Weisheiten 46


Bricht vor Allerheiligen (1.11.) der Winter ein, so herrscht um Martini (11.11.) Sonnenschein.

Bricht wegen einem Huhn Streit aus, sei klug, nimm das Ei und beende den Streit.

Brick and Mortar versus Brick and Morter.
en] Confusing Words

Brick and Mortar.
en] Idiom

Brick mi de Mund nich up, of 't kummt'r dumdicke herut.

Brick mi 't Mûl (Maul) ne up, o'r 't kümmt dumdicke rut, söa' de dune Bûr.

Brief und Siegel mögen keinen Zug hindern.
[RSpW]
i] Wenn alle Vorbedingungen bei Ausübung des Näherrechts erfüllt waren, so konnte dann auch durch Urkunden dem Näherberechtigten sein Besitz nicht streitig gemacht werden.
z] Fürhin mögen Briefe und Siegel keinen Zug hintern.

Brief und Siegeln steht zu glauben.
altfries] Breeff ende sygel steet to lyowen.

Briefe eines einflussreichen Mannes, an einen oder mehrere Freunde, in einer Reihe von Jahren geschrieben, geben uns schon einen reineren Begriff von den obwaltenden Zuständen und Gesinnungen. Aber ganz unschätzbar sind Briefwechsel zweier oder mehrerer durch Tätigkeit in einem gemeinsamen Kreis sich fortbildender Personen.
Goethe, Schriften zur Literatur - Solgers nachgelassene Schriften und Briefwechsel

Briefe gehören unter die wichtigsten Denkmäler, die der einzelne Mensch hinterlassen kann. Lebhafte Personen stellen sich schon bei ihren Selbstgesprächen manchmal einen abwesenden Freund als gegenwärtig vor, dem sie ihre innersten Gesinnungen mitteilen, und so ist auch der Brief eine Art von Selbstgespräch. Denn oft wird ein Freund, an den man schreibt, mehr der Anlass als der Gegenstand des Briefes.
Goethe, Schriften zur Kunst - Winckelmann und sein Jahrhundert - Vorrede

Briefe hebt man auf, um sie nie wieder zu lesen; man zerstört sie zuletzt einmal aus Diskretion, und so verschwindet der schönste, unmittelbarste Lebenshauch unwiederbringlich für uns und andere.
Goethe, Wahlverwandtschaften II,9

Briefe leben, atmen warm und sagen
Mutig, was das bange Herz gebeut.
Was die Lippen kaum zu stammeln wagen,
Das gestehn sie ohne Schüchternheit.
Bürger, Gedichte: Heloise an Abälard

Briefe schämen sich nicht.
i] Urkunden sind eindeutig.

Briefe schreibt er, als hätten sie ihm die Musen selbst diktiert.
Plinius, An Priscus

Briefe sind besser als (zehn) Zeugen.
[RSpW]
i] Urkunden. - Von dem Vorzuge, den schriftliche Urkunden als Beweismittel vor Zeugen haben.
mhd] Briefe sint bezzer danne geziuge.

Briefe sind Stimmungskinder.
Morgenstern, an Marie Goettling, 11. 11. 1893

Briefe soll man, wie jedes andere Vergnügen, nach getaner Arbeit sich gestatten.
Gottfried Keller, Briefe

Briefe von geliebten Menschen verbrennt man gleich oder nie.

Briefe wahrer Freunde werden nicht mit Butter, sondern mit Diamanten versiegelt.

Briefeschreiben ist wie Wetterleuchten; da verblitzt sich alles, und das Gewitter zieht nicht herauf.
Fontane, Cecile

Brieff und hoffsuppen sind zu hoff wolfeyler dann ein baurniuppen.

Brieg, Freiberg und Brünn, machen die Schweden dünn.
i] Bezieht sich auf schwedische Belagerungen. Brieg wurde im Jahre 1642 von Torstenson mit 12000 Mann belagert, wobei die Schweden ohne die Desertionen über 1400 Mann einbüßten.

Brieger spielt: Wir wissen schon.
Stargard
i] Um zu sagen: das sind Flausen, mach mir nichts weiß.

Brîegge i d's Brîggeli ü d's Löchcheli si gärn: eim Chöchchli.
Bern
i] Brieggen = weinen, brieggerisch = weinerlich. Brügger, Brüggi, Brieggeriner = einer (eine), der weint, Chöchchli = Diminutiv von Kachel = tönerne Schüssel.

Brillen reißen.
tiz] Darmit hefft man das Volk vorlijdet (verleitet).

Brillen sind nit ohne Grillen.

Brillen und graue Haare sind auf dem Liebesmarkt schlechte Ware.
fr] Les lunettes et les cheveux gris sont des quittances d'amour.

Brillen und graue Haare sind des Todes Jahrmarktsware.

Brill'n verköp'n.
Altmark
i] Täuschen, betrügen. Wer dies tut, ist ein Brillenverkäufer.

Bring deine Sache vor den Rat, die einen sagen, sie ist weiß, die anderen, sie ist schwarz.
sp] Pon lo tuyo en concejo, unos dirán que es blanco y otros que es negro.

Bring den Jungen zum Quieken, und du wirst die Alten fangen.
England

Bring die Kehle zum Trinken oder das Feuer zum Brennen.
Estland

Bring' doch d' Note im Kübel hear, d' Sau will singa.
i] Bring einen Kübel, ein Gefäß her, er neigt sich zum Erbrechen.

Bring' ein Kind zur Welt, Weib, das hundert Jahre zählt.
i] Als die Polen im Jahre 1575 die Schwester Sigismund Augusts, Anna, den letzten Sprössling des jagellonischen Königshauses, zur Königin erwählt und ausgerufen hatten, gab man ihr den siebenbürgischen Fürsten Stephan Bathory zum Gemahl. Als nach der Trauung von einigen Großen des Reichs der Wunsch ausgesprochen wurde, die Ehe möge durch einen männlichen Sprossen gesegnet werden, vergaßen einige Edelleute den Anstand so weit, dass sie mit Bezug auf das Alter der Braut (50 Jahre) in die obigen sprichwörtlich gewordenen Worte ausbrachen, die man später anwandte, um jemanden zu etwas aufzufordern, was er doch nicht leisten könne.

Bring' eine Katze nach England, sie wird miauen.
ndt] Men vore eyn katte in Engelandt, so wert se doch mauen.
dä] Før en kat til yderst hav, han dog raaber kun miau, miau.
la] Coelum, non animum mutant qui trans mare currunt.
la] Trans mare ducatur catus, mau vociferatur.

Bring einen Hund in die Kirche oder hl (ihn) wieder zurück, (er) ist immer von einer Farbe.
Estland

Bring es erst zum Wohlstand und heirate dann.
en] First thrive and then wive.

Bring Home the Bacon.
en] Idiom

Bring home the bacon.
en] Phrase

Bring in Flammen Liebende zur Ruh!
Wenn der Funke sprüht,
Wenn die Asche glüht,
Eilen wir den alten Göttern zu.
Goethe, Die Braut von Korinth

Bring nicht jeden Menschen ins Haus, denn viele Wunden schlägt der Verleumder.
Altes Testament, Jesus Sirach 11, 29

Bring' Puppen mit, willst du mit Puppen spielen.

Bring Scharfsinniges vor, so wird dich der Haufe beklatschen;
Aber den Tiefsinn kann einzig die Tiefe verstehn.
Geibel

Bring something to light.
en] Make something previously unknown become known.

Bring versus Take.
en] Confusing Words

Bring your A game.
en] Idiom

Bringe deinen Kopf weder unter den Zorn eines Königs, noch in die Überschwemmung eines Flusses.
Arabien

Bringe die Tür deines Stalls auf eine andere Seite.
Ägypten

Bringe einen Menschen vor Gericht, und du ziehst dir den Hass von drei Generationen seiner Sippe zu.
China

Bringe mich hin, wo etwas ist, ich kriege mein Teil.

Bringe mich nicht zum Europäer (Herren) und sage: Der Aurekaneger vertauscht ein Korjal für eine Flinte.
i] Wenn die Neger in Surinam sagen wollen: Verrate mich nicht!

Bringe mit, willst du mit mir leben.
Tschechien
i] Das Mädchen zum Bewerber.

Bringen findet überall eine offene Tür.
z] Wer bringt, der findet offne Thür, wer nichts bringt, geh fort von hier.
it] Porta aperta per chi porta, e chi non porta, parta.

Bringen Hufeisen wirklich Glück? Ich bezweifle es - ich habe schon viele unglückliche Pferde gesehen.
Pearl Sydensticker Buck

Bringer findet allenthalben eine offene Tür.

Bringet also das übrige Naschen und Unmäßigkeit uns um die Güter, frischen Gemüter, macht faule Geblüter, kränket den Leib und tötet die Seel.
Abraham a Santa Clara (1644-1709), Der delikat und leckerhafte Narr

Bringet das weiche biegsame Herz in die Ehe und gebt ihm Kinder: So wird es euch unerwartete Kräfte des Widerstandes zeigen und statt des jungfräulichen Gehorchens vielleicht Befehle.
Jean Paul, Der Komet

Bringing a Knife to a Gunfight.
en] Idiom

Bringing Up the Rear.
en] Idiom

Bringst du den Teufel mit Spiel ins Haus, treibt ihn selbst der Bischof nicht hinaus.

Bringst du die Natur heran,
dass sie jeder nutzen kann,
Falsches hast du nicht ersonnen,
Hast der Menschen Gunst gewonnen.
Goethe, Gott und Welt - Was es gilt

Bringst du geld, so bist du fromb, bringst du was, so bist willkomm.

Bringst du Geld, so findest du Gnade, sobald es dir mangelt,
Schließen die Türen sich zu.
Goethe, Reineke Fuchs 8. Gesang VS 299

Bringst du nichts ins Haus, so bleibe draus.

Bringst du Zins, bringst du Geld, fronen auch heute die Bauern, wie steht's im Feld.

Bringt Aegidius 'n schönen Tag, so folgt ein schöner Herbst darnach.

Bringt Allerheiligen (1.11.) Winter, so bringt Martini (11.11.) Sommer.

Bringt dein Gesinde dich in Zorn, tu, dass du bleibest unverworr'n.

Bringt der April noch Schnee und Frost, gibt's wenig Heu und sauren Most.

Bringt der Dezember Kält' ins Land, dann wächst das Korn selbst noch auf Sand.

Bringt der Hornung Gewitter, merkt's mit Schmerzen der Schnitter.

Bringt der Juli heiße Glut, gerät auch der September gut.

Bringt der Juli heiße Glut, so gerät auch der September gut.

Bringt der Juni trockne Glut, dann gerät der Wein uns gut.

Bringt der Mandelbaum nicht Früchte, wird die ganze Saat zu nichte.
it] Quando il mandorlo non frutta, la semente si perde tutta.

Bringt der November Morgenrot, der Aussaat dann viel Schaden droht.

Bringt der Oktober noch Gewitter, wird der Winter meist ein Zwitter.

Bringt der Oktober schon Schnee und Eis, ist's schwerlich im Januar kalt und weiß.

Bringt der Oktober viel Frost und Wind, sind Jänner und Hornung (Januar und Februar) gelind.

Bringt der Oktober viel Frost und Wind,
so sind der Januar und Februar gelind.
Wenn's im Oktober friert und schneit,
bringt der Jänner milde Zeit.
Wenn's aber donnert und wetterleuchtet,
der Winter dem April an Launen gleichet.

Bringt der Oktober viel Regen, ist's für die Felder ein Segen.

Bringt dich der Teufel zum aufschieben, so bringt er dich auch leichtlich zum nachbleiben.

Bringt die heilige Anna (26.7.) Regen, so wird er zum Himmelssegen.
it] Se piove il dì di Sant' Anna, l'acqua diventa manna.

Bringt die Rosamunde (2.4.) viel Sturm und auch Wind, ist er viel später uns gelind.

Bringt dir dein frau viel Heiratgut, dass wird betrüben deinen Mut.
z] Sie ist dein Herr, du bist jhr Knecht, dein Dienst gefellt jhr selten recht.

Bringt Dorothea (6.2.) recht viel Schnee, bringt der Sommer guten Klee.

Bringt et nich e Zappke, bringt et doch e Lappke.
Alt-Pillau
i] Bei jedem Geschäft wird etwas verdient, ist's nicht viel, so ist's doch Einiges.
hdt] Ist's kein Zapfen, ist's ein Zäpfchen, ist's kein Lappen, ist's ein Läppchen.

Bringt Genoveva uns Sturm und Wind, so ist uns Waltraud (9.4.) oft gelind.
i] Genoveva ist am 3. Januar.

Bringt Hubertus (3.11.) Schnee und Eis, bleibt's den ganzen November weiß.

Bringt ihr Frieden oder Krieg?
la] Pacemne huc fertis an arma?

Bringt ja selbst die gemeinste Chronik notwendig etwas von dem Geiste der Zeit mit, in der sie geschrieben wurde.
Goethe, An Zelter, 15.2.1830

Bringt man am 1. März keinen Floh um, so beisst einen das ganze Jahr keiner aus Dankbarkeit mehr.
Der böse Fritz und Kurfürst Friedrich von der Pfalz, XII.

Bringt man den Mist (fort), bringt man (auch) die Milch (fort).
Estland

Bringt man die Mutter durchs Tor hinaus, läuft die Liebe den Zaun entlang hinterher.

Bringt man die Tunke, dann bekommt man immer Brei zu essen.

Bringt man ihr das Maul in Schwung, hört's den ganzen Tag nicht auf zu läuten.

Bringt Margarete (20. Juli) Regenzeit, so verdirbt Most und Nuß weit und breit.

Bringt Margarethe (13.7.) Regen statt Sonnenschein, so kommt das Heu schlecht ein.
Görlitz

Bringt Margarethe (13.7.) Regenzeit, so verdirbt Most und Nuss weit und breit.

Bringt Mariä Himmelfahrt (15.8.) Sonnenschein, so gibt es heuer guten Wein.

Bringt Maria Reinigung (2.2.) Sonnenschein, wird die Kälte hernach noch größer sein.

Bringt Martina (30.1.) Sonnenschein, hofft man auf viel Korn (o. Frücht) und Wein.

Bringt mi hen, wo Lüde (Leute) sind.
i] Sagt man, wenn man an einem kleinen Orte nicht sein will.

Bringt Michel (29.9.) nicht Regen, so bringt ein gut Frühjahr uns Segen.

Bringt Michel (29.9.) Wind aus Nord und Ost, bedeutet's starken Winterfrost.

Bringt November Morgenrot, der Aussaat dann viel Schaden droht.

Bringt Paulus (25.1.) Wind, regnet's geschwind.

Bringt Rosamunde (11. März) Sturm und Wind, so ist Sybilla (29. April) uns gelind.

Bringt Rosemunde (3.4.) Sturm un Wind, is Sibille (29.4.) us (uns) gelind.
Münster

Bringt Sankt Gorgon (9.9.) Regen, folgt ein Herbst mit wenig Segen (o. mit bösen Wegen).

Bringt Sankt Gorgon (9.9.) Regen, so strömt das Wasser in Gärten und auf Wegen.
it] Se piove da San Gorgon sete brentane e un brentanon.

Bringt Sankt Martin (11.11.) Sonnenschein, tritt ein harter Winter ein.

Bringt Sankt Michel (29.9.) Regen, kann man im Winter den Pelz ablegen.

Bringt St. Gorgon (9. Sept.) Regen, folgt ein Herbst mit bösen Wegen.

Bringt St. Michel (29. Sept.) Regen, kann man im Winter den Pelz ablegen.

Bringt Waffen, Männer, Waffen! Der letzte Tag ruft die Besiegten. Nimmer werden wir heute ungerächt sterben.
Vergil, Äneis

Brinkel machen Brut, sagte der Bettler, da schüttelte er seinen Sack in den Garten.
Schlesien

Brît (Brot) verlîren, vil verlîren, Îr verlîren ales verlîren.

Britannien, eine Insel im Ozean, die einstmals Albion hieß, liegt zwischen Norden und Westen, in großer Entfernung gegenüber Germanien, Gallien, Spanien, den größten Gebieten Europas.
Beda Venerabilis, Kirchengeschichte des englischen Volkes

Briutgruinen (Brautgreinen) un Froiregen hält nit lange an.
Sauerland

Bröck Judas, da kregs du jong Jüdden. Bedburg
i] Zu dem allzu Zudringlichen.

Brocke nicht mehr ein, als du essen magst!

Brocke nicht mehr, als du essen magst.

Bröckel machen auch Brot.
i] Brinkel machen Braut, - sagt man in der Gegend von Glogau

Bröckel machen einen Haufen.

Brodêten (Brotessen) is kên Kunst.

Bröer (Bruder) will wohl, man he düert (darf) nich

Brönn (brenne) so gern as i bäte.
Solothurn
i] Spruch beim Anzünden, wenn die Kerze nicht bald brennen will.

Brosamen sind auch Brot.
dä] Smule er og bröd.

Brot allein tut's nicht, denn eitel Brot und nichts dazu, das gibt schmale Bäuche, und wer dabei etwas tun soll, bekommt die gelbe Seuche (Gelbsucht).

Brot aus Apulien, Wein von Somma und Fleisch von Sorrento.
Toskana

Brot aus Padua ist ein guter Bissen, Wein aus Vicenza möcht' ich nicht missen, Frauen Venedigs möchte ich küssen.
it] Pan di Padova, vin di Vicenza, donna di Venezia.

Brot bäckt man nicht ohne Mehl.
ho] Men en can gheen broot backen sonder meel.
la] Panem Catharina non conficit absque farina.

Brot beiß mit zwei Zähnen und Fleisch mit einem Zahn.
Estland

Brot bidden up der straten.

Brot bieten und Stein geben.
la] Melle litus gladius.

Brot braucht scharfe Zähne.

Brot bricht ja nicht den Tisch.
Estland

Brot das Augen hat Käse, der weint und Wein, der springt gibt ein Frühstück das gelingt.

Brot der neuen Ernte bringt den Sonnenbrand fort.
Estland

Brot essen lernt sich leichter als Brot verdienen.

Brot findet man auch anderwärts.

Brot frisst das Hemd vom Leibe.
Estland

Brot für die Welt, aber die Wurst bleibt hier.

Brot genug, aber keine Zähne.
i] Von einem reichen Kranken oder Geizhals, oder einem Greis mit jungem Weibe.
it] Son acerbi tormenti haver del pane ed esser senza denti.

Brot genug, Wein ein'n Schluck.
fr] Pain tant quil dure, vin à mesure.
it] Pane finchè dura, ma il vino a misura.

Brot gibt die Kraft allein, Butter braucht nicht drauf zu sein.
Holstein

Brot im kalten Ofen schieben (o. backen).
i] Törichtes Beginnen, vergebliche Arbeit.
z] Das er Brot in einen kalten ofen schuss.
dä] At saette bröd i en kold oon.
ho] Hij steekt brood in een kouden oven.
la] In frigidum furnum panes immittere.

Brot ist besser als Vogelsang.
Dänemark

Brot ist bitter zu bekommen, aber süß zu essen.
Estland

Brot ist der größte Verbündete, der Soldat marschiert so weit wie sein Magen.

Brot ist der Hasen Tod.
i] Nämlich das, womit die Jagdhunde gefüttert werden.
ho] Brood is der hazen dood.

Brot ist der Herr.
Estland

Brot ist der Stab des Lebens.
Jonathan Swift, Erzählung von einer Tonne
en] Bread is the stuff of life.

Brot ist der Vater, aber Wasser ist die Mutter.
Estland

Brot ist des armen Mannes Weißbrot.
Estland

Brot ist des leeren Magens Zukost.
Estland

Brot ist die Stütze des Lebens.
England
en] Bread is the staff of life.

Brot ist ein guter Gefährte.

Brot ist ein Vater, Wasser eine Mutter.
Russland

Brot ist ein Vorgesetzter (dem man folgen muss). Estland

Brot ist keine schlechte Frau: Brot isst man in einer Woche auf, aber die (schlechte) Frau reicht fürs ganze Leben.
Estland

Brot ist keine Schwiegertochter, saurer Haferbrei ist keine Mutter.
Estland

Brot ist leicht gebacken, wenn's nur nicht an Roggen fehlt.

Brot ist teuer, wenn kein Geld im Sack ist.

Brot ist unter der Brühe.
Estland

Brot ist wohl nichts Besonderes, aber es macht einen doch hüpfen, wenn es nicht da ist.
Estland

Brot ist worauf alles andere steht.

Brot kann im Hause sein, Tabak muss im Hause sein.
Estland

Brot knetete man so lange, bis es zu sprechen begann.
Estland

Brot kostet Schweiß.
bm] Kdo chce chleba, práci znoje treba.
it] Non si può haver pane senza pena.

Brot leidet keinen Hunger.

Brot macht die Backen rot.

Brot mit fremdem Messer geschnitten, schmeckt nicht gut.

Brot mit Käse, das geht, aber Käse mit Käse, davon keine Rede.
i] Brot = Mann, Käse = Frau.

Brot mit Salz wird einen knurrenden Magen gut beruhigen (o. den bellenden Magen gut besänftigen).

Brot mit Schande verdient, ist bald gegessen.

Brot nährt gar mancherlei Leute.
fr] Le pan nuré bin dey schoarté dé dzin. Schweiz

Brot nicht zu alt, Wein nicht zu jung, gibt 'n guten Schlung.
ho] Neem brood van een' dag, meel van eene week en wijn van een jaar.

Brot schreit, wenn es unverdient gegessen wird.
Polen

Brot so lang' es nährt, aber Wein mit Maß
fr] Pain tant qu'il dure, mais vin à mesure.

Brot soll man nach der Leichte, Käse nach der Schwere kaufen.
sp] Pan con ojos, y queso sin ojos.

Brot stellt dich auf deine Füße, Wein wirft dich herunter.
Russland

Brot Tag für Tag wird nicht zur Plag.
i] Man wird des Brotes nicht überdrüssig, wenn man es auch alle Tage isst.
it] Dal pan no se stiefa mai. (Des Brotes wird man nimmer müde)

Brot und Butter ist ein beliebtes Futter.
i] Wird allgemein von hoch und niedrig gern gegessen).
it] Pan e nose, mangier da Dose, nose e pan mangiar da velan. (Brot und Nüsse ein Dogen-, Nüsse und Brot ein Bauernessen.
it] Pan e nus mangia da spus.

Brot und Freiheit wachsen auf einem Halm

Brot und gesunder Leib sind die besten Stück im Hauss, Mühlen und Backöfen sind die besten Bäw in der Stadt.

Brot und Haare miteinander essen.

Brot und Käse ist die beste Medizin.

Brot und Käse schließt den Magen zu.

Brot und Käse, aber mit dir, der du meinen Kummer kennst.
Italien

Brot und Rinderbraten halten im Bauche wider.

Brot und Salz isst man im Hunger für Schmalz.

Brot und Salz machen selbst die Räuber demütig.

Brot und Salz sind des Hauses Herren.
Estland

Brot und Salz soll man nicht schwächen (o. auflösen).
i] Tischfreundschaft soll man halten.

Brot und Salz
la] salem cum pane

Brot und Spiele
i] als Zugeständnisse der römischen Kaiser, um das Volk ruhig zu halten
la] panem et circenses

Brot und Strömling(e) sind des Arbeitenden Lohn.
Estland

Brot und Tod finden sich leicht.

Brot und Wäsche macht die Frau zornig.
Toscana
i] Backen und Waschen.

Brot und Wasser in Fried' und Ruh', ist besser als alle Fülle in Unruh'.
it] Povo e in pace molto mi piace.
un] Jobb egy száraz falat nyugolalombam, mint tizenkét pástétom veszekedésben.

Brot und Wasser, das ist Kosackenkost.
Kosacken

Brot und Wein gibt auch eine Suppe.

Brot und Wein macht 'ringer alle Pein.

Brot unter dem Fuß, Stein unter dem Zahn.
Estland

Brot unter Spänen erkenn' ich ohn' Wähnen.

Brot vom Bäcker, vom Metzger Fleisch.

Brot von zehnerlei Acker macht alte Leute wacker.
i] Bettelleute.
ho] Brood van allen akker maakt den kreuple wakker.

Brot ward nie so wohlfeil, dass es die Falken äßen.
i] Es soll den Falken den Tod bringen.

Brot weint, wenn unverdient gegessen.

Brot zu Brot passt nicht.
i] Wird gesagt, um bei Tafel oder in Gesellschaft bunte Reihe zu empfehlen, d.h. eine solche Aufeinanderfolge, dass männliche und weibliche Personen regelmäßig abwechseln.

Brot, das Augen hat, Käse, der weint, und Wein, der springt, gibt ein Frühstück, das gelingt.
z] Das Brot muss locker, der Käse saftig sein, und der Wein muss funkeln.
fr] Pain qui ait des yeux, vin qui pétille, fromage qui pleure.
ho] Luchtig broot en zware kaes dat is geen onbillick aes.
it] Pan che veda, vin che salti, fromaggio che piangi.
it] Pan cogli occhi, cacio senza occhi, e vino che cavi gli occhi. (Brot mit Augen, Käse ohne Augen (fett), und Wein, der die Augen aussticht)

Brot, das vor vierzehn Tagen gebacken, bedarf einen zehntägigen Hunger, um es zu knacken.
fr] A pain de quinzaines, faim de trois semaines.

Brot, Salz, Feuer, Wasser - (das sind) die ältesten.
Estland

Brot, Strömling(e) und Dünnbier sind die tägliche Kost des Bauern.
Estland

Brötchen, Sälzchen - der Welt Verwahrer.
Estland

Brote in den kalten Backofen schieben
la] in frigidum furnum panes immittere

Brotessen ist keine Kunst.
ndt] Brodêten is ken Kunst.

Brotfreunde wohl, aber keine Notfreunde.

Broth versus Stock.
en] Confusing Words

Brotlöffel kann man essen.

Brotlose Kunst
la] ars sterilis

Brotlose Künste sind nichts wert, ob sie gleich hoch der Meister erth.

Brotmangel ist wohl ein Spiel, größer ist der missmut wegen Tabakmangel.
Estland

Brotrinde in der Tasche schützt vor bösem Blick.

Brotteuerung - die ärgste.

Brü (necke) dîn Olderlappen.

Brü die Moor wat.
i] Ironisch: Necke, vexiere nicht ältere Leute.

Brü dîn Olderlappen.
i] brüden = narren, necken, quälen u. dgl.

Brüchige Mauern sind leicht umzuwerfen.

Brüchige Räder knarren am meisten.
i] Die Unzuverlässigen schimpfen am meisten.

Brück din Recht, man sanner Bocht.
Nordfriesland
hdt] Brauche dein Recht, aber ohne Bucht
i] Ohne Umwege, gehe gerade durch.

Brucke sönt got to schlucke, wenn se öm Fett hucke.
Elbing
i] Brucke = Wrucke (Brassica Napus rapifera)

Brücken machen.
i] Alte Schulden mit neuen bezahlen.

Brücken und Wege repariere im Winter.

Brüd dine Moder (Mutter) nig.
i] Lass alte Leute ungeneckt.

Brud dine Möme.
hdt] Vexiere deine Mutter.
i] Als Abfertigung eines Menschen, von dem wir wünschen, dass er uns ungeschoren lasse.

Brüden geht üm, säd de Fru, un lär sich up'n Mann.
i] brüden = narren, necken, quälen.

Brüden geit rund.
Süderdithmarschen
i] Neckereien gehen die Reihe herum.

Brüder auf! die Welt zu befreien! Kometen winken, die Stund ist groß,
Alles Gewebe der Tyranneien
Haut entzwei und reisst euch los!
Goethe, Epimedes Erwachen A II Sz 7 (Chor) Vs 773

Brüder bleiben selten einig.

Bruder bleibt Bruder, und Schwiegervater bleibt Schwiegervater, bloß das liebe Geld weiß von keiner Verwandtschaft.
Russland

Brüder haben ein Geblüte, aber selten ein Gemüte.

Brüder haben wohl ein Geblüte, aber selten (nicht) ein Gemüte.
dä] Brödre have vel eet blod, men sjelden eet mod.

Bruder hin, Bruder her, zahl' den Käse, den ich dir gegeben.
Rumänien
it] Le parole non bastano.

Brüder in Russland, die ihr eure große Revolution vollbracht habt, wir haben euch nicht nur zu beglückwünschen, wir danken euch. Nicht für euch allein habt ihr gearbeitet mit der Eroberung eurer Freiheit, sondern für uns alle, eure Brüder im alten Abendland.
Rolland, Die Vorboten

Bruder lass den Mut nicht sinken, spiel mir mal, de Lott öss dodt.

Brüder lieben einander wie Messerspitzen.

Brüder lieben sich, wenn einer so reich ist wie der andere.
Uganda

Bruder sag nicht, dass er eitel ist, denn sich selbst häufig und ganz lange zu beobachten, erfordert Aufmerksamkeit und viel Mut.
Soeroto, Flüstern des Abendwinds

Brüder sind (bleiben) selten eins.
la] Fratrum concordia rara, disceptatio crebra.
la] Fratrum quoque gratia rara est. Ovid

Brüder sind (nur) dann Brüder wenn sie Junggesellen sind.
Estland

Brüder sind Freund' einander, aber von ihren Börsen kennt eine nicht die ander.

Brüder sind wie Arme und Beine,mit denen man zeitlebens verbunden bleibt; ein Weib aber gleicht einem Kleid: Gefällt es dir nicht mehr, so kaufst du dir eben ein neues.

Brüder sind wie zwei Hände.

Brüder streiten sich um ein Feldstück, Schwestern zanken sich um eine Perlenkette.
Estland

Brüder und Herrn sind from, und das Kloster oder Kapitel ein Schalk.

Brüder und Mütter lieben sehr, aber ein Eheweib noch viel mehr.

Brüder und Schwestern sind die Vorläufer von Fremden.
Japan

Brüder vertragen sich selten.
en] Between two brothers, two witnesses and a notary.
la] Fratrum concordia rara.
la] Fratrum quoquo gratia rara est. Ovid

Brüder vom gemeinsamen Leben
la] Fratres communis vitae
Geert Groote

Brüder, die sich im Haus zanken, gehen gemeinsam gegen den Feind von außen.

Bruder, dir geht es so schlecht wie mir, sagte der Bauer, der vor seinen Schweinestall kotzte und die Sau grunzen hörte.

Brüder, ein Herz und ein Sinn, berechnen aber doch wie Juden ihren Gewinn.
ho] Men vindt veel broeders, maar luttel beurzen gezusters.

Bruder, hat dich der Teufel noch nicht geholt, ich denke, du bist lange am Galgen.
i] Eine scherzhafte, früher besonders unter Soldaten übliche Begrüßungsformel.

Brüder, lagert euch im Kreise, sprecht die Wahrheit, aber - leise.

Bruder, lass den Mut nicht sinken, spiel' mir mal: die Lott' ist tot.
Ostpreußen

Bruder, nimm die Brüder mit,
Mit zu deinem alten Vater,
Zu dem ewgen Ozean,
Der mit ausgespannten Armen
Unser wartet...
Goethe, Mahomets Gesang

Brüder, reicht die Hand zum Bunde! Verfasser unbekannt.
Vertont von Mozart
i] Laßt uns mit verschlungenen Händen...

Brüder, überm Sternenzelt
Richtet Gott, wie wir gerichtet.
Schiller, Ode an die Freude

Bruder, wie geht's, sagte die Nadel zum Hebarm.
i] Gegen das Vetternsuchen in höheren Kreisen.

Brüderchen, du kannst den Wind
Niemals nach der Mühle drehen;
Dreh die Mühle nach dem Wind
Und sie wird vortrefflich gehen.
Russland

Brudereinigkeit ist ein Kraut, das nur in wenig Gärten wird gebaut.

Bruderhass, Teufelshass.
i] Die ärgste Zwietracht, die bitterste Feindschaft ist die unter Brüdern.
la] Fratrum inter se irae sunt acerbissimae.

Bruderkriege - schlimme Kriege.

Brüderliche Liebe hält fester als steinerne Mauern.
Russland

Brüderliche Teile müssen unverschmitzt sein.
[RSpW]
i] Es soll das Erbe so gerade, so gerecht als immer möglich geteilt werden, es soll keine Übervorteilung dabei vorkommen.
ndt] Broderlike dele moth unbeschmittet sin. Rügen

Bruderliebe gegen Bruderliebe, aber Käse (nur) gegen Geld.
Albanien

Bruderliebe ist besser als eine steinerne Mauer (o. Mauern aus Stein).

Bruderliebe ist besser als Mauern aus Stein.

Bruderliebe sieht oft trübe.
la] Rara concordia fratrum.
un] Csak ritkán vagyon egyesség az atyafiak között.

Bruderstreit ist um Seel' und Leib.
Niederlande

Brudertreu ist worden klein.

Bruderzank dauert nicht lang.
la] Est uterinorum placabilis ira duorum.
sd] Laat aer syskona wredhe.

Bruderzorn ist heftig.
ho] Der broederen toorn rijst ei te hoog.

Bruderzorn ist Zorn von Teufeln aus der Hölle.
fr] Courroux de frères, courroux de diables d'enfer.

Bruderzorn, Höllenzorn.

Bruderzorn, Zorn von Teufeln aus der Hölle.
Frankreich

Bruderzwist der schlimmste ist (o. gar heftig ist).

Bruderzwist gar heftig ist.
var] Ungleiche Schüsseln machen schielende Brüder.
var] Brüder bleiben selten einig.
en] When Greek meets Greek then comes the tug of war.
fr] Courrox de frères, courroux d'enfer.
it] Ira di fratelli, ira di diavoli.
it] Curruccio di fratelli fa più che due flagelli.
la] Fratrum quoque gratia rara est.
sp] Ira de hermanos, ira de diablos.

Brüest (quälst) du mi, brüde ick di wêr.

Brüest du mi, brüde ick di wêr.
i] brüden = narren, necken, quälen u. dgl.

Brühe für die Gans ist Brühe für den Gänserich.
i] Was einem recht, ist dem anderen billig.

Brühe kocht bis zum Abend, ein Bettler wartet bis zum Morgen.
Estland

Brühe treibt Kinder nicht auseinander.
Estland

Brülle, Ochse, brülle, ich will dir Heu scheißen.

Brüllt ein Mann, ist er dynamisch.
Brüllt eine Frau, ist sie hysterisch.
Hildegard Knef

Brumm wier' an ålda Kåda (alter Kater).
Oberösterreich

Brummagem screwdriver.
en] Phrase

Brummbeeristude (Brombeerstaude), Brumbeeriblust, i ha'n e mol a Schätzli g'ha, jzt hani en Wust.

Brummers Sohn nimmt sich Nörglers Tochter.
i] Gleich sucht sich.
la] Bombi fit nata lerule coeunt similata.
sd] Lika foro ok lika funnos fiis fik fiurtins dotther.

Brumm'n wier an ålda Saubär.
Oberösterreich

Brunnen, die immer Wasser geben, schätzt man nicht.

Brunnen, die stets gebraucht werden, haben immer frisches Wasser.

Brunnenwasser hat seine Unreinigkeiten, das Regenwasser hat sie auch.
Surinam
i] Wenn zwei einander nichts vorzuwerfen haben, wenn auf beiden Seiten gefehlt ist.

Bruno, Giordano] Zu allgemeiner Betrachtung und Erhebung des Geistes eigneten sich die Schriften des Jordanus Brunus von Nola, aber freilich das gediegene Gold und Silber aus der Masse jener so unglaublich begabten Erzgänge auszuscheiden und unter den Hammer zu bringen, erfordert fast mehr als menschliche Kräfte vermögen, und ein jeder dem ein ähnlicher Trieb eingeboren ist, tut besser, sich unmittelbar an die Natur zu wenden, als sich mit den Gangarten, vielleicht mit Schlackenhalden, vergangener Jahrhunderte herumzumühen.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1812

Brunst hat süßen Anfang und sauer Ende.

Brunst, dess meers flut und des Weibs duck sindt vber all stuck.

Brünstig wie eine Wachtel.

Brunze nicht gegen den Wind.
i] Brunze = uriniere.

Brüssel hieß die Große und Edle, auch die Stadt der Sieben.
i] Denn sie zählten sieben mal zehn große und kleine Türme, sieben Hauptstraßen, sieben große Häuser auf dem Hauptmarkte, sieben Schöffen, sieben Pfarrkirchen, sieben Tore, sieben öffentliche Brunnen, sieben vornehme Adelsgeschlechter.

Brüssel ist der Höflinge Stadt.

Brustbeklemmung
i] Schmerzen auf Grund von Durchblutungsstörungen im Herzen
la] angina pectoris

Brüste, die den Staat sicherer säugen, als die Gold- und Silberminen Perus.
Karl Jul. Weber, Demokritos (1832-1840), Der Landwirt oder Bauer

Brusterben (Deszendenten) gehen zu und Rückerben gehen weg.
[RSpW]
z] Brystarf gange til ock barkorf frä.

Brustton der tiefsten Überzeugung.
v. Treitschke, Historische und politische Aufsätze: Fichte und die nationale Idee

Brût (Brot), wenn's koan sein, Brantwein muss sein.
Kreis Hirschberg

Brutus, auch du? - So falle Cäsar.
en] Et tu, Brute! Then fall, Caesar.
Shakespeare, Julius Cäsar III,1

Brutus] Mann verschlossener Tat! langsam reifender, aus tausend Eindrücken zusammen auf einen Punkt gewirkter, auf einen Punkt gedrängter Tat!
Goethe, Physiognomik - Physiognomische Diagnosen - Brutus

Bschâds (Bescheid) gnug, haessd's in Wallersta. Wallerstein in Rims bei Neresheim

Bu alles genunk es, do hesst me' mit Flâes ei, an mit Wârk brönnt me' ô.
Meiningen
hdt] Wo alles genug ist, da heizt man mit Flachs ein, mit Werk zündet man an.

Bu de Mann, sau de Kroam.
hdt] Wie der Mann, so der Kram.

Bu me in den Berg räupet, sau anferdet ennem (o. sau schallt et widder rûter).
Lippe

Bu vill hî gätt, gätt ah wink hî.
Henneberg
hdt] Wo viel hingeht, geht auch wenig hin.

Bua, lern 'm Vater 's Kindermachn net!

Bua, Ohrn machen, koane Äugeln, wannst heiraten willst.

Buam, seid's still, der Vater muaß sein' Nama schreiben.
Bayern

Buawen (oben) glatt un bunt, un unnen (unten) nicks as Strunt.
Münster

Bub schlägt sich mit Bub und verträgt sich mit Bub.

Bub', steh' auf und bete, sagte der Vater, musst bald in den Busch gehen, Holz stehlen.

Bubble and squeak.
en] Phrase

Buben seyt ihr, dass euch der Regen netz, sprach einmal ein Frosch, da war kein wasser inn Bach.

Buben sind Buben.

Buben straft Gott mit Buben.

Buben und Huren kommen leicht miteinander überein.

Buben und Huren sind ein Gespann.

Buben und Huren sind leichte Fuhren.
ho] Hoeren en boeven zijn eene ligte vracht.

Buben und Huren sprechen immer von ihrer Ehre.
ho] Hoeren en boeven spreken altijd van hunne eer.

Buben und Kif, Köste und schön Wiff nehmen Pfennige und liff.

Buben und Schalcke sind an allen Orten wohl bekant.

Buben und Schalcken tut man nichts.

Buben und Spulen findet man bei Reichen und Armen.
Österreich

Buben vom Strick erbeten, werden selten frömmer.

Buben, huren und filtzleuse, fliegen, flöhe und fledermeuse, wo die nemmen vberhand, verderben sie ein gantz land.

Buben, Huren und gebrandter Wein, die wollen jmmer gern bey einander sind.

Bubenleben, nit vergeben.

Bubenmesser und vnzüchtige Frawenpürtzel blecken gerne.

Bubentantz, Hurentantz.

Bubenweib und Kindervogel haben ihre besten Tage verlebt.

Bubke makt Loft.
i] Ein beim Kartenspiel gebräuchliches Wortspiel.

Buch der Päpste
i] Titel einer mittelalterlichen Sammlung von Papstbiographien
la] Liber Pontificalis

Buch des Lebens
la] liber vitae
Vulgata, Apocalypsis Ioannis

Buch macht klug.

Buch macht nicht klug.
i] Nämlich nicht immer und nicht unter allen Umständen.
ho] Al te goed boek-man, zelden een kloek-man.

Buch, so ich dich schließe,
schlag ich das Leben auf.
P. Neruda, Ode an das Buch

Buchdrucker ist ein Schlucker.

Buchenholz ist gut Feuerholz, Eichenholz - gut Bauholz.

Bücher denken für mich.
Charles Lamb, Essays

Bücher erschöpfen die Worte nicht, Worte erschöpfen die Gedanken nicht.

Bücher finden von selbst ihren Weg...
Herzen, England, Memoiren und Reflexionen

Bücher fressen und nicht kauen (verdauen), ist (o. macht) ungesund.
dä] At sluge böger i sig og ey tygge, dem er usundt, og giör ufordögelighed i hiernen.

Bücher fressen und nicht käuen, macht ungesund.

Bücher füllen den Bauch nicht, sonst wären die Mönche mager.

Bücher geben da keine Weisheit, wo zuvor keine war.
England

Bücher geben keine Handgriffe.

Bücher geben wohl Nasenstüber, aber sie tun nicht weh.
it] I libri riprendono senza rossore.

Bücher haben genau wie Gurken ihre Jahreszeit.
Goldsmith, Der Weltbürger

Bücher haben ihre Schicksale.
la] Habent sua fata libelli. Terentianus Maurus

Bücher haben nur einen Wert, wenn sie zum Leben führen und dem Leben dienen und nützen, und jede Lesestunde ist vergeudet, aus der nicht ein Funke von Kraft eine Ahnung von Verjüngung, ein Hauch von neuer Frische sich für den Leser ergibt.
Hesse, Über das Lesen

Bücher haben wie die Menschen nur einen Weg, um in die Welt zu kommen, aber sie haben tausend, um sie zu verlassen und nie wiederzukehren.
Swift, Märchen von der Tonne

Bücher können nicht die Worte und Worte die Gedanken nicht erschöpfen.
China

Bücher langweilen mich erheblich...
Döblin, Interview übers Kreuz

Bücher machen keine Weise.
z] Es gibt Büchersäle voll aufgestellter Volksschriften, aber der sie versteht, braucht sie nicht, und der sie braucht, kann sie nicht verstehen.

Bücher machen Narren und Weise, sagte Töffel und las die Bibel rückwärts.
ho] De boeken maken sommigen wijs en anderen zot, zei Polidorus Virgilius, en hij las Uilenspiegel met hebreeuwsche nooten.

Bücher machen Narren und Weise.

Bücher schöpfen die Worte nicht aus, lud Worte nicht die Gedanken.
China

Bücher sind bessere Freunde als Menschen, denn sie reden nur, wenn wir wollen, und schweigen, wenn wir anderes vorhaben. Sie geben immer und fordern nie.
Freiherr von Münchhausen

Bücher sind Brillen, durch welche die Welt betrachtet wird; schwachen Augen freilich nötig, zur Stütze, zur Erhaltung. Aber der freie Blick ins Leben erhält das Auge gesünder.
Feuerbach, Schriftsteller und Mensch

Bücher sind Ernten: Tollkirschen und Weizen.
Hille, Dichtung und Dichter

Bücher sind immer langweilig. Aber die Menschen sind noch langweiliger - und dabei viel anspruchsvoller.
France, Die rote Lilie

Bücher sind immer noch die wohlfeilsten Lehr- und Freudenmeister und der wahre Beistand hienieden für Millionen besserer Menschen.
K. J. Weber, Demokritos

Bücher sind stumme Lehrer (o. Lehrmeister).
dä] Man laerer meest af de dumme mestere.
ho] Eene kamer met boeken is redelijk gezelschap.
la] Libri muti magistri.

Bücher sind stumme Lehrer.

Bücher sind wie Menschen: sie wollen verstanden, bewertet und vor allen Dingen geliebt werden.
Hans Hermann Gaede

Bücher sprechen zum Verstand, Freunde zum Herzen, der Himmel zur Seele und alles andere zu den Ohren.
China

Bücher und Bilder zu kaufen hat keinen Zweck, wenn man mit ihnen und seinem eigenen Kopf nichts anzufangen weiß.
Shaw, Cashel Byrons Beruf

Bücher und Freunde soll man wenige und gute haben.
Spanien

Bücher und harnisch soll man oft gebrauchen.

Bücher und Lektüre werden als die großen Hilfsmittel des Verstandes und Werkzeuge der Erkenntnis angesehen, und man muss einräumen, dass sie es sind. Gleichwohl möge es mir erlaubt sein, die Frage aufzuwerfen, ob sie sich nicht für viele als Hindernis erweisen und manchen Buchgelehrten vom Erwerb gründlichen und wahrhaften Wissens abhalten?
Locke, Über den menschlichen Verstand

Bücher waren an sich nicht übel, aber sie isolierten.
Martin Andersen Nexö (1869-1954), Erinnerungen

Bücher waren etwas Gutes. Mit ihrer Hilfe konnte man das Leben bezwingen. Aber sie konnten auch gefährlich sein.
Martin Andersen Nexö (1869-1954), Erinnerungen

Bücher werden jetzt nicht geschrieben, um gelesen zu werden, um sich daraus zu unterrichten und zu belehren, sondern um rezensiert zu werden, damit man wieder darüber reden und meinen kann [...]. Seitdem man die Bücher rezensiert, liest sie kein Mensch außer dem Rezensenten und der auch so so.
Goethe, Riemer, 7.11.1806

Bücher, das gefährliche Spielzeug der Menschen, die Fortpflanzer des Wahnsinns, der Irrtümer, der Lügen und Greuel, die Quelle des Stolzes und die Mutter peinlicher Zweifel...
Klinger, Fausts Leben, Taten und Höllenfahrt

Bücher... lassen uns, während sie uns die Interessen der anderen achten lehren, oft die eigenen vergessen.
Goldsmith, Der Weltbürger

Büchergelehrsamkeit vermehrt zwar die Kenntnisse, aber erweitert nicht den Begriff und die Einsicht, wo nicht Vernunft dazu kommt.
Immanuel Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht

Bücherlesen ist eine schöne, ehrliche, nutzliche Lustbarkeit; durch dieses wird manches sonst vernebletes Hirn ausgeheitert und aus manchen narrennetz herausgezogen, in welchem er sonst sich unausläßlich verwickelt hätte.
Abraham a Santa Clara (1644-1709), Der Büchernarr

Büchertitel sind der Mode unterworfen, wie alles andre auch.
Tucholsky, Titelmoden

Büchsen schießen.
z] Durch Büchsen ist manch Herz getroffen, durch Schiffarth sind viel Leut ersoffen, durch Bücher viel in die Höll geloffen.

Büchsen, die nit krachen, Jungfrauen, die nit lachen, Vögel, die nit singen - wer hat Lust zu diesen Dingen!
Ulm 1647

Buchstaben mögen eine schöne Sache sein, und doch sind sie unzulänglich, die Töne auszudrücken; Töne können wir nicht entbehren, und doch sind sie bei weitem nicht hinreichend, den eigentlichen Sinn verlauten zu lassen; am Ende kleben wir auf Buchstaben und am Ton und sind nicht besser dran, als wenn wir sie ganz entbehrten; was wir mitteilen, was uns überliefert wird, ist immer nur das Gemeinste, der Mühe gar nicht wert.
Goethe, Wanderjahre I,3

Buchstaben sind ein todt Ding und thun doch viel Gutes.

buchstabengetreu, wortwörtlich
la] ad litteram

Buchtitel zu finden ist für den Schriftsteller nicht einfach; gewöhnlich fallen sie zu prätentiös oder zu allgemein aus.
Ehrenburg, Memoiren

Buchweizen misst man nicht an den Blüten, sondern am Kornkasten.
Estland

Buchweizenbrei ist Betrügerei.
i] Hält nicht lange vor.

Buchwitz ohne Erfahrung gibt keine Nahrung.

Bück dich oder lauf davon und lass das Wetter vorübergohn.

Bück dich, man sucht Schalk.

Buck up, Jan, du schast wat innehmen.
Oldenburg
i] Mache dich (auf irgendetwas) gefasst.

Bücke dich eher dreimal zuviel als einmal zu wenig.

Bücke dich, es kommen Quäker (Gras-Vögel).
Oberharz
i] Ermahnung zur Vorsicht. Vom Vogelstellen entlehnt.

Buckelig zwar, doch reif fürwahr.

Bücken muss man sich, wenn man durch die Welt will.
dä] Bedre er at bukke, end bukkes.

Buckping (Bauchpein) an de klênen Tê'n (Zehn) häbe.
i] Sich einbilden, krank zu sein.

Bücksen (Hosen) wäd (werden) wohl mal nit vil estiméiret, do wät vil in fortet.
Sauerland

Bücksenlappen (Hosenlappen), Huasenkappen daut dei ollen Wiever, Finsterkieken, Junfernkieken daut dei Junggesellen.
Sauerland

Buddha sagt, das Glück bestehe darin, dem anderen soviel Gutes als möglich zu tun. Bei oberflächlicher Betrachtung erscheint einem das sonderbar. Und doch ist es so. Glück ist nur möglich unter der Bedingung, dass man sich von allem persönlichen egoistischen Glück lossagt.
Leo N. Tolstoi, Tagebücher 1900

Büeble, dein Vater ist a Schelm, er hot einem Schelma d' Goiss gestoln.

Buën (= Bauen) is 'ne Lust, doch wat et kust, hew eck nich ewusst, segt de Timmermann. Hildesheim

Buer (Bauer) to weern is keene Kunst, aber Buer blieven! dat is'n Kunst!

Buer to weern is keene Kunst, aber Buer blieven! dat is'n Kunst!

Büerken, bliw bi den Süegen.
Westfalen

Bueter (Butter) bi de Fiske hewwen.
Westfalen
i] Gut leben.
ndt] Botter bei de Fesch. Bedburg (Geld bei der Ware)
ho] Boter bij de visch.
ho] Hand op 't plankje, Geld bij de visch.

Bueter (Butter) op Bartelmei (24.8.) kearnet (gebuttert) wahrt en gans Jahr un heilet äs Salwe.
Westfalen

Buff, sä' de Pape (Pfaffe), da stött he gegen de Dischecke.
Hildesheim

Buff, wieder Buff.
Eifel
i] Gebraucht, wo Gleiches mit Gleichem, Betrug mit Betrug, Schlag mit Schlag vergolten wird.

Bühlemer Mühle, du wildes Tier, hast schon gfressen drei oder vier, da fufta host im Racha, wuscht 'm 's au itt besser macha.

Buhlen bauen selten große Häuser.

Buhlen bringet Lust und schmertzen.

Buhlen gehört nit zum (in) Schulen.

Buhlen hat ein süßen anfang und sawr end.

Buhlen ist keine Brautwerbung.
dä] Mange vender bejlen til bolen.

Buhlen und Buben ist eine freie Kunst.
Königsberg

Buhlen und fressen freunde sein und helffen zum verderben fein.

Buhlen und Kleider muss man oft wechseln.
it] Si ha da far degl' amanti come delle vesti, molti haverne, un goderne, e cangiar spesso.

Buhlen und naschen macht gemeinigklich ledige Taschen.

Buhlen und Spulen laufen zugleich ab.

Buhlen und Weissheit pflegen will nit zusamen stehn.

Buhlen verderbt die Schulen.

Buhlen, fechten und rechten, und trincken auss vollem geschirr, machen manchen weisen jrr.

Buhlen, fischen, sauffen und jagen macht ledige beutel.

Buhlen, Lügen und Stehlen hangen aneinander.

Buhlen, Saufen, Schmeissen, Schwören darf man niemand wie's Beten lehren.

Buhler bauen selten hohe Häuser.
dä] Bolere bygge sielden store husen.
la] Qui cupit esse procus perpulchrarum mulierum, ille domos altas aedificare nequit.

Buhler geben böss (schlechte) krieger.

Buhler geben schlechte Krieger.

Buhler gehen auff den Finckenstrich.

Buhler gehen in ihrem Sinn um wie der Hund in Flöhen.

Buhler gehn mit kindheit um.

Buhler muss immer freigebig sein, will er Stern bei dem Buhlen sein.

Buhler müssen viel leiden.

Buhler sind aus Flandern, sie meinen heut diesen, morgen ein anderen.

Buhler sind blind, wissen nit, wo die Sünd.
la] Urimur et caecum pectora vulnus habet. Ovid

Buhler sind wie Immensüss im Mund, und wenn sie den Stachel eingeschlagen, fliegen sie davon.

Buhler und Buhlerinnen schleppen ihr Leben mühsam von hinnen.
it] Cicisbei e ganzerini fanno vita da facchini. (Cicisbeen hießen die Gesellschafter der Damen unter den höhern Ständen, besonders in Genua und Florenz. Der 'gute Ton' verlangte nämlich, dass der Ehemann nur im Hause mit seiner Frau verkehrte, daher wählte sich die Dame einen oder mehrere Cicisbei. Der Cicisbeus begleitete die Dame zu allen Vergnügungen, ins Theater, in die Kirche, und bediente sie sogar am Toilettentisch)

Buhler wissen alzeit wie vil es geschlagen hat.

Buhler wollen alle fässlin anstechen.

Buhler zehlen die zeit wol.
mhd] De bolers tellen wol de tyt
la] Enumerant caeci rapidum bene tempus amantes.

Buhler, Jäger und Hofdiener fangen selten, darnach sie jagen.

Buhler, singer und Poeten liegen (lügen) gern (viel).

Buhlerbeutel ist mit Spinnweben zugeschnürt.

Buhlerbriefe sind mit Butter versiegelt.

Buhlerei der Arbeit weicht, einen Arbeiter Venus selten erschleicht.

Buhlerei und Regiment taugen nicht mit vielen Händ'.

Buhlerlieb so lange währt, als das Feuer auf dem Herd.
it] Amor di ganza, fuoco di paglia.

Buhlern und Faulenzern wird der Tag zu lang und die Nacht zu kurz.

Buhlers Gäng und schwache Sprossen leiden keine Mitgenossen.
la] Rivalem possem non ego ferre Jovem. Properz

Buhlerzank ist der Liebe Anfang.
la] Amantium irae amoris initium est.

Buhlerzorn, der Buhlschaft Sporn und Dorn.

Buhlest du hie, so buhl' ich dort.

Buhlgang ist der Liebe Anfang.

Buhlschaft hat ein tummen Mut, was sie fürnimmt ist selten gut.

Buhlschaft ist blind, wer ihr glaubt, der ist ein Kind.

Buhlschaft ist ein fahrend Hab, heute Liebe, morgen schabab.

Buhlschaft ist leicht und unstete.

Buhlschaft ist mit Galle behaft't (vermischt).

Buhlschaft leidet keine Gsellschafft.
la] Impatiens socii est omnis amor (amans).

Buhlschaft mag niemand bergen.

Buhlschaft nutzet nicht viel.
la] Ex amore omnium rerum necessariarum cura negligitur.
la] Idem amor exitium est pecori, pecorisque magistro.

Buhlschaft schlägt zu den Augen heraus.

Buhlschaft und Spiel bringt der Schmerzen viel.

Buhlschaft und Tollkorn machen den Kopf verworr'n.
dä] Bolskab er bulme-frø, jo meere man æder deraf, jo galnere bliver man.

Buhlschaft und wein bringt zank und pein.
la] Nox et amor, vinumque nihil moderabile suadent.

Buhlschaft verdirbt die Wirtschaft.

Buhlschaft verdirbt Leib, Seele und Sitte.
mhd] Bôlschap vordervet lyf unde sele unde sede.
la] Corpus amor mores animumque effeminat ardens.

Buhlschaft, Spiel und Zorn verblenden Weise und Tor'n.
ho] Wien zou spel, boelschap, toorn en wijn niet verblinden.

Buhlschaft, Wein und Spiel verblenden viel.

Buhlst du hier, so buhl' ich dort.

Bühne sei
kein nachäffender Spiegel!
Bühne sei Fernrohr!
Bühne sei Lupe!
Majakowski, Wandsprüche für die 'Schwitzbad'-Aufführung

Bühnenwand
i] die Prunkfassade im römischen Theater
la] scaenae frons

Bui vullen Kribben (Krippen) is gut satt wären.
Sauerland

Bullen bleiben niemals beieinander.
i] Von Streitsüchtigen.
i] Zulu

Bullen sind wie Schnittlauch: außen grün, innen hohl und sie treten meistens gebündelt auf.

Bummeln as de Dêb (Dieb) in Galgen.
i] Von Menschen und Sachen gebraucht.

Bummeln kost't Geld.
Rendsburg

Bummler arbeiten in der Schenke.

Bumms dî, Magreth, Bûr, magst ôk Kôföet (= Kuhfüße).

Bums wie'r tofall'n, as de Flege in de Brüöh.

Bums, da hatte er's weg.

<<< operone >>>


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