Allen, Paul Hastings
* 28. Nov. 1883 in Hyde Park/Mass.
† 28. Sept. 1952 in Boston

Allen stud. an der Harvard University Musik und erhielt hier 1903 den Grad eines B.A. 1904 ging er nach Italien und stud. in Florenz Kl. bei Giuseppe Buonamici und Kompos. bei A. Scontrino. Während des ersten Weltkrieges war Allen Mitgl. der diplomatischen Vertretung der Vereinigten Staaten in Genua (Italien). 1920 kehrte er nach Boston zurück und widmete sich nur noch der Komposition.

Paul Allen vertrat einen konservativen Stil. In seinen Opern, mit denen er seine größten Erfolge erreichte, richtet er sich nach dem ital. Vorbild; die vok. Stimmführung ist wirkungsvoll und melodisch. Allen konnte selbst alle Orch.-Instr. spielen, und seine instr. Schreibweise ist völlig idiomatisch. Sein Quartett für zwei Klar., Bassetthr. und Baßklar. ist eine Seltenheit in der KaM.-Lit. Leider führte Allens fehlende Originalität zu einem fast gänzlichen Vergessen seiner Musik.

Bühnenwerk

  1. Il filtro (L. Capuana), Oper (Melodram) 1 Akt  (26. Okt. 1912 Genua)
  2. Milda (L. Capuana), Oper (fiaba in un atto) (14. Juni 1913 Venedig)
  3. O Munasterio (S. di Giacomo in neap. Dialekt), Oper 1 Akt (25. Okt. 1913 Neapel)
  4. I Fiori (P. Quintoro), Oper 1 Akt (1915)
  5. L'ultimo dei moicani (C. Zangarini nach J.F. Cooper), Oper (24. Febr. 1916 Florenz)
  6. Cleopatra (V. Sardou), Oper (1921)
  7. La Piccola Figaro (E. Golisciani), kom. Oper 1 Akt (1931)

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