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Aliprandi, Bernardo Die Herkunft (nach Rudhart aus einer Mailänder Künstlerfamilie) und eventuelle verwandtschaftliche Beziehungen zu den bei Thieme-Becker (Allgemeines Lex. der bildenden Künstler I, 1907, 291f.) genannten ital. Künstlern sind ungeklärt. Der Violoncellist Bernardo Aliprandi wurde (laut Dekret vom 19. Jan. 1732) am 1. Okt. 1731 kurfürstl. Cammer- und Hofmusikus zu München mit 1000 fl. Jahresgehalt. Am 22. Aug. 1737 erfolgte seine Ernennung zum Compositore di Musica di Camera. Der bisherige Kammerkompositeur G. Ferrandini war am 8. Aug. 1737 zum Dir. der KaM. erhoben worden. Am 11. März 1744 wurde Aliprandi KonzM. mit 1200 fl. Gehalt, am 30. Jan. 1747 erhielt er den Titel eines kurfürstl. Rates. 1777 bezog er 1105 fl. Bei der Vereinigung des Münchener mit dem Mannheimer Hoforch. unter dem neuen Kurfürsten Karl Theodor wurde er im Aug. 1778 mit 500 fl. pensioniert. 1791 lebte er in Frankfurt/Main. In einer Eingabe seines Sohnes Bernhard Maria vom Mai 1793 wird er als verstorben erwähnt. Bernardo Aliprandi scheint sich der besonderen Gunst des Kurfürsten Karl Albert und späteren Kaisers Karl VII. erfreut zu haben. Sein ausdrucksstarkes, elftl. Stabat mater, noch unbeeinflußt von der neuneap. Stilrichtung, ist ein beachtenswertes Zeugnis für seine kompos. Fähigkeiten. Bühnenwerk
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