Sprichwörter - Redensarten - Zitate Q

  • Quacken ist kein Snacken.
  • Quacksalberei vermeide du, denn sie führt dem Grabe zu.
    i] Ist ein sprichwörtlich gewordener Vers aus der bekannten Hahnfibel, den man dann anzuwenden pflegt, wenn jemand durch Quacksalberei Schaden genommen hat oder sich dieser Gefahr aussetzen will.
  • Quad (Böses) muss man mit quadem vertreiben.
  • Quad essen, da kein Brot ist.
  • Quad môt Quad verdrîben.
    Oldenburg
  • Quad verstehen tut quad antworten.
  • Quade Weiber haben keine gleichen.
  • Quâden Trost, säd de lütt Diern, un härr 'n Bullen bi'n Büdel krêgen.
  • Quaken die Frösche im April, noch Sonne und Regen kommen will.
  • Qual hett kên Wahl.
  • Quäle nie ein Tier zum Scherz
    denn es fühlt wie du den Schmerz!
  • Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es könnt' geladen sein!
    [ASpW]
  • Quale pecus tale stabulum, sagte der Sechste und trieb die Hummeln in der Kühe Hintern.
  • Qualen des Tantalus: hart zu sein gegen zudrängende Neigung, unablässig mit der eigenen Schwäche in nie endendem Kampf!
    Stefan Zweig (1881-1942), Verwirrung der Gefühle
  • Qualen werden nicht gewogen.
  • Qualität fährt (o. währt) am längsten.
    [ASpW]
  • Quält dich des Durstes Höllenbrand, such' Hilf und Trost beim Domdechant.
  • Quand on parle du soleil, on en voit les rayons.
    i] Ein unerwartetes, aber angenehmen Zusammentreffen mit einer anderen Person. Später der Wolf, der kaum erwähnt schon auftaucht.
  • Quandel, mach mein Handel.
    i] Der Quandel (Thymus serpyllum) gehört zu den Pflanzen, welche nach den Regeln des Aberglaubens Glück im Handel bringen. Ein Stengel mit obigen Worten dreimal um den Kopf geschwungen findet im Thüringerwald seine Anwendung.
  • Quantwîs, dat de Bûr nuscht merkt, wie de Naht op em Sack.
  • Quärgle nicht 'rum.
  • Quark allêne macht krumme Bêne, aber Butter und Quark, das macht stark.
    i] Behaupten die Dienstboten in der Lausitz, wenn sie bloß Quark (Weich- oder Streichkäse) und nicht auch Butter auf die Schnitte als Zubrot bekommen.
  • Quark hin, Quark her.
  • Quarkspitzen Zipfelmützen.
  • Quarrige Kinder gehen am längsten.
    fr] Pot frêlé dure longtemps.
  • Quassen und schlampampen.
  • Quassle nich, sündern spee ût un snak anders.
  • Quat ey (Ei), quat küyken.
    ho] Quaet ei, quaet cuken.
  • Quaterdrei spielen.
    i] Ein im Mittelalter sehr beliebtes Würfelspiel.
  • Quaterdrey halten was frey.
    Martin Luther (1483-1546)
  • Quea Hinnen, der de Aeyen üwtligge int huws to iten geane.
    Westfriesland
    hdt] Böse Hennen, welche die Eier draußen legen und nach Hause gehen zu essen.
  • Quedlinburger Pott und halberstädtisch Gebot halten nur drei Tage.
  • Quelle des größten Jammers auf Erden ist doch dieser dunkle, heiße Trieb der Erhaltung!
    Karl Emil Franzos (1848-1904), Die 'Gezwungenen'
  • Quellen, die nur sickern, füllen keine Schläuche.
  • Quellende, schwellende Nacht,
    Voll von Lichtern und Sternen:
    In den ewigen Fernen,
    Sage, was ist da erwacht!
    Friedrich Hebbel (1813-1863), Nachtlied (vertont von Robert Schumann (1810-1856))
  • Quer durch geht nicht allemal an.
  • Querelen machen.
    i] Die Franzosen nennen einen Zank ohne rechten Grund, ein Raisonnieren ohne Zweck und Ziel: une querelle d'Allemand, worüber sich schon manch Deutscher geärgert hat. Allein die Redensart hat einen ganz zufälligen Entstehungsgrund, der die Deutschen gar nicht berührt. Als die Dauphiné noch selbständig war, bestand in der Landschaft Graisivaudan (nahe Grenoble) eine mächtige Familie Allemant, die ihr Übergewicht über die andern Feudalherren durch ein merkwürdiges Statut begründete. Sobald ein Mitglied der Familie Allemant eine Fehde hatte, mussten alle übrigen Angehörigen sofort dem Angreifer ebenfalls Fehde ansagen. Als Frankreich später viele Kriege mit Deutschland führte, ward die 'querelle d'Allemant' aus dem Süden nach dem Norden verpflanzt und ihr eine andere Bedeutung und andere Orthographie beigelegt, während die eigentliche Veranlassung aus dem Gedächtnis des Publikums entschwunden war.
  • Querkopf!, schreiet ergrimmt in unsere Wälder Herr Nickel,
    Leerkopf!, schallt es darauf lustig zum Walde heraus.
    Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), Xenien
  • Qui bibit ex neigas de frischibus incibit ille.
  • Qui dat pecunia summis (wer viel Geld hat), der macht wohl schlecht (recht), was krumm ist.
    Steinkrug aus dem Jahre 1596.
  • Qui geld dat summis, der macht grad, was krumm ist, qui caret nummis, den hilfet nit, dass er frumb ist.
  • Qui non habet in Nummis, dem hilft nicht, dass er frumm ist (denn der da gibt Nummis, der machet schlecht [gerade] was krumm ist).
    i] Wer nicht Geld hat. Der Spruch kommt auch in folgender Fassung vor: Qui habet in nummis, gilt was, selbst wenn er dumm is; qui non habet in nummis, gilt nichts, selbst wenn er frumm is.
  • Qui vult aedificare an der Straßen,
    Debet stultum dicere lassen;
    Optat mihi quisque, was er will,
    Opto ei noch so viel.
    hdt] Wer will bauen an der Straßen,
    muss den Toren reden lassen;
    wünscht mir wer, was er will,
    wünsche ich ihm noch so viel.
    Spruch an einem Hause
  • Quid faciemus nos?
    Wie machen wirs, dass wir kommen in Abrahams Schoß?
    Kapuzinerpredigt (Schiller: 'Wallensteins Lager', 8. Auftr.)
  • Quid novi ex Africa?
    Aristoteles (384-322 v. Chr.)
    i] Afrika galt damals als Herd von Sensationen. Wir gebrauchen das Zitat scherzhaft, wenn wir uns nach Neuigkeiten erkundigen
  • Quid nunc, sagte Funk und stopfte sich die Pfeife.
  • Quid quid un ohne quid; wann de Bauer im Stehen schitt, briukt héi kéine Knie to béugen.
    Sauerland
  • Quidvives em Düstern, halt de Pörk em Dag öm.
  • Quietschend Rad hält lang.
  • Quietschvergnügt (o. vergnügt wie ein Maikäfer) sein
    en] to be (as) meny as a cricket
    fr] être gai comme un pinson
    it] essere contento come una Pasqua
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