Weisheiten 49


Da is en P vörschrêben.
Holstein

Da is Fotsen Trumpf.
Holstein
i] Da geht's gemein her.

Da is kaan Untätche dran.
i] Kein Makel, nichts Untüchtiges, Krankhaftes, Schadhaftes.

Da is kên Gold so rôt, et mut hen vör Brod.
Holstein
i] Selbst der Sparpfennig, der gewöhnlich in Gold besteht, muss daran, wenn man Lebensunterhalt bedarf und mit dem Silber nicht ausreicht.
nordfries] Thiar as mian Gul so road, of hat mut wech för Broad.
ho] Geen goud zoo rood, of 't moet om brood.

Da is kên Schand so grôd, da is immer Woddel (Vorteil) darbi.
Rendsburg

Da is nig Putt nog Pann'.
i] Eine arme Haushaltung, in der es weder Topf noch Pfanne gibt, in der es an allem fehlt.

Da is schad ums Schmalz.
Wien
i] Wird gesagt, wenn sich jemand viele und doch erfolglose Mühe um etwas gibt.

Da is wierin an heilgen Grab.
Oberösterreich
i] Die heiligen Gräber werden in den letzten Tagen der Karwoche in den Kirchen aufgerichtet, mit künstlicher buntfarbiger Beleuchtung bei verhängten Fenstern. Priester und alle anderen Anwesenden beten, aber nur leise.

Dä isch d'm Tüüf'l ab'm Chara g'heit.
Bern
hdt] Der ist dem Teufel vom Karren gefallen.

Dä isch Meister, wo der Flueg i's Feld führet.
Solothurn

Dä isch nid d' Schuld, dass d' Fröscha keni Stîla (Schwänze) hei.
Bern

Da isst man nichts als Schnitz.
Schweiz

Da ist (liegt) der ganze Kram.
z] Dar hastu den ganzen Krâm.
i] Alles was da ist.
ho] Als den bras, de gansche kraam.

Da ist (o. steckt) der Wurm drin
en] there is s. th. fishy about it - there's a bug in it somewhere
fr] il y a qc. de louche (o. de boiteux) là-dedans
it] questo puzza di losco

Da ist alles zu haben, wie in Auerbachs Laden.

Da ist bei Gott keine Gnade.
i] Wenn's so weit kommt, ist keine Hoffnung mehr, es ist kein anderer Ausweg, die Sache muss sein, zB. der Zahn muss heraus.

Da ist Bettelmanns Umkehr.
Ulm

Da ist bös rupfen, wo weder Haare noch Federn sind.
it] Dove non n'è, non se ne può torre.
un] A' hol nincs, ott ne keres.

Da ist Bûr de best.
i] Da geht es lustig her.

Da ist das Fleisch, wo bleibt die Katze?
i] Als spöttische Entgegnung, wenn jemand sich bei einer Verkürzung, Unterschlagung u.s.w. auf eine offenbar unwahre Weise verteidigen will. Nach einer Anekdote.

Da ist das Kraut versalzen.

Da ist das Pferd alle.
i] Nun kann ich nicht weiter fort; hier weiß ich weiter keinen Rat. Die Ochsen stehen am Berge.

Da ist das Zeislein auf seinem Reislein.
ho] Daar is het sijsje nu op zijn rijsje.

Da ist der Bilwitz gegangen.
i] Da der Bauer recht wohl wusste, dass das Gedeihen des Getreides nicht bloß vom Pflügen, Eggen und Säen, sondern noch von etwas anderem abhing, so schrieb er diese Einwirkungen nicht der Witterung allein, sondern auch geistigen und geisterhaften Wesen zu, die bald einen günstigen, bald einen nachtheiligen Einfluss auf die Feldfrüchte äusserten. Am meisten fürchtete man in letzter Hinsicht den grauenhaften Bilwitz, der ausserordentlich mager ist, einen Rock mit sehr langen Schössen und einen kleinen dreieckigen Hut trägt, und immer seine knöchernen Hände in den Rocktaschen verbirgt. Entweder um Walpurgis oder um Johannis, wenn kein Mond am Himmel steht, schleicht er sich in der Mitternacht hinaus aufs Feld. Leise ist sein Gang, unhörbar sein Tritt. Bei dem Acker angelangt, den er zum Schauplatz seines unheimlichen Werkes erkoren, schnallt der Tückische den rechten Schuh ab, nimmt ihn unter den Arm und bindet an die große Zehe seines rechten Fußes eind kleine scharfe Sichel. So bewaffnet wandelt er nun kreuz und quer, oft in Schwankungen durch das von seiner vernichtenden Nähe schauernde Getreide und mäht schmale lange Gassen. Bis zum Morgen sind alle abgeschnittenen Halme verschwunden, sodass der Eigenthümer, wenn er sein Feld besucht, nur die trostlosen öden Gänge des frevelhaft geschändeten Ackers gewahrt. Den Bilwitzschnitter zu entdecken ist schwierig und gefährlich. In Thüringen hengt man zu diesem Behuf an dem Heiligkeits-Sonntage oder am Johannistage einen Spiegel um den Hals, setzt sich auf einen Hollunderstrauch und schaut nach allen Seiten um, die Nachforschung wird aber selten unternommen, weil sie todbringend verlaufen kann. Denn wenn der Forschende sich selbst zuerst im Spiegel erblickt, muss er sterben, nur wenn der Bilwitz sich im Spiegel des nach ihm Forschenden sieht, geht es an dessen Leben, das dann kein Jahr mehr währt. Dem boshaften Bilwitz entgegen zu wirken, gibt es viele, nach den verschiedenen Gegenden verschiedene Mittel. Über die Bocksreiter, die das Volk auch Bilwitzschneider nennt: Zur Zeit der Kornblüte in den Sonnenwende-Nächten wird von irgend einem schlimmen, habsüchtigen Bauer schädliche Zauberei geübt. Ein solcher setzt sich in Bund mit dem Teufel während des Gebetläutens auf einen schwarzen Bock oder Esel rücklings, bindet sich eine Sichel an den linken Fuss und reitet so durch das Getreidefeld der Nachbarn, die dann in ihren Aeckern fussbreite Durchschnitte finden, die sie Bilwitzschnitt nennen. Das abgeschnittene Getreide wächst nun durch die Macht des Teufels in dem Acker des Bilwitzschneiders und dieser gewinnt an Ertrag, was die Felder der Beschädigten verlieren. Die Macht des Teufels in dem Acker des Bilwitzschneiders währt aber nur so lange, als der Zauber des Gebetläutens dauert, und wird deshalb so kurz als möglich geläutet und zwar besonders am Johannisabend. Drei Nächte muss aber geläutet werden.

Da ist der Hase (im Kohl).
i] Da ist, was wir suchen.

Da ist der Kohl versalzen.

Da ist der Kuckuck drinnen.
i] So sagt man in München den Kindern, wenn eine Semmel hohl ist.

Da ist der Mou oum ärmsten, wenn de Kinner Rouz zu'n Brat essen.
Franken
hdt] Da ist der Mann am ärmsten, wenn die Kinder Rotz zum Brot eggen.
i] So lange sie noch sehr klein sind.

Da ist der Segen des Propheten Elia.
jüdisch-deutsch] Da is Eeljeh-Rowis Brooche drin.

Da ist der Sieg nicht schwer, wo der Feind nicht kämpft.
it] Que l'inimico non contrasta facil è la vittoria.

Da ist der Tanz aus.
la] Fuerunt quondam strenui Milesii.

Da ist der Teufel Abt.

Da ist der Teufel ein Bär.
i] Wenn irgendetwas geschehen ist oder geschehen sollte, was nicht erwartet und schwer zu glauben ist.

Da ist der Teufel z' Gevatter g'standa.
i] Wenn es irgendwo recht ärgerlich und schlimm hergeht.

Da ist der Titel auch das Beste daran.
i] Wo ist das Buch zu diesem Titel? fragte jemand, als er den viel versprechenden Titel einer schlechten Schrift las.

Da ist der verlorene Sohn.
i] Entweder in Bezug auf eine abhanden gekommene und wiedergefundene Sache oder vorherrschend auf eine vermisste oder auf sittliche Abwege geratene Person.

Da ist der Weg alle.

Da ist der Wolf in der Geschichte.
la] Atque eccum tibi lupum in sermone.

Da ist die Braut, um die man tanzt (oder: mit der wir tanzen sollen).
i] Im Kriege galt: das ist der Feind, der zu schlagen, die Festung, die zu erobern ist. Von Hochzeiten entlehnt, wobei man an vielen Orten um die Braut herumtanzt, um ihr, wenn sie nicht Witwe ist, unter mancherlei Neckereien den Kranz zu nehmen.
la] Ea tela texitur. Cicero
la] Haec Helena.
la] Hic sunt gaudia.

Da ist die Elle auch länger als der Kram.
i] Viel Geschrei und wenig Wolle, viel Lärm um nichts.

Da ist die ganze Karte falsch.

Da ist die ganze Musik.
i] In dem Sinne wie: die ganze Prositmahlzeit.

Da ist die ganze Prostemahlzeit.
ndt] Dat is 'n mojen Prostmahltîd. Ostfriesland
hdt] Das ist eine teuere Prostemahlzeit.

Da ist die Haverei groß.

Da ist die Helle gar angezündet und brennet in allen Gassen.

Da ist die Lumperei zu Hause. Rottenburg

Da ist die Welt mit Brettern vernagelt.

Da ist ein Augenblick, der alles erfüllt,
Alles, was wir gesehnt, geträumt, gehofft,
Gefürchtet, meine Beste. Das ist der Tod.
Goethe, Prometheus A II, Tal am Fuße des Olympus (Prometheus)

Da ist ein Herz und eine Seele.

Da ist ein Hinundherrennen wie auf einem Ameisenhaufen, in den ein Bube gepisst hat.

Da ist ein Knochen für dich abzuklauben.
en] There's a bone for you to pick.
it] Egli m' ha dato un osso da rodere.

Da ist ein Nagel vor.

Da ist ein Riegel vor.

Da ist eine Maus in der Milch ertrunken.
ho] Daar is eene muis in de melk verdronken.

Da ist eine schwarze Katze dazwischengekommen.
i] Die Freundschaft ist zerstört, ein Unfall hat der Sache eine üble Wendung gegeben. Die schwarze Katze gilt im Volksglauben für eine Erscheinungsform des Teufels.
ho] Daar is eene zwarte kat tusschen gekomen.

Da ist eine Zweck derfür gestoßen.

Da ist er's gewesen,
Der Kehraus gemacht,
Mit eisernem Besen
Das Land rein gemacht.
E. M. Arndt, Lied vom Feldmarschall

Da ist es gut, wo wir nicht sind.

Da ist es schwer, keine Satire zu schreiben.
la] Difficile est satiram non scribere.
Juvenal

Da ist es übel bestellt, wo man die Hunde zum Jagen tragen muss.

Da ist freilich der himmel in einer farb, der alt tantzt.

Da ist für mich nichts Neues zu erfahren,
Das kenn ich schon seit hunderttausend Jahren.
Goethe, Faust II A IV, Hochgebirg (Mephisto) VS 10210

Da ist Furzen Trumpf, sagte die Braut, als sie zu Bett ging.

Da ist gar keine Spur.
i] Es ist nicht der geringste Anlass da, an dies oder jenes zu denken.

Da ist Geld und Beutel fort.
ho] Het geld met den buidel, alles is op.

Da ist gleich Feuer im (o. über) Dach.
i] Von dem, der leicht in Zorn gerät.
fr] Le feu est aux étoupes.

Da ist große Armut, wo nichts zu beißen oder zu trinken ist.
mhd] Dâr is grôt armôt, dar nicht to byten of drinken is.
la] Est ibi paupertas, ubi desunt panis et unda.

Da ist große Not, viel Kinder und kein Brot.
dä] Det er nød at have børn ok ikke brød.

Da ist gut fechten, wo kein Feind ist.
ho] Het is goed vechten, daar geen vijand is.

Da ist gut hausen, wo Hülle und Fülle ist.

Da ist gut lassen, wann man den hund beim schwanze hält.

Da ist gute Nahrung.
i] So dachten nämlich die Buhlen, als ein Vater seiner hässlichen Tochter, um die sich kein Freier meldete, ein großes Vermögen testiert hatte.

Da ist guter Rat teuer.
z] Das Brot war teuer in der Stadt, doch teurer noch war guter Rat.
fr] C'est une fâcheuse extrémité.
ho] Ik ben ten einde raad.
ho] Mijn' raad ten einde.
en] now we are really in a fix
fr] le cas est difficile
it] è un caso difficile - non si sa che pesci pigliare

Da ist Herbst.
Nassau
i] Da ist Wohlhabenheit, Hülle und Fülle.

Da ist Hirt und Herde.
ho] Dat is de herder met zijne schapen.

Da ist Hund und Katz' das beste Vieh.

Da ist immer etwas Professionelles dabei, wenn eine Sache unübertroffen gelingt.
Shaw, Pygmalion

Da ist immer Mord und Totschlag.

Da ist irgendwo Sand im Getriebe
v] die Sache läuft nicht rund - es harzt damit
en] there's a hitch (o. snag) somewhere
fr] il y a de l'eau dans le gaz
it] c'è dell' imbroglio

Da ist kein Bratspieß mehr zu drehen.

Da ist kein Gedanke, so bizarr, soweit oder so eng er auch sein mag, der sich nicht eines Menschen bemächtigt hätte und in ihm fruchtbar geworden wäre, der sich nicht mit allen Kräften des Wahnsinns und der Vernunft bewaffnet hätte; es wimmelt von Spezialisten und folglich von fixen Ideen.
Taine, Essais, Balzac

Da ist kein Knochen auf dem Fett sitzt.
ndt] Dat is kên Knak'n, dar Fett up sitt.

Da ist kein Mist zu machen.

Da ist kein Moos im Hintergrunde.
z] Die Braut kann aus allen Ständen sein, wenn nur Moos im Hintergrunde ist.

Da ist kein Recht zu finden.
la] Bardaicus judex datur haec punire volenti calceus. Juvenal

Da ist kein Samstag so dick, dass die Sonne scheint einen Blick.

Da ist kein Sprecher, der einen Schweiger verbessern kann.
ho] Er is geen spreker, die het eenen zwijger verbeteren kan.
ho] Het is een goed spreker, die een goed zwijger verbetert.

Da ist kein Tau anzulegen.
i] Es fehlt an Halt und Sicherheit. Von unzuverlässigen, treulosen Menschen, auf die man sich so wenig verlassen kann, wie auf einen morschen Pfahl, an dem man ein Tau legen wollte.
ho] Daar is geen touw aan te beleggen (o. aan vast te maken).

Da ist kein Tau dran zu wenden.
i] Wenn die Matrosen sagen wollen, dass Hopfen und Malz an einer Sache verloren sei.

Da ist keine Ehre einzulegen.

Da ist keine Ehre und kein Dank.

Da ist keine Feder mehr im Nest.
i] Es ist alles weg.
ho] Het is al op, hij houdt niet ééne veêr in zijn nest.

Da ist keine Gnade und Barmherzigkeit.
la] Non est oleum in lecytho. Aristophanes

Da ist keine Katze ohne Handschuhe anzufassen.
ndt] Dar is kên Katt sunder Hansken antofaten.
z] So seufzt z.B. mancher Ehemann, der seiner Gattin sanfte Vorwürfe machen wollte, dafür aber einen Strom Scheltworte zurückerhielt.

Da ist Krausi Mausi.
i] In dem Sinne von Quodlibet.

Da ist Lachen zu verbeissen.

Da ist Lauge und Seife verloren.
it] Perdere il ranno ed il sapone.

Da ist Leben im Brotsack.
Frankenwald

Da ist Leben im Staat Dänemark.
i] Es geht da lustig zu.

Da ist Liederlichkeit Trumpf.
Ulm

Da ist man in einem sichern Hafen.
ho] Men is daar in eene veilige haven.

Da ist mein Zehnter, sagte der Dieb zum Pfaffen, da sollte er das zehnte mal ins Loch, wo er schon neunmal gesteckt.

Da ist minder Vorteil als bei den Huren in der Fasten.

Da ist mir's eingeschossen.
i] Ich habe mich dessen plötzlich erinnert.

Da ist mord in allen gassen.

Da ist Mühe und Arbeit umsonst.
la] Siccum sterili vomere littus aro. Ovid

Da ist nicht gut sein, wo es der besser hat, welcher die Zeche macht, als der sie bezahlt.

Da ist nicht jedesmal großes Feuer, wo starker Rauch aufsteigt.
Estland

Da ist nicht viel zu brudern.

Da ist nichts zu gewinnen als Pulver und Blei.
ho] Daar is niet te halen dan krud en lood.

Da ist nichts zu kneifen und zu beißen.
ndt] Dar is nicks to knîpen edder to biten.
i] Da ist nicht das liebe Brot im Hause.

Da ist nichts zu schleifen.

Da ist niemand zu Haus.
ho] Daar is niemand t' huis.

Da ist nit mehr dann haut und beyn.
la] Viri senis astaphis calvaria.

Da ist noch Eiter drin.
ho] Dat uitgezworen is, zal niet tot etter zweren.

Da ist noch gar kein Ende abzusehen.
i] Um zu sagen, dass etwas gar kein Ende nehme, um Übersättigung, Überdruss daran auszudrücken, haben wir unter anderen die Redensarten: Potz Geck und kein Ende! Kritik und kein Ende! (Lessing.) - Shakspeare und kein Ende. (Goethe.) - Kerel un kein Enne. Rîtensplît (Reissenspleiss) un kein Enne. (Schambach.) - Narren und kein Ende.

Da ist noch keine Not, wo ist dürr Fleisch, saurer Wein und schimmlig Brot.

Da ist oft ebensoviel Beredsamkeit im Ton der Stimme, in den Augen und in der ganzen Atmosphäre, die ein Redner um sich verbreitet, wie in der Wahl seiner Worte.
La Rochefoucauld

Da ist Ruh, wo kein Weib kommt zu.

Da ist 's heilige Grab wohl verwahrt.
i] Ironie, soviel als: Der Bock ist zum Gärtner gesetzt.

Da ist Sache.
i] In der Niederlausitz, um zu sagen: Da gibt es vollauf und gut zu leben. Da ist nicht Sache = da ist nicht viel zu haben, nicht viel los.

Da ist Salz und Schmalz verloren.

Da ist schlecht zehren, wo weder Brot noch Wasser ist.
mhd] Dâr is quât teren, dâr noch brôt noch water is.
la] Estur ibi prave, nihil est ubi panis et undae.

Da ist schlechte Weide, sagte Jermis, als er eine Laus auf einem kahlen Kopfe laufen sah.
ho] Daar zit niet veel gras op de weide, zei Teeuwes de boer, en hij zag eene luis op een' kalen kop grazen.

Da ist schlechtes Wetter im Ehestandskalender.
Nürtingen

Da ist Schmalhans Küchenmeister
en] they are an short commons
fr] il n'y a pas grand'chose à se mehre sous la dent - an serre la ceinture
it] qui si sta a stecchetto - qui si tira la cinghia

Da ist Spitz' und Knopf beinander gewesen.
Franken

Da ist trauern und Wehklagen die beste Freude.

Da ist Treu' und Ordnung hin, find't sich ein Beerleiterin.
i] Die des Abends abholt, was die Wirtin den Tag über erübrigt und erstrichen.

Da ist unser Herrgott gerade nicht auf der Welt gewesen.
Troppau

Da ist unserem Herrgott ein Stück Vieh hingefallen, sagte der Bauer, als der Schultheiss im Walde strauchelte und fiel.

Da ist unsre Heimat, diese Dinge
Bleiben in den Tiefen unsrer Seele.
Carl Spitteler, Der verlorene Sohn

Da ist Verstand von nöten wo man auf des Klugen Frage antwortet.
Finnland

Da ist viel Rauch, doch Braten gibt es nicht.

Da ist viel umgeflodert.
z] (Da sind) Münch und Nonnen umbgeflodert, da alles voller Breut und Breutgam, Plumpf und Hochzeit, Geigen und Pfeifen, hu, hu.

Da ist Waschen und Bügeln beisammen.

Da ist Wort und Zuspruch.
la] Sunt verba et voces.

Da ist zum Streuen und Vorlegen.
i] Es ist Überfluss, mehr als nötig ist, vorhanden.
jüdisch-deutsch] Mit an Ojdef. (Mit Zugabe)

Da ist's als gäbe man einer Sau eine Muskatennuss.
Nürtingen
i] Sie tritt sie auch in den Kot.

Da ist's den Lippen besser, dass sie schweigen,
Indes der Geist sich fort und fort beflügelt.
Aus Gestern wird nicht Heute, doch Äonen,
Sie werden wechselnd sinken, werden thronen.
Goethe, Heut und ewig

Da ist's denn wieder, wie die Sterne wollten:
Bedingung und Gesetz und aller Wille
Ist nur ein Wollen, weil wir eben sollten,
Und vor dem Willen schweigt die Willkür stille;
Das Liebste wird vom Herzen weggescholten,
Dem harten Muß bequemt sich Will' und Grille.
So sind wir scheinfrei denn nach manchen Jahren
Nur enger dran, als wir am Anfang waren.
Goethe, Gott und Welt - Urworte - Orphisch - Nötigung

Da ist's deutlich, dass der Geist auch nur Frühlingsatem schöpft und dass Jugend nicht in Zeit sich einschränkt, die vergeht, da Lebenslust nicht vergehn kann...
B. V. Arnim Die Günderode

Da ist's freilich gut Pferd sein, sagte der Bauer, als er seinen Gaul tot im Stalle fand, den ganzen Winter hat das Bêst gefressen, und nun es im Frühjahr zur Arbeit geht, crepiert es.

Da ist's grad als schmiss' ich 's Geld in Bach hinein.
Nürtingen

Da ist's grad, als man schnätze an den Block.
Rottenburg

Da ist's grad, man lang in einen Klemmerhaufen hinein.
Nürtingen
i] Klemmerhaufen = große schwarze Waldameise.

Da ist's gut, wo wir nicht sind.

Da ist's immer gut, wo wir nicht sind, da kocht man Grütze in lauter Butter.
Finnland

Da ist's so kalt wie in einem Hundestall.

Da ist's weit hin; wenn die Klöße da gekocht werden, können wir oft taufen.
i] Von sehr weit entlegenen Orten und Sachen.

Da ja selbst Naturforscher öfter durch Trennen und Sondern als durch Vereinigen und Verknüpfen, mehr durch Töten als durch Beleben sich zu unterrichten glauben.
Goethe, Dichtung und Wahrheit I,4

Da Jagl (Jakob) (25.7.) tuet d' Oepfl salzen, da Lenzl tuet's schmalzen, da Bartl gibt ean ön Gschmack und da Michel brockts a.
i] Damit bestimmt man in Oberösterreich die allmähliche Zeitigung der Äpfel.

Da Jakob (25.7.) will an toten Mon hobn.
i] Nach einen in der Oberpfalz herrschenden Aberglauben muss um Jakobi jemand eines gewaltsamen Todes sterben.

Dä jät dem alles en de Köch (Küche).
Bedburg
i] Begünstigt ihn auf eine aufallende Weise.

Da jederman gehet, wächst kein Grass.

Da jedes Menschen Glückseligkeit in seinen Begriffen von Glückseligkeit ruht, so ist es grausam, irgendeinen zwingen zu wollen, gegen seinen Willen glücklich zu sein.
Adolph Freiherr von Knigge, Über den Umgang mit Menschen

Da jedoch der Mensch in Absicht der Veredlung sein selbst keine Grenzen kennt, auch die klare Region des Daseins ihm nicht in allen Umständen zusagt, so strebt er ins Geheimnis zurück, sucht höhere Ableitung dessen, was ihm erscheint.
Goethe, Schriften zur Literatur. Geistes-Epochen

Da Jugend und Menge wohl immer durch Gefahr und Tumult angezogen wird.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II, 8

Dä ka mer op et Höt (Haupt) blosen.
Bedburg

Da kam der Knoten zur Hand.
ndt] Diar kâm a Knaat tu hun.
Amrum

Da käm' ich schön zu Markt.
Meiningen
i] Da würde ich übel ankommen.

Da kam Jap zur Tür und ertappte dich.
i] Empfiehlt Klugheit im Sprechen, damit einer sich nicht selbst verrät.
altfries] Dear kam Jap tö Düär.

Da kam Jap zur Tür.
ndt] Diar kam Jap tö Düür. Sylt
i] Er konnte nicht länger schweigen.

Da kam man uns so hart auf das Leder.

Da kamt se mit vuller Musik.
i] In großem Jubel.

Da kann die Haushaltung nicht bestahn, wo die Henne nicht scharret wie der Hahn.

Da kann einem ja Angst und Bange werden.
en] to be scared stiff, to be scared to death, to be frightened out of one's mind, to be scared to bits, to be scared shitless, to brick it

Da kann em de Himmel vertreibe(n).
Ulm

Da kann er sich einen Pudel schnitzen.
i] Auf einen armen Handelsmann, der sich zwischen zwei reichen Konkurrenten niedergelassen hatte.

Da kann ik min Kinner kên Brod (Brot) för kopen.
i] Sagen bedürftige Mütter, die Mühe und Arbeit ohne entsprechenden Lohn tun sollen. Davon kann ich nicht leben.

Da kann kein Teufel klug draus werde.
Ulm

Da kann keine Stecknadel mehr zu Boden fallen.
i] So dicht ist das Gedränge.

Da kann man alt werden, oder gar sterben.
i] Nämlich bis dahin, dass u.s.w.

Da kann man die ganze Welt sehen und Andelfingen.

Da kann man eine Laus peitschen.
i] Wo es sehr kahl ist.
ho] Daar kan men wel eene luis op geeselen.

Da kann man frank und fröhlich leben:
Niemanden wird recht gegeben,
Dafür gibt man wieder niemand recht,
Machts eben gut, machts eben schlecht,
Im ganzen aber, wie man sieht,
Im Weltlauf immer doch etwas geschieht.
Goethe, Zahme Xenien IV

Da kann man keinen ruhigen Furz lassen.
Rottenburg
i] Man ist da zu beschäftigt oder zu geniert.

Da kann man Menschen von solchem Leichtsinn und Hochmut sehen, dass es für sie besser wäre, überhaupt nicht studiert zu haben; andere sind geldgierig, manche ruhmsüchtig, viele sind Sklaven ihrer tierischen Gelüste, so dass ihr Leben in einem merkwürdigen Widerspruch zu ihren Reden steht: diese finde ich im höchsten Grade verächtlich.
Cicero, Tusculanae

Da kann man nichts machen, wo nichts verrissen ist.
Nürtingen

Da kann man sehen, was die Gans für Fett hat.
ho] Men zal zien, wat de gans voor vet inheeft.

Da kann man sich die Zähne dran ausbeißen.

Da kann man vor Gottes Segen nicht dazu kommen.
Meiningen
i] Wo großer Zudrang herrscht.

Da kann man Wunder von erzählen.
ho] Daar wilde ik wel vel wonders van vertellen.

Dä kann met enem Ôg krîschen un met em angre lâchen.
Bedburg

Dä kann sen ege Leid net schweggen.
Bedburg
i] Plaudert seine eigenen Misshelligkeiten aus.
ho] Hij kan zijn eigen leed niet zwijgen.

Da kann sich der Teufel viel Paar Schuhe ablaufen.
i] Ehe er nämlich das oder jenes erreichen, den oder jenen fangen wird. Diese Redensart erinnert an ein Sprichwort, das die Insassen russischer Strafanstalten auf sich anzuwenden pflegen: 'Der Teufel hat drei Paar Bastschuhe abgetragen, ehe er uns alle in einen Haufen zusammenbrachte.'

Da kann's nicht zusammengehn, wenn eins sagt Wista, das andere Hott.
i] Von einer uneinigen Ehe.

Da kannst du dir eine Scheibe von abschneiden! (Tadel)

Da kannst du dran riechen.

Da kannst du warten, bis du schwarz (o. grau) bist
en] you can wait until you are blue in the face (o. until the cows come home)
fr] tu peux attendre jusqu'à la saint-glinglin
it] campa cavallo che l'erba cresce - puoi aspettare il giorno del giudizio

Da kein Haar, ist übel kemmen.

Da kêm ik up en stûven Hund to rîden.
Holstein
i] Stûf = stumpf, kurz, abgestutzt. - Da käme ich schlimm weg.

Da kennt sich keine Sau aus.
i] Bei Sachen, bei denen man die Geduld verliert.

Da klebt Pech.

Da kommen die Musikanten heraus.
i] Das sind die Folgen davon.

Da kommen noch eine große Menge Knöpfe aus Kamelgarn dazu.
ndt] Dar kamen noch'n heele Bült Knopen un Kameelsgarn bi.
i] Die Zutaten machen die Sache teuer.

Da kommen sie herunter vom Drachenberge.
i] Die Feinde, Gegner. - Wenn plötzlich etwas anders kommt, als man erwartet. Im Kartenspiel glaubt z.B. jemand sämtliche Stiche oder wenigstens mehrere zu machen; der Gegner aber spart die Mehrzahl der Trümpfe, sodass er nach dem Herausziehen der Trümpfe den letzten Trumpf behält und nun eine Zeit lang Freiblatt spielen kann, wodurch er Gewinner des Spiels wird, wobei die obige Redensart angewandt zu werden pflegt.

Da kommet zwoi und bringent oin, hat 's Maidli gsait, und hätt an Floh zwische zwoi Finger ghätt.

Da kommst du an den Rechten.
i] Nimm dich vor ihm in Acht; er ist durchtrieben, ränkevoll.
la] Cornutam bestiam petis.

Da kommst du blind.

Da kommt alles Unglück zusammen.
ho] Dat is de stopel van alle ongeluk.

Da kommt auch einer aus unserer Zunft, sagte der Köhler zum Schornsteinfeger, als er einen Priester sah.
ho] Daar gaat onze confrater, zei de smid tegen den schoorsteenveger, op een' predikant wijzende, waut hij is ook in't zwart.

Da kommt Berg und Tal zusammen, sagte Klaus, als er einen Bucklichen gehen sah.

Da kommt das mit Sieben beladene Kamel.

Da kommt das Schicksal - roh und kalt
Fasst es des Freundes zärtliche Gestalt
Und wirft ihn unter den Hufschlag seiner Pferde
- Das ist das Los des Schönen auf der Erde.
Schiller, Wallensteins Tod, IV, 12 (Thekla)

Da kommt die Braut, um die man tanzt (o. mit der wir tanzen sollen).
i] Im Kriege galt: das ist der Feind, der zu schlagen, die Festung, die zu erobern ist. Von Hochzeiten entlehnt, wobei man an vielen Orten um die Braut herumtanzt, um ihr, wenn sie nicht Witwe ist, unter mancherlei Neckereien den Kranz zu nehmen.
la] Haec Helena. (Lucian.)
la] Hic sunt gaudia.

Da kommt ein Galgenstrick zum anderen.

Da kommt eine Wespe ins Hornissennest.
z] Hat denn der Teufel meinen Herrn schon geholt, oder hat er sich in seine Liebste versteckt? Da käme eine arge Wespe in ein Hornissennest.

Da kommt Rustan mit dem König,
tut schon vornehm, blickt schon stolz.
Ei, umgüldet's nur ein wenig,
dünkt sich Edelstein das Holz.
Grillparzer, Der Traum, ein Leben III
Zanga

Da kommt Stroh druf.
i] In Berlin für: Das ist schon längst vergessen.

Da können die Spinnen in den Brotsack bauen.
z] Wenn ihr bei der nächsten Wahl wieder für den Fortschritt stimmt, werdet ihr bei den Uferbauten keine Arbeit finden, und dann können die Spinnen in den Brotsack bauen, sagte ein nassauischer Uferbaubeamter zu den Arbeitern.

Da könnt' der Ofen einfallen.

Da könnt' der Teufel 's Heu rakeien.
i] Wenn man unwillig ein unnützes Geschäft verlässt.

Da könnte die Katz' ein Vieh werden.
Kamnitz

Da könnte ein jeder kommen.
Nimptsch in Schlesien

Da könnte eine Lammesgeduld reissen!

Da könnte ich nie drauf abfahren!

Da könnte man eine Gänsehaut bekommen.
Rottenburg
i] Bei schaurigen Erzählungen.

Da könnte man nicht einmal einen Stein als Medizin bekommen.
i] Dies Sprichwort schildert die außerordentliche Seltenheit der Steine in verschiedenen Gegenden Ungarns, z.B. im Theisgebiet.

Da könnte man sich die Augen aus dem Kopfe herausgucken.

Da könnte man sich die Lungen herausschreien.

Da könnte sich mancher andre eine Scheibe (o. auch ein Stück) davon abschneiden.
i] Sich ein Beispiel nehmen. Anerkennend.

Da könnten keine sieben Katzen eine Maus in fangen.
Sauerland

Da kräht kein Hahn danach.
i] Gleichgültigkeit bei gewissen Ereignissen. Der Hahn kräht nach nichts; wenn also der Hahn nicht einmal nach etwas kräht, so muss es sehr unbemerkt bleiben.
ndt] Dor kräit gennen Hahn no. Kleve

Da kreht kein Hahn nach.
ndt] Do krad kuan Haun danoch. Steiermark
ho] Daar zal geen haan na kraaijen.

Da kreit nig Hund noch Hân na.
i] Die Sache hat keine Folgen, sie bleibt verschwiegen.
dä] Der giøde ikke en hund deraf.

Da krepiere de Mües (Mäuse) ön de Speckkammer (Speiskammer).

Da kribelt's und wibelt's von leuten.
z] Erde, Wasser, Luft, und alles was drinnen kriebelt und wiebelt.

Da kriegt einer Senge.
i] Hiebe, infolge deren der Durchgehauene warm wird. Seng = warmer Lufthauch, Windstoß.

Da kriegt noch eher ein Haubenstock 's golden Vliess.
Wien

Dä Krog (Krug) geht asû lang zo d'r Baage bös 'ä brech d'r Hals od'r d'r Kraag.
Euskirchen

Dä krömp sich wie' ne Wurm.

Da Kroug gêt asou lang zei Bassa (in das Wasser) poss a necht en Hals brecht.
Ungar. Bergland

Da kummer mag a sich unter der Kniekehle zubinden.

Da kunn man glîk de kôle Pöss kriege.

Dä kütt (kommt), wann et Boch ümgedraht es.
Bedburg

Da lachen de Kög in'n Stall drowa.
Ukermark
i] Um Unwitziges, Ungereimtes zu bespötteln.

Dä läet alle Rême zo Bord.
Bedburg
i] Die Ruder der Schiffer werden auch Riemen genannt. Der obere Rand des Schiffes heisst Bord. Wenn nun alle Riemen tätig zu Bord gelegt werden, hat der Schiffer alles aufgeboten, um seinen Zweck zu erreichen.

Da lagen greise Männer, über und über mit blutenden Wunden bedeckt, und starrten auf ihre sterbenden Weiber, die mit durchschnittener Kehle ihre Kindlein an die blutüberströmten Brüste drückten. Dort verröchelten mit aufgeschlitzten Bäuchen Mädchen und junge Frauen, an denen zuvor ein paar Helden ihre geile Brunst befriedigt hatten. Andere, halb verbrannt, schrien und jammerten herzzerreißend, man möge ihnen vollends den Garaus machen. Blut und Hirn waren verspritzt, wohin man schaute.
Voltaire, Candide oder Der Glaube an die beste der Welten

Da lagen König Gunthers Fuß, Walthers Rechte und Hagens zuckendes Auge. So, ja so teilten sie sich in die hunnischen Armreife.
Waltharilied (9./10. Jh.)

Da läßt man denn kein eminentes Genie emporkommen, sondern macht es dem Volke verdächtig; da heisst Eifer für das Gute - Empörungsgeist, Bekämpfung schädlicher Missbräuche und Vorurteile - Neuerungssucht und Ketzerei; da heisst der Mann, der die Schliche der heuchlerischen Bosheit aufdeckt und der ernsthaften Dummheit die Larve abreisst - ein Satiriker, ein gefährlicher Friedensstörer.
Knigge, Benjamin Noldmanns Geschichte der Aufklärung

Da lat de Immeken vor sorgen!
Braunschweig
i] Ein alter Invalide, der vor Jahren in Braunschweig gelebt hat, erzählte, als er über den englisch-amerikanischen Krieg, den er als verkaufter Braunschweiger mitgemacht hat, sprach, wie in Amerika alles so viel größer sei, dass namentlich die Bienen so groß wie hierzulande die Hummeln seien. Ein Zuhörer fragte darauf, wie groß die Bienenkörbe gewesen: 'Ebenso groß wie hier', antwortete er. Als man weiter fragte: 'Wie kamen aber die Bienen hinein', antwortete er: 'Ach, da lat de Immeken vor sorgen.' Diesem Ursprung entsprechend, gebraucht man in Braunschweig und Umgegend das Wort, um zu bezeichnen, dass man sich um etwas gar nicht bekümmern wolle.

Da lebet Gott, da lachet Gott.
la] Nunc Dii beati.

Da lebt Gott, da lacht Gott.

Da Lehrus ist ofte klüga os da Mesta.
Nordböhmen
i] In dem Manuscript aus Böhmen steht dies Wort mit der Erklärung: Lehrling. Es ist aus der Gegend von Kamnitz.

Da leit's (liegt's), sagte die Jungfer, als sie 's Kind verlor.
i] Wenn uns etwas begegnet ist, das wir nicht länger verbergen können, so gern wir wollten. Von einem Mädchen entlehnt, die ihre Schwangerschaft verborgen oder bisher geleugnet hatte, als sie während eines Tanzes plötzlich entbunden ward.
ndt] Da liggt es, sagt ihene gute magt, do empfiel yhr das kind am tantze.
ndt] Dôr ligt't, säd de Diern, un dat Kind fêl êr in'n Danz weg.
ho] Daar ligt het, zei de meid, en haar ontviel een kind, terwijl zij danste.
la] Dies in lucem profert occulta.
la] Ibi jacet, quod placet.

Da liebt der Mann in der Frau nur die Gattung, die Frau im Mann nur den Grad seiner natürlichen Qualitäten und seiner bürgerlichen Existenz und beide in den Kindern nur ihr Machwerk und ihr Eigentum.
Friedrich Schlegel, Lucinde

Da lief ich frisch hinzu, so wie ich war,
Und mit der Axt hab ich ihm 's Bad gesegnet.
Schiller, Tell

Da liegen die Schweine, nu können wir Wurst machen.
Schlesien

Da liegen sie auf einem freien Platz im Walde, zwei- bis dreihundert arme Kerls, das Ächzen und Schreien, der Blutgeruch mit dem frischen Duft der Nacht, des Grases, der Bäume - dieses Schlachthaus!
Walt Whitman, Tagebuch (1863)

Da liegt de Dreck, säd de Pap, on lêt dat Kind falle.
hdt] Da liegt der Dreck, sagte der Pape, und lässt das Kind fallen.

Da liegt de Dreck, wat kost't de Botter?
Ostpreußen

Da liegt der Butz.
la] Hinc illae lacrymae. Horaz

Da liegt der Dreck, sagte der Küster, als er in die Kirche geschissen.
ho] Daar ligt de stront, zei de Koster, en hij sch ... in de kerk.

Da liegt der Dreck, was gilt (wie teuer ist) die Butter?
i] Wenn z.B. ein Topf zu Boden fällt und zerbricht. In Schlesien auch als Spott auf schlechte Ware.

Da liegt der Fuchs begraben.

Da liegt der ganze Brast.

Da liegt der ganze Magistrat.
i] Beim Kartenspiel, wenn die höchsten Trümpfe in einem Spiel zusammenfallen.

Da liegt der Hase im Pfeffer nicht.
i] Das ist nicht der Fehler, hierin liegt's nicht.
fr] Ce n'est pas là que le pot s'enfuit.

Da liegt der Hase im Pfeffer.
i] Da ist die Schwierigkeit, daran hängt es.
i] Unter Pfeffer ist nicht das bekannte Gewürz, sondern eine im Mittelalter bereitete Brühe gemeint, wobei der Pfeffer einen Bestandtheil bildete. Hasenpfeffer war eine Speise in brauner Pfefferbrühe. Das Berliner Fremdenblatt (1866) sagt über die Redensart: 'In einigen Gegenden Norddeutschlands wird das Hasenklein mit vielem Gewürz und Pfeffer bereitet, es kommen dazu allerlei Zutaten, sodass das eigentliche Klein (sowie im Fricassée das Hühnerfleisch) mitunter schwer zu finden ist. Wir nehmen nun an, dass sich daraus die Redensart: Da liegt der Hase im Pfeffer, gebildet hat für gewisse Knotenpunkte, die schwer aufzufinden oder zu lösen sind.' Im Westfälischen: Doa ligt de Hase im Peaper. - Wann der Has in der Schreiber Pfeffer kömt. 'Man merkt ine gar wol al allzit, wo ihm der Has im Pfeffer lit.' 'Sie sah, eh er den Mund gespitzt, schon, wo der Has im Pfeffer sitzt.'

Da liegt der Hund auf dem Heu.

Da liegt der Hund begraben.
i] Das ist's, worauf es ankommt; hier ist das Hindernis. In einer frühern Periode, wo Nürnberg als Freie Reichsstadt blühte, wurde dort das noch stehende Rathaus nach einem großen und kostspieligen Plan und Anschlag erbaut. Dieser Bau währte mehrere Jahre, und er war bis auf einen Flügel vollendet, als es der Stadtkasse an Mitteln gebrach, die Kosten nach dem gemachten Anschlage zu bestreiten. Der Bau unterblieb also, und der fehlende Teil wurde nun, statt massiv, nur aus Fachwerk erbaut. Der Baumeister führte in seinem Petschaft einen Hund; und über die letzte massive gotische Tür, die nach diesem nur leicht und wohlfeil erbauten Flügel führt, hat er diesen Hund, in Stein gehauen, anbringen lassen, wodurch das obige Sprichwort entstanden sein und welches symbolisch andeuten soll: Man kann in einer angefangenen Sache nicht weiter gehen, weil unübersteigliche Hindernisse vorhanden (eingetreten) sind. Nach noch einer anderen Erzählung: Der österreichische Feldhauptmann Sigmund II. (1547-1610) hatte einen treuen Hund, der ihm auf einer seiner Fahrten in den Niederlanden das Leben gerettet hatte, diesem ließ er an der Gartenmauer des Schloss-Brauhauses zu Sanct-Veit (Oberösterreich) ein Denkmal mit einer Inschrift setzen: das noch bis zum Zusammenfall der Mauer (1821) gestanden hat.
z] Ich erinnere mich eines Streites der Maurergesellen weil einer derselben einen toten Hund so eingemauert hatte, dass der Schwanz herausgehangen, wodurch das ganze Mittel (Maurer- oder Bauhandwerkerzunft) sich beschimpft fühlte, ein gewaltiger Streit entstand und die Mauer abgetragen werden musste. Dies soll die Redensart veranlasst haben.
z] Im Schloss Seisenburg war einmal ein Graf, der einen Hund besass, welcher ihm ungemein lieb war. Als das Tier starb, ließ es der Graf ausweiden, den leeren Balg mit Dukaten füllen und so begraben. Nach langer Zeit kam eines Tages der kleine Sohn des herrschaftlichen Jägers zum Grossvater gesprungen mit den Worten: >Grossvater, geschwind, geschwind, da draußen liegt ein wunderschöner Hund, der glänzt wie Gold.< (Da liegt der Hund begraben.) Das Kind zog den Alten, der nicht wollte, mit sich; und in der Tat, er sah den Hund, glänzend in Gold, in einiger Entfernung vor sich liegen; als sie aber nahe kamen, war er verschwunden.
z] Nur eine Stunde vom Inselsberge herab, bei dem Dorfe Winterstein, ist ein Grab; der verwitterte Denkstein trägt die Inschrift:
Ano 1650 Jar der Marcinwar
ward ein Hund hieher begrawen,
das ihn nicht fressen die Rawen,
war sein Name Stuczel genannt,
Fürsten und Hern wohl bekannt
geschah ub seiner große Trauligkeit,
die er seine Hr. und Frawen beweist.
Im Volksmunde geht der Vers noch, wie folgt, weiter:
Schickt man ihn hin nach Friedenstein,
so lief er hurtig ganz allein,
und hat er seine Sach' ausgericht,
drum hat er diesen Stein gekriegt.
Im Dreißigjährigen Kriege hatte der betreffende Hund den Briefwechsel zweier Liebenden zwischen Winterstein und Friedenstein sehr treu und pünktlich besorgt; wofür ihm ein ruhiges Alter zugesichert wurde. So lange er indes noch laufen konnte, leistete er Dienste: so lief er z.B. täglich von Winterstein nach dem 11/2 Stunde entfernten Waltershausen, Einkäufe zu machen. Solche Treue wollte man nach dem Tode desselben noch ehren. Man begrub ihn unter großer Leichenbegleitung auf den Kirchhof, wo ihn aber die Geistlichkeit nicht duldete. Stuczel, so hiess er, musste wieder ausgegraben werden und eine andere Grabstelle erhalten; wo er nun schon über zwei Jahrhundert liegt. Hund hat aber auch die Bedeutung eines Schatzes.
z] Da ligt der Hund (und klopfft mit der Hand auff sein Daschen).
ndt] Dar liggt de Hund begrawen.
en] there's the rub (o. the snag)
fr] C'est là le noeud de l'affaire.
fr] C'est là où gît le lièvre.
fr] C'est là que gît le lièvre.
fr] Voilà le hic.
ho] Daar ligt de haas in het zout.
ho] Dáár ligt de hond begraven.
it] qui casca (o. mi cascò) l'asino
it] qui sta il busillis (o. il punto)
la] Hinc illae lacrymae.
la] In eo cardo rei vertitur.

Da liegt der Igel im Hag.

Da liegt der Käse, was gilt die Butter?

Da liegt der Quark, wie teuer ist die Butter?
z] Sprach Peter Fiebig und deutete triumphierend auf den halb umgeworfenen Lohnwagen.

Da liegt des Pudels Kern.
i] Diese Redensart ist aus Goethes Faust entlehnt. Als sich der Pudel in Mephistopheles verwandelt, sagt Faust: 'Das also war des Pudels Kern!'

Da liegt die ganze Prostemahlzeit.
Ostpreußen

Da liegt die Schlange im Grase.
ho] Daar is een otter in't bolwerk. - Daar schuilt eene slang onder het loof.
sd] Der ligger en snook i gräset.

Da liegt ein großer Klotz begraben.

Da liegt ein Musikant (ein Spielmann) begraben.
i] Wenn man an einen Stein stößt.

Da liegt ein Musikant begraben.
Ostpreußen
i] Wird gesagt, wenn jemand sich an einen Stein stösst oder auf dem Wege stolpert.

Da liegt ein Spielmann begraben.
i] Wird gesagt, wenn jemand stolpert oder fällt.

Da liegt eine im Kindbett.
i] Redensart beim Kartenspiel, wenn eine Karte unter den verdeckt liegenden auf dem Rücken erscheint.

Da liegt einer auf der faulen Haut, ist zu träge, eine ernsthafte Aufgabe zu übernehmen, aber den anderen drängt er, gerade als müsste der andere gleich aus voller Kehle zu singen anheben vor Freude darüber, dass sein Freund auf der faulen Haut liegt.
Nikolai Gogol, Vier an verschiedene Personen gerichtete Briefe, die 'Toten Seelen' betreffend

Da liegt er, sagte die Frau am Grabe des Mannes und schneuzte die Nase ins Grab.

Da liegt es, sagte das Mädchen, als ihr beim Tanzen ein Kind entfiel.
var] Da liegt es, sagte das Mädchen, und das Kind viel ihr beim Tanzen weg.
var] Da liegt's, sagte jene gute Magd, da entfiel ihr das Kind im Tanz. Agricola

Da liegt es, sagte das Mädchen, und das Kind viel ihr beim Tanzen weg.

Da liegt Musik drin.
i] Sagt der Berliner, um anzudeuten, dass ihm die Sache richtig oder vortrefflich erscheint.

Da liegt sie, sagte der Hundebernd, und warf sein Weib die Treppe hinab.
ho] Dat ligt, zei Maarten, en hij gooide zijn wijf van de trappen.

Da liegt's, davon man lange hat gesagt, sprach die Maid beim Tanze, der das Kind entfiel.

Da liegt's, sagte jene gute Magd, da entfiel ihr das Kind im Tanz.
Agricola

Da liegt's, sprach die Magd im Kranz, verzettet sie das Kind im Tanz.

Da liegt't, se(de) de Magd, as se den Brê in'n Dreck smêt (schmiss).

Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen.
1. Mose 2,21
i] Davon wohl: tief schlafen, Tiefschlaf = Stadium des traumlosen Schlafs.

Da ließe sich ein Pakt,
Und sicher wohl,
Mit euch, ihr Herren, schließen?
Goethe, Faust, I (Faust)

Da lobe ich mir das Studium der Natur, das eine solche Krankheit [Taschenspielerkünste der Dialektik] nicht aufkommen lässt! Denn hier haben wir es mit dem unendlich und ewig Wahren zu tun, das jeden, der nicht durchaus rein und ehrlich bei Beobachtung und Behandlung seines Gegenstandes verfährt, sogleich als unzulänglich verwirft. Auch bin ich gewiss, dass mancher dialektisch Krankeim Studium der Natur eine wohltätige Heilung finden könnte.
Goethe, Eckermann, 18.10.1827

Da Lodi, tutti passan volentieri.

Dä löf met beeze Händen en et Füer.
Bedburg

Da Losa on da Wond head sain oagni Schond.
Niederösterreich
i] Lose = Loser, Lauscher, Horcher.

Dä lot sich 's Gras nit ungere Füße wachse.
Emmenthal
ho] Hij laat geen gras onder de voeten groeijen.

Dä määt 'nen Bass'lemanes (= eine Verneigung, vom Spanischen 'beso las manos'), dat sich et Hemp en sibbe Felde läht (= legt).
Köln

Da mache sich einer einen Vers daraus.
i] Wenn etwas Unverständliches, Ungemeines geschieht oder gesagt wird.

Da machen wir's noch einmal wie der buchner Pfarr'.
Thüringen
i] Der buchner (ob Bucha bei Ziegenrück?) Pfarrer war ein sehr origineller Mann. Ein starker Gewitterguss hatte die über den Bach führenden Stege hinweggeschwemmt, sodass der Pastor zur Verrichtung einer bevorstehenden Taufhandlung nicht hinüber, aber auch die Paten nirgends herüber konnten. Da ließ der Pfarrer eine Handspritze holen und bedeutete die Paten, so nahe als möglich zu treten und den Kopf des Täuflings zu entblößen. Mit der Spritze in der Hand verrichtete der Geistliche die erforderlichen Formalitäten und sprach dann über den Bach auf den Täufling spritzend: 'Ich taufe dich im Namen des Vaters (erster Spritzstrahl) und des heiligen Geistes (zweiter Spritzstrahl), Amen.' Da riefen die Paten: 'Herr Pfarrer, Sie haben den Sohn vergessen.' 'Na', erwiderte dieser, 'das schadet nichts; da machen wir's noch einmal.' Und die Zeremonie wurde wiederholt.

Da mächt ma doach azwêgîn (entzweigehen).
Österreich-Schlesien

Da macht wieder jemand einen dummen Streich.
i] Worte des Carlos in Goethe's Clavigo, 2. Act. Bei den vielen dummen Streichen, die gemacht werden, lässt sich nicht annehmen, dass die Redensart erst aus Goethe entlehnt und sprichwörtlich geworden ist, wahrscheinlich ist, dass sie es schon war, als der Dichter sie zur Anwendung brachte.

Dä mag der Schatten van im net sen.
Bedburg

Da mag der Teufel lachen.
ho] Daar zou de duivel om lagchen.

Da mag gute Zeit gewesen sein, da die Bauern Edelleute wurden.

Da Man (Slang).
en] Idiom

Da man aber in dem, was man tun will, meist einige Schritte zurückbleibt...
Goethe, An Wieland, 26.9.1793

Da man ass (isst) und tranck, da war ich gern mank, da man sol ewig sein, da kompt man noch früe gnug hin.

Da man den Wind nicht nach der Mühle drehen kann, so muss sich die Mühle nach dem Winde drehen.

Da man die Diebe hinge an's Holz, behielten die Bauern ihre Pferde, nun man sie hänget an Geld, stehlen sie ihm die ganze Herde.

Da man die Sau brühen und sengen kann, wer wird sie scheren.

Da man haltet gute hut, auch guter frid sich finden tut.
la] Pax ibi seruatur, custodia quo dominatur.

Da man immer Zeit genug hat, wenn man sie gut anwenden will, so gelang mir mitunter das Doppelte und Dreifache.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,10

Da man Macht haben muss, um das Gute durchzusetzen, setzt man zunächst das Schlechte durch, um Macht zu gewinnen.
Ludwig Marcuse, Argumente und Rezepte

Da man mich neid, ward mir der Arsch erst breit.

Da man noch aus hölzernen Bechern trank, stand es wohl in der Welt.

Da man schrieb dem Edel und Fest, da stund die Sach' am allerbest; da man schrieb dem Hochgeboren, da war Hopfen und Malz verloren.

Da man schrieb dem Ehrsamen und Frommen, da war noch was zu bekommen; da man schrieb dem Ehrenfesten, stund es schon nicht mehr zum Besten; da man schreibt dem Hoch- und Wohlgebor'n, da ist Hopfen und Malz (o. Ehre, Liebe, Treu) verlor'n.
z] Damals stand es noch gut, da man einen Wagen Wagen, eine Hur Hure, einen Schelm Schelm und ein Futterhemd Futterhemd hieß; nachdem man aber einen Wagen Chaise, eine Hur Madam, einen Schelm Prokurator und ein Futterhemd Wespe (Veste) nennt, da ist es zu weit kommen.
dä] Det gik ilde til siden staadere finge henge-ærmer.

Da man sich denn immer einrichten muss, in einem unerforschlichen Meere zu schwimmen.
Goethe, An S. Boisserée, 11.11.1827

Da man soll ewig sind, da kompt man noch früe gnug hin.

Da man übermag, dem baut man selten einen guten tag.

Da mein Säckel aufgeht, da raucht mein kuchen.
sd] Den som haar wärd, han får fuller swärd.
sd] Har man det som klinger, man får fuller den som springer.

Da mesma flor a abelha tira o mel, e a vespa, o fel.

Da mich im Innersten eigentlich nur das Individuelle in seiner schärfsten Bestimmung interessiert.
Goethe, An K F. v. Reinhard, 14.11.1812

Da Michel (29.9.) zündt's Liecht an und da Joseph löscht's aus.
Oberösterreich

Da mir alle Tugenden fehlen, werde ich mich auf die Talente legen. Aus dem Kopf kann was werden.
Goethe, zu Caroline Flachsland, Dez. 1772

Da mir Hufeland die Bewegung als die beste Arzenei anrät.
Goethe, An Charlotte v. Stein, 14.4.1785

Da mir recht gut bewußt war, dass alle meine Bildung nur praktisch sein könne...
Goethe, Kampagne in Frankreich - Münster, November 1792

Da möcht' der Teufel Schultheiss sein.
Ulm

Da möcht i nöt ang'malt sei.
i] In Beziehung auf einen widerwärtigen oder missgeachteten Ort.

Da möcht' ich lieber ann Igel zum Oarwisch nahm'n.
Hirschberg

Da möcht' 'n Kuh greina.

Da möchte (o. könnte) einem die Galle platzen.
Troppau

Da möchte das Geld zur Feueresse hereinfallen.

Da möchte der Grindscherer kommen.
Oberösterreich
z] Zu schmuzigen Kindern sagt man: Geh wasch dich, sinst kimt da Grindschera übá dich. Man nennt nämlich behaarte Raupen 'Grindschara'. Grind = Schmutz, der sozusagen in die Haut wächst und weggeschoren werden muss, weil das Waschen nicht ausreicht.

Da möchte doch die Katze Kaviar scheißen.
ho] Mijne kat schiet vuur, zei besje, en ze had eene vonk aan haren staart.

Da möchte doch ein Schaf lammen.
ho] Daar zal eene ooi lammen.

Da möchte doch eine zweite Sintflut kommen.
z] Wisst ihr, wie in der Urzeit Land die Sintflut ob der Menschen bösen Hader nach einer Hypothese entstanden? Zehn Dichterlingen ließ Apoll zur Ader.
z] Warum wird trotz der Weltvergehen die zweite Sintflut nicht verhängt? Jehova hat vorausgesehen, dass doch die erste nichts verfängt.

Da möchte eine Kuh lachen.
i] Diese Redensart wurde von einem Dillinger Jesuiten zum Titel einer Schrift gegen die Protestanten gewählt.

Da möchte einen das Mäusel beißen.
Niederösterreich
i] Es ist damit die Arm- oder Fußmuskel gemeint.

Da möchte einer doch (o. das ist zum) türkisch werden.
ho] Liever Turksch dan Spaansch.

Da möchte einer Öl geben (o. seichen).
z] Dergestalt abprügeln, dass sie hätten Öl geben mögen.

Da möchte ich lieber ein verrecktes Gänslein hüten.
Nürtingen

Da möchte man aus dem Häuschen fahren.
i] Es gibt Dinge, bei denen auch der geduldigste Mensch ungeduldig wird, der ruhigste die Fassung verliert.

Da möchte man aus der Kaldaune (o. aus den Eingeweiden) fahren.
Meiningen

Da möchte man die Motten kriegen.

Da möchte man doch das heilige Kreuz für sich schlagen.

Da möchte man doch des Kuckucks werden.

Da möchte man doch des Teufels sein.
la] Genios iratos habeam.

Da möchte man doch Tinte saufen!
i] Wenn man über etwas entrüstet ist oder sich verwundert.

Da möchte man finzig werden.
Rottenburg
i] Nämlich vor Unmut.

Da möchte man Gichter bekommen.
Rottenburg
i] Vor Ärger. Eine selten vorkommende Mehrzahl von Gicht zur Bezeichnung von Zuckungen oder eines gliederlähmenden Schlagflusses. Man sagt statt Gichter auch Bocksgichter.

Da möchte man Gift und Galle speien.

Da möchte man gleich de Kränkte kriegen.
Schlesien
i] Epileptische Krämpfe, Fallsucht.

Da möchte man hintenausscharren wie die Hühner.
Nürtingen

Da möchte man in die Halbmetze fallen.
Meiningen
i] Drückt Erstaunen, Überraschung u.s.w. aus.

Da möchte man ja gleich an der Wand in die Höhe gehen. Thüringen
jüdisch-deutsch] Reiss' dich auf die gleiche (gerade) Wänd.
i] Wenn man jemand seinem Schicksal überlässt. Klettere meinetwegen an den Wänden hinauf. Sich reißen bedeutet hier: mühsam hinaufklettern.

Da möchte man ja gleich ein Kind kriegen von Werchpuzen und Sägespänen.

Da möchte man Junge bekommen.
i] Vor Ärger.

Da möchte man nicht gescheit werden.
i] Aus Unmut wahnsinnig.

Da möchte sich doch die Gans einen Kropf lachen.
mhd] Des mucht ein gans wol lachen.

Da möchten die Toten über die Lebenden weinen.
dä] Ofte græder den døde over den levende.

Da möchten doch die Steine weinen.
z] Das die steine weinen möchten.

Da möt'n dei Hunn' (Hund) ut't verkihrt End bleken.
z] Wat in Kuttelputt in dei holl Eik los is un worüm tau Perdöhl dei Hunn' ut't verkihrt End' bleken, mag de leiw Himmel weiten.

Da müest an alte Kuh lacha.
Oberösterreich
ho] Het is geen wonder, dat eene koo lagchen kan, zij heeft zulke verbruide lippen.

Da muss alles aufs Virgele hinaus.
Nürtingen
i] Aufs Komma.

Da muss die Physik lügen.

Da muss die Schrift lügen.
i] Zu ergänzen: wenn das nicht so ist. Beteurungsformel, besonders kirchlicher Reden.

Da muss doch die Hölle einen Riss kriegen, sagte der Fuhrmann, als er umwarf.
Oberlausitz
i] Ausruf bei ärgerlichen Vorgängen.

Da muss ich auch dabei sein.
i] Ich werde Angriffe zurückzuweisen wissen.

Da muss ich gleich den Hals strecken.
i] Es widersteht mir, macht mich zum Brechen.

Da muss ja eine Bulle platzen.

Da muss ja gleich eine alte Wand wackeln.
i] Ausruf des Staunens und der Verwunderung.

Da muss man die Läuse aus dem Pelze suchen.
i] Von einer unangenehmen widerwärtigen Arbeit.

Da muss man Maul und Augen aufsperren.

Da muss man sich eine Katze besorgen zum Lausen.
i] Bei einer langweiligen Arbeit.

Da muss man von guten Eltern sein.
i] Viel Kraft, Geschick und Glück haben.

Da muss man warten, bis Schellen Trumpf wird.

Da muss man zeitig wehren, wo man nicht soll (das Land) verheeren.
la] Vir qui zelatur nec seuit tutor agatur.
sd] Thaen skal waeria som ey will haeria.

Dä muss mit de Müse (Mäuse) pueste.
Luzern
i] Die Krankheit wird ihn ins Grab reißen.

Dä muss noch gewannt un gekrênzelt wärde.
Bedburg
i] Von einem unerfahrenen, unwissenden oder unhöflichen Menschen.

Da muss noch manch Wässerle de Bach abe laufe.
i] Bis das oder jenes geschieht.

Da muss sich manches Rätsel lösen,
Doch manches Rätsel knüpft sich auch.
Goethe, Faust

Da musst du den Beichtiger fragen, sagte die Mutter zum Knaben, als er wissen wollte, warum er zu seiner Tante im Kloster nicht mehr Jungfer sagen solle.

Da musst du früher aufstehen.
i] Wenn du das durchsetzen, wenn du mich anführen, wenn du mit dem fortkommen willst, du überschätzest deine Kraft.

Da musst du vorher noch mehr Knöpflen essen.
Nürtingen

Da müsst' ich von einer tauben Kuh gefressen haben.
i] Wenn ich das oder jenes täte.

Da müsst' ich's gestohlen haben.
i] Wenn ich es für diesen Preis weggeben sollte.

Da musst sterben und wenn du tausend Seelen hättest.
Ungarisches Volksmärchen

Da musste auch das Böckel grade ärschlich springen.
i] Wenn etwas fehl geht, von dem man glaubte, es müsse gelingen, weil man alles klug vorbereitet zu haben meinte.

Da müsste der Bär zum Lamme werden.

Da müsste der Teufel Stelzen gehen.
ho] Al zou de duivel op stelten rijden.

Da müsste die Köchin Hungers sterben.
ho] De koks vochten daar.

Da müsste eher kaltes Eisen biegen.
i] Um Zuverlässigkeit, Festigkeit eines Charakters zu bezeichnen.

Da müsste ich doch Tinte getrunken (gesoffen) haben.
i] Wird gebraucht, um die Möglichkeit, etwas Ungeeignetes getan zu haben, abzulehnen.

Da müsste ich ein rechter Narr sein.

Da müsste man das Geld gestohlen haben.

Da müsste man das Geld im Simri dastehen haben.
Rottenburg

Da müsste man das Geld zum Hinausschmeißen haben.
Nürtingen

Da müsste man einen eigenen Geldscheißer haben.
Nürtingen

Da müsste mein Herz ein Bauer sein.
Schlesien

Da müssten (würden) die Steine schreien.
i] Wenn nämlich hier die Menschen schweigen. Nach Luc. 19, 40.
ho] Dan zouden de steenen spreken.

Da müssten ja einem wilden Schweine die Borsten zu Berge stehen.
i] So abscheulich, so grauenhaft ist es.
ho] Dat is zoo afgrijselijk dat het een wild zwijn de borstels zou doen te berge rijzen.

Da müssten wir nicht Preußen sein! Jul. Sturm, Wie schön leuchtet der Morgenstern

Da müssten Zeichen und Wunder geschehen.

Da müste einer ein steinern Herz und gleserne augen haben.
i] Wenn er hier kein Mitleid haben sollte.

Da mut de hochwîse Rat ên Iesên in dôn.
Hamburg
i] Das muss anders, besser, dem muss gesteuert werden.

Da mut he den Mund vör wischen.
Holstein
i] Es geht ihm vorüber, ist ihm zu hoch, zu teuer.

Da Mythos erfunden wird, werden die Bilder durch die Sachen groß, wenns Mythologie wird, werden die Sachen durch die Bilder groß.
Goethe, Tagebuch, 5.4.1777

Da naht die Lust, doch füllt sie nicht die Stelle
Des Glücks, das immer man beweint.
Freiligrath, Oden: Schmerz

Da nämlich auf der Welt nichts ewig bestehen kann, sondern alles, was einmal groß gewesen, klein werden und abnehmen muss...
Goethe, Wanderjahre III,6

Dä nicks (nichts) es un maint sik nicks, dai es gar nicks.

Dä Nicksnotz schleit ûs dem Åt, hä schlääch singen Vâ un singer Mô nit.
Köln
hdt] Der Nichtsnutz schlägt aus der Art, er gleicht seinem Vater und seiner Mutter nicht.

Da nimm di'n Ôg'nspêgel an.
i] Das lass dir zu einem ermunternden oder abschreckenden Beispiel dienen.

Da nun aber alles Öffentliche auf dem Familienwesen ruht...
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,13

Da nun aber selbst das größte Talent, welches in seiner Bildung einen Zwiespalt erfuhr, indem es sich zweimal, und zwar nach entgegengesetzten Seiten auszubilden Anlass und Antrieb fand, kaum vermögend ist, diesen Widerspruch ganz auszugleichen...
Goethe, Schriften zur Kunst - Cäsars Triumphzug von Mantegna

Da nun aber unser Individuum, es sei so entschieden als es wolle, doch von der Zeit abhängt, wohin es gesetzt, von dein Ort, wohin es gestellt, so haben diese Zufälligkeiten Einfluss auf das notwendig Gegebene.
Goethe, Verhältnis zur Wissenschaft, besonders zur Geologie

Da nun alles schon an mir vollbracht ist, was bleibt mir noch zu fürchten übrig?
Jean-Jacques Rousseau, Träumereien eines einsamen Spaziergängers

Da nun den Menschen eigentlich nichts interessiert als seine Meinung, so sieht jedermann, der eine Meinung vorträgt, sich rechts und links nach Hilfsmitteln um, damit er sich und andere bestärken möge.
Goethe, Maximen und Reflexionen 553

Da nun die Ehe ein Knoten ist, den erst der Tod, wieder löst, so sollen die Bänder, welche diesen Knoten bilden, einander ähnlich sein und aus gleichen Fäden bestehen.
Cervantes, Die Macht des Blutes

Da nun die Geschlechtsliebe ihrer Natur nach ausschließlich ist, so ist die auf Geschlechtsliebe begründete Ehe ihrer Natur nach Einzelehe. Engels, Der Ursprung der Familie

Da nun einerseits jedes vorhandene Ding rein objektiv... betrachtet werden kann; da ferner auch andererseits in jedem Dinge der Wille, auf irgendeiner Stufe seiner Objektivität, erscheint, und dasselbe sonach Ausdruck einer Idee ist; so ist auch jedes Ding schön.
Schopenhauer

Da nun ferner eine jede Religion das reine ruhige Verkehr der Menschen untereinander befördern soll, die christlich evangelische jedoch hiezu besonders geignet ist...
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1805

Da nur thront
Glück, wo die Zufriedenheit auch wohnt. Narájana, Hitopadesa

Da nützen auch alle Zeugnisse nichts, wenn einer nicht glauben will.
Arabien

Da nützt kein Leugnen und kein Lügen.
bm] Bŭh mu smysly zmátl.
bm] Krev človĕka pomate.
bm] Ne prospĕje zločinci zapíráni.

Da offenbar eine ganz einfache und schlichte Kost hinreicht, den Leib des Menschen zu ernähren, ein einfaches Gewand, ihn zu bekleiden, ein einfaches und schlichtes Obdach, ihn zu schützen, so folgt daraus, dass nur ein kleiner und bescheidener Aufwand von Mühe hiezu nötig ist, wie es denn auch in alten Zeiten Sitte war. Comenius, Labyrinth der Welt

Da öss Geld wie önn e Hoff.

Dä pack immer de Mûl (Maul) ze voll.
Bedburg

Dä pass op, wat gespillt wird.
Brandenburg

Dä Pastor prâdig net zweimôl für ê Gääld.
i] Wenn man veranlasst wird, das zu wiederholen, was man eben gesagt hat.

Da Patriotismus und Aufklärung die beiden Pole sind, um welche sich alle Sittenkultur der Menschheit bewegt, so werden auch Athen und Sparta immer die beiden großen Gedächtnisplätze bleiben, auf welchen sich die Staatskunst der Menschen über diese Zwecke zuerst Jugendlich froh geübt hat. Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit

Da Peterstag (22.2.) brent ön Ker'n d' Wurzn a.
Oberösterreich

Da pfeift der Hund hinein.

Da quillt mir der Bissen im Halse.

Da rast der See und will sein Opfer haben.
Schiller, Wilhelm Tell, I, 1 (Ruodi)

Da raucht's, als wie wenn der Kleinhäusler bacht.
Wien

Da red' (er redet) möt em Pferd französisch.
Tilsit
i] Wenn sich jemand vergeblich bemüht, einem etwas klar zu machen.

Da regiert der abnehmende Mond.
i] Von Dienern, Beamten u.s.w., welche die Güter ihrer Herrschaft schmälern.

Da reib' ich mich nimmer hin, sagte der Teufel, als er ein Crucifix am Wege sah.
z] Feret er durch die Dornhecken vom wege, vber stock und stauden, vber wurpus und rannen.

Da reisadi Kreutzer is bösser als da fliagadi Gulden.
Wienerwald

Da reiten sie hin! wer hemmt den Lauf?
Wer reitet denn? 'Stolz und Unwissenheit.'
Laß sie reiten! da ist gute Zeit,
Schimpf und Schade sitzen hinten auf.
Goethe, Zahme Xenien I

Da rennt ênem dat Wasser öm Mûl tosammen.
i] So verlockend duftet die Speise.

Da rük (riech) an, sä' Hans, da slaug hei Jürgen up de Näse. Hildesheim

Da rük an, sä' Hans, da slaug hei Jürgen up Näse.
Hildesheim

Da rüm kackert mi uk so.
Pommern
i] Prahlereien oder Drohungen gegenüber ganz wie das studentische: Darum stinkt's auch so!

Da Russland seiner inneren Wesensart nach der europäischen Welt fremd ist, da es zudem allzu stark und mächtig ist, um den Platz eines der Mitglieder der europäischen Familie einzunehmen, um eine von den europäischen Großmächten zu sein, vermag es nicht anders eine seiner und des Slawentums würdige Stellung in der Geschichte einzunehmen, als indem es zum Haupte eines besonderen, selbständigen politischen Staatssystems wird und Europa in seiner ganzen Gemeinschaft und Ganzheit zum Gegengewicht dient.
M. J. Danilewskij, Russland und Europa (1867)

Da 's blot so'n Mûl brüen.
i] Von ungenügender Kost. Der Mund wird angeführt, er meint, er bekäme was und es ist doch nichts Ordentliches. Brüen, auch brüden = aufziehen, necken, vexieren.

Da 's lange wachten, man quad fasten.

Da 's 'n Muskant, säd' de Jung, bloß up'n Sägenstütz (Sausteiss).
Hamburg

Da S. Rochus kam, ward S. Anthonies vergessen.

Dä saddelt fröh un reck spät.

Da sagt die Bohn [Tante der Schreiberin]: Ich begreife nicht, wie es kommt, dass die Menschen doch auch mit niemand zufrieden sind! Da steht er [Goethe] still und sagt: Ja, wisst ihr Kinderchen, woher das kommt? weil sie mit sich zu sehr zufrieden sind.
Goethe, Johanna Frommann, April/Mai 1817

Da sah der liebe Gott zum Fenster heraus und sprach: Ihr Herren, es wird nichts draus.
Schweiz (Mögen die Leute ratschlagen, die Oberherrschaft ist Gottes)

Da sall en Schelm de Wârheit vun seggen; nu snack du.
Holstein
i] Scherzrede. Ein Schelm soll die Wahrheit davon sagen, was meinst du?

Da san Luca el ton va in zuca.
i] Am Sanct-Lukas geht der Donner in die Kürbisse.
Venetien

Da saß die Katze im Nest.
i] Dort saß es, das war der Grund.

Da säßen wir; wenn wir was hätten, so äßen wir.

Da Saul sicher war, verlor er Spieß und Wasserbecher.

Da schaut der Fleischhacker dem Schneider zum Fenster heraus.
Stockerau
i] Der bloße Leib durch das zerrissene Kleid.
ndt] Fleschers (Fleischers) Dochter kickt ût Strumpweber sin Finster. Altmark
i] Irgendein Kleidungsstück ist derart schadhaft, dass man die bloße Haut sehen kann.

Da schaut die Not überall heraus.

Da schaut etwas (oder nichts) heraus.
Steiermark
i] Dabei ist etwas (nichts) zu gewinnen.

Da scheisst der Hund drein.
Rottenburg
i] Die Sache misslingt.

Da scheisst der Hund mehr als die Nachtigall.
Nürtingen

Da scheisst der Hund Provenceröl.
Nürtingen
i] Wenn ein Plan vereitelt ist.

Da scheisst ja ein Pferd mehr als zehn Wachteln.
i] Ausdruck des Unwillens.

Da scheisst mir wieder der Hund in die Grütze, und die andern kriegen ihn mit Butter gemacht.
Breslau
i] Klage eines Pechvogels.

Da schied ein hoher Geist!
en] There's a great spirit gone!
Shakespeare, Antonius und Cleopatra I,2

Da schiss der Hund ins Feuerzeug.

Da schlag Glück zu, wie zu denen von Kappel Kuh.
i] Friedrich, der letzte Graf von Toggenburg, hatte einen Maler, der von einem kappeler Mönche im Scherz gefragt wurde, ob er auch eine Kuh malen könne. Um seine Kunst zu zeigen, malte er sie, jedoch mit Anspielungen, die ein Böswilliger, der dabei war, als eine von dem Convent absichtlich angestellte Verspottung der Schweizer verbreitete. Diese zogen nun, noch ganz besonders durch den Krieg um das toggenburgische Erbe dazu veranlasst, nach Kappel und verwüsteten das Kloster so, dass es jahrelang verödet dalag. Das Volk aber spottete desselben, indem es sang, denen von Kappel habe ihre Kuh viel Glück gebracht.

Da schlag Gott den Teufel tot.
i] Ausruf des Erstaunens, der Verwunderung, des Unwillens.

Da schlag mal einen Knoten hinein, sagte die Braut, und furzte dem Teufel vor die Nase.

Da schlag mal einen Knoten rein, sagte die Braut und furzte dem Teufel vor die Nase.
ndt] Ta, ta slâ mal 'n Knutten in, säd' de Brût, un furzte dem Deuwel vör de Näse. Lüneburg

Da schlag Venus zu, so darff Vulkanus eines Knechts weniger.

Da schlage dieser und jener zu.
v] Einen afschmären, bösten, bumhasen, bumpsen, dachtein, dolwen, dreschakeln, dreschen, fegen, fitjen, fitzen, füstjen, fuchteln, gallern, gießeln, garben, hallaschen, hamern, herumhalen, klappen, knüppeln, kloppen, knipsen, kîlen, köllern, kranzheistern, korranzen, knirfitjen, karwatschen, kurwachteln, klabastern, kaleschen, kasterviolen, knuffen, karnüflen, knüfeln, laschen, lusen, leddern, pauken, pîtschen, prügeln, pisacken, pulen, schlaen, schmieten, schmären, schrallen, schrammen, striegeln, tageln, tackeln, taudecken, taurichten, tulen, versohlen, verfuestkîlen, walken, wamsen, weifen, wicksen, wullen, wörteln. Einen abdecken, afdrögen (abtreugen), abtrecken, balgen, ab-, aus-, durch-, zerbalgen, banschen, bantschen, banggen (banken), basken, batten, battern (nicht vom französischen battre, sondern Wiederholungsform von batten), bauschen, (pauschen), begrüßlusen, begrüßvogeln, bekrampen, bekreuselen, bengeln, ab-, durch-, zerbengeln, blädern, (blätern), bläuen, ab-, aus-, durch-, zerbläuen, boken, bokeln, bokern, boksen (baksen), bokseln, bösten, breichen (bereichen), breien, bülsen (bilsen, pülschen), bumfasen, bunkfasen, bumbsen, buren, ab-, durchburen, bürsten, büßen, büstern, dâksen, ab-, aus-, durch-, zerdâksen, abdachteln, deffeln (daffeln, töffeln), ab-, ausdurchdäffeln, dätschen, ab-, verdätschen (Schweiz), deffen (töwwen), ab-, durchdeffen, dengeln, ab-, durchdengeln, dölfen (dölwen), dolsken, dreschen (dasken, döschen), ab-, aus-, zerdreschen, dre-, dra-, drischoken, ter-, tre-, trischoken, dre-, trischokeln, drillen (trillen, jener Köhler, der nachher den Namen Triller erhielt, sagte, er habe mit seinem Baum den Prinzenräuber Kunz von Kaufungen bass gedrillert), duffen (tuffen), ab-, durch-, zerduffen, dülpen (tülpen), ab-, u.s.w. dülpen, duseln, duschen, fausen, fauseln (fäuseln), fausteln, ab-, durchfausten, fäusteln, ab-, durchfäusteln, fauzen, fegen, ab-, durchfegen, fristern, fickeln, fisacken, fideln, fitjen, fitzen, ausfitzen, fitzeln, flerren, erflerren, fletzen, fledern, flegen, fuchteln, ab-, aus-, durch-, zerfuchteln, fummeln, funksen (funxen), gallern, begallern, gängeln, durchgängeln, geigen, geisseln (gnasseln), aus-, durch-, zergeisseln, gerben, ab-, aus-, durch-, zergerben, gielen, grubben, grubsen, grüsen (gröten), begrüsen, gürten (mit dem Gurte schlagen), ab-, aus-, durch-, zergürten, guseln, habern, durchhabern, hacken, zerhacken, hallaschen, hämmern, hauen, ab-, aus-, durch-, zerhauen, holstern, hutschen, kalaschen, ab-, aus-, durch-, zerkalaschen, kantschuen, ab-, aus-, durchkantschuen, kappen, abkappen, karbatschen, durch-, zerkarbatschen, karniffeln, karnuffeln, ab-, durch-, zerkarnuffeln, kasterviolen, keulen, ab-, aus-, durch-, zerkeulen, klabastern, ab-, u.s.w. klabastern, klappsen, klatschen, ausklatschen, klopfen, ab-, aus-, durch-, zerklopfen, knepen, knippen, knipsen, knirrsicken (knirrsitjen), knochen, knöcheln, knoffen, knuffen (knüffeln), knuffeln (knüffeln), knüppeln, knitteln, ab-, aus-, durch-, zerknüppeln, knuschen, kunûtschen, kranzeln, kranzheistern, kuffen, kuranzen (koranzen), ab-, durch-, zerkoranzen, kurwachteln, laschen, lausen, ledern, ab-, aus-, durch-, zerledern, mampsen, maulschellen, mosen, mopsen, mopseln, nähen, ab-, durchnähen, niffeln, nöcksen, ab-, durchnöcksen, noppen, nubben, nussen, nüßeln, abnüßeln, ohrfeigen, abohrfeigen, ohrbaksen, panzerfegen, patschen, aus-, durch-, zerpatschen, pauken, ab-, aus-, durch-, zerpauken, peitschen, ab-, aus-, durch-, zerpeitschen, pelzen, ab-, aus-, durch-, zerpelzen, peusen, pisacken, plätzen, plätzern, planzen, preschen, pritschen, prügeln, ab-, aus-, durch-, zerprügeln, puffen, püffen, püffeln, pussen (?), rangeln (rängeln, rengeln), ab-, aus-, durchrengeln, rebuffen, rögen, rolfinken, rüllen, rupfen, rütteln, schlagen, zerschlagen, schmeißen, schmieren, ab-, durch-, zerschmieren, schmitzen, schrallen, schwappen, stäupen, schütteln, stöbern, streicheln, stuppsen, tageln, (takeln) ab-, durchtageln, tampen, tamsen (tämsen), ab-, durchtamsen, tänzeln (?), tschöppen, tschiggen (tschiken), tuschen, übergehen (Ton auf geh), wachteln, ab-, durchwachteln, wackeln, ab-, aus-, durchwackeln, walken (walchen), ab-, aus-, durch-, zerwalken, wamsen, ab-, aus-, durch-, zerwammsen, watschen, abwatschen, weifen, wichsen (wixen), ab-, aus-, durch-, zerwichsen, wöllen (wullen), wurzeln (niederdeutsch wörteln), durchwurzeln, zerfleischen, zudecken, zwicken, zwiebeln. - Wie oben gezeigt, verbindet man diese Wörter sämmtlich mit dem Accusativ. Man gebraucht aber viele derselben auch noch in Verbindung mit vielen andern Wörtern, um eine Art und Weise, einen höhern Grad des Schlagens näher zu bezeichnen. (S.  Wams). Will man ein gegenseitiges Schlagen (Schlägerei) unter mehreren Personen ausdrücken, so gebraucht man die meisten der obigen Ausdrücke in rückbezüglicher Form, und sagt: Sich balgen, boxen, kampeln, prügeln u.s.w., wozu auch die Ausdrücke: Sich raufen, zausen, huschen, zupfen u.s.w. gehören. In weiterer Bedeutung kann man hierher auch die Wörter ziehen, welche man von denen gebraucht, die Schläge bekommen, als: etwas ab-, wegkriegen.
sinnverwandt] einem anbaüten (hochdeutsch einheizen), bocken, buaken (hochdeutsch pochen), bunken (von Bunge = Trommel), dâwern, deär'sken (dreschen), taudecken (zudecken), dölwen (hochdeutsch fäusteln), dubben, duldàiwen (einem durch Ohrfeigen, Schläge auf den Kopf u.s.w. die Besinnung rauben) vom holländischen dooven = täuben féägen (fegen), féämen oder fädemen, féusen (mit Faustschlägen behandeln), fikeln und fickeln (schlagen mit einer Ruthe oder mit sehr biegsamen Stecken), fillen (durch Schlagen mishandeln, vom Fell), fläbben (Maulschellen geben, von Fläbbe = Maul), flappen (= klappen), düärèin, fucken (schlagen, stoßen, s.  Fuchswild), gàisen (einen so mishandeln, dass er die Besinnung verliert, s.  Gänsehimmel), hänsen, (s.  hänseln) haugen (hochdeutsch hauen), hèämstern (eigentlich bearbeiten, hier mit Schlägen, von Hamster), kargitseln (mit einer Geissel oder Ruthe schlagen, von kara- gisil, Bussgeissel?), karwatschen (peitschen, vgl. I276, 22), sik kathaltern (kratzen, raufen, schlagen), kilen (keilen), klappen, klappen, kloppen (hochdeutsch klopfen), knällen (mit einem Stocke schlagen, von knallen), knuffen, knüffeln (mit Faustschlägen bearbeiten), knückeln (hochdeutsch knöcheln, Schläge mit den Faustknöcheln oder auf die Knöchel geben), kramantseln (prügeln), kwâsen (mit einem Reise schlagen), möppeln (eig. von Schlägen auf den Mund), nuffen (=knuffen), pälen (schwere, schallende Hiebe austheilen), poaläsen (pfahlarschen. Der zu spät aufgestandenen Magd wird, nachdem sie auf ein Bausch Stroh geworfen worden ist, die Handhabe eines Dreschflegels ans Gesäss gehalten und darauf mit andern Flegelstielen unter Hersagung eines alten Reims die Züchtigung vorgenommen), peitsken (peitschen), pisaken (prügeln), quälen, plagen, puffen, puckern, pülwen, ràistern (eigentlich auf dem Roste braten, hier mürbe schlagen), rängeln (Rängel = Prängel, dicker Stock, Prügel), durengeln oder düärrängeln (durchwalken, nicht von Düringen oder Thüringen), taurichten (zurichten), taurüstern (rüstern = reinigen, säubern), afsäuken (absuchen), sloan (schlagen), sméären (schmieren), smêiten (den Feind werfen), snacken (schallende Peitschenschläge), durgstriken (durchstreichen), strîegen (streichen mit der Ruthe), stripsen (Schläge mit der Rute geben), swâden (stark prügeln), wackeln (durchwackeln), walken, windwackeln (windelweich schlagen), wämsen (das Wams ausklopfen), wiksen. Grafschaft Mark
sinnverwandt] Baitsch'n (eigentlich mit der Peitsche schlagen, aber auch für schlagen überhaupt), bälz'n (in der Richtung hinaufschlagen), boasch'n (mit der flachen Hand, meist auf den Hintern schlagen, dass es klatscht), begg'n (schnell einen kleinen Schlag geben), bfeffen (pfeffern, hauen), bfloassen (pflastern, abhauen), bîene (birnen, mit den Knöcheln der Faust auf den Kopf schlagen, als ob Birnen darauf fielen), biff'ln (büffeln, mit der Faust schlagen), blai'n (bläuen), bléd'n (plettern, so schlagen, dass es kein Geräusch macht, als wenn der Hahn oder die Gans mit den Flügeln schlägt), bleschen (so schlagen, dass es schallt), bôss'n (poßen, mit einem Stocke schlagen), bragge (bracken, mit der flachen Hand auf den Mund oder den Hintern schlagen), brig'ln (prügeln, eigentlich mit einem Prügel, dann schlagen überhaupt), buffe (buffen, mit der Faust stoßen), buksen (mit der Hand schlagen), bume (pumen, mit der Faust wiederholt auf den Rücken schlagen, dass es einen dumpfen Laut gibt), doacht'ln (dachteln, auf den Kopf, aufs Dach schlagen), dascheln (täscheln, sich zarte, freundliche Schläge auf die Wange geben), dêdschen, (mit der flachen Hand Schläge auf den Kopf geben), dibb'ln (auf den Kopf stoßen), dobb'ln, dólne' (mit der flachen Hand Schläge auf den Kopf geben), dresch'n (wiederholt und derb schlagen), drischäggen, faunzen (Schläge ins Gesicht, besonders auf den Mund geben), figge (ficken, ein wenig mit der Ruthe streichen), fisolen, flacheln (mit irgendetwas Breitem und Dünnem schlagen), floaschnen (mit der breiten Hand Schläge auf die Wange oder über die Ohren geben), fliggen (ein wenig, und zwar auf den Hintern schlagen), fotzne (fotzen, mit der Hand Schläge auf den Mund geben, der hier im verächtlichen Sinne Fotze genannt wird), gaeseln (geisseln, mit der Peitsche schlagen), glópfe (klopfen, namentlich auf die Finger schlagen), hauen, kanifeln (karnüffeln, hart behandeln, quälen), karwâtschen, kîen (kehren, auskehren), koramisiren (ad coram nehmen, einschließlich der Abstrafung), kueranzen (hart behandeln), maltratien (malträtiren = stoßen, schlagen, mishandeln), messen, müllen, nuss'n (stoßen, besonders mit der Faust), ohfaign ge (ohrfeigen, Schläge ins Gesicht und über die Ohren), salben, sâweln (mit einem Säbel schlagen), schmalzen, schmien (schmieren), schnoalz'n (eigentlich mit der Peitsche schlagen), sdraeffé (streifen, mit einem länglichen Instrumente schlagen), streichen, striegeln, stricksen (Schläge mit einem Stricke geben), sohlen, wacheln (schlagen, dass es Wind macht), watschen, waegge (weichen = durchweichen, durchprügeln), wässern, wichsen, wuschen (mit der Ruthe streichen) herabziehen, zudecken, zurichten, zwifeln (zwiebeln, schlagen mit dem Nebenbegriff des Quälens, Peinigens). Niederösterreich

Da schlêt de Ogen up as de Gös, wenn dat wäret (wittert).
i] Wer halb dumm und halb verlegen auf etwas blickt.

Da schmeckt's nit nach Kicheli.
Franken
i] Riecht es.

Dä schmirt im Brei öm de Mul.
v] Hä wel alles mem Hohnerklöche krige. Köln
var ]Mer môss dat esu mem Hônderklögche krigge. Köln

Dä schmückt de Brotis.
Luzern
i] Mundartlich für: riechen.

Da schoss der Blinde eine Krähe.
altfries] De ar skuat de Blinj en kraek.

Dä schrabb net om Boddem.
Bedburg
i] Bei dem hat's keine Not, er ist wohlhabend.

Da schreibet weder Lucas noch Syrach etwas (viel) davon.
i] Wortspiel mit Lugas und Lukas.
ho] Lukas schrijft daar nit van.

Dä schriew met dubbelde Kreck (Kreide).
Bedburg

Da schwankt der Schwanz ohne Kopf, wo das Weib sich die Herrschaft nimmt.

Da schwebt hervor Musik mit Engelschwingen,
Verflicht zu Millionen Tön' um Töne,
Des Menschen Wesen durch und durch zu dringen,
Zu überfüllen ihn mit ewger Schöne:
Das Auge netzt sich, fühlt im höhern Sehnen
Den Götterwert der Töne wie der Tränen.
Goethe, Trilogie der Leidenschaften. Aussöhnung

Da schwimmen wir Äpfel, sagte der Rossapfel und schwamm mit den echten.

Da schwimmen wir Äpfel, sprach der Roßdreck und schwamm unter Äpfeln den Bach hinab.
var] Da schwimmen wir Äpfel, sagte der Rossapfel und schwamm mit den echten.
var] Nos poma natamus, sprach der Rossbolle und schwamm mit andern Äpfeln den Bach ab.
var] Wir Äpfel kommen von Strasburg, sagte der Rossdreck, als er auf dem Rhein dahergeschwommen kam.
ho] Wij appelen zwemmen, zei de paarden keutel.
la] Etiam corchorus inter olera.

Da schwimmen wir Appel, seggt dei Rossappel, un schwemmt mit 'n Gravensteiner dei Bäck lang.
Mecklenburg

Da schwimmen wir öpffel daher, sagt jhener rosstreck, schwamm er mit andern öpffeln den bach ab.

Da seh ich dich, du Krone aller Frauen, in weiblich reizender Geschäftigkeit,
In meinem Haus den Himmel mir erbauen
Und, wie der Frühling seine Blumen streut,
Mit schöner Anmut mir das Leben schmücken
Und alles rings beleben und beglücken.
Schiller, Wilhelm Tell, II, 2 (Rudenz)

Da sehen Sie, wie Menschen mit ihren Menschenbrüdern umgehen.
Voltaire, Candide oder Die beste der Welten

Da seht ihr doch, dass ein Ochs darin Platz hat, sagte der Schulz zu den Gemeinderäten welche behaupteten, die Viehtränke sei zu eng, und tauchte seinen Kopf hinein.

Da sei die Tür vor mit der hölzernen Klinke.
i] Das Tue nicht o. das Tue ich nicht.
ndt] Dar si de Dör vör un dat hêle Hûs.

Da sei Gott vor!
la] Ne di sirent. Plautus

Da setzt es was.
i] Da gibt es Schelte, Verweise, Schläge.

Da siacht ma das Wort Gottes schwarz auf weiß, hat der Bauergsagt, wia da Herr Pfarra auf an Schimmel gritten is.

Da sich das geschwisterliche Gefühl besonders von oben nach unten äußert, nämlich in der Fürsorge der Größeren für die Kleineren, bildet es ganz natürlich den Kern für eine spätere soziale Einstellung.
Martin Andersen Nexö (1869-1954), Erinnerungen

Da sich die Dinge des Herzens nicht erklären lassen, sind die empfindsamen Menschen in den philosophischen Diskussionen immer unterlegen.
Sully Prudhomme, Gedanken

Da sich gar manches unserer Erfahrungen nicht rund aussprechen und direkt mitteilen lässt, so habe ich seit langem das Mittel gewählt, durch einander gegenüber gestellte und sich gleichsam ineinander abspiegelnde Gebilde den geheimeren Sinn dem Aufmerkenden zu offenbaren.
Goethe, An K. J. Iken, 27.9.1827

Da sich Greise dem Kindesalter nähern, so ist ein Jüngling gegen ein solches Kind ein gesetzter Mann.
Jean Paul, Gedanken

Da sie [Madame de Staël] keinen Begriff hatte von dem, was Pflicht heisst, und zu welcher stillen gefaßten Lage sich derjenige, der sie übernimmt, entschließen muss, so sollte immerfort eingegriffen, augenblicklich gewirkt, sowie in der Gesellschaft immer gesprochen und verhandelt werden.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1804

Da sie die Meerkatze melken wollten, sperrte sie sich unbändig. Da sprachen sie: Die Milch bei solcher ist (gewiss) schlechter Art.
Ägypten

Da Sie es übrigens halten wie ich: den Tag zu sichern und zu schmücken wie möglich und dem Dulden sogleich eine Tätigkeit entgegenzusetzen...
Goethe, An Marianne v. Willemer, 10.2.1832

Da sie selber nicht einsahen, was ihnen frommte, so nahmen sie sich einen Blinden zum Führer. Cicero, Tusculanae

Da sie spann, hatte sie an.

Da Sie übrigens meinen Divan so gut kennen, so wissen Sie, dass ich selber gesagt habe: 'Wenn man Wein getrunken hat, weiß man das Rechte', und dass ich Ihnen also vollkommen beistimme. Es liegen im Wein allerdings produktiv machende Kräfte sehr bedeutender Art, aber es kommt dabei alles auf Zustände und Zeit und Stunde an, und was dem einen nützet, schadet dem anderen.
Goethe, Eckermann, 11.3.1828

Da sieh mir nur die schönen Knaben!
Es ist wahrhaftig eine Schmach:
Gesellschaft könnten als die allerbeste haben,
Und laufen diesen Mägden nach.
Goethe, Faust, I, 2 (Bürgermädchen)

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