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Ekkehard (nach J. V. von Scheffels gleichnamigem Roman von
verschiedenen Verf. bearb.), Oper 5 Akte (11. Okt. 1878 Berlin, Hofoper) Musik von
Johann Joseph AbertGraf von Montfort - Bariton
Rudimann, Kellermeister - Bariton Ekkehard, Mönch - Tenor Abt Wazmann - Baß
Herzogin Hadwig von Schwaben - Sopran Praxedis, Hadwigs Vertraute - Sopran
Kloster Reichenau und der Hohentwiel, 10. Jahrhundert
1. Akt Landschaft vor dem Kloster Reichenau. Am Winzerfest
nehmen auch, in Verkleidung, Hadwig und Praxedis teil. Im Verlauf eines Streites wird Ekkehard von
Rudimann verbotnen Tuns beschuldigt. Er wird durchsucht, und man findet bei ihm ein Buch von
Vergil, weshalb er vom Abt bestraft werden soll. Hadwig gibt sich zu erkennen und nimmt Ekkehard in
Beschlag, um ihm selbst die Strafe aufzuerlegen. Da er aus dem Kloster ausgestoßen werden soll,
nimmt sie ihn als Vorleser mit auf ihr Schloß Hohentwiel, was den Grafen Montfort mit Eifersucht
erfüllt.
2. Akt Zimmer der Herzogin auf dem Hohentwiel. Ekkehard
liest ihr vor. Es ist offenes Geheimnis, daß beide sich lieben. Graf Montfort verbündet sich mit
der heidnischen Waldfrau zur Vernichtung Ekkehards. - Verwandlung
- Auf dem Sonnwendfest der Heiden. Ekkehard erscheint, die
heidnischen Götzen zu stürzen. Die Waldfrau tritt ihm entgegen und beschuldigt ihn, mit der
Herzoging ein Liebesverhältnis zu haben. Ekkehard vermag nicht zu widersprechen, sondern fühlt sich
gerichtet.
3. Akt Inneres der Burgkapelle. Ekkehard will die Kutte
ablegen und um sein Glück kämpfen. Der Herzogin, die am Grabe des Gatten zu beten kommt, schüttet
er in leidenschaflichem Bekenntnis sein Herz aus. Hadwig wehrt sich gegen sein stürmisches Wesen
und ruft um Hilfe. Der Abt, Montfort, Mönche und Gesinde eilen herbei, und Ekkehard wird in Bann
erklärt. Umsonst bittet er die Herzogin um Gnade. Sie vermag ihm nicht zu verzeihen, und sollte ihr
selber das Herz darob brechen. 4. Akt
Burghof. Die Waldfrau bringt bei Nacht den Grafen Montfort in den Burghof und rät ihm, an
der Spitze der im Hinterhalt liegenden Hunnen, sobald sie das Zeichen gäbe, die Burg zu erstürmen.
Montfort geht nach langem Bedenken auf ihren Plan ein. Praxedis befreit Ekkehard aus dem Kerker.
Sie liebt ihn selbst, spendet ihm aber Trost mit der Versicherung, daß die Herzogin ihn liebe,
obwohl sie ihn verurteilen mußte. Dann reicht sie ihm die Rüstung des verstorbnen Herzogs und
kleidet sich in seine Kutte, um ihm als Mönche zu folgen. Beider Flucht wird durch den beginnenden
Sturm der Hunnen vereitelt. Den eindringenden Montfort streckt Ekkehard zu Boden, Hadwig rettet er
aus der brennenden Burg. Die Hunnen werden zurückgetrieben. Trotzdem die Herzogin Ekkehard nicht
ziehen lassen will und ihm alles verzeiht, scheidet er, um in Taten sein Vergehen zu sühnen.
5. Akt Vor dem Hohentwiel. Hadwig erwartet die
zurückkehrenden Sieger. Die sterbende Waldfrau berichtet, Ekkehard sei gefallen, ein fremder Ritter
in des Herzogs Waffen sei als Sieger vom König mit der Herrschaft über Schwaben belehnt worden.
Nachdem die Sieger eingezogen, klärt sich das auf. Der gefallene Mönche ist Praxedis, in Ekkehards
Kutte, der Ritter in der Rüstung des Herzogs Ekkehard selbst. Aber als nun die Herzogin in Liebe
ihren Helden empfangen will, reißt er mit den Worten, daß er allen Erdenfreuden Valet gesagt habe
und nun sterbend die Sühne vollenden wollte, den Verband von seinen Wunden und stirbt.
Akt I: Klosterwein von Reichenau (Abt) Akt II: Du heilige Kraft im Sonnenball!
(Waldfrau)
1998 Peter Falk; Stuttgarter Choristen, Orchester des SWR Kaiserslautern
Ekkehard: Jonas Kaufmann Graf von Montfort: Jörg Hempell Hedwig: Nyka van Ingen
Praxedis: Susanne Kelling Rudimann: Christian Gerhaher Spazzo: Henry Böhm Waldfrau: Mihoko
Fujimura Watzmann: Alfred Reiter Capriccio
60 080 (2 CDs) 129'13'' (live, Musiktage Bad Urach 1998)
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