Braunfels, Walter
* 19. Dez. 1882 in Frankfurt/M.
† 19. März 1954 in Köln
Komponist

Bühnenwerk

  • Prinzessin Brambilla (W. Braunfels nach E. T. A. Hoffmann), Phantasiestück 2 Akte, op. 12 (25. März 1909 Hofoper Stuttgart; 1931 Hannover, Neufassung op. 12b)
    DETAILS

    Fürst Bastaniello di Pistoja - Baß
    Claudio (ein Schauspieler) - Tenor
    Gascon (ein Edelmann, sein Freund) - Tenor
    Giazinta (eine junge Näherin) - Sopran
    Die alte Barbara (bei Giacinta) - Alt
    Pantalone (in Diensten von Bastaniello) - Bariton
    Brutz und Buffel (Zechkumpanen Claudios) - Baß, Tenor
    Wirt Cuniberto - Baß
    Ein junges Mädchen - Sopran
    Gäste, Sänger, Bediente, Wachen, Masken, Gassenbuben, Volk
    Rom im Karneval, gegen Ende des 18. Jahrhunderts

    2004 Danilo Belardinelli; Krakauer Philharmonie, Wexford Festival Chorus, Wexford Festival Children's Chorus
    Barbara: Ekaterina Gubanova
    Brutz: Alessandro Svab
    Buffel: Alessandro Massi
    Claudio: Eric Shaw
    Cuniberto: Stewart Kempster
    Gascon: Vincenc Esteve
    Giazinta: Elena Lo Forte
    Junges Mädchen: Kim Sheehan
    Pantalone: Enrico Marabelli
    Prince Bastaniello di Pistola: Peter Paul
    Marco Polo 8.225312-13 (2 CD) (live 95'15)

  • Die Vögel (W. Braunfels nach Aristophanes' Komödie Ornithes), lyrisch-phantastisches Spiel in 2 Aufzügen op. 30 (4. Dez. 1920 Staatsoper München)
    DETAILS

    Stimme des Zeus - Baß
    Prometheus - Bariton
    Wiedehopf (einst ein Mensch, nun König der Vögel) - Bariton
    Hoffegut - Tenor
    Ratefreund - Baß
    Nachtigall - Sopran
    Zaunschlüpfer - Sopran
    Meisen, Drosseln, Schwalben - Sopran
    Adler, Rabe, Kiebitze - Baß
    Wendehälse, Flamingos - Tenor
    Taube und Täuberich - Tänzer
    Viele andere Vögel, Stimmen der Blumendüfte und der Wind
    Im Vogelreich, Märchenzeit

    1994 Lothar Zagrosek; Berliner Rundfunkchor, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Adler: Johann Werner Prein
    Drossel: Iris Vermillion, Brigitte Wohlfahrt
    Flamingo: Martin Petzold
    Hoffegut: Endrik Wottrich
    Kibitze: Joachim Fiedler, Jörg Schneider
    Kuckuck: Wolfgang Dersch, Siegfried Hausmann, Michael Timm
    Meisen: Uta Schwarze, Riccarda Vollprecht
    Nachtigall: Helen Kwon
    Prometheus: Matthias Goerne
    Rabe: Dirk Schmidt
    Ratefreund: Michael Kraus
    Schwalbe: Christiane Hossfeld, Romelia Lichtenstein, Uta Schwabe
    Stimme des Zeus: Johann Werner Prein
    Tauben: Ute Kehrer, Marion Nickel, Hella Weigmann, Doris Zucker
    Wendehälse: Hans Braun, Thomas Kober, Norbert Sänger, Joachim Vogt
    Wiedehopf: Wolfgang Holzmair
    Zaunschlüpfer: Marita Posselt
    Decca 448 679-2 (CD) (138'32)

    2009 James Conlon; Chor und Orchester der Los Angeles Opera
    Nachtigall: Désirée Rancatore
    Hoffegut: Brandon Jovanovich
    Ratefreund: James Johnson
    Wiedehopf: Martin Gantner
    Prometheus: Brian Mulligan
    Zaunschlüpfer: Stacey Tappan
    Adler/Zeus: Matthew Moore
    Inszenierung: Darko Tresnjak
    Bildregie: Kenneth Shapiro
    Arthaus/Naxos 101 529 (DVD)

    'Ich glaube nicht, daß über die deutsche Opernbühne je ein so absolutes Künstlerwerk gegangen ist, wie dies lyrisch-phantastische Spiel nach Aristophanes!' schrieb Alfred Einstein über 'Die Vögel' von Walter Braunfels. Und auch Bruno Walter, Dirigent der Münchner Uraufführung (30. November 1920), war begeistert: '...eine der interessantesten Novitäten meiner Münchner Amtszeit!' Angelehnt an die gleichnamige Komödie von Aristophanes erzählt das Werk die Geschichte zweier Menschen, Hoffegut und Ratefreund, die die Erde verlassen und hoffen, in der Welt der Vögel ein besseres Dasein führen zu können. Walter Braunfels war einer der populärsten Komponisten seiner Zeit, bis seine Werke Anfang der 30er Jahre von den Nazis verboten wurden. Dies, weil Braunfels sich geweigert hatte, der Partei eine Hymne zu schreiben. Lange war die von großen Melodien getragene tonale Musik in Vergessenheit geraten. In den letzten Jahren erinnert man sich zunehmend an den bedeutenden Komponisten, der sich selbst gern als 'Traditionalisten' bezeichnete.
    Zemlinsky wie Braunfels hatten und haben ein gemeinsames Problem: Sie stehen im Schatten von Richard Strauss, an dessen Werken sie sich lebenslang konkurrierend abarbeiteten.

  • Don Gil von den grünen Hosen (W. Braunfels nach Tirso de Molina), musikalische Komödie in 3 Aufzügen op. 35 (15. Nov. 1924 Staatsoper München)
    DETAILS

    Don Pedro (ein reicher Edelmann) - Baß
    Donna Ines (Don Pedros Tochter) - Sopran
    Don Manuel - Tenor
    Donna Juana (die verlassene Geliebte Don Manuels) - Sopran
    Donna Clara (die Base von Ines) - Alt
    Don Rodriguez (mit Ines heimlich verlobt) - Bariton
    Don Curzio (ehemaliger Vormund Claras) - Tenor
    Caramanchell - Bariton
    Quintana (der Diener Donna Juanas) - Bariton
    Knaben, Sänger, Volk
    Madrid, 17. Jahrhundert

  • Der gläserne Berg (Josefa Elstner-Örtel), deutsches Weihnachtsmärchen op. 39 (1928 Krefeld)
  • Galatea (W. Braunfels nach Sylvia Baltus), Ein griechisches Märchen op. 40 (26. Jan. 1930 Köln)
    DETAILS

    Galathea (eine Nymphe) - Sopran
    Acis (ein Schäfer) - Tenor
    Polyphem (der Zyklop) - Baß
    Große und kleine Faune, Nymphen, Schäfer und Schäferinnen
    Griechenland, mythische Zeit

  • Verkündigung (Paul Claudel und Jakob Henger), Mysterium in 4 Akten op. 50 (4. April 1948 Köln)
    DETAILS

    Andreas Gradherz - Baß
    seine Frau - Alt
    Violäne und Mara (Andreas' Töchter) - Sopran, Mezzosopran
    Jakobäus - Bariton
    Peter von Ulm- Tenor
    sein Gehilfe - Tenor
    Stimme eines Engels - Sopran
    1. Arbeiter- Baß
    Schulze von Rothenstein - Sprechrolle
    Arbeiter, Frauen, Knechte und Mägde, Volk, Engel
    Mittelalter, auf und bei Gut Salhof

    1992 Dennis Russell Davies; Chor und Orchester der Kölner Sinfonie
    Sigmund Nimsgern - Andreas Gradherz
    Claudia Rüggeberg - Mutter
    Andrea Trauboth - Violaine
    Chieko Shirasaka-Teratani - Mara
    John Bröcheler - Jakobäus
    Christer Bladin - Peter von Ulm
    EMI 555 104-2 (2 CD)

  • Der Traum ein Leben (Franz Grillparzer), Oper op. 51 (1950 Ursendung HR Frankfurt; 24. Mai 2001 Regensburg, Velodrom; zum ersten Mal szenische Aufführung)
  • Das Spiel von der Auferstehung des Herrn (nach dem Alsfelder Passionsspiel, frei übertragen von Hans Reinhart), szenische Kantate op. 72 (1954 Ursendung WDR Köln

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