Abbà Cornaglia, Pietro
* 20. März 1851 in Alessandria (Piemont)
&dagger 2. Mai 1894 in Alessandria
Komponist und Organist
Von 1868 bis 1871 besuchte er das Mailänder Konservatorium, studierte Klavier bei
Antonio Angeleri und Komposition bei Lauro Rossi und Mazzucato. Sein Werk für
die Abschlussprüfung, die Kantate Caino e Abele, gewann den ersten Preis. Nach dem Studium
reiste er als Konzertpianist. Ab 1880 bis zu seinem Tode war er Organist an der Kathedrale in
Alessandria, wo er auch eine Schule für Komposition, Gesang und Klavier gründete.
Abbà Cornaglia blieb unbeeinflusst von den modernen Strömungen der Scapigliatura, von
Catalani und der neuen Schule des verismo; statt dessen zeigte er, besonders in Una
partita a scacchi, einen geschmackvollen Eklektizismus und eine außerordentliche
Kunstfertigkeit in traditionellen Kompositionsmethoden.
Er schrieb außerdem Kirchenwerke, Kammermusik, Lieder und Orgelstücke und zwei Bücher, Sulla
introduzione del canto popolare in tutte le masse di comunità, e specialmente nella scuola
(Alessandria, 1880) und Impressioni d'un viaggio in Germania (Alessandria, 1881)
Bühnenwerk
- Isabella Spinola (C. Jachino) (1877 Mailand)
- Maria di Warden (C. Bordiga) (1884 Venedig)
- Una partita a scacchi (nach Giuseppe Giacosas berühmter Komödie) leggenda medioevale 1 Akt (1892 Pavia)