Weisheiten 78


Dat is 'n Prasser.

Dat is 'n raren Sand, se(de) de Feling, as he in de Klei kwam (oder km).
Ostfriesland
hdt] Das ist ein sonderbarer Sand, sagte der Westflinger, als er in den Marschboden (Schlamm) kam.

Dat is 'n rechten Hkt.

Dat is 'n rechten Sla' in'n Br.

Dat is 'n rendlichen Mensch, s de Fr, vr Wochen n Handdog un no' rn.

Dat is 'n rieken Knbel.

Dat is 'n Rumpslag (glcklicher Zufall) twelf Eier un dartein Kkens (Kchlein).

Dat is 'n schlechten Hund, de sn oll Herr bitt.
Ostfriesland

Dat is 'n schlichten Kter, de blo vr een Lock muust (o. to musen versteht).

Dat is 'n schlichten Schmied, dei keinen Rk verdragen kann.
Mecklenburg

Dat is 'n schlimmen Kram.
i] Das ist eine schlimme Sache, eine ble Geschichte.

Dat is 'n Staat as Schnodder up de Mau.
Pommern
i] Spott auf entstellenden Schmuck.
z] Wann nun ein weib oder mann etwas newes aufbringt und wir spotten sein, sagen wir: Es mag leicht sein, das ein menschen zieret, ia ein rotz auf ein ermel.

Dat is 'n str Baantje.
i] Von einem schwierigen Posten, oder einem Wege, den man vor sich hat. - Baantje - Verkleinerungsform von Bahn, und bedeutet auch Wamms oder Unterjacke.

Dat is 'n Tau snder Knpen.
i] snder= sonder, ohne; Knopen = Kntten, Knopf, Knoten. - ein solches Tau ist weder zum Schlagen noch zum Festhalten brauchbar.

Dat is 'n Vergngen, s de Kerl, do weer he duhn (betrunken).

Dat is 'n wunnerboar't Stck, s' de Ochse, doa stund de Oadebar (Storch) up n Bn.

Dat is 'ne harte Nt to biten.
Pommern

Dat is ne 'mall (alberne) Brgg (Butterbrot), see de Junge, under Botter un boven Botter.
Ostfriesland

Dat is 'ne Mixtur vr den Mann, wenn die Fru in den Wiken is.

Dat is ne olle Drossel.

Dat is 'ne stinkende Lgen.
i] Da ist kein wahres Wort daran.

Dat is nett as'n Ei inn Hoppensack.

Dat is nett so geriefelk a'n Mtz mit'n Kehlband.
Ostfriesland
i] auch: geriflik = von Personen: dienstfertig, gefllig, von Sachen: dienlich, nutzbar, bequem

Dat is nett so warm as 'n Haarb'l (der alte Zopf).

Dat is ni immer seggt (gesagt), datt, wer nix is, ok nix warrn scholl.
Rendsburg

Dat is nich fr de Katt, s de Deef, do stehl he den Buurn twee Schinken.

Dat is nich gut, wenn dei Mnsch (Minsk, Mensch) tau tirig (zu zeitig) in'n Dau (Tau) geiht, denn hett hei 'n ganzen Dag natt Fut (nasse Fe).
Mecklenburg

Dat is nich I un nich Fi.

Dat is nich so, as: sett di man rup.
Pommern
i] Das geht nicht so leicht.

Dat is nich wie bei der ppelfrau.
Pommern
i] Aussuchen gilt nicht, man muss es nehmen, wie's kommt, der Reihe nach. Auch in Berlin mit dem Zusatz: 'wie sie gekommen sind, mssen sie weg', nmlich die Tchter, diese Antwort gibt die Mutter einem Freier um die jngere Tochter, whrend die ltere noch unvergeben ist.

Dat is nicht koscher.
i] Nicht gerade, nicht recht; da steckt etwas dahinter.

Dat is nig fr den Hunger edder Dst.
i] Das sind nicht eigentliche Nahrungsmittel, sondern Leckerbissen.

Dat is Nix, mn Dochter, de Krl nimmt di nich.

Dat is noch in widen Felde.

Dat is noch in'r Ml (Mhle).

Dat is noch lange nich in 't Fatt (Fass), war 't insren sall.

Dat is noch nig tblasen.
Holstein

Dat is ok man fr'n Proppen, sagt Kruse.
i] Der Posthalter Kruse in Wismar brauchte die seitdem sprichwrtlich gewordene Redensart zuerst bei einer Debatte im Brgerausschuss daselbst.

Dat is k Rindflsch, s' de Schlchter, doa verkfte h 'ne Kuhfotze.

Dat is vern Schreve.
Holstein
i] Geht ber den Strich, Linie, Richtschnur, ber die Grenze, ist was Auerordentliches.

Dat is Pracherstaat.
Mecklenburg

Dat is pudert un pepert.
i] Die Sache ist teuer bezahlt.

Dat is putzig, s de Schnder, do wisk he sn Schwt af.

Dat is recht min Frwater (Fahrwasser).
i] Das ist meinem Wunsche gem

Dat is rumpslumpt etwas kaufen.
i] Ohne berschlag des Maes oder Gewichts.

Dat is Samet sin Upslag.
Holstein
i] Wenn jemand nur frs Auge etwas Feines trgt, das darunter grob oder schlecht.

Dat is schndlich, s de Buer, as de Koh int Water scheet, dat Land is doch groot genog!

Dat is Schte (Scheie), dat hw ick schon an'n Geruch, s de B'r, doa ha'r sich in de Buxen schten.

Dat is schon lange h, doa wr de olle Fritze no' Feldwwel.

Dat is sn Lewen (Leben).
i] Darin findet er sein grtes Vergngen.

Dat is sn Pferd un Pflug.
i] Davon hat er seinen Unterhalt.

Dat is slimmer as: Schelm kumm herut.
i] Um von einer schlimmen Sache einen noch hhern Grad zu bezeichnen.
pl] Gorsza sprawa, niż w Osieku. (Die Sache ist schlimmer als in Osieck, wo ein Schlosser wegen eines begangenen Verbrechens zum Gehngtwerden verurteilt worden war. Da es aber auer ihm keinen Schlosser am Orte gab, aber zwei Schmiede, so zog man vor, statt seiner einen der letzteren zu hngen.

Dat is smuck.
i] Spottweis von dem, was schlecht getan ist.

Dat is so as: Nimm mich man.

Dat is so bnt (bunt), as de Ggelower Kirch.
Mecklenburg
i] Gagelow ist ein dortiges Dorf, dessen Kirche frher ungewhnlich bunt gewesen sein muss, jetzt ist sie es nicht.

Dat is so drge as Snder Kloas1 sin rs.
hdt] Das ist so trocken wie Sankt Niklas sein Arsch.
i] Sankt-Niklas, 6. Dezember.
ndt] De Lampe (dat Holt) es so drige as Snte Kloas inner Fuet.
z] Die Kinder in Ostfriesland pflegen die Geschenke, welche sie am Sankt- Niklastage erhalten, tagelang vor das Fenster zu stellen, bis dieselben, meist menschliche Figuren aus Teig, Klskerels, zuletzt ganz trocken und steinhart werden, sodass die Mutter vor dem Verzehren Milch zum Einweichen hergeben muss. Wahrscheinlich spielt das Sprichwort auf diese Kindersitte an.

Dat is so ein, denn mt man mit Appelmaus inschmeren un Kaneel drup un denn den Dwel tau Wihnachten schenken.

Dat is so fast as en Mtzke (Mtze) mit en Khlbndje.
Kleve

Dat is so fett as Bullflsk.
i] Ironisch, da Stierfleisch selten fett zu sein pflegt

Dat is so gemeen (gemein) as Kattenflesk, dat kruppt vun sik slfst in de Pott.

Dat is so gemn (gemein) asse Strtendrek.
Osnabrck

Dat is so gesund asn Hand vull Schohnagels.

Dat is so gewiss as 't Amen in de Krk.
i] Um den hchsten Grad von Gewissheit zu bezeichnen.

Dat is so gd as'n Hund n Stirt.
Mecklenburg

Dat is so klar as Koffeedick.
Ostfriesland
i] Das ist so klar wie Kaffeesatz.
ho] Het is so klaar als een klontje.
ho] Het is so klaar als koffijdik.

Dat is so lang, als Lawrenz sin Kind.

Dat is so lik (gleich) as de Weg na Bremen.

Dat is so seeker as tw mal tw vr snd, na Folkert Krey sn Rekenbk.
i] Folkert Krey, Schullehrer zu Buttfrede im Harlingerland, gab 1738 ein Rechenbuch heraus, welches lange Zeit in ostfriesischen Schulen gebraucht und das noch 1839 in 15. Auflage von Hoffmann in Blersum besorgt wurde.

Dat is so sn Mt (Ma).
i] Der passt zu ihm.

Dat is so vl, as wenn 'n Mgge in de Jade pisst.

Dat is so vl as kumm her un schiet mi wat.
Holstein
i] Verhllend sagt man dafr auch: wnsch

Dat is so viel, as wenn m 'ne Mgg steckt.
z] Daz aht ich, als ein kleine breme viele f einen grzen r.

Dat is so'n Treffen, segt der Schlachter, un slt den Ochsen in 't Auge.

Dat is Speck un Sweinefleisk.
i] Um eine berfllung in irgendeiner Beziehung, z.Be Einen Wortberfluss, den man in der Sprache Tautologie nennt, zu bezeichnen. Das ist einerlei.

Dat is stark Br (Bier).
i] Wenn sich einer sehr heftig vernehmen lsst, dann von mutigen kecken Reden und Taten.

Dat is Swinkt mank de Plumen.
hdt] Schweinedreck unter Pflaumen.
i] Wenn sich ein verachtetes Subjekt unter angesehene Leute mengt.

Dat is 't letzte, sd de Dwel, un scht dat Hart (Herz) ut.

Dat is 't Rechte, wor de Brut um danzet.

Dat is Teuerkaufbrand, se(de) Woltert, d le(de) he de Violine up 't Feuer.

Dat is tom Rehrzageln.
z] Denn slle mine Kgkens rehrzageln
i] Dann sollen meine Khe mit dem Schwanze wedeln, sagte ein Bauer, als er den Hafer nicht teuer genug verkaufen konnte und deshalb beschloss, seine Khe damit zu fttern.

Dat is um n Kattensprung (Katzensprung) to dn.
Holstein

Dat is unner de Lde (Leute).
i] So geht das Gercht, so erzhlt man sich.

Dat is unsen Herren Pastoren sin Gotteswrt-Naharker.
i] Scherzhafte Bezeichnung fr Kster. Nahrker = der die beim Aufbinden liegengebliebenen hren vermittels der Harke (des Rechens) zusammenbringt.

Dat is Vaders Kind wst.
i] Er ist beim Vater gewesen, bis er geheiratet hat.

Dat is vrgt'n Brot.
Altmark

Dat is verbetert dr Jan Balhorn.

Dat is verkehrt, hadde de Buer sagt, doa hadde dat Peard am Strte tumet.
Westfalen
ho] Dat is verkeerd, zei de stalknecht, en hij toomde het paard aan den aars.

Dat is vr de Nieglichkeit, sd' Rting, wer van't Mten kmen un hrr sich 't Bn brken.
i] Nieglichkeit = Unberufene Neugierde.

Dat is vr sien fge Tage.
i] Fge, das hochdeutsche feige, aber im Niederdeutschen mit der Bedeutung: dem Tode geweiht, den Keim des Todes in sich tragend. 'Noch nich fge', d.h. noch nicht bald sterbend. Von einer Handlung, die jemand im Widerspruch zu seinem Charakter, seinen Eigenheiten, seinem Wesen und seinen Gewohnheiten ausfhrt, sagt man: 'Dat is krt fr sien fge Dage', d.h. das ist so gegen seine Natur, dass man seinen baldigen Tod erwarten kann.

Dat is vr Voss-, un achter Schapfell (Fuchs- und Schaffell).

Dat is woll en dummen Esel, de wat schriewet un kann 't nit lesen.

Dat is wullen den Duivel up a Kussen binhen.
Franz. Flandern
hdt] Das ist wollen den Teufel auf ein Kissen binden.

Dat is, as de Saat is: Ulen geeft Ulen!

Dat is, es wenn de Becker den Stuten givt.
Holstein
i] Wenn eine Ware ihren bestimmten Preis hat

Dat is'n anner Slag Koorn, s de Mller, da beet he up'n Musktel.

Dat is'n Muskant! sd' Asmus, hrr'n Frken in'n Sack.
(hdt) Das ist ein Musikant! sagte Asmus, da hatte er ein Ferkel im Sack.

Dat iss 'n Brill, der passt de achter eine in.

Dat iss nich Bessas wth, man msst oall Sg fm Oass geten.
Ukermark
hdt] Das ist nichts Bessers wert, als der Sau vor den Hintersten gegossen.
i] Die Bauersfrauen brauen hufig selber das zu ihrem Gebrauch ntige Bier, 'Trinken' genannt. Gert es einmal sehr schlecht, so wird obige Redensart auf dasselbe angewandt.

Dat iss'n schlechten Broten (Braten), wo nischt afgeiht.
Ukermark

Dat ist ein Bissen fr sein Maul.
ho] Het is een kostje noar zijn mond.

Dat ist god (gut), wer dormit nicks to don hat, sede de Jung, dar bten sik tw Kreyen.

Dat ist kenen Pfennig wrd.

Dat ist lang un smrig, s de Krl, do stohl he Seilgoarn un Bregenwurst.
i] Wurst aus dem Gehirn des Schweins.

Dat ist nich so licht as Vigelinsplen.

Dat ist schn Heu, s' de sel, doa fratt' r' Pperkken.

Dat it fr de Nschr (Neugier), s' Rutenberg, kam van 't Mken un brok sich 'n Bn.

Dat Junkgt (Junggut) is darten, met man 't k bi de Strt (Schweif) uphelpen.
Ostfriesland
i] Darten, dartlich = khn, verwegen, ausgelassen, mutwillig, lustig.

Dat kan dem Besten passieren, hadde de Snder segt, do har e de Knupe un Knupeholler am Rocke alle an einer Seit sett.
Soest

Dat kann ' noch nicht opessen. Brandenburg

Dat kann een mannig ok mal to veel weern, s de Buer, dar full em ne Fer Me up't Lief!

Dat kann ein Buer vom Nesch brook.
Mnchen
i] Neers broich. Um zu sagen: das ist kein Kunststck

Dat kann en blind Mann met dem Stock fulen.
Bren
i] Ist leicht einzusehen oder zu begreifen.

Dat kann Heert's Jung am Heck.

Dat kann Jn Luitje wohl.
Ostfriesland

Dat kann keen Blinder sehn.

Dat kann kn Jude lten.
Ostfriesland

Dat kann nicht missen (fehlen), de vl drinkt, de mt vl pissen.

Dat kann ck nich bekrge.
i] Nicht ausfhren, es bersteigt meine Krfte

Dat kann ok Dannbarg's Hans.
i] Eine aufallend leichte Aufgabe lsen.

Dat kann 'r utwennig, as de Hoahn det Kreih'n.

Dat kann unmglich 'ne Su sin, s' de oll Fr, don har se' 'n Bie'r bie de Klten.

Dat kann uns de Rhin nitt afwasken.

Dat kann Vader on Shn (spte).

Dat kann wohl mglich 'n oll Sau sin, sd' Meyersch, un harr 'n Biern bi de Klten.
Mecklenburg

Dat kann wohl Schick hebben.
i] Dabei kann man sich beruhigen

Dat kannst Dannebarg's Hans segge (vertelle).

Dat kannst du oppen Haut stecken.
Sauerland

Dat kanstu im Liegen dn.
i] Es ist eine leichte Arbeit, die nebenbei zu machen ist.

Dat kem ch de Brd (Brot) net fett machen.
Bedburg

Dat Kind ht de Begovung. Kln
i] Es ist mit Krmpfen behaftet.

Dat Kind hett wohl Miteters.
i] Ist von Wrmern wohl so ausgezehrt

Dat Kind rukt na de Harbarge.
Oldenburg
i] Die Sache verrt ihren Ursprung.

Dat Kindelbett hett vl Hk un Winkel.
Holstein
i] Eine Wchnerin ist viel Zufllen unterworfen.

Dat Kint (Kind) is snem Varer ut de Ogen krapen.
Mecklenburg

Dat Kint schall wohl 'n sachten (sanften) Dd hebben.
Ostfriesland
i] Wird von einer Sache gesagt, die im Anfange sehr eifrig betrieben wird.

Dat klappert wie 'ne bastne Lischke.
Elbing

Dat klappt as de Fust up't Oge (Faust aufs Auge).

Dat klappt as wenn man den Dreck mit Ptschen haujet.

Dat klappt nich.

Dat kommt ass Melk ut dem Bollen (Osse).
Danziger Nehrung

Dat kmmt drock (dringend), seggt de Schnder, on krggt e Pr Strmp to versle.

Dat kmmt langsam an, wie den Os de Melk.
Meurs

Dat kommt nich von Ungefhr, dat komt von ganz wat anners hr, sd de Drn, da harr se 'n dicken Bk krgen.

Dat knen s' in Karkdrp k.
i] Karkdrp = Kirchdorf gehrt zu den neun Drfern oder Logen, welche das Kirchspiel Aurich bilden und zu dem Sprichwort veranlasst haben: Auerk hett ngen Logen; womit nicht, wie ein des Plattdeutschen unkundiger Reisebeschreiber berichtet, neun Freimaurerlogen gemeint sind. Sinn: Wenn man es im Kirchdorf tut, muss es nicht schwer oder nicht viel wert sein. Es besteht nmlich eine Neckerei gegen die neun auricher Drfer, in welchen gegen die Bewohner derselben allerhand Beschuldigungen erhoben werden, wegen deren es frher auf Mrkten, in Gasthusern und bei volksfestlichen Anlssen nicht selten blutige Kpfe gab.

Dat knt (kommt) en des Popst Mond (Monat).
Aachen
i] Zu rechter Zeit.

Dat knt (kommt) wie Maibom in Oche.
Aachen
i] Unerwartet.

Dat Kopeleirgeld nit mehr wert siyn.
Bren
i] Trauungsgebhren. - Von alten Leuten, die noch einmal heiraten.

Dat Kpken (Kpfchen) kolt, de Fte warm, dat Achterprtken apen, do wirste ruhig slapen.
fr] Le pied sec, chaud la tte, au reste vivez en bte.

Dat Korn ingestwet, de Hwer ingekleiwet. Waldeck
z] A so, des ist ann anders Koarn, hat der Mller gsait und hot in ann Mausdreck bissa.

Dat kst j ken Geld, sgt de Br, do wamst (prgelt) he snen Jungen dr. Jever

Dat kost 'n Botterbrot.
i] Es ist spottwohlfeil

Dat kostet em go den Kragen.

Dat kost't ok Bein, wenn 'n up'n Stock ritt.
Mecklenburg

Dat Kruschen gett sau lange te Wter, bitt et te Grunde gett.

Dat kriggt ook 'n Enn, s de Dwel, dar weer Bu- un Beedag.

Dat krigt ok en Enn, s de Dvel up'n Bu- und Beddag.

Dat krigt k werrer'n Enn (Ende) , sr dei Dwel up'n Buss- un Beddag.
Mecklenburg

Dat Krt (Kraut) kenn' ick, s' de Dwel, doa ha 'r Warmode (Wermuth) Prten.

Dat Krut kenn ick, s de Dwel, un set sick mit'n Ars in de Brennetteln.

Dat kemt vam Bullern, sagte de Snael, hei hadde siewen Jr amme Kearktoren kroepen, un as 'e boalle am Krtse was, un sik reppen woll, doa was 'e herunner fallen.
Bren
i] bullern = auch bulderen, balderen, ballern = poltern, lrmen, hier: sich bereilen, Snael = Snagel, Schnecke, reppen = sich beeilen, hochdeutsch reffen, raffen, schnellen

Dat Kken will woll klger wsen as 't Hohn.
Strelitz

Dat kummt (kommt) dar nt bi to pass.
i] Das bleibt weit davon.

Dat kmmt (kommt), dat kmmt, sd' de Brt von Bordelum, dr hrr se dr Dg' unner'n dden Krl legen.
ho] Het zal wel komen, zei Klaas Lumpes, en het kwam nooit.

Dat kmmt all wller, s de Bur, dor forde he siene Swienen mit Speck.

Dat kmmt all't up ns rut, s' Muo'r Fentschen, un kochte 'n Kaffee in 'n Pisspott.

Dat kmmt m an, as 'n Br dat Aod'rlaoten.
Altmark

Dat kummt b de Hun(de) r Wnsken mit to pass, dat de Kalver starven.
Ostfriesland

Dat kmmt doavan, wenn ein' schrwen (schreiben) lrnt, s' de B'r, a'r 'n Flscher an 'n Schandpoahl sah.

Dat kmmt jitzt alls up't Hchst, seggt dei Bur, da krg em 'ne Lus an'n Haut (Hut) rm.
Mecklenburg

Dat kmmt mi nig passlik.
i] Das kommt mir nicht zu gelegener Zeit.

Dat kmmt mi nig to Mate (Ma).
i] Das passt zu meinen jetzigen Umstnden nicht.

Dat kmmt mi recht to mate.
i] Kommt mir sehr gelegen.

Dat kummt so hen: Twee Swiene - fief Sieten Speck!

Dat kmmt up den Versuch an, segt de Swnegel t 'n Hasen.
i] Das Sprichwort hat wohl seine Quelle in der Fabel De Hs un de Swinegel.

Dat kummt up lttje Nmmerdag, wenn de Kalver up't Is danzt.

Dat kummt up 'n Rakedeves (=Geratewohl, Versuch) an.
Ostfriesland
i] Etwas zu nehmen, wo man es findet

Dat kummt van de Lust.
Ostfriesland

Dat kummt von 't lange Predigen, sd d Paster, dr harr he in de Bx (Hosen) schten (o. scheeten).
Holstein

Dat kummt von't lange Predigen, s de Paster, dar har he in de Bx scheeten.

Dat kmmt werrer, sr de Br, un gw sin Swn Speck.
Mecklenburg
i] Wird da angewandt, wo die Kosten den Gewinn verschlingen oder bersteigen, weil offenbar ein Schwein mehr Speck oder Fleisch fressen wrde, als es Speck gewhren mchte.

Dat kmmt wohl mal, dat'n fllt un findt nicks.
Mecklenburg

Dat kummt, dat kummt! s de Brut vun Bordelum, da har se dre Dag' unnern doden Kerl lgen.

Dat kumpt up ltje Nmmerdag, wenn de Kalwer up 't s danzt.
Ostfriesland

Dat kmt anners as: goden Morgen, Mtt!

Dat kumt b de Hun(de) er Wnsken mit to pass, det de Kalwer starvt.
Ostfriesland

Dat kumt em an mit Hitte (Hitze) un mit Kulde (Klte).

Dat kumt van de Lust.

Dat kumt wedder, sd de Br un gew (gab) sn Swn Swnflsch (Speck).
Holstein

Dat lacht mich an, as Fierkenschntkes in 'n Srkaul (Sauerkohl).

Dat Langsamgehn kumt van slvst.
Rastede

Dat Lank drt kne Wss.
Bedburg

Dat lt (lsst), as wemme 'ne Klucht op de Sege hanged (lied).
Iserlohn
i] Klucht = bezeichnet a) ein gespaltenes Holz, dessen sich die Kinder bedienen, um Bschel mit Heidelbeeren zum bequemen Heimtragen hineinzustecken; b) einen Felsen- oder Erdspalt und c) in Ldenscheid eine groe Herdzange, die man dort aber Kluft nennt.

Dat lt em gerade, as 'ner Sege, d sichten (sieben) wel.
i] lt = lsst (von lassen) = sieht aus.

Dat lat ick gan, s de Jung, da schul he das Kalv dregen.

Dat lt ik gaan! s de Slachterjung un set dat Kalw dal.
Sderdithmarschen
hdt] Das lass' ich gehen, sagte der Schlchterjunge und setzte das Kalb nieder.

Dat lat intrecken!
Pommern
i] Das wird wohl helfen, wird wohl was ausrichten. Eigentlich und ironisch gebraucht bei Prgeln, Gewinst, Lohn, Lobeserhebungen.

Dat laut, sagt Spiess, hiess einer sein Vater ein Dieb und seine Mutter eine Hure.

Dat Lauw (auch: Lw, Laub) sall 'n wuol mit niemen.
Paderborn
i] Er wird wahrscheinlich dem herbstlichen Witterungswechsel erliegen.

Dat Leben is de beste Schol vune Weeg' bet in'n Grotvaderstohl.

Dat Ledder (Leder) stelen un armen Lden Sch davan maken.
i] Mit gestohlenem Gute mildttig sein.

Dat legem natura tibi, non accipit ipsa.
Disticha Catonisa
dt] Die Natur gibt dir die Richtlinie, sie selbst nimmt von dir keine an.

Dat lehrt sick nix lichter as Fuulheit!

Dat leste Anker holt fest, as Pick un as Theer.
i] Von Leuten, die trotz aller Enttuschungen die Hoffnung nicht verlieren.

Dat letste Fr (Feuer) un dat irste Gras, da drinken dei Herrn den Hypokras.
i] Es ist frher erwhnt, wie der Brgermeister Joh. Wittenberg von Lbeck auf einem Balle zu Kopenhagen die Insel Bornholm vertanzt hat. Er verlor deshalb auf dem Markte zu Lbeck den Kopf. Damit aber die knftigen Brgermeister sich hten mchten, ebenfalls eins oder das andere hintanzen zu lassen, lie der Rat aus dem Vermgen des hingerichteten Wittenberg einen silbernen Becher machen und die Worte eingraben: 'Da danzt Bornholm hen.' Aus demselben mussten die Brgermeister jhrlich zweimal nach den obigen Sprchen trinken, und zwar im Frhjahr, wenn man den Stubenofen zu heizen aufhrt und im Herbst, wenn man mit dem Heizen wieder begann.

Dat lett (lass) nett, wenn ener schett on der andre ett.
Jerentowitz im Kreise Graudenz
i] Um zu sagen, dass gewisse Dinge oder Handlungen nicht zusammenpassen.

Dat lett nig smuck.
i] Ist nicht gut, nicht anstndig, passend.

Dat lett sich hren, sd Jenner, n krg fert Ohr.
Danziger Nehrung

Dat lett sick denken, dat krank Ld nich gaut tau Weg sind.
Mecklenburg

Dat lett sick nich mit eens in'n Backben schben.
Mecklenburg, Schwerin
i] Es kann nicht alles auf einmal geschehen

Dat Licht brennt em up de Finger.
Pommern

Dat Licht brennt, as wenn de Wever m't Hs geit un frd (freit) n de Maid.
Ostfriesland

Dat Licht brennt, as wenn 'n Wever dod is.
Ostfriesland
i] Sehr dunkel, weil die Weber bei ihrer Arbeit helles Licht bedrfen. Doch stehen damit die hollndischen Auslegungen im Widerspruch weil die Weber bei sehr drftigem Licht (kleine lampjes en dunne pitjes) arbeiten.
ho] De kaars brandt, alsof er een wever vrijde.

Dat Licht geit ut. Preuen
i] Wenn der Tag sich neigt und es anfngt dunkel zu werden.

Dat Licht singt den letzten Vers.
i] Es geht damit zu Ende.

Dat liggt buten mn'n Verstand, s de Jung, as dremal drtein.

Dat ligt dr nwar (liegt durcheinander) as Krt un Rven.
Rastede

Dat lik (gleicht) darna as min Eers na 'n Peperdose.

Dat lkt derna as mn rs n, 'n Peperdose.
Ostfriesland
i] liken = gleichen, hnlich sein.

Dat loa 'k luien, sach de Kster, doa was 'me sin Wyf afstuoarwen.
Hemer in der Grafschaft Mark
i] Der Ton liegt auf lasse. Diesmal lasse ich luten, ich lute nicht selbst.

Dat lppt m b de Rgge (Rcken) up as kld Pttwter (Brunnenwasser).
Ostfriesland

Dat lppt unner dr as de Rttenktel unner de Peper.

Dat lpt dr et Lsch (Schilf).
Meurs
i] zu weit, verkehrt.

Dat lpt tohp as Poggenkoller (Froschlaich).
Lbben
i] Vom leichtsinnigen, trichten Heiraten.

Dat lpt under dr, as de Rattektel under de Peper.

Dat lpt unner drch (luft unten durch), ass de Musktel unner 'n Pper.

Dat lud (das lautet), as wan de Z'e (Ziege) oppen Brd keteld.

Dat lgst du as 'n Snder.
Ostfriesland
i] Schneider, besonders weit gereiste, sollen gern lgen.

Dat lgt he as en Schelm.

Dat lttje Rad geit vr in de Wagen.
Ostfriesland

Dat Mdchen kann singen, do es en Nagtegall mr en Bs (Biest) tegen.
Meurs

Dat maket mi vle Mse (Muse).
i] Verursacht mir Sorgen, Bedenken, Grillen.

Dat Mal gewen.
i] Die Stelle bezeichnen, wo ein Wettlaufen, Sprung, Wurf u.s.w. anfangen oder enden soll.

Dat Maorgenrauth (Morgenrot) in de Gausken (Goen) flaut, dat Aovenrauth guet Wider baut.
Mnster

Dat Maul is 'ne begnge (gangbare) Landstrate.
Hannover

Dat maut (muss) mi alle reine sin, sach de Frau, doa sstriegede (streifte) se de Katt wer der Kirne af.

Dat maut mi reine sin, sach de S'lchtersfrau, doa trock se 'n Duimlink (Dumling) iut der Wuoarsst (Wurst).

Dat mehrt sck, wie de Dreck ver Wiehnachte, sd jen Br, als sine Fr e Prke kreg.

Dat mekelnborgsche Waop'n maok'n.
i] Beide Arme auf den Tisch sttzen und so einen Ochsenkopf, der im mecklenburger Wappen vorkommt, darstellen. In Holland nennt man diese Haltungsform das koesfeldsche Wappen.
ho] Hij gelijkt het wapen van koesfeld wel.
ho] Hij zit als het Wapen van koesfeld.

Dat Mken (Mdchen) ess 'ne rechte Kratzebste.
Lippe
i] Kratzbrste. Man sagt dafr auch Tange.

Dat ment ik bter, s dat Prd, und settle de lutten Leutnant vr de Schl af.

Dat Messer ss so scharp, dat du kannst drop fre rde.

Dat Messer schntt n dr Dag mehr als n nem.

Dat Messer schntt Poggehaar.

Dat Messer snid as en dud (tot) Ruie bit.
Grafschaft Mark

Dat Messer snid, me kn derop na Kllen ri'en.

Dat Messer snitt sse kald Water brennt.
Bren

Dat Mest (Messer) is so stump, dar kann wohl 'n Hexe up na Kln rden.

Dat Mest ist so stump as 'n Ssaaks.
i] Ssaaks = ser ltere Name fr Messer, der aber im allgemeinen auer Brauch gekommen ist und nur noch fr schlechtes Messer gebraucht wird.

Dat Mest snitt as 'n Flt (?).
i] Das Fragezeichen findet sich schon in der Quellenschrift.

Dat Miul (Maul) geiht m s 'ne Antenfutt.
Sauerland

Dat moet wat Vornehm's sn, segt de, hebben 'n Nors von twe Hlften.

Dat mg en lgen Sack sinn, dei nit liggen knn und loten sick flicken.
Sauerland

Dat mt mi reine sin, sagte de Frau, da trock se ne Katte t der (Butter-)Kearne un strpede se aw.

Dat mt 'n wendet werden, sede de Fruw to den Aal, dar trecket se em de Hud (Haut) ab.

Dat Ml (Maul) bringet den Deif an'n Galgen.
i] Bezieht sich im Mittelalter auf das vom Diebe entweder freiwillig abgelegte oder durch Kerker und Folter erzwungene Gestndnis; kann sich in neuerer Zeit aber auch auf belastende Zeugenaussagen beziehen.

Dat Ml (Maul) geit em as en Scheermest (Scheermesser).
i] Nmlich beim Sprechen.

Dat Ml geit em as 'n Spolrad.
i] Schnurrt in einem fort.

Dat Ml geit em as 'ne Garnwinne (Garnwinde).
Westfalen

Dat Ml in de Pnte (Spitze) trecken.
Bren
i] Den Mund verziehen.

Dat Ml is 'n Schelm, wenn man emm man wat butt (bietet), denn jahnt he upp.
Oldenburg

Dat Ml plappert on de Narsch wt von nuscht.

Dat Ml mmer vr hebben.
Mecklenburg
i] Vorlaut sein.

Dat Ml upsparr'n.

Dat Mndken in't Pntken setten.
i] Einen spitzen Mund, auch Jungfernmund, machen; bei Kindern oder erwachsenen Mdchen mit dem Nebenbegriff der Eitelkeit. Von einem Mdchen, das einen schnippischen Mund zieht. Pnt franzsisch pointe = Spitze, pntig = geziert, kokett.

Dat Msche (Muschen) hat e Sttzche krge (kriegt).
Aachen
i] Die Sache hat wichtige Folgen gehabt, ist gegen Vermuten ausgefallen; man ist bel weggekommen. Sttzche von Statz (= Starz), der Schwanz eines Tieres, Schweif, auch Stiel, Starz.
ho] Dat muisje heeft een staartje.

Dat mut de Meister verstn, wenn de Wurst na Scht smeckt.
Holstein
i] Der Meister entscheidet, es ist sein Werk.

Dat mtt gaen (gehen) as wenn de Br Plm fritt.
Altmark
i] Sehr eilig

Dat mutt man achter nen Tn (Zhne) ten.
i] Von einer seltenen und kostbaren Speise, von etwas, das man nur uerst sparsam verwenden darf.

Dat ndigste toirst, s de Bur und prgel sin Fro un let da Peerd in'n Graben liggen.

Dat Nske (Nschen) piert die ok nich vom Schemper.
Ostpreuen
i] Der Bauer zum Lebemann.

Dat N (Neue) is sellen wat Goes.
i] Abneigung des oldenburger Landmanns gegen alles, was irgend Bezug auf Vernderung der berkommenen Einrichtungen und Verhltnisse hat.

Dat nemt sick fransch ut, s Hans un kreg de Deern bi'n Schinken.

Dat Nigge is nit jmmer dat Beste.

Dat nimmt sik Fransch t, sd' Hans, un krg de Diern bi'n Schinken.
Holstein

Dat ndtigst toers, s de Bur, dor hau he sin Olsch un leet dat Peerd in'n Sloot liggen.

Dat g mag alltd mehr as der Mund.

Dat Og will ok watt, sr dei blind Jochen, da friet hei na' ne hibsch Dirn.
Mecklenburg

Dat ge wil k wat hebben, hadde de blinde Harm seggd, d frde he na'n moie Drn.
Oldenburg
hdt] Das Auge will auch was haben, sagte der blinde Bernard, da heiratete er ein hbsches Mdchen.
ho] Het oog wil ook wat hebben, zei de man, en doen aloeg hij zijne vrouw een blaauw gezicht.

Dat Oge will k wat, see blind' Jakb (Jakob), d frde he na'n moje Wicht.
Ostfriesland

Dat Oler geit vran, wenn't ok na'n Galgen geit.

Dat ller krppt op e Sller. Dnhoffstdt

Dat s besunge. (Ist hin, verloren)

Dat s e Dicknsger.

Dat s e Donnerkrt'.
i] Zur Bezeichnung eines garstigen, vorherrschend aber eines pfiffigen und verschlagenen Menschen, besonders im jugendlichen Alter.

Dat s e Nimmerdn.
i] Dn = Dick. Ein Nimmersatt

Dat s en rechter Bisworm.
i] Von einem ruhelosen Menschen. Die stechende Bremse, welche in die Haut des Rindviehs ihre Eier legt, und das Bisen, das wilde Umherrennen derselben mit veranlasst.

Dat s en reiner Alfsrankel.
Natangen

Dat s fer de Katt to Bxe.
Stallupnen
i] Von etwas, das keinen Wert hat. Das ist verloren, aufgegeben.

Dat s glk n e Nrsch t krpe.
Dnhoffstdt
i] So possierlich ist die Sache

Dat s man gnverblendniss.
i] Ist nichts als Blendwerk, Tuschung, Taschenspielerei

Dat s tom Bekacke.

Dat ss (wr) man Hummel n e Haar.

Dat ss als wenn de Domme (Dumme) mt dem Dwatsche kset.

Dat ss als wenn e Mck nt Haff psst.

Dat ss beter, als wenn em de Hund wat schtt.

Dat ss de Oartschwager.
Elbing
i] Der Eber, welcher zur Zucht gehalten wird.

Dat ss de Platz to kriegen.
Ostpreuen
hdt] Man mchte die Platze bekommen.

Dat ss doll Volk, seggt de Diewel, on heft e ganze Sack voll Katte.

Dat ss e ander Wams, dat heft Schsskes.
i] Wird angewandt, wenn eine Rede, eine Handlung, Sache u. s. w. mehr als die vorausgehende befriedigt.

Dat ss e Dselkopp.
i] Er ist dselig, - ein dummer, einfltiger Mensch

Dat ss e Kriez (Kreuz), wer e Puckel heft.

Dat ss e Lewe (Leben) wie mm Lehm, bloss dat et nich ilst so glabrich, so kliestrich ss.

Dat ss e Prdslew (Pferdeliebe) mt de Bnke om en Hals.
Knigsberg

Dat ss e Poste, sagt Eberhard, und hat zwlf in der Oberfarbe.

Dat ss e Rtt, seggt de Schmd, on titt de Kobbel den Wurm ut em Nasch, dat se schtt.
i] Wortspiel mit Rtt = Rist und Ritt.

Dat ss n Jack, n Pack.

Dat ss gerad, als wenn ehra twen kame (kommt) on bringt keina nuscht.
Natangen

Dat ss Httke mt Mttke.
i] Krethi und Plethi

Dat ss Jack wie Hos'.

Dat ss Jack wie Pigg.
i] Pigge = Wams, Jacke. Eins wie das andere.

Dat ss mi man e Mtz.
Ostpreuen
i] Um die Leichtigkeit einer Arbeit, eines Geschfts u.s.w. zu bezeichnen. Vielleicht liegt dabei der Gedanke an die Schnelligkeit zu Grunde, mit welcher der Wind eine Mtze vom Kopfe treibt.

Dat ss nich Bu nich Ba, nich Hi nich Hott, nich Him nich Hom, nich Kix nich Kax, nich gehaun, nich gestokn, nich geschte, nich gemole.

Dat ss nich op'n Bolleledder to schrinen.
i] Es wre so viel von der Sache zu reden, dass es nicht auf einer Ochsenhaut Platz htte.

Dat ss nich wert, de Sau ver e Arsch to gte.
i] Von einem schlechten, unschmackhaften Getrnk, ungeniebarer Suppe.

Dat ss noch doller wie n e Dokterapthek.
i] Es wird sehr genau genommen, ist teuer. In Knigsberg unterscheidet das Volk streng zwischen: Apotheke und Doktorapotheke. Unter der erstern versteht man eine Gewrz- und MaterialWarenhandlung; unter der letztern die Medizinapotheke, die anderwrts kurzweg Apotheke genannt wird.

Dat ss Ohm Plum.
Elbing
i] Zur Bezeichnung eines Menschen, den man nicht mit Namen nennen kann.

Dat ss Pracherie (Bettelei).

Dat ss rein tom Bn (Bein) utdrge (ausdrehen), seggt de Bross.
i] Bross - ein Tischler in der Gegend von Szillen

Dat ss Schniefke wie Handschke.

Dat ss schn, seggt de Meller, wenn 't regent.
Ostpreuen

Dat ss so mhr wie 'n Herrn Pfarr sin Br.
Ostpreuen
i] Mhr = weich, mrbe.

Dat ss so mr (mrbe), wie dem Herr Farr sine Beere (Birnen).

Dat ss so, als de Ulespgel (Eulenspiegel) op em Stn sat.

Dat ss to befrrtere, segt de Schnieda Bagga.

Dat ss brig, de fette Gans den Arsch to schmre.
i] Dem noch Geschenke zu bringen, der bereits im berfluss lebt.

Dat ss vaatz tom Bequelkse.
Kreuzberg
i] Zum Totlachen

Dat ss wahr, de Kinder bringt de Adelahr (Storch).

Dat ss wie n Pole, wo de lste Ls op em Owe sett, e Pp Toback rkt on tositt wie Streu gemakt ward.

Dat ss wie vom Racker (Mandelkrhe) de Kiel.

Dat ss, als wenn de Boll (Bulle) n de Bibel (auch: n de Krch) kickt.

Dat sse Huingnblaff wt.
Preuen
i] Zur Bestimmung einer Entfernung; so weit als man das Bellen eines Hundes vernimmt. Fragt man nmlich auf dem Lande, wie weit es noch bis zum nchsten Orte sei, so erhlt man verschiedene Antworten, zu denen die obige gehrt.

Dat Prd (Pferd) treckt nich, wer de Hoaw'r.
i] Gute Nahrung macht arbeitsfhig, Menschen und Tiere.

Dat Prd trekt nich, wer de Hoawo.
hdt] Das Pferd zieht nicht, sondern der Hafer. (Der es arbeitsfhig macht)

Dat Prd trekt nich, wer de Hoawo.
hdt] Das Pferd zieht nicht, sondern der Hafer. (Der es arbeitsfhig macht)

Dat passet biy'nander sse en Prk (Perrcke) un en Paar Holsken (Holzschuhe).
Westfalen

Dat passt s en dnsk Uniform.
i] Aus der Zeit, wo die Dnen eine Besatzung auf der Insel hatten, deren Uniform vererbte.

Dat passt as n Haspel up n Kohlpott.
Ostfriesland
ho] Dat past als een haspel op een' moespot.
ho] Hij past er zoo min als een toren op eene Meanistenkerk.

Dat passt as Knppl op 'n Kop.
Sderdithmarschen
hdt] Wie Knppel auf den Kopf.

Dat passt wie de Fst nt Nsloch.
i] Die grade dorthin sehr wenig passt.
d] Det skikker sig som neve ved ye, som to fdder i en sko.
fr] Cela rime comme hallebarde et misricorde.
la] Cancros lepori comparas.
la] Chius ad Coum.

Dat passt wie Hanske op Grtke.

Dat passt, sd de Jung, as Snodder up de Mau.

Dat Pferd st mmer noa der Kribben.
Westfalen

Dat Pferd, dat vr de Dreckkoar get, kumpt nich vr den Woagen (o. vr de Kutsch).
i] Wer einmal in einer untergeordneten Stellung zu niedrigen Geschften verwandt wird, kommt nicht leicht zu einer hhern.

Dat Pird, dat vr de Dreckkoar geit, kumpt nich vr de Kutsch. (Wer einmal niedrige Arbeit leistet, kommt nicht wieder hoch)

Dat Platte vun de Fte is noch unner.
Ostfriesland
i] Scherzhafte Antwort auf die Frage: Wie geht es.

Dat probitas speciem, sed non species probitatem;
qui probitate caret, nil sibi forma valet.
Walther, Proverbia sententiaeque
dt] Redlichkeit verleiht Glanz, aber Glanz nicht Redlichkeit; wem Redlichkeit fehlt, dem ntzt auch Schnheit nicht.

Dat rackt ou nit.
Kleve
i] Das betrifft euch nicht, geht euch nichts an.

Dat rkt gn Wall of Kant an.
i] Raken = rhren, treffen, anrhren, betreffen, angehen, verletzen, beleidigen, wohin kommen, gelangen, geraten. Segelt zwischen allen Klippen sicher durch.

Dat Recht is for jedermann.
i] Verlangt, dass das Recht auf alle ohne Ansehen der Person gleichmig angewandt werde.

Dat regnet, as wenn 't mit Molgen (Mulde, Moll'n) gtt.
Mecklenburg
z] De vntydich vnde wedderwyllig syn den Dach mit Molden vthdregen vn de wegen.

Dat rickt (reicht) nich alle wat bickt.
Rastede
i] Mit dem Karsten hackt.

Dat rickt hier noach gegten Brot.
Danzig
hdt] Es riecht nach gegessenem (verdautem) Brote.
i] Verhllend fr: Es stinkt.

Dat rkt (stinkt) underm Luder.

Dat ritt allto vell int Laken.
i] Kostet zu viel, schreitet zu sehr ins Geld.

Dat Rtzke vertitt sck.
hdt] Das Ritzchen verzieht sich.
i] Der kleine Schaden heilt sich selbst.

Dat ruckt (riecht) hier n Minschen, sd' de Voss, as hei in't Schths ran was.
Lneburg

Dat ruckt hier n Menschen, sd' de Voss, as hei in 't Schthus ran was.

Dat ruckt hier na Minschen, s de Vo, dar keem he in'nt Schiethus.

Dat rukt (riecht) noah, ass mn Oars noah de Pperdose.

Dat 's as bi 'n Becker de Semmel.
Strelitz

Dat 's baschen (barscher, starker) Tabak, sd' de Dwel, as de Jger em in 't Ml schten harr, un spgt de Hagelkrn t.
Hamburg

Dat 's blt 't erst'mal (erste Mal), sd' de Schster, dr krg sn Fr acht Wochen n de Hochtd 'n Jung'n.
Hamburg

Dat 's dchtig Mazzabilla'sch; ht to Rom up'n Soal kakt (schten) un 'n Bessen vergten.
i] Gegen Frauen gerichtet, die von ihrer Wirtschaftlichkeit ('Dchtigkeit') viel Aufhebens machen, ohne dass es damit weit her ist. Die Ortsbestimmung Rom erinnert an die Bezeichnung eines Dummkopfs durch Matzfotz von Dresden.

Dat 's een Beer (Bier), sagte die Gans, als sie aus sieben Pftzen getrunken hatte.

Dat 's en rigen Snak.
i] Dummes Gewsch. Arig heisst zwar auch wie im Hochdeutschen artig, steht aber hier ironisch.

Dat 's n Bier, sd' de Gos, dr ging se von'n Messhof (Mist- oder Dngerhof) an de Pissrnn.
Ostfriesland

Dat 's n Flslag (Fehlschlag), sde de Slachter, un slg de K (Kuh) vr Nrs.
Holstein

Dat 's Feger (auch Fegert) von Frjensminsch.
Mecklenburg
i] Auch als Kompositum 'Trukfeger', von einem groen, ramassierten, heftigen Frauenzimmer

Dat 's hr 'n wunderlken Sand, s de Maid van't Ammerlant, as se in der Marsch up den wken Klei gn schull.

Dat 's hr 'n wunderlken Sand, s de Maid van't Ammerlant, asse bi Regenwer (Regenwetter) dr'n Klei mut.
Geestdistrikt im Herzogtum Oldenburg

Dat 's man en Totast.
i] Ein Griff, ein Augenblick; totasten = zugreifen, die Arbeit angreifen.

Dat 's man Piterpater.
i] Gewsch.

Dat 's Ms as Mau, Ktt bitt's beid'.
Mecklenburg
fr] C'est bonnet blanc, blanc bonnet.

Dat 's miss (bel), sd Jan, dr harr em 'n Hund in 't holten (hlzern) Bn bten.
Oldenburg
ho] Het is mis, zei Harmen, en hij stak de kraan bezijden het vat.

Dat 's 'n bten ut de Mauskiste.
Mecklenburg
i] In Holstein wird damit eine alte, absonderliche, verlorene Sache bezeichnet; in Mecklenburg dagegen etwas ganz Besonderes im guten Sinne.

Dat 's 'n beduerlichen Fall, sd' Vatter Gastenkrn, da harr de Prsterfr 'n avsmten.
Hamburg

Dat 's 'n Buddel (Flasche), sd de Br, un drunk ut'n Lpel (Lffel).
i] Von jemandem, der alles verkehrt macht, auch wohl von Betrunkenen, die den Lffel zur Bouteille machen.
ho] Dat is een onwinbaar kasteel, zei de boer, en hij stond voor een' kalkoven.
ho] Dat is eene ladder met rare sporten, zei de boer, en hij zag een' graadboog.

Dat 's 'n Leben, sd' de Deern, da krg se en Kind.
Flensburg

Dat 's 'n Leben, sd' de Jung, dr bt de Hund 'n Voss dd.

Dat 's 'n Leiden, sd' Fehlmann, kn'n Frack nich ankrg'n un st mit beid' Arm all drin.

Dat 's 'n Leiden, sd' Fehlmann, knn'n Vrack nich ankrieg'n, un hrr knen.

Dat 's 'n Muskant, s Asmus, doa har'n Farken in'n Sack.

Dat 's 'n recht Gesicht, sd' de Br, as de Swnkopp up'n Disch km.

Dat 's 'n rechten Ngenschter (Neunscheier).
Mecklenburg
i] Einen naseweisen Menschen nennt man in Mecklenburg ngenklk (Neunklug) und in derberer Sprechweise wendet man die obige Redensart auf ihn an. Das bestimmte Zahlwort neun hat wohl blo die verstrkende Bedeutung, wofr viel Beispiele sprechen
z] Ein nacht alt Brodt gibt neun strcke. (Also es ist gerade so alt nahrhafter als frher und spter

Dat 's 'n Unnerschied twischen den Schfer un snen Kter.

Dat 's 'n wr Mallr (Malheur), sd' de Jung, do fllt he in d' Jiergrpp.
Jever
i] Jiergrpp = die schmale Rinne an einem Misthaufen, in welche die Jauche von diesem abfliet.

Dat 's 'n woahren Hund van 'n Pierd, sd' d Jung, dann rd he up'ne Katte (oder Swn).
Mecklenburg

Dat 's 'n woahren Teerhandel.
Mecklenburg
i] Von einem schlechten Handelsgeschft.

Dat 's 'n wunnerkern Enn, s de Oss, da stund de Ob up n Bn.
Oldenburg
i] Enn = eigentlich: Ende, hier etwa: Ding, Bursche, Ob = Storch

Dat 's nich m meinetwillen, seggt dei Wulf, west s'on Schap schmeckt doch gut.
Mecklenburg

Dat 's ochsig, seg de Br, slt 'n Hmel mit de Ext dd.
Mecklenburg

Dat 's Salat, seggte de Esel, do frt he Disteln.

Dat 's sn Hoak (Haken) un Plog (Pflug).
i] Sein Ein und Alles
i] Bezeichnung der Lieblingsneigung oder Lieblingsbeschftigung, mit einem von den wichtigsten Ackergerten entlehnten Bilde.

Dat 's vrwr nix Ltts (Kleines), segt de Br, wenn 'n Oss (Ochse) in de Wg (Wiege) liegt.

Dat 's Waterpedder sin Broder.
Hamburg
i] Von einem Schwindler, der einmal dem Publikum aufheftete, auf der Alster zu gehen, und es tuschte. Die obige Redensart wird daher auf hnliche Unternehmer angewandt. Pedden = treten, von Pedd im alten Celtischen der Fu. Padd = Pferd.

Dat sall (wird) de Supp nich fett maken.
Holstein
i] Wird nicht viel helfen.

Dat sall m noch lang in'n Kopp (o. Hrn = Hirn) drn.
Altmark
i] Daran soll er noch lange denken.

Dat sall di ld (leid) waren.
i] Du wirst es bereuen.

Dat sall die upgallen (bekommen) as den Juden dat Speck.
Husum

Dat sall em koamen, ass wie bie de olle Weiber de Melk.

Dat sall em k noch nich slimm sn, segt de Kster, un slaug dem Kinn' 'n Krz vr'n Nrs.
Pommern
i] Er meint, ein Kreuz mehr knne nicht schaden; wenn auch die Rckseite gesegnet werde, so drfte das nicht schaden, nicht nachteilig sein, nicht bel bekommen.

Dat sall em wohl guod sin, s' de Kster, un schlog dat Kind 'n Krz vr 'n Oars.

Dat sall jum bekamen (bekommen), as de Hund't Grasfreeten.
Ostfriesland

Dat sall mi ins nee dohn, ut wat vr'n Gatt dat wohl utlppt, s de Dern, do pissde se dr de Gemse.
hdt] Es soll mich Wunder nehmen, zu was fr einem Loche das wohl ausluft, sagte die Dirne, und pisste durch das Milchsieb.

Dat sall mi ne wedder passr'n, s' de Jong, dat mn Mur'r starwt un ick ne met doabie bin.

Dat sall mi nt wr gebren (passieren), s de Jung, dat min Moder starft, un dat ik der nt bi bin.

Dat sall m nich weer gebren (begegnen), had de Junge segt, dat mn Moor (Mutter) strwt un ick der nich b bn.
Ostfriesland

Dat sall mir noch lange spiten.
i] Das wird mir noch lange leid sein, mich noch lange verdrieen

Dat sall 'n wohl waohr waren, wenn n'n de Oss in 't Oog' sttt.
hdt] Das soll man wohl gewahr werden, wenn einem ein Ochse ins Auge stt.

Dat sall nich in Dstan vapacht wahn.
Ukermark
hdt] Das soll nicht im Dstern (Dunkeln), sondern ffentlich verpachtet, verhandelt werden.

Dat sall wohl kummen (kommen), osse dem Hauhne de Milk.
Waldeck

Dat sall wohl wat hschen, sd' et Niclschen, do fl er mit der Kz Eier den Hartberg heraf.
Rheinland
i] Kz = In der Klner Gegend ein Tragkorb

Dat sall wol wat heeschen(heien), sdd' et Niklschen, do feel et mit der Rp (Eier) den Hartberg heraf.
Rheinland

Dat sall woll gn (gehen), sr dei Jung, as hei't Kalf n dei Stadt drgen sll.
Mecklenburg

Dat sammelt sich, sd' de Jung, krg up de Dl' 'n pr rfgen un vr de Der 'n Dracht Slg'.
hdt] Das sammelt sich, sagte der Junge, bekam auf der Diele ein Paar Ohrfeigen und vor der Tr eine Tracht Schlge.

Dat snt nre (arme, knappe) Tden (Zeiten), se(de) de Pape, de Br mkt sn Kinner slfst.

Dat sast du hebben (haben), venn du uk de Paster von Basenthin bst.
Pommern
i] Kleines Dorf im Kreise Kammin, Regierungsbezirk Stettin. Die Redensart wird als neckischer Zusatz bei Gewhrung irgendeines kleinen Anliegens viel gehrt. Ursprung: zwei Personen begegnen sich. A. 'Guter Freund, gib mir ein wenig Feuer ab.' B. 'Dat sast du hebben.' A. 'Mein Lieber, ich bin der Pastor von Basenthin.' B. 'Schaadt nich, Fer sast du doch hebben, wenn du uk de Paster von Basenthin bst.'

Dat saste (sollst du) lachen as en Bur, d Tnpine (Zahnschmerzen) hed.
Iserlohn

Dat schad mien Vadder nix, dat mi de Hnne freert, warum kofft he mi keene Hanschen.

Dat schad't den Schelm nix, segt de Schrwer, wenn de Br Slg krigt.
Mecklenburg

Dat schall di to Bukbetn kam'n.

Dat schall dn Schade nig sn.
i] Ich will deine Mhe vergelten.

Dat schall em upgren as olt Fett.
Oldenburg
i] Soll ihm bel bekommen

Dat schall em wohl vergehen as de Br dat Aderlaten.
Ostfriesland < P/li>

Dat schall mi nich wedder passren, s Jan Timm, do mt he nach'n Galgen.

Dat schall mi nich wr gebren, had de Junge seggd, dat mn Mr starvt un ik der nich b bin.
hdt] Das soll mir nicht noch eimal passieren, hat der Junge gesagt, dass meine Mutter stirbt, und ich nicht dabei bin.

Dat schall m wohl kamen (kommen), as b de olde Wifen (Weibern) de Melk.
Ostfriesland

Dat schient mie ok godet Grapke to snd.
Ostpreuen
i] Von einem, der die Schnapsflasche liebt

Dat schifft (schiebt) mr as et treckt, sd' de Br, un stitt den Krl mit dem Ft t de Der 'rut.
Danzig

Dat Schipp is mit Mann un Mus bleb'n.
ho] Het schip is gebleven met man en muis.

Dat schlacht na Klaffkes blau Oss.
Samland

Dat schmeckt as en Fust ant Ohr.
Holstein
i] Etwa wie eine Ohrfeige.

Dat schmeckt as Schttelwater.
i] Splicht vom Reinigen des Tischgeschirrs. Hat einen laulichten, faden, eklichen Geschmack.
ho] Dat smaakt als scharrebier op den tap.

Dat schmeckt as wenn imes en Engel op de Tong pest.
Niederrhein
hdt] Das schmeckt so s, als wenn einem ein Engel auf die Zunge pisste.

Dat schmeckt nich na Fisch noch Fleisch.

Dat schmeckt wie Taft on Damast.
i] Sehr gut.

Dat schmeckt, as wenn de Hund Plum frett.
Danzig

Dat schmeckt, s' Sievers, un hl de Tong ut 't Finster.

Dat schmekt, man schull de Finger darna licken.

Dat schriew mt Krd an de Wand.
i] bergib es der Vergessenheit; die Wnde sind in der Regel wei angestrichen.

Dat schg't doch, sd' de Scheper, un hrr 'n ddigen Hund in 'n Sack.
i] Schugt = scheuchet, macht scheu, nmlich den Wolf.

Dat schull bugen o'r breken.
d] Enten maae det bugne eller briste.

Dat schull man him nich t de Maue schddeln.
Strenburg,
i] Man sollte so etwas von ihm nicht vermuten.

Dat Schur hangt hum lange baven de Kopp.
i] Schur = Schauer, hier in der Bedeutung von Bedeckung, Kleidung. In dem Sinne: Das Damoklesschwert. Vor dem Regen(-Schauer), Gewitter-, Sturm. Schauer ist ein schnell vorbergehender Regen, Hagel, Schnee.

Dat Schwn ht sick nich wwer use ngge Mgger ht sich got.
Lippe
hdt] Das Schwein hat, d.h. nhrt, mstet sich nicht gut, aber unser neuer Meier hat sich gut.

Dat seid Ringeltauben, dei schtt me nit alle Dage.
Marsberg
i] Von etwas, das sich selten ereignet.

Dat sent Fisker Mi're.
i] Mrchen, fr Ausreden.

Dat sett hde wat af, entweder e Rsch oder e Brsch.
i] Pflegt man zu sagen, wenn man frh niesen muss

Dat sett ne Lw (Liebe), s Brand, un schlog sn Fru met 'n Bessenstl.

Dat sieh ick an 'n Ochsen, dat Kopp-arwt am Schwerigsten is, s' de B'r to 'm Prster.

Dat sin blaue Blmkes (Blmchen).
Deutz
i] Verhllend fr: das ist gelogen)

Dat sin Touren, sei de Mann, do sat he met de Geit op het Dack.
i] Wenn man bei einer Handlung Anstrengung affektiert, sich ungeschickt benimmt, oder vllig berfliges tut.

Dat sind Bunen (Bohnen), dei briukst diu nit te dppen (auszuhlsen).
Westfalen

Dat sind Flte (Flsse), die mten ren Willen hebben.
i] Das muss man geschehen lassen, weil man es nicht ndern kann

Dat sind Grillen, s' de Hattersche, doa lag ihr Mann in't Starwen.

Dat sind kleine Bietkes (Bisschen) un graute Sprnge.
Westfalen

Dat sind Leidenschaften, sd' Hrtel, dr lpen em de Hamel weg.

Dat sind Rengeldvcher.
Bedburg

Dat sind tugendhafte Aale, de kann me up Globen nehmen.
Oldenburg
i] Mit dem Wort 'sick btern' drckt der Oldenburger sowohl das Fettwerden als Tugendhaftwerden aus, beide Begriffe werden daher von Landleuten, wie hier geschehen, verwechselt. Tugendhafte Aale = fette Aale

Dat sind tw Prachers (Bettler) vr ene Dre.
i] Zwei Personen, die nach derselben Sache streben und daher aufeinander eiferschtig sind.

Dat sinige to Rat holden.
i] Sparsam leben.

Dat sint Kinner (Kinder) as'et ingesatte (eingesetzte) Gerichte.
Grafschaft Mark

Dat sitt habaken L (Leute), dat giet Espenkinner.
Grafschaft Mark Woeste

Dat sitt t, als wenn sk twe Bare range.
i] Wenn zwei Mnner sich kssen

Dat sitt t, wie grn on gl geschte dorch e Hkl.
Dnhoffstdt

Dat slait hen as Hagel in't Finster.

Dat sleit in (schlgt ein), as Pingsten up'n Sonndag.
Rastede

Dat slt (schliet) as 'ne Tange (Zange) up't Firken (Ferkel).
ho] Dat sluit, zei Fop, en hij stolpte eene waschtobbe op zijn hoofd.

Dat smeckt all na de Harbarge (oder na 't Schapp).
i] Von Speisen, die zu lange im Schranke gestanden und angezogen sind.

Dat smeckt as en Klapp (Knppel) up den Kopp.
Hamburg
i] Von einer schlecht schmeckenden, unkrftigen Speise.

Dat smeckt doch n de Krei, sd' de oll Fr, und brd sich 'n Tnpl.
i] Die alte Frau, die sich einen Zaunpfahl briet, auf der eine Krhe gesessen hatte, meint, es werde nach Fleisch schmecken.

Dat smeckt doch na Vgeln, sd' de Fr, dor kkt se Supp up'n Tilg, wo 'n Heister st'n harr.
hdt] Es schmeckt doch nach dem Vogel, sagte die Alte, und kochte den Zaunstecken, auf dem die Krhe gesessen hatte.

Dat smeckt, sd' de Jung, dr krg he den Knppel up'n Kopp.
ho] Dat is delicaat, zei Flip, en hij at kruis bezin met eene mosterd-saus.

Dat smeckt, segt de Snder, harr de Zg annen Nrs lickt.
Mecklenburg

Dat 's'n Irrniss, Fru Gevattern.
Pommern

Dat Sgenfell antrecken.
i] Das Saufell anziehen, d.h. unfltige Reden fhren. Sich in Bereitschaft setzen, jemand auf recht grobe Weise herunterzumachen.

Dat soll en Fusthandschen (Fausthandschuhe) sin un is noch kein Dmling (Dumling).

Dat sn echte, rechte, wahre Panduren.
i] Panduren waren leichtes bewaffnetes Fuvolk aus sdslavischen und andern Stmmen der sterreichischen Grenzlande gegen die Trkei, die den sterreichern frher Dienste leisteten und sich durch den Mangel an Zucht keinen ehrenvollen Ruf erworben haben.

Dat Spr es ock grad so vl as necks.
Meurs
i] Spr = ein Hlmchen, Fserchen, im allgemeinen eine Kleinigkeit. Man sagt: Nich n Spr.

Dat steht as 'ne Mauer.
i] Das steht unbeweglich.
ho] Hij staat als een' paal (of: pilaar).

Dat steiht em an, as de Hoor dat Spinn'n.

Dat steiht em an, as den Hund dat Pottschrappen.
Oldenburg

Dat steit bi de Rippen.
i] Setzt den Rippen Fleisch an, z.B. von Braunkohl mit Speck.

Dat steit d an, as wenn de Hunn 'n Lm hacken un de Katten klmen.
Mecklenburg

Dat steit em an, as 'n Hund dat Grasfrten.

Dat steit em an, as wenn 'n Kaulhse (Kohlhase) sick tigen 'n Wrwulf steggert.

Dat steit em so hotten an.

Dat stikt em en de Ns (Nase).
Holstein
i] Das htte er gern.

Dat stimmt wie Schramm sn Dttke, dar fehlte mmer elf Pfennge.
Werder
i] Wenn die Rechnung nicht klappt, das Geld nicht zureichen will.

Dat stopp de Wurmlcher net.
Bedburg

Dat Sll es immer de hggeste Birch.
Iserlohn

Dat sll sich schicken, sd' Vatter Kruse, un schitt de Hosen vull.

Dat snd all le Eier.
Holstein
i] Alte Geschichten, lngst bekannte Dinge

Dat snd darten Gste, fragen der nich na, wat 't Brot kst, kopen Rogge.
Ostfriesland

Dat snd dei Rostocker Kennewarden: sben Linden up den Rosengarden, sben Klacken, so da dglich schlan, sben Thrn, so up den Raths stahn, sben Kopmans Brggen bei dem Strande, sben Duren, so da gahn tau Lande, sben Straten von dem groten Marke, sben Dren tau Snt (Sankt) Marienkarke.

Dat snd Gaven (Gaben), de kamt von baven (oben), de wegen wat.
i] Rede der Neider, wenn sie die Geschicklichkeit anderer rhmen

Dat snd Ld' (Leute) von Mitteln, segt de, hebben 'n Nrs van tw Hlften.

Dat snd man Junkers.
Mecklenburg
i] So sagt der Landmann von hren, die lang in die Hhe geschossen, aber taub sind oder kein volles, krftig ausgewachsenes Korn haben.

Dat snd man Redensarten, sd de Voss, de Br wrd mi nich t'n Gshrden mken.

Dat snd Minschen, segt Fst, ierst schten se up de Klink un denn seggen's: Fst, mk de Der t.
Mecklenburg

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