Weisheiten 33


Bei Gott ist Rat.
la] In deo consilium.

Bei Gott ist sagen und tun eins.
bm] Boha ríci uciniti jest.

Bei Gott sind alle Dinge möglich.
la] Omnia sunt magnis facta proclivia divis.

Bei Gott und bei besoffenen Zimmergesellen ist kein Ding unmöglich.
Aus Zar und Zimmermann

Bei Gott und Menschen sind verhasst des Hochmuts Zeichen.
Rückert, Weisheit des Brahmanen

Bei Gott zählt man nichts als bloße Nullen.
i] Gegen den Stolz.

Bei Gott!
Beteuerungsformel
i] Nachstehend Beteuerungen, Flüche, Verwünschungen und Verwunderungsausrufe in denen der Name Gottes verhüllt, verkleidet oder in Glimpfformen erscheint. Statt: 'Bei Gott', sagt man im:
Elsass: Bî Gobb (englisch: by cock für by God), bî Gebb', bî Gobb, bî Gübblîcher, bî Gobblicher, bî Golle, bî Gosch, bî Goscht, bî Gollîger, bî Grott, bî Nott, bî Gottlicher, bî Gotzlicher, Gotz, Kotz, Botz, Potz. Herrgott vun Bindheim, Herrgott von Buxheim, Herrgott Sackuff (Sack, Anfang von Sacrament), Himmel-Sackuff, Heide- Sackuff (Heide ist wie Mord Verstärkungssilbe, wie in Heidenlärm, Mordspectakel), Potz Heide, Heidecke, Herrdecke (wie Herstock eine Verdrehung aus Herrgott), Gott strom'r! auch Gostrom'r (für: Gott straf mich!), Gott Strasburg! Gott verdopp'l m'r d'r Wuchnlohn (für: Gott verdamme mich, wie die beiden folgenden), Gott verwitsch mi! Gott versatz mi! Gott soll mi lièwe! Num di dié (für französisch: Nom de Dieu), Nun de nun (Nom de nom), Num de Doî, Milde dié Hippe dé! Die folgenden sind Verdrehungen desselben französischen Ausrufs: Nunn de Bîbb! Nunn de Bîbbele! Nun de Buckel! In Basel vernimmt man: Bi Gobbs! Bi Gubschliche! Herrgott von Bendheim! Herrgott Ninive!

Bei groben Leuten wird man grob,
Bei höflichen sinnt man auf Lob.
Drum soll ein junger Mann sich halten
Gern zu den zuchtbeflissnen Alten.
Hans Sachs, Das Krapfenholen

Bei großem (vielem) Kohl(en) wärmt man sich wohl.

Bei großem Feuer kann man sich wärmen, aber auch verbrennen.
i] Dienst großer Herren.
dä] Det er en liden brand man kand brænde og ei varme sig paa.

Bei großem Geschrei ist wenig Klugheit.

Bei großem Gewinn ist großer Betrug.

Bei großem Glück bedarf man gute Freunde und guten Rat.
ho] In den grootsten voorspoed behoeft men den meesten raad.

Bei großem Glück ist große Gefahr.

Bei großem Glück ist wenig Klugheit.

Bei großem Hinaufsteigen - großes Hinabsteigen.

Bei großem Tractament kommt Kitzelfleisch zu End'.
i] Unmäßiger Genuss erweckt unreine Begierde.

Bei großen Begebenheiten, ja selbst in der äußersten Bedrängnis, kann der Mensch nicht unterlassen, mit Waffen des Wortes und der Schrift zu kämpfen.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1794

Bei großen Dingen genügt es, gewollt zu haben.
la] In magnis voluisse sat est.

Bei großen Haufen Kohlen wärmt man sich bass, wenn man nicht hineinfällt.

Bei großen Herren ist gut reich werden.

Bei großen Herren kann man großes versehen.

Bei großen Herren kann man sich wohl wärmen, aber auch verbrennen.

Bei großen Herren muss alles und nichts aus einer Schüssel essen.
i] Der Hochgestellte soll alles haben, wissen, können u.s.w. und nichts aus sich machen, d.h. dabei bescheiden und anspruchslos sein.

Bei großen Herren muss man fünf gerade sein lassen.
la] Indigna digna habenda sunt, herus quae facit.

Bei großen Herren soll man nur sagen, was sie fragen.
dä] Hos store berrer skal man ei tale uden til spurgt.

Bei großen Herren soll man sich wärmen, aber nicht lange.

Bei großen Herren soll man ungefragt nicht reden.

Bei großen Herren soll man wenig (und süße) Worte machen.
dä] Om store herrer skal man tale vel, eller tie stille.
fr] A grand Seigneurs, peu de paroles.
ho] Met groote heeren zal men geene lange morgenspraak houden.
it] Co' gran signori bisogna usar poche parole.

Bei großen Herren träuft immer etwas ab.
i] Wie der Mond am schwächsten sei, so er am nechsten bei der Sonnen stehet; also gehe es auch etlichen, welche die nechsten bei großen Herrn wären, und doch ehe verarmten dann reich würden. Karl V.

Bei großen Herrn gibts viel Salzen, Meerettig und Gepfeffertes.

Bei großen Herrn kann man sich wermen, auch wohl gar verbrennen.
Ausspruch Friedrichs des Weisen, Kurfürsten von Sachsen
dä] Af store herrer kand mand baade varmes og brandes.

Bei großen Herrn muss man Unrecht leiden und noch dazu danken.

Bei großen Herrn verschütt man den Ablass gern.

Bei großen Sachen soll man wenig Worte machen.
ho] Bij veel zaaks voegt weinig spraaks.

Bei großen Schmerzen wirken Worte wie Fliegen auf Wunden.
J. H. Rosny, Die Krähen

Bei großen Unternehmungen wie bei großen Gefahren muss der Leichtsinn verbannt sein.
Goethe, Wanderjahre III,12

Bei großen wassern fahet man bratenten, aber vil ersaufen darüber.

Bei großen wassern fahet man große fisch.

Bei großer Gewalt ist große Narrheit.

Bei großer Herren Händeln müssen die Bauern Haare lassen.
la] Quiquid delirant reges plectuntur Achivi. Horaz

Bei großer Kraftanstrengung frisst die Maus die Katz.

Bei großer Lieb ist große anfechtung.

Bei großer Mitgift ist der Mann der Frau untertan.
Serbien

Bei großer Tat man Gefahr zu fürchten hat.
la] Non fit sine periculo facinus magnum et memorabile. Terenz

Bei grünem Holz, warmem Brot und jungem Wein kann die Wirtschaft nicht gedeihn.
ho] Groen hout, heet brood en nieuwe wijn, dat kann voor 't huis niet dienstig zijn.

Bei gutem Apfelwein fällt dem Deutschen sein Kreuz nicht ein.
i] Spott der Deutschamerikaner auf die Deutschen in der alten Heimat, darüber, dass sie Übel geduldig ertragen, die durch einmütiges Wollen leicht zu beseitigen wären.

Bei gutem Essen möchte man am liebsten platzen, bei schlechtem Essen am liebsten hungern.

Bei gutem Gewissen und trocknem Brot leidet man nicht Not.

Bei gutem Glück fürchte das Unglück.

Bei gutem Glück ist man stolz gemeiniglich.

Bei gutem Glücke verlieren wir uns, bei Unglücke finden wir uns wieder.

Bei gutem Leben wirst hochmütig und stolz, im Elend verzweifelst, bleibst dumm.

Bei gutem oder schlechtem Essen dreimal trinken nicht vergessen.
Spanien

Bei gutem Wein dichtet's fein.

Bei gutem Wein ist gut fröhlich sein.

Bei gutem Wein macht man gute Verselein.

Bei gutem Wein und Gläserklang wird einem die Zeit nicht lang.

Bei gutem Wein und Mägdlein Schwang ist einem die Zeit nicht lang.
fr] Les Amans et les Bûvans ne trouvent pas le tems grand.

Bei gutem Wetter kann jeder Steuermann sein.

Bei gutem wind ist gut seglen.
dä] Godt at segle med god vind.
fr] Il est aisé de faire voile lorsque le ciel est serein.
fr] Il n'y a pas de mauvais pilote quand le vent est bon.
it] Ognun sa navigar quando è buon vento.
la] Cum bonis bona est navigatio.
la] In tranquillo esse quisque gubernator potest.

Bei gutem Winde gibt's keinen schlechten Steuermann.
fr] Il n'y a pas de mauvais pilote quand le vent est bon.

Bei gutem Winde kann man den guten Steuermann nicht erkennen.
dä] Naar havet er stille, og veyret til ville kiendes ey en god styremand.

Bei gutem Winde soll man an den Sturm gedenken.
bm] Při dobrém vĕtru na bouři pamatuj.

Bei gutem Winde versteht jeder zu schiffen.
dä] Alde ville styre i godt veyr.
dä] Godt at sidde ved styret i stille vand.
dä] I stille veyr ere alde gode sømaend.
it] Ogn' un sà navigar, quand è buon tempo.

Bei guten Bestrebungen fürchte keinen schlechten Schatten.

Bei guten Finanzen ist's gut tanzen.

Bei guten Leuten verliert man nichts.

Bei guten tagen und wein will das podagram sein.
i] Will sagen: Das Podagra ist keine Krankheit gemeiner Leute, sondern vornehmer Herren.
fr] Goutte traeassée est à demi pensée.
la] Ubi uber, ibi tuber.

Bei guten Zügen wischt man den Mund, bei schlimmen die Augen.

Bei guter Hoffnung hat auch das Böcklein rote Augen.
Kalmücken

Bei guter Laune sein.
i] Wenn man die gute Laune eines andern benutzt, um etwas für sich zu erbitten, so sagt eine jüdisch-deutsche Redensart: Beschaas (während) Chedwe (Freude) Chedwe.
en] To be in a merry pin.

Bei Haben lebt sich's besser als bei Habensollen.
ung] A ki birja, a' marja.

Bei Habichten, Jagdhunden, Waffen und Liebe kommen tausend Schmerzen auf ein Vergnügen.
Frankreich

Bei Hans Dummrian ist die Grobheit Hauskaplan.

Bei Harfenspiel und Saitenklang wird traurigen Herzen viel weniger bang.
la] Minuentur átrae Carmine curae. Horaz

Bei hartem geschwür muss man gelind (erweichendes) Pflaster brauchen.

Bei heftigem Streite tritt die Wahrheit auf die Seite.
fr] Par trop débattre la vérité se perd.

Bei heißem Wetter fühlt sich ein Fauler auch unter dem Zaunpfahl nicht wohl.
Estland

Bei heißem Wetter gibt es keinen überlegenen Mann.
China

Bei heiterm Himmel sieht man keinen Stern.

Bei heiterm Himmel und Sonnenschein ist gut fröhlich sein.
la] Cui fortuna favet, vultuque arridet amoeno, illi laetitiae fas dare signa suae.

Bei hellem Abend und trübem Morgen ist der Wanderer gut geborgen.

Bei hellem Tage nichts sehen.
la] Caligare in sole. Quinctilian

Bei Heller und Pfennig zahlen.
z] Verstand und Fleiss sind so nothwendige Stücke, dass, wenn auch nur eins von demselben abgehet, wenig oder nichts tüchtiges mag verrichtet werden; wenn aber alle beyde fehlen, vor den ist man nicht willens, einen schlimmen heller zu geben. Keller

Bei Henry Ford (1863 - 1947) läutete das Telefon: "Ist es wahr, daß Ihre Firma in der Lage ist, ein Auto in 11 Minuten herzustellen"? "Ja, das ist wahr" sagte Henry Ford (1863 - 1947). "Dann", erwiderte der Anrufer traurig, "muß das der Wagen sein, den ich gekauft habe".
Henry Ford (1863 - 1947)

Bei Herren muss man sanftmütig reden, geduldig hören und bedachtsam antworten.

Bei Hochzeiten und Beerdigungen fällt es schwer, richtige Antworten zu geben.
China

Bei Hochzeiten und Begräbnissen erkennt man Freunde und Verwandte.
Frankreich, Italien

Bei Hochzeiten und Kindbetten unterhält man die Freundschaft.
Holland

Bei Hof hilft ein Quintlein Glück mehr als ein Pfund (Zentner) Witz.

Bei Hof ist alles, wer's nur spürt, mit Falschheit austapeziert.
it] Nelle corti la carità è estinta, e non n' è amicizia se non finta.

Bei Hof ist Gunst im Maul, Misstrauen im Herzen.
la] Fraus sublimi regnat in aula.

Bei Hof ist Liebe fern und Freundschaft ohne Kern.
it] Alle corti la carità è estinta, e non vi è amicizia se non finta.

Bei Hof ist viel Händereichens und wenig Herzens.

Bei Hof ist's, wie man eine Hand umkehrt.
fr] La cour a ses hauts et bas.

Bei Hof verkauft man oft Rauch ohne Feuer.
i] erspricht viel, ohne es zu halten.

Bei Hof werden viel gerechte sachen verloren vnd vngerechte faule Händel gewonnen.
it] Gl'affari della corte non marciano sempre col passo de' desiderii de' pi`affetuosi zelanti.

Bei Hofe denkt jeder zuerst an sich.
fr] En la cour du roi chacun y est pour soi.

Bei Hofe dient immer einer dem anderen, aber jeder sich am besten.
bm] Vzdy u dvora deset na jednoho slouzi.
pl] Zawsze u dwora dziesięć na jednego sluży.

Bei Hofe dient man um der Suppe, nicht um des Herrn willen.

Bei Hofe donnert's oft bei schönem Wetter.

Bei Hofe donnert's oft und schlägt ein bei hellem Himmel.
dä] Til hofve tordner det ofte, og slaaer ned i klart veyr.

Bei Hofe fehlt's nicht an guten Bissen.
z] Hättest du gelernt mit Königen umzugehen, so brauchtest du keinen Kohl zu fressen. Aristipp zu Diogenes

Bei Hofe findet man: Ohrenbläser, Schnakenreißer, Possenmacher, Gaukler, Staudenfischer, Pritschemeister, Schalksnarren, Hoffjecken, Hoffschranzen, Posamentkerl, Schwanztreger, Schraubendreher, Bratengeiger, Stiefelschmierer, Nasenstifner, Berenheuter.

Bei Hofe geht's wunderlich zu.

Bei Hofe geht's zu wie am Hofe.
dä] Det gaaer altid eens til i kongens gaard.

Bei Hofe gibt man keine Beine.

Bei Hofe gibt man viel Hände aber wenig Herzen.
dä] Til hove gives mange hænder, men faa hierter; taler eet, og giør et andet.

Bei Hofe haben auch die Wände Ohren.
it] Nelle corti le muraglie hanno orecchie.

Bei Hofe hat man für einen Zentner Last ein Quentlein Lust.
ho] Aan 't hof: voor kleinen lust veel moeite en weinig rust.

Bei Hofe heisst's, auf beiden Achseln tragen.

Bei Hofe heisst's, nicht blöde sein.
it] Paggio vergognoso, il diavolo lo portò alla corte.

Bei Hofe ist der Unglaube verpönt, weil er den Interessen der Fürsten als schädlich gilt, Unglaube ist auch in Gegenwart junger Mädchen verpönt, wie leicht könnte er sie abhalten zu heiraten. Man wird zugeben, wenn es einen Gott gibt, muss es ihm sehr wohlgefällig sein, aus solchen Beweggründen verehrt zu werden.
Stendhal, Über die Liebe (Fragmente)

Bei Hofe ist für die Knie immer Fastenzeit.
i] as Flectamus genua (Kniebeugen) ist stets in Brauch.

Bei Hofe ist Klaus Narr am glücklichsten.
it] Nelle corti niuno gode più de' buffoni.

Bei Hofe ist täglich Fastnacht, denn jeder ist verlarvt.
z] An den Höfen lebt man in ewigem Fastnachtsspiele. Alles ist maskiert, und jeder belügt und betrügt den anderen, wo er nur immer kann. Wenn eine Preisaufgabe gemacht würde, wie man ein Volk auf die sicherste Weise schnell verderben könnte, so müsste die Errichtung eines großen Hofs vorgeschlagen werden.

Bei Hofe kann man sich wohl wärmen, aber auch verbrennen.

Bei Hofe muss man blind, taub und stumm sein.
z] Wer am Hofe leben und sich in Gunst erhalten will, der muss lange Zeit blind, taub und stumm sein.

Bei Hofe muss man mehr denken als sagen.
z] ch bin während meiner Reise stets in der Nähe des Hofs gewesen, sodass ich gezwungen war, meinen Gedanken die Hörner abzusägen, dadurch sind sie etwas matt geworden.
fr] En la cour il faut plus penser que dire.

Bei Hofe muss man so geduldig wie Hiob und so verschlagen wie Ulysses sein.
fr] On doit comme Job en la cour, très misérable y entrez, comme Ulisse y demeurer, en sortir comme de l'amour.

Bei Hofe schwatzt ein einziger mehr als zehn andere verschweigen.

Bei Hofe trägt der Wolf ein Schafskleid.
it] Nelle corti n' è sempre qualche lupo sotto pelle di pecora.

Bei Hofe verkauft man seine Freiheit.
dä] Til hove har man solgt sin frihed.

Bei Hofe wäscht eine Hand die andere.
en] At court one hand will wash the other.

Bei Hofe will man kein Schaf ohne Wolle.
fr] Cour de France et cour romaine ne veulent de brebis sans laine.

Bei Hofe wollen alle sich wärmen, aber es kann nicht jeder zum Feuer kommen.
dä] Hver vilde vel gierne varme sig til hove, men kund ei alle komme til ilden.

Bei Hofe zahlt man titulo pro vitulo.

Bei Hofe, Herr, das wollt bedenken,
Gilt andre Sitte als im Bergrevier.
Pedro Calderón de la Barca, Das Leben ein Traum (2. Kammerherr)

Bei Höfen und großen Herrn ist die Wahrheit ein seltner Stern (o. etwas Seltsames).
z] An den Höfen ist alles verschworen, den Herrscher zu belügen; und es gibt vielleicht keinen Fürsten, welcher jemals von seinen Umgebungen ein wahres Wort gehört hat.
z] Zu Hof, wo die Politici niste, ist die liebe Wahrheit verbannt, als habe sie die Pest, und so sie auch ein Foede vom Himmel hätte, so lässt man sie dennoch kaum ein. Abraham a Sancta Clara

Bei Hoffnung ist immer (o. allwegs) Zweifel.

Bei Hoffnung ist immer Zweifel.

Bei hohen Geschäften stellt sich sicher Kopfschmerz ein; geht man diesem aus dem Wege, geht die Herrschaft unter.

Bei Hunden sieht man zu jeder Frist, ob einer Mops oder Pinscher ist.

Bei Hunden trinkt man keinen Wein.

Bei Hunden und Katzen ist Beißen und Kratzen.
mhd] Bî hunden und bî katzen was bîzen ie und kratzen.

Bei Huren und bei Tisch darf man nicht schüchtern sein.

Bei Huren, Spiel und Most ein Narr nicht gar viel kost't.

Bei ihm friert der Ofen.
la] Friget caminus, vel camino alget plus nihil.

Bei ihm geht alles nach Noten.
i] Der Ordnungliebende, Pünktliche, der Mann nach dem Takte, nach der Schnur.

Bei ihm geht dus Weib in Hojsen (Hosen).
Jüdisch-deutsch, Warschau

Bei ihm geht dus Weib in Spodek (Pelzmütze der polnischen Juden).
Jüdisch-deutsch, Warschau

Bei ihm geht's kalt und warm aus einem Darm.

Bei ihm gibt's schmale Bissen. (Magere Küche)
fr] Il n'y a rien de si froid que l'âtre de cette maison.

Bei ihm heisst dus Weib Rebb-Jontef (Herr Feiertag).
Jüdisch-deutsch, Warschau
i] Diese drei Redensarten werden von Frauen gebraucht, die das Regiment im Hause führen, das Heft in Händen haben.

Bei ihm heisst's immer: Trag auf und zett' nicht.

Bei ihm heisst's: Alles her, mein Fisch.
i] on einem Habsüchtigen.

Bei ihm heisst's: Alles verfressen vor dem End', macht ein richtiges Testament.

Bei ihm heisst's: Her in meinen Sack.

Bei ihm heisst's: schab, schab, schab bis ins Grab.

Bei ihm ist alle Stunden Mittag.

Bei ihm ist alle Tage Kirchtag.
i] Gut Leben.

Bei ihm ist alle Tage Kreuzeserfindung.
i] Dem Geplagten, dem Kreuzträger.

Bei ihm ist alle Tage Sonntag.
i] In Oldenburg von dem gesagt, dessen Kleideraufwand seine Vermögensverhältnisse überschreitet.

Bei ihm ist alles Ja und Nein, Ja im Versprechen und Nein im Halten.
i] Von unzuverlässigen Leuten.

Bei ihm ist eine große Katze in die Kammer gelaufen.
ndt] Bi äm is ene grote Katt in de Kammer lopen. Oldenburg
i] Er hat einen großen Schreck gehabt.

Bei ihm ist gleich dem Himmel der Boden aus.
ndt] Bán eám is gleich ön Himel dá Bo'm aus. Oberösterreich
i] Jede Kleinigkeit bringt ihn sofort aus der Fassung.

bei ihm ist Hopfen und Malz verloren
en] he is hopeless
fr] c'est peine perdue que de vouloir le corriger - on ne peut rien en tirer
it] con lui si butta via il ranno e il sapone

Bei ihm ist immer Karfreitag, man hört alle Tage die Pumpermette.
i] on Raufereien und Schlägereien. Unter Pumpermette ist die Mette gemeint, welche in der römisch-katholischen Kirche am Gründonnerstage nachmittags gesungen wird. Da an diesem Tage keine Glocken geläutet werden, so wird das Zeichen zum Anfange der Messe mit hölzernen Klöppeln, womit man auf ein Brett schlägt, gegeben.

Bei ihm ist jedes Essen Grund zu neuem Essen.
la] Cibus omnis in illo
causa cibi est.

Bei ihm ist Matthäi am letzten.

Bei ihm ist niemand zu Hause.
i] Wer leer im Kopfe ist.

Bei ihm ist stets Quatember.

Bei ihm rappelt's wohl (o. ist es im Oberstübchen nicht ganz richtig, ist eine Schraube locker)

Bei ihm soll alles mit (o. wie auf der) Post gehen.
i] Eilig, schnell; der Oberösterreicher sagt daher lieber: Lass da dir Zeit! 'Gleichsam auf der Post.'

Bei ihm wird jegliche Speise
Grund zu neuer und stets wird leer sein Magen durch Essen!
Ovid, Metam. VIII. 844-845

Bei ihm wird kein Geld schimmelig.
fr] L'argent lui fond dans la main.

Bei ihnen gibt es immer Junge und Eier.
Thüringen
i] Von kinderreichen Eheleuten.

Bei Ihnen richtet sich nicht das Leben nach Ideen, bei Ihnen wachsen Ideen aus dem Leben selbst.
Richard von Weizsäcker

Bei ihr ist zunehmender Mond.
i] Sie ist schwanger.

Bei Immerwad, da kriegte Dänemark des Teufels Bad.
i] Nach Pistorius ist Immerwad, in dänischen Sinne auch Jammerwad genannt, der Name eines Krugs oder eines Wirtshauses Wöltsen im Herzogtum Schleswig, wo die Dänen im Jahre 1420 eine empfindliche Lection erhalten haben.
la] Juxta vel ad Immerovadum balneus diabolicus Daniae praeparabatur.

Bei jedem Alter muss man auf seine Gewohnheiten achten.
la] Aetatis cuiusque notandi sunt tibi mores.

Bei jedem Beginn erwäge das Ende.

Bei jedem Erwerbszweig hat sich auf dem Wege der Erfahrung ein Gleichgewicht herausgestellt zwischen Lasten und Vorteilen, Pflichten und Rechten. Wer, ohne die Pflichtstellung des Berufes zu übernehmen, bloß die Vorteile desselben sich aneignet, verrückt dieses Gleichgewicht und gefährdet den Erwerbszweig; er ist ein sozialer Freibeuter, den die Gesellschaft alle Ursache hat zu unterdrücken.
Ihering, Der Zweck im Recht

Bei jedem Fest, wenns noch so glänzend war,
Nichts ward vermisst: mir fehlte die Gefahr!
Goethe, Faust II A IV, Auf dem Vorgebirg /Kaiser Vs 10411

Bei jedem klugen Hausvater ist der Grundsatz, niemals im Hause etwas machen zu lassen, was er billiger kaufen kann.
Smith, Wealth of Nations

Bei jedem Kunstwerk, groß oder klein, bis ins kleinste, kommt alles auf die Konzeption an.
Goethe, Maximen und Reflexionen 224

Bei jedem Menschen ist eine Schraube schwach (= locker) - die jedermann hat.

Bei jedem Menschen ist es so, dass sich seine Gedanken aus sich selber weiter entwickeln, so wie Äste, Zweige und Reiser eines Baumes aus sich selber weiter wachsen. In höherem oder geringerem Maße sucht der Mensch eine Übereinstimmung dieser so gewachsenen Gedanken untereinander zu erzeugen. Ganz gelingt ihm das nie.
Paul Ernst

Bei jedem Schritt folgt sein Unglück mit.
i] Sein Unstern verfolgt ihn in allem, was er tut.

Bei jedem Unglück ist auch (o. noch immer) ein Glück.
i] Einen tröstenden Umstand gibt es immer.

Bei jedem Unglück ist ein Glück.

Bei jeder Art von Größe besteht der bleibende Ruhm darin, den Grundstein gelegt zu haben.
Ernest Renan, Das Leben Jesu

Bei jeder Gastung ist guter Wille und gut Gespräch die beste Speise.
i] Die rein deutschen Formen Gasten und Gastung, verdienen offenbar vor den späteren Zwitterformen: Gastieren und Gastierung, den Vorzug.

Bei jeder Geburt wird eine Leiche angesagt.

Bei jeder Handlung frage dich: Wie steht diese zu mir? Werde ich nicht Reue über sie empfinden?
Mark Aurel, Selbstbetrachtungen

Bei jeder Krankheit fürchtet sich ein Mensch zu sterben.
Spanien

Bei jeder menschlichen Unternehmung ist nämlich etwas, das nicht in unserer Macht steht und nicht in unsere Berechnung fällt. Der Wunsch, dieses für sich zu gewinnen, ist der Ursprung der Götter.
Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung I, Anhang

Bei jeder Pferch liegt ein Hund.
Westfalen
i] Nichts ohne Mühe, keine Rose ohne Dornen.

Bei jeder Tat prüfe ihre Voraussetzungen und Folgen, und geh erst dann an sie heran. Wenn du das nicht tust, wirst du dich anfangs mit Begeisterung auf die Sache werfen, da du ja nicht an ihre Folgen gedacht hast, wenn später aber irgendwelche Schwierigkeiten auftreten, dann wirst du aufgeben und Schimpf und Schande ernten.
Epiktet, Handbuch der Moral

Bei jemandem einen Stein im Brett (o. eine gute Presse) haben
v] bei jemandem hoch im Kurs stehen - bei jemandem gut angeschrieben (o. lieb Kind) sein
en] to be in s. o's good books
fr] être dans les petits papiers (o. dans la manche o. dans les bonnes grâces) de qn. - être le chouchou/la chouchoute de qn.
it] essere ben visto da (o. nelle buone grazie di) qd.

Bei jemandem gut/schlecht angeschrieben sein
en] to be in sbd's good/bad books

Bei jemandem in der Kreide stehen
en] to be deep in s. o's books - to be in red with s. o.
fr] avoir une ardoise chez qn.
it] avere dei debiti con qd.

Bei jemandem mit etwas anecken
en] to put sbd's back up, to rub sbd up the wrong way, to get on sbd's wick

Bei jenen Frauen, die sich jedem hingeben, ist der geringste Fehler, dass sie sich hingeben.
François de La Rochefoucauld, Reflexionen

Bei jenen Quellen, die das Heidentum als göttlich verehrte, baute der christliche Priester sein kluges Kirchlein, und er selber segnete jetzt das Wasser und exploitierte dessen Wunderkraft.
Heinrich Heine, Elementargeister

Bei Juden, Bettlern und Spielern bringt man sein Geld allezeit für voll an.
i] Weil sie nichts nachfordern können, wenn sie auch angeblich zu wenig oder unrechtes Geld erhalten hätten. Bezieht sich namentlich auf Spielschulden.

Bei jungen Erben wird das Gut nicht alt.

Bei jungen Frauen ersetzt die Schönheit den Geist, bei alten der Geist die Schönheit.
Charles de Secondat, Baron de la Bréde et de Montesquieu, Meine Gedanken

Bei jungen Mädchen und altem Wein vergisst man sein Latein.

Bei jungen Pfaffen beichten die Weiber gern.
fr] Les jeunes aumôniers sont estimés de Vénus.

Bei junger Frau und altem Wein ist es gut fröhlich sein.
ho] Een jonge vrouw en oude wijn, die zijn bekwaam tot vrolijk zijn.

Bei Jupiter beginnen die Musen.
la] A Iove Musarum primordia.

Bei Kälte kräht der Hahn um Mitternacht.

Bei kaltem Feuer kochen.
z] Du hast bey kaltem Feur kocht, die Frau deiner nicht haben mocht.

Bei Kartoffeln und Brot leiden die Bauern keine Not.
ndt] Bî Kartuffeln un Braud litt de Bûre kenne Nauth. Waldeck

Bei Käs' und Brot hat man nicht (o. leidet man keine) Not.
it] Formagio, pero e pan, pasto da vilan; formagio, pan e pero, pasto da cavaliero. (Der Käse wird allgemein, von hoch und niedrig, gegessen)
ho] Met kaas en brood is het goed te lijden.
la] Caseus et panis jucunda valentibus esca.
la] Panis, vina, caro mihi sint et caetera linquam.
la] Si caseum haberem non desiderarem obsonium.

Bei Käs' und Brot leiden die Zähne Not.
Schlesien
i] Scherzwort im Hirschberger Kreise, das sich auf zwei große, an der Straße zwischen Hirschberg und Schmiedeberg (etwa zehn Minuten von Neu-Schwarzbach), in der Richtung der letztern Stadt liegende Granitblöcke bezieht, welche ihrer Form wegen den Namen 'Käse und Brot' führen.

Bei Käse und Brot stirbt man nicht hungers.
i] Ausspruch derer, die mit dem, was den Hunger stillt, zur Erhaltung ihres Leibes zufrieden sind; obgleich Käse und Brot als die natürlichste Speise, essen überhaupt, ein einfaches Mahl bezeichnet.
z] Für Hungersnoth Käs und Brot. Uhland, Volkslieder

Bei Katzen lernt man mausen.

Bei Kaufleuten und Dieben genügt ein Handschlag (o. gilt ein Handschlag so viel als schriftliche Urkunde).
i] Bei Leuten von einerlei Gewerbe ist ein Handschlag zum Abschluss eines Handels hinreichend.
fr] De larron à larron il n'y a que la main.

Bei Kaufleuten wie auch bei Schweinen kann man erst wissen, ob sie fett waren, wenn sie tot sind.
Frankreich, Languedoc

Bei keinem Lebenswerk eurer großen Männer habt ihr mitgeholfen, und jetzt wollt ihr ein Dogma daraus machen, dass keinem mehr geholfen werde?
Nietzsche, Unzeitgemäße Betrachtungen, David Strauß, der Bekenner und der Schriftsteller

Bei keiner Revolution sind die Extreme zu vermeiden. Bei der politischen will man anfänglich gewöhnlich nichts weiter als die Abstellung von allerlei missbräuchen, aber ehe man es sich versieht, steckt man tief in Blutvergießen und Greueln.
Goethe, Eckermann, 14.3.1830

Bei keiner Sache hat man so sehr den Kern von der Schale zu unterscheiden wie beim Christentum.
Schopenhauer, Welt als Wille u. Vorstellung

Bei Kerzenschein gleicht eine Ziege einem Mädchen.
fr] A la chandelle, la chèvre semble demoiselle.

Bei Kindermärchen schlafen die Männer ein.

Bei Kindern ist kein Streich verloren, als der nebenhin gehet.

Bei Kindern sind meist die Augen größer als der Magen.

Bei kitzlichen Sachen muss die Klugheit wachen.

Bei Kleienmehl gehen die Kuchen fehl.

Bei kleine Kinder is schlecht zu essen, bei große Kinder is schlecht zü gehen.
Jüdisch-deutsch, Warschau
i] Gehen heisst hier: sich tragen (Tracht).

Bei kleinem Brühlein trinkt man sich auch satt.

Bei kleinem Glück ist kleine Sorge.

Bei Kleinem muss es wiederkommen.

Bei kleinen Fehlern drück ein Auge zu, du selbst hast große.
Schottland

Bei kleinen Häusern brennt es gleich zum Dach hinaus.

Bei kleinen Leuten ist die meiste Tugend.

Bei Klosterkohl' wärmt man sich wohl.
z] Geweihet Fleisch schmeckt manchem wohl, und wermt sich gern bei Kloster Kol.

Bei knauserigen Leuten ist nicht gut kaufen.
fr] Il n'est chère que de gens chiches.

Bei Krämern lernt man kaufen,
Bei Säufern lernt man saufen,
Bei Lahmen lernt man hinken,
Bei Trinkern lernt man trinken.

Bei Kranken ist's bald versehen.
la] Infirmia causa pusilla nocet. Ovid

Bei Krankheit eine Frau, im missgeschick ein Verwandter.
Marathi, Indien

Bei Krummen lernt man hinken, bei Säufern trinken.

Bei Krummen lernt man hinken, bei Vollen saufen und bei Krämern kaufen.
ho] Bij krommen leert men hinken.
la] Si juxta claudum habites, subclaudicare disces.

Bei kühlem Mai und warmem Haus sieht die Hausfrau fröhlich aus.
it] Maggio fresco e casa calda, la massaia sta lieta balda.

Bei kurzen Strängen fährt sich's besser.

Bei kurzer Decken kann man sich nicht lang strecken.
dä] Han vil bedække sig, men dækket er for smalt.

Bei Lahmen lernt man hinken, bei Säufern (lernt man) trinken.
i] Von dem verderblichen Einflusse, den schon der Umgang mit körperlich gebrechlichen, noch mehr der mit sittlich verdorbenen Menschen ausübt.

Bei lahmen Leuten lernt man hincken.

Bei Lausigen kriegt man Läuse, mit Katzen fängt man Mäuse; und wer sich gesellt zu Narren, der wird von gleichen Haaren.

Bei lebendigem Leibe und mit sehenden Augen zu Grunde gehen.

Bei Lebzeiten und ein halb Jahrhundert nach dem Tode für einen großen Geist gehalten werden, ist ein schlechter Beweis, dass man es ist, durch alle Jahrhunderte aber hindurch dafür gehalten werden, ist ein unwidersprechlicher.
Lessing, Rettung des Horaz

Bei leerem Magen ist nicht gut Raths pflegen.
la] Ventre pleno melior consultatio.

Bei leerem Magen
Sind alle Übel doppelt schwer.
Wieland, Wintermärchen

Bei leeren Fässern sieht man keine Ritze.
i] Nur wenn ein Fass gefüllt ist, bemerkt man, wo es fließt.

Bei Leib und Leben.
i] Leib und Leben nur der Alliteration wegen, da Leib in dieser Verbindung, wie im Mittelhochdeutschen sehr häufig, Leben bedeutet.
z] Drumb rath ich eim jedem bei leib.
mhd] Der keiser wart von zorne rot, by lib und leben er gebot.

Bei Leibe nicht, bei Leibe nicht, bleib' du bei meinem Weibe nicht.
Alt-Pillau

Bei Leibe nicht.
z] Die krä allein solchs widerräth, und sprach: tut solchs bei leibe nit!
ho] Doe dat bij lijve niet.

Bei Leibesleben gibt's kein Erbe.
dä] I midt levens live tør man ei om arven kive.

Bei Leuten schöner Leibsgestalt findt Keuschheit sich nicht bald.

Bei Licht betrachtet, ist nichts dahinter.

Bei Licht verliebt man sich in jedes Gesicht.

Bei Lichte besehn ist die Welt viel kleiner als man meint: Alles steht zueinander in Beziehung!
Multatuli, Woutertje Pieterse

Bei Lieb' und Pferdekauf hört Treu und Freundschaft auf.

Bei Liebe fühlt man keinen Schmerz.

Bei Liebe, Brot und Wein kann man sich seines Lebens freun.

Bei Lindenholz kann man sich besser wärmen als bei Eiche.

Bei Mädchen, die durch Liebesunglück gebeizt sind, wird ein Heiratsvorschlag bald gar.
Goethe, Götz A III, Jaxthausen (Sickingen)

Bei Mägdlein von achtzehn Jahren, mit schwarzen Augen und gelben Haaren, mit weißen Händen und schmalen Lenden, kann einer wohl sein Leben enden.

Bei Malern und Dichtern darf man nicht zu streng richtern.
la] Pictoribus atque poëtis quidlibet audendi semper fuit aequa potestas. Horaz

Bei Malern, Musikern, Dichtern und Erdschwämmen kommen tausend schlechte auf einen guten.
fr] Il en est des poëtes, des peintres et des musiciens comme des champignons: pour un bon dix mille mauvais.

Bei manchem ist Hopfen und Malz verloren.

Bei manchem ist so viel Treu, wie Speck in den Judenkuchlen.

Bei manchem Kauf ist trug und fahr.

Bei manchem weint der Rubel, bei mir hüpft die Kopeke.

Bei manchem Werk eines berühmten Mannes möchte ich lieber lesen, was er weggestrichen hat, als was er hat stehenlassen.
Lichtenberg, Aphorismen

Bei manchen Leuten ist man froh, dass sie einen keines Blickes entwürdigen.
[ASpW]

Bei manchen Leuten ist sogar das Nichtstun von Geschäftigkeit erfüllt... Ihr Leben ist nicht Müßiggang zu nennen, sondern nichtsnutzige Geschäftigkeit.
Seneca, Mächtiger als das Schicksal

Bei manchen Leuten muss Anmaßung die Größe, Unmenschlichkeit die Festigkeit des Charakters, Arglist den Geist ersetzen.
La Bruyère, Vom Menschen

Bei manchen Menschen muss Anmaßung die Größe, Unmenschlichkeit die Festigkeit des Charakters, Arglist den Geist ersetzen.
Jean de La Bruyère, Die Charaktere

Bei manchen sind Riegenlumpen und Kirchenkleider dieselben.
Estland

Bei manchen, die bei der Verteilung fürstlicher Gunst nicht berücksichtigt wurden, fragt man: Warum vergisst man sie?, und würde doch, hätte man sich ihrer erinnert, gefragt haben: Warum gerade die?
Jean de La Bruyère, Die Charaktere

Bei mancherlei Geschäftigkeit
Hast dich ungeschickt benommen.
Ohne jene Verrücktheit,
Wär' ich nicht so weit gekommen.
Goethe, Zahme Xenien IV

Bei Mangel an nützlichen Beschäftigungen greift man zu schädlichen.
fr] Faute d'occupations utiles, on en prend de nuisibles.

Bei Männern, welche Liebe fühlen, fehlt auch ein gutes Herze nicht.
Emanuel Schikaneder, Die Zauberflöte (Tamino und Papageno)

Bei meinem Alter und meiner Sinnesart art kenne ich nur Worte und Tat, wodurch der Mensch sich dem Menschen offenbaren kann.
Goethe, An Barbara Schultheß, 27.9.1797

Bei meinem Leben!
i] Beteuerungsformel, auch: so wahr ich lebe.
Jüdisch-deutsch] Chaj (beim Leben) Rojschi (meines Kopfes.)

Bei meinen Birnen weiß ich, wann andere zeitigen.

Bei meiner armen Seele.
i] Beteuerungsformel.

Bei meiner Art, zu empfinden und zu denken, kostete es mich gar nichts, einen jeden gelten zu lassen, für das, was er war, ja sogar für das, was er gelten wollte...
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,9

Bei meiner Ehre!
Beteuerungsformel
z] Ik segghe di dat bi myner ere. Redentiner Spiel, 1599

Bei meiner reinen, tiefen, angebornen und geübten Anschauungsweise, die mich Gott in der Natur, die Natur in Gott zu sehen unverbrüchlich gelehrt hatte, so dass diese Vorstellungsart den Grund meiner ganzen Existenz machte...
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1811

Bei meiner Treu'.
i] Ausdruck des Erstaunens oder der Beteuerung.
z] Be meiner Troi, doas hätt ich mir nich egebildt.
z] Wir schwören alle schier: bei unserer Treu! und wissen doch, dass sie sehr selten sei.
fr] Par ma fi. Par ma figue.
la] Per sanctam jurare fidem parique solemus; at nihil in toto rarius orbe fide est.

Bei meiner Überzeugung, dass jeder Mensch in der Welt sehr entbehrlich ist...
Goethe, An Ch. G. v. Voigt d. J., 9.12.1803

Bei Melonen und bei Weibern ist die Hauptsache, eine glückliche Hand zu haben.

Bei menner Hanne ward ke Tobakfeuer gekriegt.
Grunau bei Hirschberg
i] Am Sonntag Nachmittag oder am Feierabende des Wochentages macht sich der junge Freiersmann mit der kurzen Tabakspfeife auf den Weg zu dem Hause des Mädchens, auf das er ein Auge geworfen. Draußen an dem kleinen Schiebefenster stehend, das bei keinem Bauerhause fehlen darf, klopft er an und spricht: 'Sed gebata im a Bissla Tobakfeuer.' Darunter birgt er die Anfrage an das Mädchen oder deren Angehörige, ob sein Eintritt erwünscht sei oder nicht. Wird ihm nun, oft nach langem Harren wegen vorgängiger Beratung drinnen, die Antwort: 'Mer hon ke Tobakfeuer', so bedeutet dies einen Korb, und der Freier entfernt sich. Ist dagegen die Werbung willkommen, so lautet die Antwort: 'Kummt ock rei, an hult's Ich' (d.h. kommt nur herein und holt's Euch). Oft lautet die verneinende Antwort auch unwirscher als oben. Des Krämers Hanne in Grunau war ein schönes Mädchen, an dessen Schiebefenster oft geklopft wurde. Unwillig über die häufige Störung rief deshalb der Vater dem klopfenden Freier kurzweg die oben angeführte Redensart zu.

Bei Menschen ist
Gar oft der Freundschaft Hafen falsch und trügerisch.
Sophokles, Aias (Aias)

Bei Menschen sucht man nach den altvertrauten, bei Dingen nicht - die will man neu.

Bei Messer und Scheiden muss man viel leiden.
i] Klage des Messerschmieds.

Bei mir hast du geschnuppt.

Bei mir hat der Magistrat fegen lassen.
Pommern
i] Um zu sagen: Meine Trümpfe sind alle, und mein Geld ist ebenfalls weg.

Bei mir hat er ausgefressen.
i] Bei mir hat er alles Vertrauen verloren, hat er nichts mehr zu hoffen, wird er nicht mehr aufgenommen.

Bei mir ist alles von echtem Gold und Silber, sagte Großmaul, auch meine kupfernen Pfannen und eisernen Kessel.
ho] Ik heb alles van goud en zilver, zelfs mijne koperen ketels, zei de grootspreker.

Bei mir ist alles von Gold, sagte Frau Aufschnitt, auch meine Kupfertöpfe.

Bei mir ist das Auge vorwaltend...
Goethe, An Zelter, 27.3.1830

Bei mir ist das Ideelle nichts anderes als das im Menschenkopf umgesetzte und übersetzte Materielle.
Karl Marx

Bei mir ist kein Ansehn der Person, sagte der Bader, ich mache Armen und Reichen gleich heiß.

Bei mir ist kein Ansehn der Person, sagte der Hundsvogt, und schlug einen großen Köter, der ihn gebissen hatte.
ho] Ik ben geen aaziender der personen, zei de hondensfager, toen sloeg hij een' grooten dog, die hun gebeten heed.

Bei mir kann gar kein Buch veralten.
Kaum hab' ich eins, so muss ich's schon verleihen.
Und da fällt's oft den Leuten ein,
Dass es viel leichter sei, die Bücher zu behalten,
Als das, was sie enthalten.
Peter Wilhelm Hensler, Gedichte, Meine Bücher

Bei mir trifft er keine Kegel.

Bei mir zu Haus bin ich der Herr.
it] A casa mia il padrone sono io.

Bei Mord gibt es kein langes Zögern.
[RSpW]
la] De morte hominis nulla est cunctatio longa.

Bei Mühlen und Frauen fehlt immer irgend etwas.
Italien

Bei Mus essen und Predigt hören darf man sich Kopf und Magen nicht beschweren.

Bei Musik, Lieb' und Wein muss die Jugend verdorben sein.

Bei Mutter Grün schlafen.
z] In kalten Nächten ist's bei Mutter Grün (Bivouac) gerade nicht angenehm.

Bei Nacht ist das Gänseblümchen so schön als die Rose.
i] Die reinste Geburt, das entschiedenste Verdienst, die unwandelbarste Tugend fällt nur dann glänzend ins Auge, wenn das Glück seine Strahlen auf diese Vorzüge wirft, sowie die Farbenpracht der Blumen nur von der Sonne hervorgehoben wird, bei dunkler Nacht aber alle gleich sind.

Bei Nacht klopft no de Hexe a.
Schwaben

Bei Nacht kommen wie Nikodemus.
i] Nach Joh. 3, 2.

Bei nacht nicht wenig dings geschicht, dass lob und danck erlanget nicht.
la] Nocte laboratum non est opus undique gratum.

Bei Nacht Schatten kaufen.
Russland

Bei Nacht sieht ein Eselsfüllen wie ein Pfauhahn (o. die Katze wie ein Marder, eine junge Äthiopierin wie eine Jungfrau des Paradieses) aus.
Persien
fr] Les vieilles savent faire bonne soupe.

Bei Nacht sieht eine Katze wie ein Marder aus und eine junge Mohrin (Äthiopierin) wie eine Jungfrau vom Paradiesesschmaus.
Persien

Bei Nacht sind alle Katzen grau.
en] All cats are grey in the dark.
fr] La nuit, tous les chats sont gris.
it] Né donna né tela a lume di candela.
sp] De noche, todos los gatos son pardos.

Bei Nacht sind alle Kühe (Katzen) schwarz, alle Weiber schön.
z] Es trägt die Nacht ein schwarzes Kleid, wer steckt nun wohl darinnen? Dem einen scheint es Priestertuch, dem andern Teufelslinnen.
jüdisch-deutsch] Bei Nacht sennen alle Küh schwarz.
ndt] Bi Nacht sünd alle Katten grag.
en] All cats are grey in the dark.
en] John is as good as Mylady in the dark.
en] When candles are out, all cats are grey.
fr] A la nuit tous les chats sont gris.
fr] A la Seint Rémi tous perdreaux son gris.
fr] Tout bonnet de nuit est bon.
ho] Bi nachte sijn alle catten grau.
ho] Bij nacht schijnt alle koren meel.
ho] Bij nacht zijn alle katjes graauw, en alle mondjes even naauw.
it] Al bujo la villan è bella quanto la dama.
it] Al bujo tutte le gatte son bigie.
it] Di notte tutte le gatte sono bigie.
it] Di notte tutti i gatti sono neri.
it] Né donna né tela a lume di candela.
it] Ogni cuffia (beretta) è buona per la notte.
it] Tutti li gatti sono di notte bigi.
la] Extincta lucerna omnis mulier eadem.
la] Nocte latent mendae vitioque ignoscitur omni. Ovid
la] Quod niger est nocte quivis catus dicit hoc te.
la] Sublata lucerna nihil descriminis est inter mulieres.
la] Tenebris nigrescunt omnia circum.
pt] De noite todos os gatos saõ pardos.
sd] Alla swin äro swarta i mörkret.
slov] Po noči je vsaka krava mavra.
sp] De noche los gatos todos son pardos.
sp] De noche, todos los gatos son pardos. Cervantes, Don Quijote
un] Az éj mindennek ellensége.

Bei Nacht sind alle Kühe gleich schwarz, sagte der Pater, als er die hässliche Pförtnerin besuchte.
z] Bei Nacht seind alle Küh schwartz, und wenn sie so hesslich wer, als die Frau Serpina in der Höllen, noch ist sie bei dem todten Blut vor den Hirtzbrünstigen Mönchen nit sicher.

Bei Nacht sind alle Kühe schwarz.

Bei Nacht sind alle Weiber gleich, sagte jene Frau zu Philipp von Macedonien.
sd] Alla zwijn swarta i mörckreta.

Bei Nacht und Nebel.
fr] Faire des escampatives.

Bei Nacht wandern bringt Gefahr.
it] Chi corre di notte corre alla morte.

Bei Nachtarbeit fleißig (od. flink), bei Tagesarbeit langsam.
Estland (Gilt für eine schlechte Hausfrau)

Bei Narren geht's immer hoch hinaus.
bm] Blázen se o málo nepokusí.

Bei Narren ist weder Witz noch Verstand.
la] Mens non inest centauris.

Bei Narren richtet man nichts aus, man sehe sauer oder süße aus.

Bei Narren schweige oder narre mit.
z] Dummköpfen und Narren gegenüber gibt es nur einen Weg, seinen Verstand an den Tag zu legen, und der ist, dass man mit ihnen nicht redet. Aber freilich wird alsdann in der Gesellschaft manchem bisweilen zu Mute sein, wie einem Tänzer, der auf einen Ball gekommen wäre, wo er lauter Lahme anträfe: mit wem soll er tanzen? Schopenhauer, Parerga

Bei Narren und Huren ist, was man ihnen schenkt, verloren.
sp] A la puta y al truhán perdido es cuanto les dan.

Bei Narren wird man zum Narren.

Bei Narren, Kindern und Wein kann nichts lange verborgen sein.

Bei Naturforschung auf Anordnung, auf System auszugehen, hinderlich und förderlich.
Goethe, Maximen und Reflexionen 1375

Bei 'ne Schmedt hengt gau (schnell) de Dör ên 'ne Tur (Angel).
Aachen

Bei Nebel gehen die Wölfe, bei Tau Hüterhunde.
Estland

Bei 'ner Hitte (Ziege) mo me ümmer 't Mess öwer der Dör hangen hewwen.
Sauerland

Bei neuem (frischem) Schmerz gibt's keinen Trost fürs Herz.

Bei Neuem strömen die Menschen zusammen, Bekanntes lockt sie nicht.
la] Ad nova homines concurrunt, ad nota non veniunt.

Bei Neumond auf die Weide, bei Altmond unters Dach.
Estland

Bei Neumond kommt kein Sommer, bei Altmond kein Winter.
Estland

Bei Neumond pflanzt man Kohl, bei Altmond Kohlrübe.
Estland

Bei Neumond schwellen Kartoffelknollen, bei Altmond sprießt Kartoffelkraut.

Bei Neumonds trüben, dunkeln Spitzen mag man, sich wohl vor Regen schützen.
i] Man fügt auch noch hinzu: 'Ist er den vierten Tag als gelb und ringlich, sagt man, dass dieselb' ein Vorbot' vom Gestürme sei. Ein heller Mond, die Luft dabei von brauner Farbe, das bedeut' ein angenehme, trockene Zeit.'

Bei Niedern, die dem Spotte weichen,
Ist er verblümte Tyrannei;
Bei denen, die an Stand sich gleichen,
Ist es der Quell der Zänkerei;
Bei Großen ist er ein Verbrechen,
Das sie mit ihren Blitzen rächen.
Gottlieb Konr. Pfeffel, Poetische Versuche

bei noch brennendem Verbrechen
la] in flagranti (crimine) [RSpW]

Bei Nummer Eins fängt's an.
ho] Het komt op nommer één aan.

Bei Nuten, Windhunden und Stierkämpfern sind die ersten drei Jahren immer die besten.

Bei Nutz und Gewehr sitzen.
Österreich
i] Den Nutzen von etwas ziehen.

Bei Ochsen Pate sein.

Bei offenen Türen handeln.
ho] Met open deuren handelen (wandelen).

Bei offenen Türen kommen die Hunde herein.
en] At open doors dogs come in.

Bei offener Kiste mag auch der Fromme ein Schalk werden.

Bei Oratorien und Konzerten stört uns immer die Gestalt des Musikus, die wahre Musik ist allein fürs Ohr, eine schöne Stimme ist das Allgemeinste, was sich denken lässt, und indem das eingeschränkte Individuum, das sie hervorbringt, sich vors Auge stellt, zerstört es den reinen Effekt jener Allgemeinheit.
Goethe, Lehrjahre VIII,5

Bei Pest und in Kriegszeit gibt's die meiste Neuigkeit.

Bei Peter Möfferten auf der Laternengasse.
Schlesien

Bei Petri Stuhl(feier, 22.2.) hebt sich der Frühling an; die Sommerszeit kommt uns mit Sankt Urban (25.5.), Sankt Michael (29.9.) führt uns den Herbst herein, Lucia (13.12.) muss des Winters Vortrab sein.

Bei Pferdehandel und Rinderkauf tu' Augen oder Beutel auf.

Bei Pferden und bei Frauen muss man stets auf die Rasse schauen.
i] Bei der Wahl einer Frau ist auf die Familie zu achten. Die Araber legen so großen Wert auf die Abstammung der Pferde, dass heute noch die Bewohner von Nedsched und Hadschad keinen noch so schönen Hengst zu ihren Stuten lassen, dessen Genealogie ihnen unbekannt ist. Sie ziehen einen weniger schönen, der aber von untadelhafter Herkunft ist, vor. Und dennoch sagt ein arabischer Dichter: 'Die Unwissenden glauben, es gäbe der edeln Pferde viele. O, sie sind seltener als wahre Freunde.'

Bei Philippi sehen wir uns wieder.
Shakespeare, Julius Cäsar IV, 3. Stammt ursprünglich aus Plutarch, Julius Cäsar, Kap. 69

Bei Pilzen und Dichtern kommen auf einen guten zehn schlechte.

Bei Popelmatzens ist Ball.
i] Zu Leuten, besonders Knaben, die auf unanständige Weise die Nase leeren.

Bei Prophezeiungen ist der Ausleger oft ein wichtigerer Mann als der Prophet.
Georg Christoph Lichtenberg, Sudelbücher

Bei Ratschlägen, die nach Wein stinken, ergellen des Feindes Zinken.

Bei Ratsversammlungen haben auch die Mauern Ohren.

Bei rechten Leuten gehts ein recht.

Bei rechttun erzürnest du deinen feindt.

Bei rechttun ist alle stund gut sterben.

Bei Regen bekommt man Getreide, bei Dürre Stroh.
Estland

Bei Regen fährt der Deutsche (d. i. der Herr), im Nebel schweift der Wolf umher.
Estland

Bei Regen geht auch das Krokodil ins Wasser.

Bei reifer Erfahrung sehen wir die Unbiegsamkeit der menschlichen Charaktere ein, wie kein Flehen, noch Vorstellen, noch Beispielgeben, noch Wohltun sie dahin bringt, von ihrer Art zu lassen, sondern vielmehr ein jeder seine Handlungsweise, Denkungsart und Fähigkeit mit der Notwendigkeit eines Naturgesetzes durchführen muss und, was man auch mit ihm vornehme, immer derselbe bleibt.
Schopenhauer, Neue Paralipomena, Zur Lebensweisheit

Bei Reinlichkeit und Ordnungssinn der Bauer zehnfach hat Gewinn.

Bei reudigen Schafen wird einer reudig, und am Köhler berußet man sich.

Bei Roggenbrot leidet niemand Not.
it] Non cercar meglio pane che di grano.

Bei Roggenbrot wird die meiste Arbeit getan.

Bei Rosskaufens ist der sit, man lest des liegens und schwerens nit.

Bei rotem Mond und hellem Sterne sind Gewitter nicht gar ferne.

Bei Rothlach schneit's.
Oberlausitz
i] Rothlach ist ein kleines, unweit Bunzlau, in der Richtung nach Lauban gelegenes Dorf. Die Redensart ist dem Munde eines Kartenspielers entnommen. Wahrscheinlich wollte er damit das Abhandengekommensein der rosenfarbenen Laune andeuten. An Stelle derselben tritt beim Spieler oft, wenn er verliert, frostiges, kaltes Wetter, mit Schnee.

Bei ruhiger See ist jedermann ein Lotse.
en] In a calm sea every man is a pilot.

Bei ruhiger See ist's gut (o. leicht) Steuermann sein.

Bei ruhiger See kann jeder Matrose und Passagier ein Schiff steuern.

Bei ruhiger See kann jeder Steuermann sein.

Bei S. Velten.
z] Ein Kerl, der wie S. Velten gestützet, lanquetiret und geprahlet.
z] Nun bei S. Velten, ich bin fast zu jung für euch!

Bei Sanct-Antonii Kapelle anziehen.
i] Die Sauglocke läuten.

Bei Sängern und Poeten findet man so viel Wahrheit als Moneten.

Bei Sankt Katharein kommt man in den Himmel hinein.
i] Von dem Segen der Verehrung der heiligen Katharina.

Bei Satze sein.
Oberösterreich
i] Frisch und mutig, körperlich und geistig aufgelegt sein zu etwas.

Bei Säufern wird man ein Schlemmer.

Bei Schelmen ist nichts zu gewinnen.
it] Il diavolo vuol tentare Lucifero.

Bei Scheren und Dienstboten kommt es darauf an wie man sie führt.

Bei Schlägen ist nicht gut Wesen.

Bei schlechtem, wie bei gutem Essen muss man das Trinken nicht vergessen.

Bei schlechter Kost, Wasser als Getränk und dem gebogenen Arm als Kissen kann das Glück dennoch bestehen.
Konfuzius

Bei schlimmem Tun und gutem Hoffen wird man vom Tode leicht getroffen.
it] Facendo male e sperando bene, il tempo passa e la morte viene.

Bei Schlossern und Schmieden gibts stets viel Stählens.

Bei schmalen Bissen macht man keine großen Sprünge.
la] Vilis coena non gignit debacchationem.

Bei schönem Wetter kann ein Knabe das Schiff lenken.

Bei schönem Wetter nimm den Mantel mit; wenn's regnet, so halt's, wie du willst.
i] In guten Tagen bereite dich auf die schlimmen vor.
en] Tho' the sun shines don't leave your cloak at home.
fr] Quand il fait beau, prends ton manteau, quand il pleut, fais ce que tu veux.
it] Nè di state, nè di verno non andar senza mantello.
sd] När solen skiner, tag din kappa.
un] Se télben szalonnát, se nyárban bundáját el nem haggya az okos.

Bei schönen Jungfrauen und bei vollen Gläsern ist's gefährlich sitzen.

Bei Schreibers Wort, des Richters Spruch und der Leute Recht.
i] Das Recht forderte, dass bei einem Gericht ein Schreiber anwesend war, der dem Gedächtnis zu Hilfe kam.
altfries] Bi scriueres worde and bi asega dome, bi liuda riuchte.

Bei schwachsinnigen Leuten, zu denen gehört aber unstreitig ein Viertel der Menschen, gelten Geschicklichkeit und Benehmen alles. Tiefer können sie nicht gehen. Ich kann dir aber versichern, dass sie auch bei Leuten vom besten Verstande gar viel gelten. Wo den Augen nicht gefallen und dem Herzen nicht geschmeichelt wird, wird der Verstand immer gern zurückweichen.
Chesterfield, Briefe an seinen Sohn, London, 14.11.1749

Bei schwarzem Brot leidet man nicht Not.

Bei schwebendem Verfahren
la] lite pendente [RSpW]

Bei sehr bestrickenden Frauen ist das Geschlecht eine Herausforderung, kein Schutz.
Oscar Wilde, Der ideale Gatte

Bei sehr vielen Gebrechen, die ich wohl eingestehe, war Undankbarkeit gegen schöne Augen und Gefräßigkeit nie mein Fehler.
Goethe, An K. F. v. Reinhard, 14.11.1812

Bei seinem Abgange (Tode) wird man keine Trauerlieder singen.

Bei seinem Herrn einen Dienst oder Hirschen zu bekommen suchen.

Bei seinem Stolz den Narren man kennt, denn Stolz von stultus wird genennt.

Bei seinem volk und Vaterland kommt kein prophet zu ehrenstand.
la] Nemo propheta sua magnus erit patria.

Bei seinen großen Verdiensten hegte und pflegte es [das 18. Jh.] manche Mängel und tat den vorhergehenden Jahrhunderten, besonders den weniger ausgebildeten, gar mannigfaltiges Unrecht. Man kann es in diesem Sinne wohl das selbstkluge nennen, indem es sich auf eine gewisse klare Verständigkeit sehr viel einbildete und alles nach einem einmal gegebenen Maßstab abzumessen sich gewöhnte.
Goethe, Geschichte der Farbenlehre 4. Abt. - Baco

Bei seiner Geburt ist niemand ein Schmied.
Finnland

Bei seiner Hochzeit hat Armut die Lauten geschlagen und Elend dazu gepfiffen.

Bei seiner Meinung bleiben.
z] Sage doch keiner, den Weg will ich gehen bis ans Ende. Wir gehen nicht hienieden, wir werden gegangen.

Bei seiner Tafel lässt sich selten eine Fliege sehen.

Bei seiner Zungen wirt einer erkant, aus welchem land er ist.

Bei sich zu Hause ist der Hund am stolzesten.

Bei sicherer Hut schmeckt frische Weide gut.

Bei sieben Hirten keine Herde.
Russland
ho] Veel herders bij de schapen zullen maar te langer slapen.
la] Multitudo imperatorum Cariam perdidit.
la] Multos imperitare malum: rex unicus esto.
la] Segnius expediunt commissa negotia plures.

Bei sieben ist's Gelag, bei neunen wird's zur Schmach.

Bei sin Geld well saihen stuwen, maut et leggen an Imen un Duwen.
Iserlohn

Bei Sinnen
i] voll zurechnungsfähig
la] compos sui

Bei so großer Gefahr kommt die leichteste Hoffnung in Anschlag.
Goethe, Egmont A II, Egmonts Wohnung
Egmont

Bei so verworrnem Spiele
Wird mir wahrhaftig bang!
Es gibt der Menschen so viele,
Und es ist der Tag so lang.
Goethe, Zahme Xenien 171

Bei solchem Feuer nicht brennen, ist viel.

Bei solcher Intensität des Geschlechtstriebs darf es nicht verwundern, dass geschlechtliche Enthaltsamkeit im reifen Alter nicht selten bei dem einen wie bei dem anderen Geschlecht derart auf das Nervenleben und den ganzen Organismus einwirkt, dass sie zu schweren Störungen und Verirrungen unter Umständen zu Wahnsinn und zum Selbstmord führt.
August Bebel (1840-1913), Die Frau und der Sozialismus

Bei solcher Lampe betet man keinen Rosenkranz.
i] Bei der Weinflasche.

Bei Sonne und Mond speisen.
Oberösterreich
i] Fasten.

Bei sorgsamer Pflege wird's ein Weingarten, sonst ein Berg.
tü] Bakarsan bağ, bakmazsan dağ olur.

Bei Spiel und Trank wird einem die Zeit nicht lang.
fr] En jouant et en bûvent, on ne trouve pas le tems grand.

Bei Spiel und Trinkgelag kein Gelehrter werden mag.
fr] Étude de feu, de jeu et de fenêtre n'ont jamais fait un savant prêtre.

Bei Statzlern (Stotterern) lernt man gautzen (o. gazen, gakezen, croitare).

Bei stillem Wetter ist jeder ein guter Seemann.
bm] Za pĕkného počasí i béba lod' uřidi.
en] In a calm sea every man is a pilot.
la] Quilibet nautarum vectorumque tranquillo mare gubernare potest.
la] Tranquillo quilibet gubernator est.
sd] I stilla wäder äre alla gode sjömän.

Bei stillem Winde ist gut Hafer säen.

Bei Stimmengleichheit wird der Angeklagte freigesprochen.
la] Paribus sententiis reus absolvitur. [RSpW]
la] Reus sententiis paribus absolvitur. [RSpW]

Bei strenger Prüfung meines eignen und fremden Ganges in Leben und Kunst fand ich oft, dass das, was man mit Recht ein falsches Streben nennen kann, für das Individuum ein ganz unentbehrlicher Umweg zum Ziele sei. [...] Ja, man strebt oft mit Bewußtsein zu einem scheinbar falschen Ziel, wie der Fährmann gegen den Fluss arbeitet, da ihm doch nur darum zu tun ist, gerade auf dem entgegengesetzten Ufer anzulanden.
Goethe, An H. K. Eichstädt, 15.9.1804

Bei strohernen Pfeifen, ledernen Posaunen und wollenen Zinken muss man auch aus Rindenflaschen trinken.

Bei Stühlen und Bänken können schwache Leut selbst gehen.

Bei stürmischem Wetter ist bös segeln.
dä] Det duer ei at segle i ugjort veder.

Bei Tage braucht man kein Licht aufzustecken.
la] Manifesta non egent probatione.

Bei Tage gut und brav ist Nachts dir süß der Schlaf.

Bei Tänzern lernt man tanzen, bei Krämern lernt man kaufen, bei Säufern lernt man saufen.

Bei Tau schneide keinen Weizen, am Mittag schneide keinen Lauch.
China

Bei tauben Ohren
Ist jede Predigt verloren.

Bei Tauben verlieren Ohrenbläser den Atem umsonst.

Bei Tauwetter im Februar müssen die Weinschenken ihre Keller zustopfen, damit ihnen das Wasser nicht in die Fässer laufe.
Niederrhein

Bei Teilung der Güter zertrennen sich die Gemüter.

Bei teuerer Zeit gelten die Kleien so viel als das Mehl.

Bei tiefem Wasser gibt es keine Wellen.
Estland

Bei Tisch' lass drei an dir nicht scheinen: red' niemand übel nach, hüt' dich vor Zorn und Weinen.
la] Acsit a mensa detractio, fletus et ira.

Bei Tisch soll Freude den Vorsitz führen.

Bei Tisch und im Bett, keine Sparsamkeit.

Bei Tisch und im Bette bedarf es keiner Etikette (Toilette).

Bei Tisch wird man nicht alt.
it] A tavola non s'invecchia.

Bei Tische altert man nicht.
fr] On ne nuieillist point table.
la] In mensa haud senescitur.

Bei Tische aufzuwarten, ist eine ausgezeichnete Methode, Appetit zu bekommen.
Schwarze in den USA

Bei Tische bewegte sich das Gespräch, welches vorzugsweise von Goethe und Herrn Quetelet unterhalten wurde, hauptsächlich, ja ausschließlich um die Naturwissenschaften. Er selber sagte, das sei für ihn das interessanteste Thema und sollte es auch für jeden denkenden Menschen sein, denn niemand könne es jemals völlig ergründen oder erschöpfen.
Goethe, A. E. Odyniec, 29.8.1829

Bei Tische höflich, im Bette freundlich, im Hause tüchtig, in der Kirche andächtig und auf der Straße züchtig.
dä] Vær høflig ved bordet, venlig i sengen, dygtig i huuset, taklig paa gaden andægtig i kirken.
fr] A table et au lit, il faut être bons amis.

Bei Tische soll die Freude den Vorsitz führen.
fr] De choses tristes et aduersacres en temps de ivye on se doibt taire.
la] Aduersa et iniucunda extra tempus conuiuij laetitae, aut somni nuncianda.
la] Cum laetitia sumatur potus et esca.

Bei Tische soll man keines Haders gedenken.
ho] Aan tafel smaken geene knorrige woorden.

Bei Tische und Bette soll man sich nicht schämen (o. muss man nicht blöde sein).
z] Bî Disch un in 't Bedd sall kein'n blöde sin.

Bei Tische und im Bette muss man nicht den Ton angeben.

Bei Tische und im Bette muss man nicht prangen (o. viel Worte machen).

Bei Tische verliert man vier Dinge: Hunger, Durst, Zeit, Feuer am Herd.

Bei Tische verrät man sich leicht.
it] La tavola è una dolce (colla).

Bei Tische wird man jung. Toskana
it] Nè a tavola, ne a in lecc no se ven veci.

Bei Tische wird man nicht alt.
i] Es wird einem die Zeit dort nicht lang.
it] A tavola non s' invecchia mai.

Bei Tische ziemt es sich für niemanden, zimperlich zu tun.
Titus Maccius Plautus, Der's für einen Dreier tut

Bei Trinken und Essen soll man des armen Lazari nicht vergessen.
la ] Cum sis in mensa, tunc est de paupere pensa.

Bei Trinkern lernt man trinken und bei Lahmen hinken.
bm] Kdo s opilci se vodi, brzo bez kabátu chodi.

Bei trockenem Mund geht mancher zu Grund (o. kommt mancher auf den Hund).
dä] Man kand og drikke bort med tør mund.

Bei trockenem Wetter macht man einen Schober, bei Tau schneidet man Hafer.
Estland

Bei Trübsal ist Gleichmut die beste Würze.
Titus Maccius Plautus, Das Tau

Bei Tyrannen stehet freiheit fährlich.

Bei Übersetzungen aber sind wir gefördert, wie auf einer Handelsmesse, wo uns der Entfernteste seine Ware herbeibringt.
Goethe, An J. St.Zauper, 7.9.1821

Bei undankbaren Leuten verdient man den Danck, als wie der, welcher Erbsen auf die Stiegen, Ameisen in das Bett oder Bienen in das Bad traget.
la] Ingratum si dixeris, omnia vitia dixeris.

Bei unfruchtbaren Eltern ist der Sinn, für andere zu sorgen, häufig geringer entwickelt, und die Kinder kleiner Leute sorgen meist früh für sich selbst.
Martin Andersen Nexö (1869-1954), Erinnerungen

Bei ungeübten Schützen sitzt einer beim Ziel am sichersten.
z] Denn wornach sie zielen, das treffen sie nit, sondern was davon ist.

Bei ungleichem Gespann geht der Wagen wie er kann.
bm] Nerovná sprez nerada spolu tádne.
bm] Rovné s rovným rádo táhne zároven.

Bei Unglück ist feiern (o. müßig gehen) das best, sonst macht man bös noch ärger.
fr] Malheureux à beau être courageux.

Bei Unglück ist feiern das best.
la] Nihil agere in felici semper est optimum.

Bei Unkraut gräbt man nicht nach der Wurzel.
Schweiz

Bei unnützen Leuten darff man nicht für böse Wort sorgen.

Bei unrechtem gut kein segen ist, es gehet hin wie es herkommen ist.

Bei uns allen gibt es, zwischen den Augenblicken der Zuversicht und des Misstrauens gegen sich selbst, diesen fürchterlichen Abgrund.
Anne Morrow Lindbergh, Verschlossene Räume ...

Bei uns Deutschen war die Wendung ins Romantische aus einer erst den Alten, dann den Franzosen abgewonnenen Bildung durch christlich-religiöse Gesinnungen eingeleitet, durch trübe, nordische Heldensagen begünstigt und bestärkt, worauf sich denn diese Denkweise festsetzen und verbreiten konnte, so dass jetzt kaum ein Dichter, Maler, Bildhauer übriggeblieben, der sich nicht religiösen Gefühlen hingäbe und analogen Gegenständen widmete.
Goethe, Schriften zur Literatur - Klassiker und Romantiker in Italien

Bei uns geht es zu, wie bei den armen Leuten.

Bei uns hat jeder seine absonderlichen Privatschmerzen und Privatleidenschaften: Jeder ist sich selbst der Nächste geworden, und er singt nur, was ihm behagt, was ihn quält, und fragt nicht darnach, ob er damit auch eine Saite am Herzen seines Volkes berühre.
Herwegh, Literatur und Volk

Bei uns heiraten die Leute, ohne in der Ehe etwas anderes zu sehen als eine Paarung, und das Ende vom Liede ist Betrug oder Gewalttat. Der Betrug wird noch einigermaßen leicht ertragen. Mann und Frau lügen den Leuten vor, dass sie in der Einehe leben, in Wirklichkeit leben sie jedoch viel Vielweiberei und Vielmännerei.
Leo N. Tolstoi, Die Kreutzersonate

Bei uns Herren kann man sich wohl wärmen, aber auch verbrennen.
Kurfürst Friedrich der Weise, überliefert bei Julius Wilhelm Zincgref (Apophthegmata)

Bei uns ist das Denken stets auf den Vorteil gerichtet und daher verächtlich geworden.
Wilde, Aphorismen

Bei uns ist der Eifer im Dienste der Nation der einzige und sichere Weg, öffentliche Anerkennung, Auszeichnung und amtliche Macht zu erlangen.
Edward Bellamy, Rückblick aus dem Jahr 2000

Bei uns ist der Gesang die erste Stufe der Bildung, alles andere schließt sich daran und wird dadurch vermittelt. Der einfachste Genuss, so wie die einfachste Lehre werden bei uns durch Gesang belebt und eingeprägt, ja selbst was wir überliefern von Glaubens- und Sittenbekenntnis, wird auf dem Wege des Gesanges mitgeteilt...
Goethe, Wanderjahre II,1

Bei uns ist der gute Geschmack größtenteils in Studierstuben eingeschlossen.
Goethe, J. D. Falk, 28.12.1794

Bei uns ist nicht Polen, bei uns ist's besser.
Russland

Bei uns kann jeder machen, was er will, weil niemand sagt, was er soll.

Bei uns kann nur parteilos regiert werden. Bismarck, im Reichstage, 12. 6. 1882

Bei uns muss alles reinlich sind, sagte der Fleischer Dreck, und wischte den Klotz ab, auf den der Hund geschissen.
Köthen

Bei uns sieht man Paris immer nur in einer Ferne, dass es wie ein blauer Berg aussieht, an dem das Auge wenig erkennt, dafür aber auch Imagination und Leidenschaft desto wirksamer sein kann.
Goethe, Reise in die Schweiz 1797, Frankfurt, 19.8.

Bei uns stiehlt alles, sagte der Russe.
i] Ein Sprichwort, das auch der niedrigste russische Untertan täglich im Munde führt. Es schildert den Zustand des russischen Beamtentums.

Bei uns wurde nie radikal gehandelt, und darum auch nicht radikal gedacht.
Theodor Heuß, Rede vor der Deutschen Demokratischen Partei am 17. 1. 1919 in Stuttgart

Bei uns zu Hause wird der Spatz zum Geier.

Bei unseren größten Männern muss man immer noch sagen: möchten sie etwas mehr Genie haben und etwas weniger Schauspieler sein!
Nietzsche, Unschuld des Werdens

Bei unseren unvernünftigen Einrichtungen ist das Leben einer rechtschaffenen Frau ein beständiger Kampf gegen sich selbst.

Jean-Jacques Rousseau, Emile

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