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Bártok, Béla Seine musikalische Grundausbildung erhielt Bartók von seiner Mutter Paula. Nach dem Abitur 1899 besuchte er die Meisterklassen für Klavier und Komposition an der Budapester Musikhochschule. Im Anschluß an das Studium nahm er bis 1934 eine Professur für Klavier an der dortigen Liszt-Hochschule an. In den Jahren 1920 bis 1940 unternahm er zahlreiche Konzertreisen und gab eine umfangreiche Volksliedsammlung für die Akademie der Wissenschaften in Budapest heraus. 1940 emigrierte er nach New York, wo er bis zu seinem Tode gemeinsam mit seiner Frau Ditta Konzerte eigener Kompositionen gab. Sein kompositorisches Schaffen umfaßt zahlreiche Konzerte, Klavier-, Chor- und Vokalwerke, eine Oper und zwei Ballette. Bartók starb am 26. September 1945 in New York. Unter den großen nationalen Musikern des 20. Jahrhunderts nimmt der Ungar Bela Bartök eine hervorragende Stellung ein. Dem Landwirtschafts-Schulvorstand und seiner Frau wurde der einzige Sohn Bela am 25. März 1881 im ehemals zu Ungarn gehörenden Nagy Szent Miklös geboren - genau drei Tage vor Mussorgskis Tod. Und wie dieser russische Musikrealist starb Bartök nach einem aufregenden Leben schließlich im Elend: am 26. September 1945 als innerlich vereinsamter Emigrant in der Enge eines drittklassigen Krankenhauses am Rande New Yorks, beerdigt auf Kosten der Armenkasse einer fremden Musikergenossenschaft. Die Befreiung der ungarischen Heimat vom faschistischen Joch erfuhr er noch, konnte sie aber nicht mehr selbst miterleben. Die bedeutende Stimme des „größten Musikrevolutionärs seines Zeitalters" (Szaboicsi) beruht auf seinem ungewöhnlich engen Verhältnis zu Volkskunst, Bauernlied und Bauerntanz Ungarns. Das Zehren von Anregungen und Inhalten der Folklore ist bei Bartök weit mehr als nur interessantes melodisch-rhythmisches Idiom, als Suchen nach Hilfskräften für die musikalische Phantasie. Er, der zeit seines Lebens zugleich ein eifriger Sammler der Folklore war, stilisiert und schärft die Gedanken der südöstlichen Volksmusik, gibt ihr plastische Gestalt, vertieft sie. Sein Gesamtwerk, das von der europäisch-internationalen Tonsprache der Jahrhundertwende zur harten Linearität der .mittleren Epoche und geistigen Verdichtung nationaler Meisterschaft gelangte, umfaßt die verschiedensten Genres. Aus der Frühzeit stammt die einzige Oper „Herzog Blaubarts Burg"; auf dem Gebiet des musikalischen Theaters entstanden außerdem zwei Tanzwerke. Das Wesentliche schuf er im sinfonischen und kammermusikalischen Bereich. Deutsche Biographien von Edwin van der Null, Emil Haräszti, Serge Moreux und Lajos Lesznai, Dokumente von Bence Szaboicsi. Seine drei Bühnenwerke: Herzog Blaubarts Burg, Einakter, entstanden 1911 (1918 Budapest); Der holzgeschnitzte Prinz, Ballett, Einakter (1917 Budapest); Der wunderbare Mandarin, Ballett, Einakter, entstanden 1918/19 (1925 Köln) Bühnenwerk
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