Sprichwörter - Redensarten - Zitate N
'N Ae macht viel Geschrä.
Kinzigtal 'N afkiärten Bessen mot m' (man) in Ehren hollen.
Münster 'N alabastern Koppke (Köpfchen), un 'n passleinen Nêrske.
Ostfriesland 'N Ape is un blift 'n Ape, un dröge he auk sidene Schlîpklêer un goldene Kîen un Spangen. 'N Arre (R) in de Kopp hebben.
i] Etwas wissen und stolz darauf sein. 'N bäten schêf (schief) hett Godt lêw.
i] In Oldenburg, wo es auf dem Lande wenig oder keine alten Jungfern gibt, finden sogar Verwachsene, wenn sie nur arbeiten können, einen Witwer zum Mann, der dann wohl über den Höcker oder das schiefe Bein seiner Erwählten scherzend das obige Sprichwort gebraucht. 'N bäten schêf is vörnehm.
Oldenburg 'N bäten schêw is lîker (dennoch, gleichwohl) lêw.
Rügen 'N bedreven Mann deit selden 'n goden Kôp.
Ostfriesland 'N besaop'n Menschen mütt 'n mit'n Füdder Hei ût'n Weg förn.
Altmark 'N bêt schêf (schief) is engelsch.
Pommern
i] Die Redensart wird zwar auch auf Schiefgewachsene, aber vorherrschend dann angewandt, wenn jemand sagt, dass ein Kleidungsstück oder einem Frauenzimmer der Haarscheitel schief sitze. Da heißt es: Laot men, 'n bêt schêf is engelsch. 'N bîtjet schêf (schief) swirt up best.
i] Was im übrigen Deutschland die Kirchweihen oder Kirmsen, sind in Ostfriesland, wo diese gänzlich unbekannt sind, die Jahrmärkte, wo in Wirtshäusern und großen Buden, in denen Branntwein geschenkt wird (Sudeltelten), getanzt und gezecht wird. Dahin führt nun der Bursche sein Mädchen, das ihm oft ohne ernstliche Heiratsabsicht nur für diese Gelegenheit angehört und seine Marktsbraut, wie im übrigen Deutschland Kirchweihschatz heißt. Eine Marktsbrût auf diese Art zu Tanz führen und traktieren (freihalten) heißt: swiren, an d' Swir wäsen, und wer diesem Vergnügen stark ergeben ist, ist ein Swirbold. Swiren heißt aber auch mit seitwärts überhängendem Leibe in weiten Bogengängen nach links und rechts Schlittschuh laufen, sonst swäjen, butenbêns- lôpen genannt. In dem obigen Sprichwort scheint auf beide Bedeutungen von swiren angespielt zu werden und demgemäss zugleich schêf zweideutig zu sein, wie auch 'schräg' und 'schief geladen haben', angetrunken sein heißt.
ho] Een beetje scheef dat juffert (o. zwiert) wel. 'N blöde Hund frett sick nich fett. 'N blöen Hund ward ni fett.
Oldenburg 'N Bock in d' Hode zwicke.
Oberösterreich
i] Einen Bock melken 'N Bôr is 'n Oss, un wenn 'r schlöpt bes Middag.
Stendal 'N Brand hebben.
i] Betrunken sein 'N braven Mann helpt, wo'r kann. 'N Buer is 'n häslich Ding, da schit 'n Vogel drin.
i] Wortspiel mit Bauer und Käfig 'N Bûr is so klok (= klug) as 'n Minsch. 'N Bûr un sîne beide Ossen sünt drê Bêster.
'Ne Buer, 'ne Bier (Bär) un 'ne Stier, sind drei mödige Dîr.
Bedburg 'N Buss (Bursch) oss 'ne woldt Wiehe (gedrehte Weide).
Lippe 'N Buur is so klok (klug), as 'n Minsch. 'N Dêf (Dieb) hett grôt Recht, wenn he 't Gôd erst upp de Nack hett. 'N dood Kind hett 'n lebendig bi 't. Bên.
Ostfriesland 'N Dreck mit 'n Lock un 'n rod' Bändken in.
i] In Pommern auf die Frage: Wat krêg' ick? (z.B. zu Weihnachten), auch Neugierigen auf die Frage: Wat hast du kregen? zur Abweisung, manchmal auch im Ärger, wenn man Großes erwartet und Kleines bekommen hat 'N Drei anhebben.
i] Einen kleinen Rausch haben 'N Drom is 'n Drog, we sich nich beschêten het, de beschitt sich nog.
Pommern
i] Schalk von dregen = trügen. 'N Drüttdêl Kinner (Kinder) sleggt 'n Vader. 'N Dübbeltje kann mall rullen, sä de Matrose, der to Amsterdam een fund, un upp de Kap een verloren hadd.
Ostfriesland 'N Dubbeltje kann nît rullen. 'N dûn (betrunkener) Mensch un 'n nöchtern Kalf fallt sick nich dôd.
Rastede 'N dunen Menschen un 'n Narr'n föährt ut'n Weg Wagen un Karr'n. 'N dunen Mund spreckt Hartensgrund. 'N Duum (Daumen) up'n Manns Nöse, dat scheelt völ. 'N enen sîn Liebe föllt up 'n Rosenblatt, 'n annern sîne up 'n Kohlfatt.
Münster 'N Familie ohne Tante ist wie n Tapete ohne Kante. 'n fetten Dumen hebben.
Norddeutschland
i] Der Vielfraß 'N Flicken is ken Schann'e, ääwerst en Loch.
Strelitz 'N frischen Schet un 'n Stück bi'n Oars weg.
Mecklenburg
i] Ein frisches Ei und ein Stück Schinken ist gemeint. 'N frommen Müller sin Huot is to'm Düwelutdrîwen guot. 'N fruchtboarn April moakt 'n Aust (= Augusternte) nicht hill (= eilig, rasch).
Altmark
i] Ein fruchtbarer April bringt keine gute Ernte 'N fulen Upsehner is bäter as 'n flîdigen Arbeider.
Bremen 'N Gaorn mütt'n waor'n.
Altmark
hdt] Ein Garten will gewartet sein.
i] Er fordert Arbeit und Pflege 'N glatte Därn (Mädchen), 'n ruge Môder.
Ostfriesland 'N goar to seltsoam Ding et it, wenn ên Wulf 'n annern fritt. 'N goden Naber (Nachbar) is bäter as 'n fären Fründ.
Rastede 'N gôden Ridder (Reiter) wordt nich to 't Land ûtjâgt. 'N good Woort find ook 'n goode Städe.
i] Ostfriesland 'N groten Gäfel.
i] Ironisch: Die große Nase soll den Mann zieren
ho] Een goede (schoone) gevel versiert het huis. Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142