Weisheiten 51


Dai sittet sik im Lechte (Lichte) as en Holskenmker (Holzschuhmacher).
Grafschaft Mark

Dai sld derna (er schlgt danach) as de Blinne nam (nach dem) Duppen.

Dai Spa mutt Schapthn hebben, kein Hunn'nthn.
Mecklenburg
hdt] Der Spa muss Schafs-, er darf keine Hundszhne haben.

Dai shd in de Locht (Luft) as en Vuegelfnger.
Grafschaft Mark

Dai van Not to Brot koemt, dat sint de slimmsten.

Dai wet nitt van Ttten oader Bloasen.
Iserlohn

Dai wet van Guot kain Let.
Iserlohn
hdt] Er wei von Gott kein Lied.

Daiwesgued (Diebesgut) dat nmmer gued.
Westfalen

Djlich Brt (Brot) schtlt de Nit.

Dkdn (dicktun) s nichen.
Kronstadt

Dal mt dem Gedn, heft Ms geschlackert.
i] In Samland, wenn jemand gleich nach dem Essen sich zur Ruhe legt, oder wenn man Kinder zur Ruhe bringt. Gedun ist ein altpreussischer Name, der hier wohl nur als Wortspiel mit dn = dick (vollgegessen) gebraucht ist.

Dal mt dem Gerwine, heft Speck gestle.
Alt-Pillau
i] Gerwin ist Personenname.

Dalang wat idj m a Gratten, maren wat skitj m a Letjen.
Fhr
hdt] Heute was essen mit den Groen, morgen was scheien mit den Kleinen. (Wer sich heute erhht, wird morgen erniedrigt)

Daliegen wie die Kindbetterin.
i] Die Berner nach der Schlacht bei Laupen.

Daliegen wie ein fauler Schfer auff der Schippe.

Dlsche Leute haben das meiste Glck.
ho] Malle menschen hebben het geluk.

Dam (diesem) ss der Zp g'schlissen.
i] Er ist durch Vorhaltungen, Vorwrfe, Zurechtweisungen u.s.w. gedemtigt, auch vom Geschick hart mitgenommen worden, er hat sein Vermgen u.s.w. verloren. Zp, Zpf am Erzgebirge Zps, eine Krankheit der Hhner, die sonst Pips genannt wird.

Dam Biere worn rechte Hefen gegan.

Dm ne gefllt de Mder on dm Andre de Doeter.
Dren
hdt] Dem einen gefllt die Mutter, dem anderen die Tochter.

Dam is Hllenwoarm.
Hirschberg

Dam Kende (Kinde) lott oach d' Tomb-d'r schln.
sterreich-Schlesien
i] Tomb-d'r = die Ader, aus der sein dummes Zeug, seine bermtigen Streiche kommen. - Man vertreibe oder bndige seinen kindischen bermut.

Dam machen se de letze Musicke.
hdt] Dem machen sie die letzte Musik, sie luten ihn aus.
fr] Musique de sainte innocent fait piti qui l'entend.

Dam sei Voatter is off en Nssbm dersoff'n.
Henneberg
i] Von einem unehelichen Kinde, besonders wenn der Vater nicht zu ermitteln ist, sagt man: Sein Vater ist auf einem Nussbaum ersoffen. In der Eifel setzt man dafr Kirschbaum.

Dam sen de Schwongfdern ausg'rssen.
Bhmisch-Friedland
i] Er ist um Hab und Gut gekommen, der Mittel zu seinem Bestehen und Wirken beraubt, Kraft und Mut sind ihm entzogen.

Damals [in Goethes Jugend] htte man Jahre verlieren drfen, jetzt keinen Tag, die Welt sei ernsthafter geworden, wie der Schiffbrchige mssten wir uns an der Planke halten, die uns rettete, und die verlorenen Kisten und Kasten uns aus dem Sinne schlagen.
Goethe, C. Sieveking, 20.4.1809

Damals als die Pegnitz brannte.
i] In Nrnberg, um zu sagen, dass etwas nie geschehen oder, dass man nicht wisse, wann es geschehen sei, oder, dass es sich vor undenklicher Zeit zugetragen habe.
z] Ursprnglich hat man wohl mit der Redensart in hyperbolischer Weise einen recht heien Sommer bezeichnet, wo der Fluss fast ganz trocknete, wo die Hitze so gro war, dass man meinte, das Wasser htte brennen knnen. Dann mag sie von Dingen gebraucht worden sein, die recht sehr selten sind und lange nicht mehr vorkamen.

Damals bemerkte ich, dass ich nur zwei Kategorien Menschen ertragen kann neben Pflanzen, Tieren und Steinen: nmlich Kinder und Irre.
Dblin, Arzt und Dichter

Damals warst du noch in Abrahams Wurstkessel.
i] Noch nicht geboren.

Damen haben insgeheim nur eine Sache, nmlich ihre Schnheit, bei der kaum irgendeine Schmeichelei zu grob ist, die sie nicht verdauen knnten.
Chesterfield, Briefe an seinen Sohn, London, 16. 10. 1747

Damit basta.
i] Ich habe nun mein letztes Wort gesagt, dabei bleibts.
ho] Dat is basta.

Damit bleib' mir aus dem Tornister.

Damit das Brot nicht erlst (abgebackt) wird, streut man Salz kreuzweise ber den Teig; wird es erlst, so stirbt jemand in der Familie.
Aberglaube

Damit das Gesetz des Fortschritts eine Wirklichkeit wre, msste jeder Einzelne es erschaffen wollen, das heisst, wenn alle Einzelnen fortzuschreiten bemht sind, dann, und nur dann, wird die Menschheit sich auf der Bahn des Fortschritts befinden.
Charles Baudelaire (1821-1867), Tagebcher

Damit der Fortschritt, jeder Fortschritt, ob konomisch oder kulturell, Dauer erhlt, mssen viele und endlich die meisten Menschen fhig werden zu erkennen, Selbstkritik zu ben, ihresgleichen zu begreifen; sie mssen ein begrndetes Urteil ber das Gemeinwohl erwerben.
Heinrich Mann, Verwirklichte Idee

Damit der Krieg verschwindet, braucht man weder Konferenzen noch Friedensgesellschaften, man braucht nur eins: die Wiederherstellung der Wrde des Menschen.
L. Tolstoi, an Bertha von Suttner, 28. 8. 1901

Damit der Mensch vor sich Achtung haben kann, muss er fhig sein, auch bse zu sein.
Friedr. Nietzsche

Damit der Schuldige sich nicht rette
Mag der Gerechte mit dem Unschuldigen untergehn.
Tasso, Gerusalemme liberata, II, 12

Damit die Feldfrucht gedeihe, muss der Bauer Stroh zum Winteraustreiben geben.

Damit die Kunst ihre Gesundheit wiedererlangt, muss sie zu allen sprechen, in einer Sprache, die von allen verstanden wird; sie muss den Menschen ganz und gar packen.
Rolland, Jugenderinnerungen

Damit die Leidenschaft keinen Schaden anrichte, lasst uns handeln, wie wenn wir nur acht Tage zu leben htten.
Pascal, Penses

Damit die Liebe alles, was sie dem menschlichen Herzen sein kann, hervorbringt, muss zwischen der Geliebten und ihrem Liebhaber soweit als mglich Gleichberechtigung erreicht werden.
Stendhal, ber die Liebe

Damit die Schwangerschaft verschwinde, trinkt man in der Schweiz Wasser, in das alte, rostige Ngel gelegt wurden.
Aberglaube

Damit du nicht schief werdest.
Ostpreuen
i] Bei scherzweisen Backenstreichen rechts und links.

Damit du, losgebunden, frei,
Erfahrest, was das Leben sei.
Goethe, Faust I, Studierzimmer
Mephisto Vs 1542

Damit ein Don Juan berhaupt mglich ist, muss es auf der Welt Heuchelei geben.
Stendhal, Die Cenci

Damit ein Ereignis Gre habe, muss zweierlei zusammenkommen: der groe Sinn derer, die es vollbringen, und der groe Sinn derer, die es erleben. An sich hat kein Ereignis Gre, und wenn schon ganze Sternbilder verschwinden, Vlker zugrunde gehen, ausgedehnte Staaten gegrndet und Kriege mit ungeheuren Krften und Verlusten gefhrt werden: ber vieles der Art blst der Hauch der Geschichte hinweg, als handle es sich um Flocken.
Nietzsche, Unzeitgeme Betrachtungen, 4, Richard Wagner in Bayreuth

Damit ein Talent sich vollenden kann, muss es Partei ergriffen haben - die richtige Partei, die des menschlichen Glcks.
Heinrich Mann, Johannes R. Becher - sein Hoheslied

Damit eine Gesellschaft ehrenvoll dauert, muss sie die Macht des Wortes erkennen.
Heinrich Mann, Die Macht des Wortes

Damit eine Sache interessant sei, gengt es, dass sie noch nicht gesagt ist oder dass sie von einer neuen Seite betrachtet wird, die von anderen noch nicht hervorgehoben worden.
Goethe, Soret, 29.1.1830

Damit eine Wissenschaft aus der Stelle rucke, die Erweiterungen vollkommener werden, sind Hypothesen so gut als Erfahrungen und Beobachtungen ntig. Was der Beobachter treu und sorgfltig sammelt, was ein Vergleich in dem Geist allenfalls geordnet hat, vereiniget der Philosoph unter einem Gesichtspunkt, verbindet es zu einem Ganzen und macht es dadurch bersehbar und geniebar.
Goethe, Geologische Probleme - ber die Bildung der Erde

Damit einer sndiget, damit wird er gestraft.

Damit es aber ja nicht an jeder Ttigkeit fehle, schlgt man sehr emsig die Buden zum Jahrmarkt auf, welcher sich Montag den 10. versammlen wird. Ich sehe dergleichen sehr gern an einem fremden Ort, indem man die allgemeinen Menschenbedrfnisse, so wie die besondern der Gegend, auf einmal vor Augen sieht und kennen lernt.
Goethe, An Herzog Karl August, 21.9.1821

Damit es Kunst gibt, damit es irgendein sthetisches Tun und Schauen gibt, dazu ist eine physiologische Vorbedingung unumgnglich: der Rausch. Der Rausch muss erst die Erregbarkeit der ganzen Maschine gesteigert haben: Eher kommt es zu keiner Kunst.
Friedr. Nietzsche, Gtzen-Dmmerung

Damit etwas ein Ideal sei, gengt nicht, dass es dazu aus Grnden der Ethik, des Geschmacks oder des Herkommens wrdig befunden werde, sondern es muss die Gewalt besitzen, unsere Nerven anzuziehen, zu entzcken, unsere ganze Sensibilitt einzufangen. Andernfalls handelt es sich nur um das Gespenst eines Ideals, um ein gezhmtes Ideal ohne die Fhigkeit, die gespannte Armbrust des Lebens zur Entladung zu bringen.
Ortega y Gasset, ber die Liebe, Vom Einfluss der Frau auf die Geschichte

Damit Gott uns die Snden vergeben kann, mssen wir erst einmal sndigen.

Damit hapert es.
ho] Daar is klei aan den kloet.

Damit hat's noch lange Beine.
i] Hat es noch Zeit.
z] Mit dem Regen und Donnerwetter hat es noch lange Beine. Breslauer Zeitung, 1863

Damit hundert ihren Krper bilden, ist es ntig, dass fnfzig Sport treiben. Und damit fnfzig Sport treiben, ist es ntig, dass zwanzig sich spezialisieren. Damit sich aber zwanzig spezialisieren, ist es ntig, dass fnf zu berragenden Gipfelleistungen fhig sind.
Pierre de Coubertin

Damit ihn die Hunde nicht beien knnen, hat der Igel Stacheln.

Damit ist es Essig
v] das ist im Eimer
en] it's all off now
fr] c'est tomb l'eau
it] non se ne fa nulla

Damit ist kein Blumentopf zu gewinnen.
z] Dass man keinen Hund mit mir auss dem Ofen htte locken knnen.
ndt] Daomit kou mer ken Hund von Ouf'n locken. Franken
ndt] Damit lockt man koan Hund van Ofn fr. Obersterreich
z] Die spinnwebige Dialektik kann keinen Hund aus dem Ofen locken, sie kann keine Katze tten.H. Heine
i] Es ist hier nicht das Innere des Ofens, der Feuerraum, sondern der leere Raum unter ihm, oder auch der Hinterofen gemeint, wo die Hunde gern in der Wrme liegen. Obgleich der Hund die Wrme liebt, so bedarf es doch nicht viel, ihn von dort hervorzulocken.
en] That won't tempt anybody.
fr] a ne prend pas.
fr] Ce n'est pas ainsi que vous lui tirerez les vers du nez.
fr] Cela n'intresse (o. n'attire) personne.
it] Con ci non si cava un ragno da un buco.

Damit ist kein Staat zu machen.
ho] Daar kan je Staat opmaken.

Damit Kampf sei, muss es einen Feind geben, der widersteht, nicht einen, der gnzlich zugrunde geht.
Pierre Ablard, Ethica

Damit kann er keine groen Sprnge machen.

Damit kann man (nur) Kinder frchten machen.

Damit kann man alle Schuhe schmieren.

Damit kann man ihn bis an der Welt Ende treiben.

Damit kann man kein Kind schrecken.
la] Leonem larva terres.

Damit kann man keinen Hasen mehr fangen.
ho] Men kan daar geene hazen meer mede vangen.

Damit kann man keinen Hund vom Ofen locken.

Damit knnte man die Geduld eines Kapuziners versuchen.
fr] Il y aurait de quoi lasser la patience d'un capucin.

Damit lockt man keinen Hund hinter dem Ofen hervor

Damit lscht man (kein) griechisch Feuer.

Damit mag er sich begraben lassen.
i] Er mag seine Ansprche, Forderungen, Plne u.s.w. dahin mitnehmen, wo man nicht mehr an die Ausfhrung denkt.

Damit man das Leben leben kann, muss es geradezu mit Einsamkeit durchtrnkt sein.
Eugne Ionescu, Bekenntnisse

Damit mein Glck nicht ganz vollkommen werde,
nimmst du mir gleich den schnen Teil hinweg.
Goethe, Tasso A I Sz 4 (Antonio) Vs 579

Damit sie eins seien
i] Enzyklika
la] Ut unum sint

Damit sie ja den Narren wohl kiken lassen.

Damit straf Gott keinen Judejung'!
it] Chi castiga i mal fattori, che gl' altri sian migliori.

Damit will ich bald zu Ende kommen, sagte der Bettelmann, und biss in ein Stck Wurst.
ho] Het zal een kort einde nemen, zei de paap, en hij beet van een stuk metworst.

Damit wir immer gut sein knnten, mssten die anderen glauben, niemals ungestraft gegen uns bse sein zu knnen.
Franois de La Rochefoucauld, Unterdrckte Maximen

Damit wird er keine Gste locken.
d] Han skal ingen glade gester gire der med.

Damit wird er nicht viel Ehre aufheben (gewinnen).

Damit wird er seinen Magen nicht berladen (verderben).

Damit wirst du kein Glck haben.
Berlin
i] Die Redensart wird in Berlin sehr hufig als Verneinung, als Ablehnung einer Bitte gebraucht.

Damit wirst ned weit springen.
i] Mit den paar Talern ist nicht viel auszurichten.

Damit wurde seinen Ansprchen ein Riegel vorgeschoben
en] that put a stop (o. an end) to his claims
fr] cela a frein ses prtensions - cela a mis un barrage (o. le hol) ses prtensions
it] ci ha messo un argine (o. un freno) alle sue pretese

Damit zeichnet sich jenseits aller Konjunkturpolitik eine umfassendere Politik ab, die sich bemht, die Empfindlichkeit und Labilitt unserer vermaen, proletarisierten und zentralisierten Gesellschaft durch Dezentralisierung, Entproletarisierung, Verankerung der Menschen in Selbstversorgung, Bauerntum, Handwerk und Eigentum und durch eine Strkung der gesunden Mittelschichten zu mildern und so eine innere Abfederung der Gesellschaft zu erreichen, mit deren Hilfe sie auch den strksten Schocks der Wirtschaft ohne Panik, Verelendung und Demorallsierung widerstehen kann.
Rpke, Die Lehre von der Wirtschaft

Damit, dass man nach den Anfngen sucht, wird man Krebs. Der Historiker sieht rckwrts, endlich glaubt er auch rckwrts.
Friedr. Nietzsche, Gtzen-Dmmerung

Dmmerung ist Menschenlos - in jeder Beziehung.
Feuchtersleben, Zur Ditetik der Seele

Dmmrung senkte sich von oben,
Schon ist alle Nhe fern,
Doch zuerst emporgehoben
Holden Lichts der Abendstern!
Goethe, Chinesisch-Deutsche Jahres- und Tageszeiten VIII

Dmonen sind so zu berlisten wie das Emu, das der Wilde fngt, nachdem er in sein Wasserloch einen Rauschtrank gemischt hat.

Dmonen, wei ich, wird man schwerlich los,
Das geistig-strenge Band ist nicht zu trennen...
Goethe, Faust II A V, Mitternacht
Faust Vs 11493

Dampf ablassen
v] seinem rger Luft machen
en] to let (o. blow off) steam
fr] dcharger sa bile
it] sfogare la propria rabbia

Dampfschiffe zurck.
Schlesien
i] Vom Militr. Unter Dampfschiffen sind groe Stiefel zu verstehen.

Dampft das Strohdach nach Gewitterregen, kehrt's Gewitter wieder auf anderen Wegen.

Dan bey eim Schwager
Ist lieb und dienst mager.
Alter Spruch

Dan bittet oft um Brot, wenn man's bekme, es wre der Tod.
d] Ofte bedes det igien som bort kastes.

Dan Ding' is gd raug'n, sd Ulenspegel, un wischt'n Nrs, r he schten hrr.

Dan Ding'n is gd raug'n, sd de oll Fr, un ls den Morg'nseg'n un Abendseg'n to'lk.
hdt] Nach getanen Dingen ist gut ruhen, sagte die alte Frau, und las den Morgen- und Abendsegen zugleich.

Dan genblick bin ich wder d.
Schlesien

Dana (danach) de Gast, dana de Quast.
Holstein
i] Wie der Gast ist, so tafelt man ihm auf. Vom Aufrumen, von geschmackvoller Auszierung der Zimmer zum Empfange der Gste, wozu man ehemals Quste mancherlei brauchte. Vielleicht sind zierlichere, reichere Gardinenquasten, die man vor den Fenstern wedeln lie, wenn ein vornehmer Besuch kam, gemeint.

Dana de Gst snd, bradet man de Bckling.
i] Jedem wird, was er verdient.
ho] Naardat de gast is, wordt er opgedischt.

Danach das Amt ist, danach wird einer gehalten.

Danach das Geld, danach der Zauber, sagte der Zigeuner.

Danach das spiel ist, macht man ein Strowisch zum Knig.

Danach das Spiel ist, muss man Herz wehlen, nicht Schellen.

Danach das Spiel ist, sticht der Bub' die Dame.

Danach das Spiel ist, sticht die Sau den Knig.

Danach das Stroh ist, macht man die Bnder (o. Strohseile).

Danach das verbrechen, so ist auch die Strafe.

Danach der Arm, danach ist seine Kraft.

Danach der Ast ist, danach ist auch die Axt (o. soll die Axt sein).

Danach der Mann geboren, danach nimmt er teil.
[RSpW]
i] Die Nachkommen erben nicht immer gleich, sondern haben nur am Erbe nach dem Grade der Verwandtschaftsnhe teil.
mhd] Darnach der man gheboren is, danach sal er teil nemen.

Danach der Mann geraten, wird ihm die Wurst gebraten.
ndt] Darnoach d'r Mou, darnoach brt't mer 'n die Worscht. Franken
en] Every man is remarked according as he deserves.
un] Minő a' vendg, olyan a vendgsg.

Danach der Mnch ist, schneidet man die Kappe.

Danach der Seiler, danach die Reeperbahn.

Danach der Wirt ist, danach befinden sich (beschert ihm Gott) die Gste.
la] Si bonus est hospes, malus, aut similis venit hospes.

Danach des Heiligen Ansehen ist, danach zollt man ihm die Spenden.
Russland
fr] A tel saint, telle offrande.
fr] Selon le saint l'encens.

Danach die Gste sind, brt man die Bcklinge.

Danach einer kegelt, danach muss er aufsetzen.

Danach einer Korn in die Mhle trgt, danach bringt er Mehl heim.

Danach es mich ansieht, danach tu ich.
mhd] Darnach es mich ansihet, darnach thu ich.

Danach geht's nicht, wenns Herz man gut ist.
i] In Berlin gebruchlich, um zu sagen: Darauf kommt's nicht an.

Danach Geld, danach Ware.
i] Ware und Geld stehen miteinander im Verhltnis, je mehr oder je besser die Ware, desto mehr Geld.
la] Nullus emtor difficilis bonum emit obsonium.

Danach Gut, danach Mut.

Danach hat's acht Uhr geschlagen und die Kinder sind in die Schule gegangen.
i] So sagt man in der Schweiz nach Erzhlungen, an deren Glaubwrdigkeit man zweifelt.

Danach krht weder Hund noch Hahn.

Danach Lohn, danach Arbeit.
z] Weisst du nach Brot, nach Futter nur zu streben, schau, wie gemthlich liegt der Ochse dort im Gras und kaut! Geh, lege dich daneben! Fr. von Sallet, Laienevangelium, Leipzig 1842
d] Lidet arbeyde, liden ln.
d] Ln som arbeyde.

Danach man den Acker baut, danach trgt er Frucht.
ho] Nae dat men den acker bouwt, draecht hi sijn vrucht.
la] Sicut ager colitur, sic fructibus, hic redemitur.

Danach Mann, danach Gunst.
fr] Selon les gens l'encens.
la] Qualis vir, talis honos.

Danach Mann, danach Quast; danach Wirt, danach Gast.
ndt] Darna Man, darna Quast.
i] Quast hie ehemals velamen pudendorum.
fr] A gens de village trompette de bois.
la] Si bonus (malus) est hospes, bonus (malus) aut similis venit hospes.

Danach sich einer schickt, danach es ihm glckt.

Danach stinken und hinken.

Danach ward's Tag.

Danach Ware, danach Geld.

Danach Wirt, danach Gast.

Danach, folglich dadurch
la] Post hoc, ergo propter hoc.

Danck dem pfennig, das du nit bist pfinnig.
i] Wer Geld hat, dem fehlt's nicht an Lob und Schmuck, Verherrlichungsmitteln.

Danck hebbe, rhde, dat thu berue kinder macken kannst.

Danck nicht ehe fr das Schwein, du habest's dann im sacke.
d] Tak ei fortilig, frend du faaer.

Dancken kost nichts und gefelt Gott und Menschen wol.

Dancksagung fr wohlthaten in gemein vil leuchter dann pflaumenfedern sein.

Danckt trewen Dienern die Welt nicht, so danckt jhnen Gott, kommpt beides, so ist's desto besser.

Daneben hrte ich, man solle reden, wie man schreibt, und schreiben, wie man spricht, da mir Reden und Schreiben ein fr allemal zweierlei Dinge schienen, von denen jedes wohl seine eigenen Rechte behaupten mchte.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,6

Daneben schieen.
i] Den Zweck nicht erreichen; das Ziel verfehlen.

Daneben trat das alte Vorurteil wieder ein, entspringend aus der Wrde eines gedruckten Buchs, dass es nmlich einen didaktischen Zweck haben msse. Die wahre Darstellung aber hat keinen. Sie billigt nicht, sie tadelt nicht, sondern sie entwickelt die Gesinnungen und Handlungen in ihrer Folge, und dadurch erleuchtet und belehrt sie.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,13

Dnemark bildet das Gleichgewicht in Europa. Man kann sich keine glcklichere Existenz denken.
Sren Kierkegaard, Entweder - Oder

Daniel (10.4.) zum Erbsensen whl'.
Brandenburg

Daniel (16. April) zum Erbsensen whl.

Dnisch mit jemand reden.
Dnemark
fr] A prsent vous parlez franais.

Dnische Ehrlichkeit ist im Zentner sehr wohlfeil.

Dank altert schnell.
ho] Heden deugd gedaan, morgen is de dank vergaan.

Dank' dem Pfennig, dass du nicht bist Pfennig.

Dank dem Schaffenden, Tadel dem Faulen.
Estland

Dank dem Vorurteil ihres Verdienstes berzeugten sie mehrere andere Personen, und jene ihrerseits wieder solche, die wegen ihrer natrlichen Denkfaulheit besser auf ihre Rechnung kamen, wenn sie ohne weiteres alles glaubten, was man ihnen sagte, statt es sorgfltig zu prfen.
Pierre Bayle (1647-1706), Gedanken ber die Kometen

Dank der modernen Medizin lebt heute noch mancher, der ohne sie auch noch leben wrde.
Gerhard Kocher, Vorsicht, Medizin!

Dank der natrlichen Hinflligkeit des Menschengeschlechts wirken die Heilmittel langsamer als die bel, und wie der Leib unmerklich wchst, aber schnell zugrunde geht, so ist es auch leichter, Talent und Wettstreit zu ersticken, als sie wieder zum Leben zu erwecken.
Tacitus, Agricolae Vita

Dank dir, dass da mich nicht gefressen hast.
Rottenburg
i] Zu einem stark Ghnenden.

Dank dirs ein spitzigs Hlzlein.

Dank erscheint
Dem edlen Mann als ehrenwerter Lohn.
en] Thanks to men
Of noble minds is honourable meed.
Shakespeare, TitusAndronicus I,1

Dank fllt nicht den Magen.
Estland

Dank gebiert Dank.

Dank Gott, dass du das habst.

Dank hab die rut, sie macht die kinder gut.

Dank hab' die Ruth', sie macht die Kinder gut.

Dank ist der beste Klang.

Dank nach Gebhr - ein seltnes Tier.

Dank oder Dankbarkeit ist die Begierde oder der Eifer der Liebe, dem wohl zu tun, der uns aus dem gleichen Affekt der Liebe wohl getan hat.
Baruch de Spinoza, Ethik

Dank sei der gepriesenen Walterin Natur, dass sie das Notwendige leicht erreichbar schuf, das Schwererreichbare aber als nicht notwendig.
Epikur

Dank und Not sind oft zugleich tot.
i] Von Undankbaren, die, sobald sie nur ihres bels ledig sind, auch die Wohltat und den, der sie erwies, vergessen.

Dank und Undank gehren zu denen, in der moralischen Welt jeden Augenblick hervortretenden Ereignissen, worber die Menschen sich untereinander niemals beruhigen knnen.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,10

Dank veraltet bald.

Dank verdient Dank.

Dank vom Hause sterreich.
i] Das Wort Buttlers in Schillers Wallenstein, II, 6. In den Volksmund ist es wohl aber erst durch den Abgeordneten von Vincke gekommen, der es mit Beifall in der zweiten preussischen Kammer am 3. Dezember 1850 anwandte.

Dank, unsichtbarer Arzt, fr deine stumme, kstliche Arznei, deinen Tag und deine Nacht, deine Wasser und deine Lfte, fr die Ufer, das Gras, die Bume und selbst fr das Unkraut!
Walt Whitman, Tagebuch (1877)

Dankbar sein bricht kein Bein.

Dankbar sin, kommt uns allen bi.
Rendsburg

Dankbar wie die Acher gegen Agamemnon.
i] Von sehr Undankbaren, welche die grten Wohltaten mit beltaten vergelten. Denn als Agamemnon bei der Eroberung von Troja alles fr Griechenlands Wrde aufgeopfert hatte, wurde er, kaum auf heimischem Boden angelangt, schndlich ermordet.

Dankbaren Leuten Gutes tun macht Freude.
ho] Dankbaren lieden is het goed deugd doen.

Dankbarer Sinn ist der Welt Lohn.
Estland

Dankbarkeit uert sich dreifach:durch Gefhl im Herzen, durch Worte und durch eine Gegengabe.
Arabien

Dankbarkeit beglckt, weil man sie so selten sichtbar erlebt.
Stefan Zweig, Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau

Dankbarkeit fehlt weit und breit.

Dankbarkeit gefllt, Undank hasst die ganze Welt.

Dankbarkeit gibt es so wenig wie grne Ochsen.
Arabien

Dankbarkeit ist bei den meisten nichts als ein geheimes Verlangen, noch grere Wohltaten zu empfangen.
La Rochefoucauld

Dankbarkeit ist das Gedchtnis (o. die Erinnerung) des Herzens.
Massieu

Dankbarkeit ist die geringste der Tugenden, Undank das schlimmste der Laster.
England

Dankbarkeit ist dnn geset.
z] Die teure Tugend wird bald alt in ihrer Jugend, drumb macht ihre kurze Frist, dass sie nun so seltsam ist.
ho] Dankbaarheid is dun gezaaid.

Dankbarkeit ist ein wacher Sinn fr knftige Gunstbezeugungen.
Walpole

Dankbarkeit ist eine Art Gerchtigkeit.
Johnson

Dankbarkeit ist eine Last, und jede Last will abgeschttelt sein.
Diderot

Dankbarkeit ist eine Lotosblume, deren Bltter bald welken.
thiopien

Dankbarkeit ist eine Pflicht, die erfllt werden sollte, die aber zu erwarten keiner das Recht hat.
Rousseau

Dankbarkeit ist eine schne Tugend, ziert das Alter wie die Jugend.

Dankbarkeit ist eine schwere Last.
Schottland

Dankbarkeit ist eine Tugend. Wer dir Gutes getan hat, den ehre. Danke ihm nicht nur mit Worten, die ihm die Wrme deiner Erkenntlichkeit zeigen, sondern ergreife auch jede Gelegenheit, wo du ihm wieder dienen und ntzlich werden kannst.
Adolph Freiherr von Knigge, ber den Umgang mit Menschen

Dankbarkeit ist in den Himmel gestiegen und hat die Leiter mitgenommen.
Polen

Dankbarkeit ist lang totgeschlagen,
Niemand will von Wohlverdienst wissen.
Rollenhagen, Froschmeuseler

Dankbarkeit ist Pflicht.
Immanuel Kant, Die Metaphysik der Sitten

Dankbarkeit ist Pflicht.
Immanuel Kant, Die Metaphysik der Sitten

Dankbarkeit ist unserer unvollkommenen Natur eine Last, und wir sind nur allzu bereit, uns ihrer zu entledigen oder sie uns doch so leicht wie mglich zu machen.
Philipp Stanhope Earl of Chesterfield, Briefe ber die anstrengende Kunst, ein Gentleman zu werden

Dankbarkeit kostet nichts und tut Gott und Menschen wohl.

Dankbarkeit muss immer hoch angerechnet werden ..., um so mehr, als man sie unter den Menschen nur selten antrifft.
Gorki, Verlorene Menschen

Dankbarkeit und Weizen gedeihen nur auf gutem Boden.

Dankbarkeit ziert allezeit.

Dankbarkeit, die bald verraucht, hat nie was getaugt.

Dankbarkeit, man sprt sie ja so selten bei Menschen, und gerade die Dankbarsten finden nicht den Ausdruck dafr, sie schweigen verwirrt, sie schmen sich und tun manchmal stockig, um ihr Gefhl zu verbergen.
Stefan Zweig, Vierundzwanzig-Stunden aus dem Leben einer Frau

Danke - fr warmes Brot geht in den Himmel.
Estland

Danke Gott fr das Stroh, wenn das Korn missraten ist.
Russland

Danke Gott fr die Quelle und sorge fr einen Schpfbecher.
Russland

Danke Gott, mein Kind, dass du nicht vor das Riber Gericht kamst, sagte die alte Frau, da sah sie ihren Sohn am Galgen zu Warde hngen.
Jtland
d] Gud bevare os fra Riber ret.

Danke Gott, wer Hnde hat, dass er sich kann selbst versorgen;
Der, der selbst nicht Hnde hat, kriegt sie nirgendwo zu borgen.
Logau, Freundes Hlfe

Danke kann man nicht in die Tasche stecken.

Danke nicht ehe, bis du es bekommen hast.

Danke sagt man fr weiches Brot.

Danke! kann man nicht in die Tasche stecken.
Jiddisch

Danke, dass die Gunst der Musen
Unvergngliches verheisst,
Den Gehalt in deinem Busen
Und die Form in deinem Geist.
Goethe, Dauer im Wechsel

Danken bricht keinem das Maul.

Danken fllt Politikern schwer, besonders das Abdanken.

Danken kannst, wenn dich wird haben 's Weib geschlagen.
i] Wird hufig in Leitmeritz gesagt, wenn sich einer bedankt.

Danken kostet nichts und gefllt Gott und Menschen wohl.

Danken Sie Gott, dass Sie [in Rom] dem Raffael und anderen guten Geistern, welche Gott den Herrn aus reiner Brust loben, gegenber sitzen und das Spuken des garstigen Gespenstes, das man Genius der Zeit nennt, wie ich wenigstens hoffe, nicht vernehmen.
Goethe, An J. H. Meyer, 17.7.1794

Danken wir Gott, dass wir so glckliche Augen haben, und lassen wir uns nichts vormachen.
Goethe, H. Laube, letzte Lebensjahre

Dankeschn stellt den Topf nicht aufs Feuer.
Bantu

Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Gte whret ewiglich.
la] Confitemini Domino, quoniam bonus, quoniam in saeculum misericordia eius.

Danket Sankt Urban (25.5.) dem Herrn, er bringt dem Getreide den Kern.

Dankhab fllt den Beutel nicht.

Danksagung erhebt, Gebet erniedrigt.
Walter Rathenau, Auf dem Fechtboden des Geistes

Dankschien schmesst man unger de Bank, aber 'Bezoahl'ch Gt' nimmt ma mit in Himmel.
Oberlausitz

Dankt Gott mit jedem Morgen,
Dass ihr nicht braucht frs Rmsche Reich zu sorgen!
Goethe, Faust I, Auerbachs Keller
Brander Vs 2093

Dankt treuen Dienern die Welt nicht, so dankt ihnen Gott.

Dankt, as je et ophet.
Deutz
hdt] Dankt nicht beim Ntigen, sondern nach der Mahlzeit.

Dann acht' ich das im Alter fr das Traurigste,
Zu fhlen, dass dem Nchsten man beschwerlich ist.
Caecillus, zitiert bei Cicero, Cato der ltere

Dann acht? ich das Alter fr das Traurigste, zu fhlen, dass dem Nchsten man beschwerlich ist.
Publius Papinius Statius

Dann aus Gebresten der Nahrung entspringen die Argen und Falschen.
Paracelsus, De ordine doni

Dann beginnt man den Eimer zu machen, wenn das Feuer auf dem Dach (ist).
Estland

Dann bist du klug, wenn der Kopf berauscht.
Estland
i] Der Betrunkene hlt sich fr klug.

Dann eben, wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.
Goethe, Faust I

Dann erst erkennen stets wir Menschen unser Glck,
Wenn wir verloren haben, was einst unser war.
Plautus, Kriegsgefangene

Dann erst genie ich meines Lebens recht,
Wenn ich mir's jeden Tag aufs Neu erbeute.
Friedrich Schiller, Wilhelm Tell III, 1 (Tell)

Dann erst hat die Gre eines Menschen Bestand und Grund, wenn alle von ihm berzeugt sind, er sei nicht sowohl ber ihnen als fr sie.
Seneca, Von der Gnade, An Nero

Dann es ist ein ander Ding zu reden und zu tun.
Albrecht Drer, Schriftlicher Nachlass

Dann fleckt auf jedem Wort der Menge Stempel.
Der Toren Mund macht se Laute schal.
George

Dann gabs ein Gerede, man wei nicht wie:
Das nennt man eine Akademie.
Goethe, Parabolisch, Sance

Dann geht Goethe so weit, zu behaupten: Personen lieen sich nicht von der Sache trennen...
S. Boissere, 19.5.1826

Dann geht man wohl fort, wenn man gute Vor- und Nachgnger hat.

Dann hat es das Rad eilig, wenn eine alte Frau auf dem Wagen ist.
Estland

Dann ich will, sofern ich kann, von jedermann ohne Nachred sein.
Albrecht Drer, Schriftlicher Nachla

Dann ir habt euern man als den l bei dem swantz.
Kurfrst Albrecht von Brandenburg, 1485

Dann ist alles zu Ende, wenn beide Hnde auf der Brust sind.
Estland

Dann ist die grte Gabe, fr die ich den Gttern danke, dass ich durch die Schnelligkeit und Mannigfaltigkeit der Gedanken einen solchen heitern Tag in Millionen Teile spalten und eine kleine Ewigkeit daraus bilden kann.
Goethe, An Charlotte v. Stein, 12.9.1780

Dann ist die Pltze im Schilf, wenn die Frsche quaken.
Estland

Dann ist die Vernunft entfernt, wenn sie in eines andern Mannes Kopfe ist.
Finnland

Dann ist einer durchaus verarmt,
Wenn die Scham den Schaden umarmt.
Goethe, Sprichwrtlich

Dann ist er alt geworden, dann ist er elend geworden, dann ist die Welt fr ihn leer, wenn er die Mutter verloren hat.
Mahbhrata, Buch 12

Dann ist es ein anstndiger Winter, wenn es im Frhling vor dem Marientag (Mari Verkndigung, 25.3.) neun Nchte und Tage Klte gibt und nach (dem Marientag) neun Nchte und Tage Klte.
Estland

Dann ist es gut zu sein, wenn zwei Hnde schon gekreuzt auf der Brust sind.

Dann ist gut schweigen, wenn das Reden Schaden bringt.
i] Und reden ist gut, wenn's ntzt.

Dann kann man sich ja ausruhen, wenn man zwischen sechs Brettern liegt.
Estland

Dann lohnt es sich noch, Heu zu machen, wenn man mit einem Sensenhieb ein Schafsmaulvoll Heu schneiden kann.

Dann muss ich auf Ihren nchsten Diebstahl Beschlag legen, sagte der Spitalverwalter zum Vagabunden, als dieser erklrte, er habe nichts zu bezahlen.

Dann mssten die Natur des Mannes und seine althergebrachten Gewohnheiten, die ihm schon zur zweiten Natur geworden sind, von Grund auf gendert werden, ehe der Frau eine gerechte und angemessene Stellung in der Gesellschaft eingerumt werden knnte.
Hawthorne, Der scharlachrote Buchstabe

Dann nichts ist also schwer und scharff,
Das nicht die arbeit underwarff.
Joh. Friedr. Fischart, D. Glckhaft Schiff v. Zrich (1576)

Dann reitet der Teufel auf einem Esel durch's Land.
ho] Dan rijd de drommel op een' ezel door het land.

Dann sammelt sich der Jugend schnste Blte
Vor eurem Spiel und lauscht der Offenbarung,
Dann sauget jedes zrtliche Gemte
Aus eurem Werk sich melancholsche Nahrung,
Dann wird bald dies, bald jenes aufgeregt:
Ein jeder sieht, was er im Herzen trgt.
Goethe, Faust, Vorspiel auf dem Theater (Lustige Person) Vs 174f.

Dann sobald die Lieb in den Nchsten erkaltet, so mag sie dem Nchsten kein gut Frucht mehr tragen. Und was Frucht da getragen wird, die geht in Eigennutz.
Paracelsus, Septem Defensiones

Dann soll er mich auf dem Halse haben.
ho] Dan zult ge mij aan den hals krijgen.

Dann soll es die richtige Zeit sein, das Land zu pflgen, wenn die Spuren des Pflugeisens auf der umgekehrten Erde nicht mehr zu sehen sind.
Estland

Dann soll man nicht den Mund gebrauchen, wenn man die Sache nicht begreift.
Estland

Dann solle man sich vor den Weibern erst recht frchten, wann sie anfangen, lieblich zu reden.
Abraham a Santa Clara (1644-1709), Der Weibernarr

Dann sollst du mir sagen, ein treuer Wardein,
Wieviel ich wohl wert bis zum Heller mag sein?
Brger, Der Kaiser und der Abt

Dann taugen euere Ratten nichts, sagte der Apotheker zum Bauer, als dieser klagte, dass das Pulver, was er geholt, nichts geholfen habe.

Dann tut mir kein Zahn mehr weh.

Dann und wann ist es auch angenehm, von Sinnen zu sein.
la] Aliquando et insanire iucundum est.

Dann und wann muss es Kurzweil geben, sagte der Mann, da kitzelte er seine Frau mit der Mistgabel.

Dann und wann
v] hie und da, bisweilen, mitunter, hin und wieder, manchmal, gelegentlich, zeitweise, zeitweilig, von Zeit zu Zeit ,
en] sometimes, (every) now and then, at times, occasionally, from time to time, once in a while
fr] parfois, quelquefois, par moments, parci par-l, de loin en loin, par intervalles, de temps en tems, de temps autre
it] ogni tanto, di quando in quando, talvolta, a volte, talora

Dann verlier ich meine Ehre, wenn ich bel rede und Schlimmes hre.
sp] Entonces perd mi honor, cuando dije mal o peor.

Dann ward sie Aas in Flssen mit vielem Aas.
Brecht, Vom ertrunkenen Mdchen

Dann wer nicht ohne Tadel,
Der ist auch nicht recht vom Adel.
Joh. Mich. Moscherosch, Wunderliche v. Wahrhaftige Gedichte Philanders v. Sittewalt (1643). T. 1, Gesichte 6. Hllenkinder. Adels Urtheil

Dann werden alle Menschen aus dem Staube erstehen,
Sich aus der Grber Last lsen.
Das Muspilli (um 860)

Dann wird uns (allen) kein Zahn mehr wehe tun.
Fr Franken
i] Wir sind dann lngst tot.

Dann wo Geld ist, da ist auch Sorg. Das ursacht die Mrder; Brot, Fleisch etc. tuts nit.
Paracelsus, De ordine doni

Dann wollen wir, sagt der Bauer, wenn er muss.

Dann, ja dann msste alles aus dem Gleichgewichte kommen und die Welt in ein Chaos sich verwandeln, wenn nicht der nmliche Geist der Harmonie und Liebe sie erhielte, der auch uns erhlt.
Susette Gontard, an Friedrich Hlderlin, Dezember 1798

Dante erscheint uns gro, aber er hatte eine Kultur von Jahrhunderten hinter sich...
Goethe, Eckermann, 20.10.1828

Dante, 'Gttliche Komdie'] Dass wir ein Gedicht wie Dantes Hlle weder denken noch begreifen knnen, wenn wir nicht stets im Auge behalten, dass ein groer Geist, ein entschiedenes Talent, ein wrdiger Brger, aus einer der bedeutendsten Stdte jener Zeit, zusamt mit seinen Gleichgesinnten von der Gegenpartei in den verworrensten Tagen aller Vorzge und Rechte beraubt, ins Elend getrieben worden.
Goethe, Schriften zur Literatur - Die elegischen Dichter der Hellenen

Dante, 'Gttliche Komdie'] Die ganze Anlage des Danteschen Hllenlokals hat etwas Mikromegisches und deshalb Sinneverwirrendes [...], die Erfindung ist mehr rhetorisch als poetisch, die Einbildungskraft ist aufgeregt, aber nicht befriedigt.
Goethe, Schriften zur Literatur - Dante

Dante, 'Gttliche Komdie'] Modergrn aus Dantes Hlle
Bannet fern von eurem Kreis,
Ladet zu der klaren Quelle
Glcklich Naturell und Flei!
Goethe, Zahme Xenien III

Dante] Bei Anerkennung der groen Geistes- und Gemtseigenschaften Dantes werden wir in Wrdigung seiner Werke sehr gefrdert, wenn wir im Auge behalten, dass gerade zu seiner Zeit, wo auch Giotto lebte, die bildende Kunst in ihrer natrlichen Kraft wieder hervortrat. Dieser sinnlich-bildlich bedeutend wirkende Genius beherrschte auch ihn.
Goethe, Schriften zur Literatur - Dante

Dante] Dante erscheint uns gro, aber er hatte eine Kultur von Jahrhunderten hinter sich...
Goethe, Eckermann, 20.10.1828

Dante] Dantes widerwrtige, oft abscheuliche Groheit...
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1821

Dante] Die wenigen Terzinen, in welche Dante den Hungertod Ugolinos und seiner Kinder einschliet, gehren mit zu dem Hchsten, was die Dichtkunst hervorgebracht hat, denn eben diese Enge, dieser Lakonismus, dieses Verstummen bringt uns den Turm, den Hunger und die starre Verzweiflung vor die Seele.
Goethe, Schriften zur Literatur - Ugolino Gherardesca

Dante] Er fate die Gegenstnde so deutlich ins Auge seiner Einbildungskraft,dass er sie scharf umrissen wiedergeben konnte, deshalb wir denn das Abstruseste und Seltsamste gleichsam nach der Natur gezeichnet vor uns sehen.
Goethe, Schriften zur Literatur - Dante

Dante] brigens sprach Goethe von Dante mit aller Ehrfurcht, wobei es mir merkwrdig war, dass ihm das Wort Talent nicht gengte, sondern dass er ihn eine Natur nannte, als womit er ein Umfassenderes, Ahndungsvolleres, tiefer und weiter um sich Blickendes ausdrcken zu wollen schien.
Eckermann, 3.12.1824

Dantes hat scharf Dentes.

Dantes widerwrtige, oft abscheuliche Groheit...
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1821

Danzen de Mcken im Januar, wet et Foder (Futter) un auch de Botter rar. Kln

Danziger Bier ist strker als der Ochsen vier.
i] Es soll frher alle Biere an Strke bertroffen haben.
en] Dunmow bacon, and Doncaster doggers, Monmouth caps, and Leinster wool, Derby ale and London beer.

Danziger Blot (Blut) vergeit nich.

Dao hot manch Loch besetzt.
Oberharz
i] Von alten Bergleuten, welche lange Zeit Bohr- und Sprengarbeit verrichtet haben. Auch oft von liederlichen jungen Gesellen, welche viel Liebschaft gehabt haben.

Daomit kann'r nich wt umhergucken.
i] Damit lassen sich keine groen Sprnge machen.

Dapffer Leut lassen sich nicht leichtlich auf den Esel bringen; aber wenn sie einmal drauf kommen, so sind sie nicht leichtlich wieder herunter zu bringen.
z] Ist geredt von Krieg anzufangen.

Daphnis und Chloe (von Longos)] Das Gedicht ist so schn, dass man den Eindruck davon, bei den schlechten Zustnden, in denen man lebt, nicht in sich behalten kann und dass man immer von neuem erstaunt, wenn man es wieder liest. Es ist darin der helleste Tag.
Goethe, Eckermann, 20.3.1831

Daphnis und Chloe (von Longos)] Das ist auch ein Meisterstck, das ich oft gelesen und bewundert habe, worin Verstand, Kunst und Geschmack auf ihrem hchsten Gipfel erscheinen...
Goethe, Eckermann, 9.3.1831

Dapper angriepen is halw efochten (= gefochten).

Dar Augusti macht d' Bauern lusti.

Dar bin ick Mann vr.

Dar bringt's noch so weit, doss a durch a Droht (Draht) sieht.
Oberlausitz
i] Von denen, die gegen das Strafgesetz verstoen und hinter Gitterfenster kommen.

Dar broit werra off annern Leut Eier.
Nassau
hdt] Der brtet wieder auf anderer Leute Eiern.

Dar brtt' en Abendregen vun, harr de Maid seggt, harr nich na Melken vullt.
Eichwald
i] Wenn sich das Wetter allmhlich zum Regen einrichten will, so sagt man: es brtet.

Dar brtt 'n Avendragen van, har de Magd soggd, har nich na melken wulle.
hdt] Da brtet ein Abendregen aus, hat die Magd gesagt, hatte nicht zum Melken wollen.

Dar buscht.
Oberharz
i] Er versteckt sich im Busch, schleicht sich heimlich von der Arbeit weg.

Dar den Damp (Dampf) gehen.
Sauerland
i] Prozess verlieren.

Dar Dreck posst uff die Schaufel.
Hirschberg
i] Der Ton liegt auf dar und die.

Dar fallt wat! s de Kerl, dar smeet he sein Fro uten Bedde.

Dar find sich aus drei Bejmern nie raus, wenn mer nie erscht en msagt.
hdt] Der findet sich aus drei Bumen nicht heraus, wenn man nicht zuvor einen umsgt. (Von einem sehr Beschrnkten, Unbeholfenen)

Dar gn wi hen (da gehen wir hin), mit Mester Markes.
Oldenburg

Dar gt vl macke (zahme) Schp in en'n Stall, un wille noch mr, da stt n op'n anner.
hdt] Der frommen Schafe gehen viel in einen Stall, der wilden aber noch mehr, da steht eins auf dem andern.

Dar geh wi Fisch mit'enanner hin, haor de Granat to 'n Butt seggt.
i] Der Butt hat aber, wie der Volksmund weiter erzhlt, die Garnele verchtlich von der Seite angesehen, um ihr begreiflich zu machen, dass sie gar kein Fisch sei, dabei aber den Mund so verzogen, dass es ihm nachher nicht mehr mglich gewesen ist, denselben grad zu machen. Seitdem hat der Butt das schiefe Maul.

Dar geiht nix ver Rendlichkeit, s min al Grosmudder un kehr all Winachten r Hemd um.

Dar geit de Busse los.
i] Wenn sich einer erbricht, oder wenn jemand pltzlich zu schwatzen beginnt.
hdt] Die Bchse geht los.
i] Bedeutet wie im Hochdeutschen sowol pyxis wie bombarda. Es kommt im Niederdeutschen auch in der Schreibung Bsse und mit der Bedeutung eines Trinkgeschirrs fr saugende Kinder vor, z.B. in der Redensart: He is so rund, as wenn he mit der Bsse sget were.

Dar geit doch nicks ber de Renlichkeit, s jenet ld Ww (o. s min l Grtmoder), un kr alle Wnachtbend r Hemd um.
hdt] Es geht doch nichts ber die Reinlichkeit, sagte jenes alte Weib, und kehrte jeden Weihnachtsabend ihr Hemd um.

Dar geit't hen (da geht er hin), s de Junge, d lt he 'n Ls dansen.
Ostfriesland

Dar geit't hen, s mall Jan, do hadd he sn Moor vr de Ploeg.
Ostfriesland

Dar glt de Roggen nich na.
i] Sagt der pommersche Landmann, wenn er eine Ausgabe fr zu hoch hlt.

Dar ha' i't, se(de) Domine Stiermann, wenn he 't ut har.
Ostfriesland
hdt] Da habt ihr es, sagte Pastor Stiermann, wenn er es aus hatte (wenn er mit der Predigt zu Ende war, wenn er schloss).

Dar hk's (heikel) s, mss vl atbn (entbehren). sterr.
Schlesien

Dar ht en Uelk miegen.
Arnsberg

Dar hebb'k hum 'n Stick vr staken.

Dar hedd 'ne Ule (Eule) seten.
i] Das lief schlecht ab.

Dar hefft de Teufel sein Spiel.
Tiegenhof
i] Wenn etwas nicht geraten will.

Dar heft wie da Spil gan, s de Krpel, da fullt he up sin Viol.

Dar hest k'n Br anbunden.
i] Hast dich anfhren lassen. Sonst in der Bedeutung von Schulden machen.

Dar ht gn K (Kuh) Blr (Bless), of se hett k'n witt Hr.

Dar ht kn K (Kuh) Buntje, o'r se hett en Plakken.

Dar hett n Nagel im Kopp, 's hangt oder nischt dran.
Oberharz
hdt] Der hat einen Nagel im Kopf, es hngt aber nichts dran.
i] Von eingebildeten Narren.

Dar hett en Ule (Eule) setn.

Dar hett he vel Steg un Wg m halt.
Mecklenburg
i] Er hat viel Gnge, viel Mhe deshalb gehabt.

Dar hoat Hose oah.
Hirschberg
i] Ist ein Mann von Einfluss, Bedeutung.

Dar hr' (gehren) zw to'm Kp (Kauf).
Holstein
i] Ich kann die Sache fr mich allein nicht abtun.

Dar hrt Twee tom Kp (Kauf).
Holstein

Dar hrt vl to 'n Soltfatt (Salzfass).
Oldenburg

Dr hot a Nasa g'hatt.
i] Er hat die Sache gewittert, vorausgemerkt und sich vorgesehen.

Dar hot wei Mnnle in'n Schap.
Oberharz
hdt] Der hat ein weies Mnnlein im Schranke.
i] Von jemandem, der ungewhnliches, aber nicht unverdientes Glck hat.

Dar hot gewisslich am Salzer a Hingern gelackt.

Dar ht heute wull goar Plapperwasser getrunka. Kreis Landeshut in Schlesien
i] Von einem Redseligen oder Schwtzer.

Dar hot 'n Lork an 'n Strick.
Oberharz
i] Er hat was Schlimmes, auch in anderem Sinne: er hat was Tchtiges erreicht.

Dar ht senn Kp (Kopf) fir sch.
Schlesien

Dar hout ejmoul ei de Sperlinge geschussen.
i] Er hat etwas Dummes gemacht.

Dar ick nu grad in de Hitt bin, s de Dwel to sein Gromudder, as he de ganze Hlle aftakelt harr, schat Du schewe Gammel ok gliek dien Part hebben.

Dar is altt wat Ns (Neues), man selten vl Dgs.
Oldenburg
i] Dgs = Gutes, Taugliches; dge = tchtig, derb; als Substantiv = Gedeihen. Das Kind hett kn Dge = es gedeiht nicht.

Dar is m (ihm) en Grindel (Riegel) vrschaven (vorgeschoben).
Strenburg

Dar is dat Geld fr de Koh, s de Bur un brch sin Frau sben Penn to Hus.

Dar is de Aal k Ingenieur west.
i] Sagt der Bauer zu seinem Knecht, wenn er eine schlngelnde Furche gepflgt, oder zu einem Arbeiter, wenn er einen krummen Graben gezogen hat.

Dar is de ganze Rummel.
i] Unter Rummel wird ein Gemeng von allerlei Sachen verstanden, ohne Auswahl. Im Kartenspiel: Die meisten Karten von einer Farbe, die man in der Hand hat.

Dar is di de Baart noch nich na wussn.
i] Du bist zu jung und unerfahren, um das zu wissen. Auch: das passt sich fr dein Alter noch nicht, das geht ber deine Krfte.

Dar is doch noch t n Slag drin, s(de) Brt, do hadd he van Emden na Terbrg in de Tunnerpott schln.
i] Tunnerpott = Zunderbchse, ein Feuerzeug; aus Tunder = Zunder und Pott = Topf, Gef.

Dar is e rechter Sholzraspler.
Ludwigsburg
i] Von einem, der den Leuten lauter angenehme Dinge sagt.

Dar is gn Smten mit de Mtz' na.
i] Die ostfriesischen Bauern haben die Gewohnheit, ihren Hund oder ihre Katze mit der Schlafmtze zu werfen, wenn sie dieselben verscheuchen wollen. Was sie mit der Mtze nicht erreichen, ist gewissermassen auer ihrem Bereich.

Dar is he so b kamen (gekommen), as Jan bi'n Kluvstock.
Rastede

Dar is Hoppen un Molt b verlaren.
Rastede

Dar is keen Dwel so slimm, he weet noch immer een, de slimmer is.

Dar is keen Fr (Feuer) so heet, Water kann 't utdon.

Dar is keen Hand vull, man en ganz Land vull.

Dar is kn Dwel (Teufel) so slimm, he wt noch immer nen de der slimmer is.
i] Dar = die althochdeutsche Form des mittelhochdeutschen gewhnlichern d, die spter nur noch in Zusammensetzungen mit vocalisch anlautenden Prpositionen und Adverbien (daran, darin, darum u.s.w.) hufiger noch mundartlich (dermit u.s.w.) vorkommt.

Dar is kn gt Haar an em.
i] Es ist ein durchaus schlechter Mensch.

Dar is kn Junker s krss (kraus, gelockt), of he hett noch wohl 'n Ls (Laus).
Ostfriesland.
i] Sprichwrtlich: He mkt sik ser krs = er macht sich gro.

Dar is kn Narr of he mkt sik darto.

Dar is kn Narr so kn, he driggt gl or grn.

Dar is kn Pott (Topf) so schf, dar passt nog wohl 'n Stulpen (Deckel) up.
Oldenburg
i] Keine Person so hsslich oder berchtigt, sie findet im Heiraten ihresgleichen.

Dar is kn Salbe mehr an to striken.
ho] Daar is geen zalf aan te striken.

Dar is kn Sinn in, segt Huddelbeck.
Mecklenburg

Dar is kne Fr (Frau) so rk, of se is de K glk.

Dar is mr Vordl bi, wenn en Fro as wenn en Koh starvt.
i] Scherzwort der Ehemnner, nachdem es Vorteilhafter fr sie sein soll, eine Frau, als eine Kuh zu verlieren.

Dar is Ms (Maus) ane Snr.
i] Da tut ein jeder, was er will.

Dar is 'n Winverlater sturv'n.
i] Verlaten = hochdeutsch verlassen; dann mundartlich, aber selten, wie hier, laufen lassen, abzapfen, z.B. Wein u.s.w., daher Wnverlater.

Dar is nn Lock (Loch) dr to sn.
i] Es ist nicht abzusehen, wie die Sache ein gutes Ende nehmen knne.

Dar is nich mit to fackeln.

Dar is nichts verloren as de slag, de vorbi geit.

Dar is nicks bi to mken.
hdt] Dabei ist nichts zu gewinnen.

Dar is nien krummer Brod (Brot) as Kringel (Brezel).
Rastede

Dar is noch keen Brot up backt.

Dar is Nms so stark, he find sin Mann.
mhd] So stark st nieman noch s grz, etsw vind er sn genz.
fr] Si fort que l'on soit, on trouve toujours son maitre.
ho] Niemand zoo sterk, of men vindt nog sterker.
it] Non v' huomo s forte che non ne trovi un altro pi forte.
it] Non v' tristo che non n trovi un altro di se peggiore.
la] Non fidentum viribus. (Nemo fuit tanto succinctus robore, cui non viribus atque animis conti gerit potior.)
sd] Nr mster kommer fver mster, s fr mster skam.
un] Nincsen olly ers, hinek trsa nen tall-kozik.

Dar is wat in'r Ml (Mhle).

Dar s wr (wieder) 'n Schilling n de Blixem, se(de) de Pater, d full (fiel) hm de Brill van de Kansel.
Ostfriesland
i] Blixem = ber das Bestreben, der Schuld des Fluchens dadurch auszuweichen, dass man die Fluchformel in einen hnlich lautenden, aber sinnlosen Ausdruck verwandelt.

Dar is Wind vr de Hofdr (eitel Schein). Ostfriesland

Dar is'n aule Ratte up't Speck bunnen.

Dar ist au net links.
Ulm
i] Er wei sich zu helfen.

Dar is't Ei, sogt Timian un kackt sn Fr in 'ne Hand.
Mecklenburg

Dar ist Fotzen (o. Furzen) Trumpf, s de Brut, as se to Bed gung.

Dar ist vl Maulsparren ver.
i] Die Leute reden stark und mit Verwunderung davon.

Dar it wohl recht Drang m den Stintwurm.
i] Wird gesagt, wenn ein Mdchen, das nicht durch Vorzge irgendwelcher Art sich auszeichnet, viel Bewerber hat.

Dar kan n Prchen ut waren.
i] Sie knnen einander heiraten.

Dar kann ick wohl levere Kinner (Kinder) mit hgen.
Holstein
i] hgen = erfreuen, glcklich machen, zufriedenstellen. - Das wei ich besser anzuwenden.

Dar kann kn K (Kuh) 't Lachen um lten.

Dar kann kn Lus (Laus) up haft'n.

Dar kimmt mer ch zum rechten Wege rei.
Hirschberg
i] Ironisch, wenn man mit der Handlungsweise jemandes nicht einverstanden ist, wenn man namentlich schlimme Absichten vermutet und frchtet, dass ein eigener Plan durchkreuzt wird.

Dar kimmt mer schunn nohch uff'm raachten Wege rei.
i] Die Gelegenheit wird sich finden, mit ihm abzurechnen.

Dar koan vom Schlemmer singen.
i] Sich guter Tage erfreuen oder sich an Tage frhern Wohllebens erinnern.

Dar kon m a's Herze rden.
Schlesien

Dar knnt vl toglk (zugleich) singen, man (aber) nich spreken.

Dar krg de drdde nig Semp (Senf) von.
i] Das Gericht war zu klein fr die Gesellschaft.

Dar khlt und nimmt oh de Hitze.
Oberlausitz
i] Damit empfehlen klassische Trinker den Branntwein fr alle Zustnde und gegen alle bel.

Dar kummt (kommt) he so bi as Kntje bi'n Pott. Rastede

Dar kummt vl Ns upp, s(de) de Jung, as he bden schull.
Ostfriesland
hdt] Es kommt viel Neues auf, sagte der Junge, als er beten sollte.

Dar kummt Wind, de Swnen dragen mit Strspieren.
i] Strohhalmen. Spiere = Spitze, besonders eines Gras- oder Getreidehalms.

Dar kunn man ja dat Sweeten krigen, s de Deern, da kreg se twee Kinner up eenmal.

Dar let'n sik Krnken (Chroniken) vun schriw'n.

Dar lett sik kn Modersl (Mutterseele) sehn.

Dar lopt kn Hund seben (o. swen) Jahr dull.

Dar lpt von Snt-Annen (Sanct-Anna) wat mit unner.
i] Die Sache ist so rein nicht. Es wird erzhlt: Im Mnsterlande war es auf einem Dorfe blich, dass ein Violinspieler das Paar, welches sich zur Ehe begeben wollte, nach der Kirche begleitete, wo die Trauung vollzogen werden sollte. Man musste dabei ber eine Brcke gehen und war des Glaubens, dass die Brcke, falls die Braut bereits schwanger sei, brechen werde, es sei denn, dass der Violinist ein Lied zur Ehre der Sanct-Anna spiele, wofr er besonders bezahlt wurde. Nun geschah es wohl, dass eine Braut, deren Zustand nicht mehr zweifelhaft war, beim Weggange aus dem Hause von dem Violinisten an die Brcke erinnert wurde, denselben aber nicht sehr glimpflich abfertigte. Bei der Brcke angekommen, sah derselbe die Braut ernst fragend an: 'Was nun?' So leise, dass nur er und der Brutigam es hren konnte, sagt sie: 'Lass nur was von Sanct-Anna mit unterlaufen.' Eine hnliche Erklrung bezieht sich auf das Luten der Glocken zu Sanct-Barbara und Sanct-Anna. Die Redensart wird hufig gebraucht, wenn jemand in sein Gesprch, in seine Rede u.s.w. etwas Fremdartiges, zur Sache nicht Gehrendes, Unpassendes einmischt. Es finden sich eine Menge Flle mit Geldbuen von 10-20 Stber fr Sanct-Anna aufgefhrt, z.B. wenn man sprach, ohne an der Reihe zu sein, wenn jemand den Advokaten unterbrach, eine unwahre Anklage vorbrachte u.s.w. Dass die heilige Anna gerade in dieser Angelegenheit angerufen wird, scheint mit der sogenannten unbefleckten Empfngnis zusammenzuhngen
ho] Daar lopt wat van Sint Anna onder.

Dr Mai is necks ze gut, er schneet dem Schfer af'n Hut.
Grafschaft Tambach

Dar Mann bringt mich o noch nich in Himmel.
Hirschberg

Dar mutt de Rock bi ut.
i] Das ist keine gewhnliche, sondern eine Arbeit, die groe Anstrengung erfordert.

Dar Ochse will sich die Hrner noch nich oblofen.

Dar Opf'l fold nid waid vom Pam.
Steiermark

Dar Opf'l folld nid waid vom Schdom aussa'rer kug'ld.
Niedersterreich

Dar rk an, as Kasper an de Srkl (= Sauerkraut).
Oldenburg

Dar sall de Adebar kamen.

Dar sast mal sehn, segt de Blinn', woans de Lahm dansen kann.

Dar schall nen Henn' oder Hahn na kraien.
Ovelgnne

Dar schlupft glei in a Mausloch nei.
Ulm

Dar schmiert mit fremdem Fett.

Dar scholl di de Klatern (Lumpen) na slan.

Dar schrumfunfelt he hen.
i] Unordentlich gehen.

Dar schull man sick wer bepissen.

Dar schull man 't Swt (Schwei) van krg'n, se(de) malle (alberne, einfltige) Beeke, d krg se wat Lttjes (Kleines).
Ostfriesland

Dar sieht aus, as hett em dr Aff gelaust.
Oberharz
i] Von einem unordentlichen Menschen mit struppigem, ungekmmtem Haar.

Dar sind Hner (Hhner).
Holstein
i] Von Wohlhabenden.

Dar speelt sick ehr tein arm as eenen riek.

Dar stn de Oen an 'n Brg.
hdt] Der Ochs steht zu Berge

Dar stat keene Bkstwe in (Buchstabe).

Dar steiht he, s de Jung un scheet fr sin Vadder up'n Disch.

Dar steit em de Gier na.

Dar steit em de Lecker na.
i] Darnach sehnt er sich, das htte er gar zu gern. Lecker = die Begierde nach guter Kost oder andern angenehmen Dingen.

Dar steit he her un hett de Tunge inn Munn.

Dar steit Matsfotts (Matsfsel, Matspump).

Dar stt mi de Kopp (Kopf) nich na.
i] Dazu bin ich nicht geneigt, gestimmt.

Dar snd quade Ogen ver kommen.
i] Schlechte, Verderben bringende.

Dar snt de Hande em all up verslten.
Holstein
i] Damit wei er vollkommen umzugehen.

Dar snt mehr Aebrs as Poggen.

Dar snt mehr bunte Hnn' (Hunde) as n.

Dar snt mehr Hnde as Bnk.
Oldenburg
i] Bunk, Knake = Knochen. Bunker = groer Apfel, Rbe, Beule, Laus.

Dar Towack (Tabak) is gutt, sagte der Bauer, wo is dar Dreck har?
Schlesien
i] Spottlob auf eine schlechte Sache.

Dar Uanni hod's Gld, dar Ounnari an Paiddl.
Steiermark
hdt] Der eine hat das Geld, der andere den Beutel.

Dar verrhmt sik k wohl n an Botter, de he nich prft (gekostet, geschmeckt) hett.
i] Sik verrmen = sich mit Unrecht rhmen, grundlos prahlen.

Dar wahnt Hans van der Lucht (Luft).
i] Wird von einem verfallenen Hause und zerbrochenen Fenstern gesagt, wo die Luft durchgeht.

Dar wkt dn Schaden.
i] Du musst aufmerken, um einen Verlust abzuwenden.

Dar ward he wat mit to kleien kriegen.
i] Das wird keine geringe Mhe kosten.

Dar wart (wohl) mennig Sack tobunnen, de nich (r he) vull is.

Dar wart kn K (Kuh) blesst hten, of se het wat Wittes vr den Kopp.
Oldenburg

Dar weert keen' Freters geboren, se makter sick denn darto.

Dar wss a Hund zu fihr'n, doass a n uff a Strick scheisst.
Hirschberg

Dar wt he nine Mowwen (rmel) antosetten.

Dar wied bai ouns ka Weihnachtsfleisch asse.
i] Von jemandem, den man bald aus seiner Stellung entlassen will.

Dar will ik di en Sticken bi stecke.

Dar wird hie (oder durt) o kenn Scheffel Salz frassen.
Oberlausitz
i] Wird nicht lange dort sein.
ho] Hij verdient het zout in de pap niet.
pl] Ani na słoną wodę nie zarobił.

Dar word annerwegen k Brod (Brot) back.

Dar wurd grote Magt (Macht) an leggt.
i] Darauf wurde stark gehalten, es wurde ein groes Gewicht darauf gelegt.

Dar ys nen Ampt so geringe, ydt ys Hengens werdt.

Daran denkt Europa nicht.
i] Ein Sprichwort, das in den dreiiger Jahren in Bunzlau sehr oft gehrt wurde, um zu sagen, dass man an irgendetwas nicht denke, dass man ganz anderer Meinung als der Redende sei. Ich habe es bei mannichfachen Gelegenheiten anwenden hren. Wenn irgendeine Behauptung u. dgl. ausgesprochen wurde, so erfolgte von der Gegenseite die Antwort: Daran denkt Europa nicht.

Daran einer am meisten gedenkt und davon einer oft red, das hat er lieb.

Daran erkenn ich den gelehrten Herrn!
Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern,
Was ihr nicht fat, das fehlt euch ganz und gar,
Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht Wahr,
Was ihr nicht wgt, hat fr euch kein Gewicht,
Was ihr nicht mnzt, das, meint ihr, gelte nicht!
Goethe, Faust II A I, Saal des Thrones
Mephisto Vs 4917f.

Daran erkenn ich meine Pappenheimer.
Schiller, Wallensteins Tod, III, 15 (Wallenstein)

Daran erkennen wir, dass eitle Prunksucht, ebenso wie roher Unverstand, den Knsten zum hchsten Schaden gereiche.
Goethe, Schriften zur Kunst - ber Leonardo da Vincis Abendmahl

Daran erkennt man der Frauen Sinnen - sich oft im Spiegel betrachten und selten spinnen.

Daran hanget der Bettelstab.

Daran hangt sein Herz.
ho] Daar hangt zijn hart aan.

Daran hat er sich seine Finger verbrannt.
ho] Hij heeft er zich den vinger aangebrand.

Daran hat sich der Teufel schon seine Hosen beschissen.
ho] Daar heeft de duivel zijne broek van bedreten.

Daran kann man weder Kopf noch Schwanz finden.
ho] Daar is geen kop of staart aan te vinden.

Daran kann sich ein Ochse satt fressen.
i] An dem berladenen, geschmacklosen Kopfputz einer Dame.

Daran war eine Angel.

Daran will ich mir die Zhne nicht ausbeien.

Daran zweifelt niemand als die ganze Welt.

Darauf gibt (leiht) kein Jude was.
z] Es ist kein Jud im ganzen Elsass, der ein Batzen darauff lyhe.
ho] Er is zooveel, daar de lombard geen geld op geeft.
un] A' Zsid se d valamit a' voltra.

Darauf ist gut warten, aber bel fasten (o. nicht gut hungern).
i] Sagt man in Hamburg, wenn Versprechungen gegeben und Hoffnungen gemacht werden, deren Erfllung nicht wahrscheinlich ist.

Darauf kann ich mir keinen Reim machen
en] I can't make head or tail of it
fr] je n'y comprends goutte
it] non mi torna

Darauf kannst du Gift nehmen
en] you can bet your life on it - you can bet your shoes on that (sl.)
fr] tu peux en mettre la main au feu
it] puoi starne certo (o. sicuro)

Darauf kommt's an.
la] In eo cardo rei vertitur.
la] In hoc cardo negotii vertitur.

Darauf leihet kein Jud einen Heller.

Darauf los, es ist ein Hesse.
i] Ob diese Redensart sich auf das Volk oder auf ein Pferd, das im alten Deutschland Hess hiess, beziehe, muss hier unerrtert bleiben.

Darauf mache einer einen Vers.
i] Wenn etwas voll Widersprche oder schwer zu erklren ist.

Darauf sei tglich bedacht, dass du die Kraft habest, mit Gleichmut das Leben zu verlassen, an dem viele so sich festklammern und festhalten, wie Menschen, die von einem Wildwasser fortgerissen werden, an Dornen und Gestrpp.
Lucius Annaeus Seneca, Briefe an Lucilius

Darauf verstehen wir uns alle, den berhmten Mann, solange erlebt, mit Neid zu verfolgen, sobald er aber tot ist, ihn zu preisen.

Darauf will ich meinen Stempel nicht drucken.
ho] Ik druk mijnen stempel daar niet op.

Darauff het ich mich lassen brennen.

Daraus folgt auch, dass, wenngleich Konsul oder Knig, diese hinsichtlich des Weges die Herrscher der brigen hinsichtlich des Zieles aber die Diener jener brigen sind, und das gilt zumal von dem Monarchen, der ohne Zweifel fr den Diener aller zu halten ist.
Dante, Monarchia, 2, 2

Daraus folgt denn, dass ich von je her seltener antwortete, und dabei bleibt's denn auch jetzt in hhern Jahren aus einer doppelten Ursache: keine leeren Briefe mag ich schreiben, und bedeutende fhren mich ab von meinen nchsten Pflichten und nehmen mir zu viel Zeit weg.
Goethe, An Zelter, 10.4.1827

Daraus gehe nun fr die Hhergebildeten und Besseren die Pflicht hervor, ebenso mildernd und vershnend auf die Beziehungen der Vlker einzuwirken wie die Schiffahrt zu erleichtern oder Wege ber Gebirge zu bahnen. Der Freihandel der Begriffe und Gefhle steigere ebenso wie der Verkehr in Produkten und Bodenerzeugnissen den Reichtum und das allgemeine Wohlsein der Menschheit. Dass das bisher nicht geschehen sei, liege an nichts anderem als daran, dass die internationale Gemeinsamkeit keine festen moralischen Gesetze und Grundlagen habe, welche doch im Privatverkehre die unzhligen individuellen Verschiedenheiten zu mildern und in ein mehr oder minder harmonisches Ganzes zu verschmelzen vermgen.
Goethe, A. E. Odyniec, 25.8.1829

Daraus htte der Schneider zwei gemacht.
Danzig
i] Wenn beim Kartenspiel zwei Honneurs zusammenfallen.

Daraus kann der Teufel nicht klug werden.
ho] Daar mag de drommel uit wijs worden.

Daraus kann kein Jude gescheit (klug) werden.
ho] Geen Jood kann eruit wijs worden.

Daraus kann kein Schwein klug werden.

Daraus lsst sich kein gut Bier brauen.
ho] Brouw daar nu eens goed bier uit.

Daraus lsst sich kein gut Garn spinnen.
ho] Ik weet er geen goed garen van te spinnen.

Daraus lsst sich keine Pastete machen.

Daraus macht Schnepp zwei (o. htte Schnepp zwei gemacht).
i] Schnepp, Schneidermeister in Knigsberg, war dort der erste seines Gewerbes, welcher sich dadurch auszeichnete, dass er zu Kleidungsstcken verhltnismig nur sehr wenig Tuch gebrauchte.

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