Alghisi (Algisi), Paris Francesco
* 19. Juni 1666 in Brescia
† 30. (oder 20.) März 1733 ebd.

Alghisi begann sehr früh seinen mus. Unterricht bei Orazio Polaroli, Org. am Dom von Brescia, und stud. anschließend die Rechte und Philosophie. Zusammen mit anderen Schülern von Polaroli wurde er 1681 in die Kapelle des poln. Hofes berufen, in der er einige Jahre blieb. Nachdem er nach Brescia zurückgekehrt war, wurde er Geistlicher und trat in die Congregazione dell'Oratorio ein. Er gab jedoch die Kompos. weltl. Musik (Bühnenwerke, Kammersonaten) nicht auf. 1693 war er mit Bestimmtheit maestro di cappella der Congregazione dell'Oratorio und an den Kirchen S. Afra und S. Filippo; in der Zeit zwischen 1701 und 1702 wurde er zum Org. an der Kathedrale von Brescia berufen und 1706 in die Accademia Filarmonica von Bologna aufgenommen. Den Rest seines Lebens widmete er der Religion.

Die erhaltenen Werke reihen Alghisi in die Bologneser Schule des späten 17. Jh. und des frühen 18. Jh., und zwar in die Nähe der Kompos. von G.A. Perti, G.A.V. Aldrovandini, D. Gabrielli u.a., ein.

Bühnenwerk

  1. L'amor di Curzio per la patria (Giulio Cesare Corradi), dramma per musica 2 Akte (Winter 1690 Venedig, Santi Giovanni e Paolo)
  2. Il trionfo della continenza (Giulio Cesare Corradi), dramma per musica 3 Akte (Herbst 1691 Venedig, Santi Giovanni e Paolo)

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