; unbestraft ἄ-κλαυτος, unbeweint; nicht weinend, tränenlos; von Freunden nicht beweint ἀ-κλεής, ohne Nachricht (ohne daß man Nachricht von ihm hätte); ruhmlos; der schimpfliche Tod ἀ-κλεΐα, Schande ἄ-κλειστος, ἄ-κλειτος, nicht verschlossen ἄ-κλεπτος, nicht betrügend ἀ-κληρέω, ohne Erbteil, arm sein; bes. ungerecht Verbannter ἀ-κλήρημα, Unglück ἀ-κληρα, das Verbanntnsein; übh. Unglück ἀκληρο-νόμητος, ohne Erben ἄ-κληρος, 1) ohne Erbteil, arm; übh. ohne Anteil an etwas; enterben. 2) unverlost, ohne Besitzer ἀ-κληρωτί, ohne zu losen ἀ-κλήρωτος, 1) ohne Anteil (am Land). 2) nicht verlost ἀ-κλητί, ungerufen ἄ-κλητος, ungerufen, uneingeladen ἀ-κλινής, sich nicht neigend, unbeweglich, fest ἀ-κλισία, das Indeklinabelsein; von ἄ-κλιτος, 1) unbeweglich, unerbittlich. 2) indeklinabel ἀ-κλόνητος, unerschüttert ἄ-κλοπος, unverstohlen, unversteckt; nicht gestohlen ἀ-κλυδώνιστος, von anderen Winden nicht beunruhigter, aufwogender Hafen ἄ-κλυστος, nicht von Wogen bespült, beunruhigt ἄ-κλυτος, ungehört; geräuschlos ἀ-κλώνητος, ohne Ranke ἄ-κλωστος, ungesponnen ἀκμάζω, auf dem höchsten Punkte, in voller Blüte stehen, bes. in der Blüte der Jahre, in vollster Manneskraft; übh. stark sein; reich sein (auch geistig); übertr. auf Sachen (der Staat war in voller Blüte; die Krankheit hat den höchsten Stand erreicht); mitten im Herbst; die Zeit, wo das Getreide reif ist; impers. es ist hohe, rechte Zeit; es gilt die größte Sorgfalt ἀκμαίος, blühend, kräftig; heiratsfähig; öfter in erotischen Gedichten; (wie käm er er zur rechten Zeit; wo das Licht am kräftigesten ist; die eigentlichen Festtage; im höchsten Zorn; in der Blüte des Alters stehen) ἀκμαστής, ἀκμαστικός, ein kräftiger, blühender Jüngling ἀκμή, 1) die Spitze, Schärfe; sprichw. auf der Schärfe des Scheermessers, im entscheidenden Moment; von den Extremitäten des Körpers (die Spitzen beider Hände); Flammenspitzen. 2) die höchste Blüte und Kraft; im besten Jünglingsalter; (wenige kräftige Mannschaft auf den Schiffen; ehe das Getgreide reif war; Hochsommer). 3) die rechte, angemessene Zeit; (den rechten Augenblick treffen; rechte Zeit zum Handeln, zur rechten Zeit kommen; zu dem Punkte kommen, wo man heiraten soll; zum entscheidenden Augenblick). 4. der höchste Grad einer Sache; Speerkampf ἀκμήν, a) im Augenblick, eben jetzt. b) noch, wovor die Atticisten warnen ἀκμηνός, ausgewachsen ἄκμηνος, nüchtern ἀ-κμής, nicht ermüdet, frisch; unermüdlich; die ewig festen ἀ-κμητεί, ἀ-κμητί, mühelos, leicht ἄ-κμητος, 1) unermüdet. 2) schmerzlos ἀκμό-θετον, das Untergestell des Ambosses ἀκμόνιον, kleiner Amboss ἄκμων, 1) der Amboss. 2) eine Wolfsart ἄ-κμων, unermüdlich, nicht mit dem Speer zu ermüden ἄ-κνημος, ohne Waden ἄ-κνηστις, 1) Rückgrat von Tieren. 2) Pflanze ἄ-κνισσος, ἄ-κνῑσος, ἀ-κνίσ(σ)ωτος, ohne Opferduft; ohne Fett. ἀκοή, 1) der Sinn des Gehörs. 2) das Organ des Hörens, das Ohr, übertr. werden mir zu Ohren kommen; ein scharfes Ohr leihen. 3) das Gehörte, Gerücht; (die Traditionen über die früheren Ereignisse; nach Hörensagen; bezeugen, was man gehört hat; sich nicht auf ein Gerücht berufen; der Ruf bei Bürgern) ἀκόσις, das Gehörte ἀ-κοίλιος, ohne Höhlungen, ohne Bauch ἀ-κοίμητος, schlaft-, rastlos; vom Feuer der Vestalinnen ἀ-κοίμιστος, nicht einzuschläfern ἀ-κοινο-νόητος, ohne gemeinen Menschenverstand ἄ-κοινος, nicht gemein ἀ-κοινωνησία, Mangel an Gemeinschaft ἀ-κοινώνητος, 1) nicht Teil habend. 2) ungesellig; unfreundlich (was sich nicht mit Schlechtem vereinigt); nicht zum Gemeingut geeignet; adv. unfreundlich, neben arroganter, Cic ἀ-κοινωνία, Zwietracht ἀ-κοίτης, Bettgenosse, Gatte ἄ-κοιτις, Gattin; die Geliebte ἄ-κοιτος, ohne Lager; vom Honig, der keinen Niederschlag bildet ἀ-κολάκευτος, ungeschmeichelt, nicht Schmeicheleien offen stehend; nicht schmeichelnd; adv. ohne Schmeichelei ἀ-κόλακος, nicht schmeichelnd ἀ-κολασία, Ungestraftheit, Zügellosigkeit; unmäßige Ausschweifung jeder Art ἀ-κολασταίνω, zügellos, ausschweifend leben ἀ-κολάστμα, Ausschweifung ἀ-κόλαστος, ungezügelt, ungestraft; gew. übertr. zügellos, unmäßig, ausschweifend ἀ-κόλλητος, ἄ-κολλος, (nicht zusammenzuleimen), unvereinbar ἀ-κολόβωτος, unverstümmelt ἄ-κολος, Bissen ἀ-κολουθέω, 1) mit j-m einen Weg machen, ihn begleiten: 2) hinterhergehen, folgen; öfter gemeiner Soldat sein, Diener sein; verfolgen, den Feind; nachkommen, wie wir: das Pferd konnte ihm nicht folgen. 3) der Rede folgen, sie verstehen. 4. es folgt, stimmt damit überein, ergibt sich daraus; sich anpassen, bequemen nach. 5. bes. j-m nachfolgen, seinem Beispiele folgen, sein Schüler sein ἀκολούθησις, Nachfolge; Folgeleistung ἀ-κολουθητικός, gern folgend ἀ-κολουθία, 1) das Gefolge. 2) das Folgen; das Übereinstimmen; Gehorsam ἀ-κόλουθος, 1) der den Weg mit einem andern zusammen macht, Begleiter, bes. Diener; beim Heere, der Troß; später nachfolger, Schüler. 2) adj. woraus folgend, damit übereinstimmend, womit, folglich ἄ-κολπος, ohne Busen ἀ-κόλυμβος, der nicht schwimmen kann ἀ-κομιστία, Mangel an Pflege ἀ-κόμιστος, nicht gepflegt ἀ-κόμμωτος, ungeschminkt ἄ-κομος, haarlos; laublos |