Das Nachtlager von Granada (Karl Freiherr von Braun nach Friedrich Kind), romantische Oper 2 Akte (13. Jan. 1834 Wien, Josephstädter Theater), Fassung mit Rezitativen (9. März 1837 Wien, Kärntnertortheater)
Musik von Conradin Kreutzer

Gabriele, Ambrosios Nichte - Sopran
Gomez, ein jungerHirt - Tenor
Ambrosio, ein alter Hirte, Gabrieles Onkel - Baß
Pedro und Vasco, Hirten - Baß
ein Jäger - Bariton
Spanien in der Mitte des 16. Jahrhunderts

1. Aufzug: Gabriele fühlt sich bei ihrem Oheim nicht glücklich. Sie soll den finsteren Hirten Vasco heiraten und liebt doch den Gomez, der ihr kürzlich eine Taube geschenkt hat. Diese Taube ist ihr soeben abhanden gekommen. Gomez sucht sie zu trösten und sagt ihr, daß er beabsichtige, den Prinzregenten, der zur Zeit gerade in dieser Gegend jage und den das Volk den "Guten" nenne, aufzusuchen und um Hilfe in ihrer Not zu bitten. Da erscheint ein einzelner Jäger, dem es gelungen ist, die entflohene Taube wieder einzufangen. Hoch erfreut nimmt Gabriele ihren kleinen Liebling wieder in Empfang. Der Jäger gibt an, dem Gefolge des Prinzregenten anzugehören. Da bitten Gomez und Gabriele ihn, bei diesem ein gutes Wort für sie einzulegen. Der Jäger ist von dem Liebreiz Gabrielens bestrickt und küßt sie auf die Stirne. In diesem Augenblick erscheint Vasco mit einigen Hirten und fällt über den Jäger her, der sich kräftig zur Wehr setzt. Gabriele stiftet Frieden, und nun bittet der Jäger, ihm für diese Nacht Quartier zu gewähren, da er seine Gesellschaft verloren habe. Die Bitte wird ihm sofort erfüllt, da er einen Beutel mit Gold als Bezahlung anbietet. Die drei Hirten verabreden einen Mordanschlag auf den Jäger, um ihn ganz auszurauben. Dann wird der Gast in das nahe Maurenschloß geleitet, in dem er übernachten soll.

2. Aufzug: In einer wilden Waldesgegend hat Gomez das Gefolge des Prinzregenten getroffen und weist ihnen den Weg zu dem nahen Maurenschloß.
Verwandlung: In das verfallene Schloß führen die Hirten nun den Jäger zu seinem Nachtlager. Nachdem sie unauffällig seine Flinte unschädlich gemacht haben, verlassen sie ihn. Der Jäger legt sich zur Ruhe und schläft ein. Da ertönt die Stimme Gabrielens von außen, die den Hirten nicht traut und den Gast warnen will. Sie wirft ein Steinchen durchs Fenster und weckt den Schläfer. Da erbrechen die Hirten auch schon das Tor und stürzen sich auf den Jäger. Dieser wehrt sich mit seinem Schwert und stößt in sein Jagdhorn. Sein Gefolge und einige Bauern unter der Führung des Gomez befreien ihn aus der Bedrängnis; Vasco wird getötet. Jetzt erfahren die Anwesenden, daß der Jäger der Prinzregent selber ist. Er vereint Gabriele mit ihrem geliebten Gomez und scheidet unter dem Jubel des Volkes.

1977 Karl Etti; Arnold Schönberg-Chor, Akademischer Orchester-Verein Wien
Ladislav Illavsky - Jäger
Anita Ammersfeld - Gabriele
Wolfgang Fassler - Gomez
Kurt Ruzicka - Ambrosio
Gerd Fussi - Vasco
Wolfgang Kandutsch - Pedro
Preiser SPR 3271-2 (2 LP)

1992 Helmut Froschauer; Kölner Rundfunkchor, Kölner Rundfunkorchester
Hermann Prey - Jäger
Regina Klepper - Gabriele
Michael Pabst - Gomez
Martin Blasius - Ambrosio
Wolf Matthias Friedrich - Vasco
Cornelius Hauptmann - Pedro
Capriccio 60 029-2 (2 CD 99'26)

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