Sprichwörter - Redensarten - Zitate - Weisheiten
S
's Alter bringt d' Leut um.
v] 's Alter chund unter allerlei G'stalte. Luzern
v] 'S Alter isch der Verstalter. Solothurn
'S anfrage(n) kostet nex. Ulm
's astige Holz und die Betnnockn (= Betschwestern) muaß ma liegn lassn.
'S äzelt ên recht dernôch. Schlesien
'S Bâma'l (Bäumlein) muass ma beizaid'n biag'n, sunst blaibts grump. Niederösterr.
v] 'S Bama'l muas ma biagn, so lang as 's jung is. Steiermark
's Bett heilt neunerlei Krankheiten und ein böses Bein.
'S bettet nit alle, die d' Händ' ufhebet. Hauenstein in der Schweiz
'S Bettla (betteln) macht nüd arm, aber ower.
'S bleibt ne ssu, sagte der Junge, als ihm der Schulmeister gebot, das Maul zuzumachen.
i] Ein einfältiger Knabe, der meist mit offenem Munde dastand.
'S Bloat (Blatt) ful'm, wî a doas horte. (Der Mut sank ihm)
v] 'S Blot schuss mer balde.
'S blüaht (blüht) dr a Tracht Prügel. Würzburg
'S brändelt. Ulm (Uu bist nahe dabei)
'S Brod (Brot) und der Wy göh enangere noh. Solothurn (Wenn das Getreide gerät, soll auch der Wein geraten)
'S Brot sett vor em leere Chaste (vor der Ernte) abschlagen. Schaffhausen
'S Brustfleisch ist ihm abgefallen. Wien (Er ist mager geworden. Von Kindern entlehnt, die nach dem Abgewöhnen, 'Abspannen', magerer werden.)
'S Bündteli mache. Luzern (Abschied nehmen)
'S Büseli putzet sich, wir bekommen Gäste. (Die Katze, Busseli, Büsseli, Busi, Büsi und bezeichnetet mit Büseli Flocken, kleine Anhängsel von Wolle oder Haar)
'S Byss î thun. Luzern (Bys bezeichnet erstlich den Nordwind, und den höchsten Grad der Sommer- oder Hundstagshitze, uneigentlich das Schwierigste einer Sache)
'S chaufet (kaufen) nit alle, die uff de Märkt gönd. Hauenstein im Aargau
'S Chind (Kind) is Chloster träge. Luzern
v] 'S Chind (Kind) sieht Engeli.
i] Wenn es bei geschlossenen Augen lächelt, im Schlaf oder bei Gehirnreizung.
'S Chöpfli fitz hoch träga. (Fiz = zu. – Das Köpfein zu hoch tragen)
v] 'S Chöpfli ob bem Huet omma träge. (Von einem hochtrabenden, hochmüthigen Menschen)
'S chund grad wieder e Chue (Kuh), und brüelet luter. Luzern
i] Eine Neuigkeit wird von einer andern verdrängt.
'S chunt alles i d'r Ankiruumi wid'r. Bern (Ankiruumi = Niederschlag, Bodensatz beim Schmelzen der Butter.)
hdt] Es geht nichts verloren, wenn Butter eingeht, gewinnt man an der Sparre
'S dauert ew'g un drai Tage. Militsch in Schlesien
'S Dischtelspitz, e Milchspritz. Rheinpfalz ( So sagen die grasenden Bauernmädchen, um die Nahrhaftigkeit und Milchergiebigkeit der Distel als Futter anzuzeigen)
'S doch was, sagt Schnabel, und aß die Suppe mit der Gabel.
'S drücktem bald es Hartzel ab, wenna woss wees.
'S Ehri (Ehre) ist mir lieber als 's Kupfer.
'S eis wi ormer Loite (Leute) Getraide. Sprottau
i] Ärmlich, spärlich
'S Erbrecht ist e Schiebrecht. Schweiz
'S erst Müsli (Mäuslein) darf wider is Hüsli.
'S es ock zu halbe Haaren gemacht.
's Essen freut 'n Bauch!
'S Ey wiel immer klüger sind, alss de Henne.
'S fahlt (fehlt) em nischte ass anne rutzige Nose.
'S fahre gern drü Wetter e-n-angere noh. Solothurn
i] Wenn man mehrmals nacheinander vom Unglück heimgesucht wird.
's Falln is koa Kunst - aber 's Aufstehn!
'S fallt näht's. (Es misslingt, eigentlich: fällt auf die Naht, daneben)
'S fängt an und wird. Schlesien (Von der beginnenden Entwicklung eines erwarteten Gegenstandes gebraucht, z.B. der Besserung eines Kranken, von dem Garwerden eines Gebäcks)
'S fehlt am Blasbalge(n). Ulm (Von jemandem, der schwer atmet)
'S Fidle ist ihm zugeschnappt. Nürtingen (Er ist gestorben)
'S flüügt kei Pfeil so höch, 'r chunt wid'r aba. Bern
v] 'S flüügt keis Vögeli so hoch, 's chunt wid'r oba. Bern
i] Der Stolz wird gedemütigt.
'S Födlech sött Emm schwätza. (Man sollte meinen, es müsste der Boden unter den Füßen reden, so klar und leicht zu sagen ist es. - Zu jemandem, der eine einfache Sache nicht zu sagen weiß)
'S Födlech volla Scholda hâ. (Auch Födla, Füdli, Fütlîn, Mehrzahl: Födlecher. - Tief in Schulden stecken)
's fremd Brot ist ein herbes (o. saures) Brot.
'S Fridlis (Fridolins) Tag, schwimmt 's Licht durra Bach ab.
'S frîrt (friert) mich bis ai d' Seele.
v] 'S frîrt mich bis ai olle Knocha.
v] 'S frîrt mich, doss m'rsch Hatze aim Laibe kloappert. Troppau
'S froit kee Mensch nach een. Schlesien
'S früeh ufstoh einzig isch nit g'nug. Schweiz
'S gäb Mänge-n-es Aug, der Anger g'säch nüt. Solothurn
'S Garn uff'm Boda laufa lan. (Streng, ohne Rücksicht verfahren)
'S garnesahn iss beste Gerichte.
'S Gebirge ist weiß. Oberlausitz (Wenn der Kopf graue Haare zeigt)
'S gedenkt mich nôg ungeschân ze sin, das Dink. Schlesien
'S geht ke Rääf a, 's geht ke Wei' dra. Pfalz
hdt] Es geht kein Reifen an, ohne dass Wein dazu kommt, dabei getrunken wird.
i] In der Rheinpfalz ist man der Ansicht, dass bei der Arbeit der Wein nicht gespart werden dürfe.
'S geht nach der Reihe, wie in Taupadel 's Platzbacken. Altenburg
i] Um zu sagen, dass jemand so lange warten muss, bis die Reihe an ihn kommt. Taupadel, ein altenburgisches Dorf bei Gössnitz an der sächsisch-bairischen Eisenbahn. Platz nennen die Bauern einen dünnen breiten Kuchen.
's geht nichts über's Handwerk, hat der Schneider gsagt, und hat's Hosentürl hint hingmacht.
'S geht so geschwind wie Ottern töten.
'S geht, sagt der Bettscheißer von Ulm.
'S geit i's Herre-n-Erbs. Solothurn (Er hat neben der Scheibe vorbeigeschossen)
'S geit ölleweil ebbes (an Unglück), wenn man no nachgange. Ulm
's Geld braucht a finsters Ort und an verschwiegenen Mann.
v] 'S Geld hât ein'n hal'n Schweif. Wien (Hal = glatt, schlüpfrig)
v] 'S Geld schlägt ab. Nürtingen (Wenn jemand Geld herunterfällt)
v] 'S Geld wäxt êm nich uw a Bêmen. Schlesien
'S gerate, wie's gerat', nur fruh und nich zu spat. Schlesien
'S geschieht em Recht, worum ist er net wie d' Leut'. Ulm
i] Warum handelt und ist er anders als andere Leute.
'S Gesetz hät e wächserne Nase.
it] Là van le leggi ove vogliono i reggi.
'S gett 'n d'r Fôd'n aus. Franken (Sein Vorrat, z.B. der des Redners an Gedanken, ist erschöpft, er stockt)
'S gett ou'n Schnürla. Franken
i] Genau nach der bestimmten Ordnung.
'S Gewölb kracht schon. Bayern (Von einer Schwangern, die Geburtswehen fühlt)
'S gibt gut Wetter, 's ist alles aufgegessen.
i] Wenn bei Tisch nichts übrig bleibt.
'S gibt nor drei Stück, die si nit zu ergründen uf der Welt: des is e Paffesack, e Musigandengorchel un e Weiberherz.
'S giebter (gibt er), wie langzoilige Moise.
'S gieht em ei der Nase uf wie Pfaffer.
'S gieht wie Dompf (Dampf), sagt der Bauer, wenn er zur Kirmes fährt. Oberlausitz
'S giht (geht) as wenns geschmeert wär.
v] 'S giht em an der Noase uf wie Pfaffer.
v] 'S giht em wie anne Kloppermühle. (Nämlich das Maul)
v] 'S giht em wie as salber hoan wel.
's giht nergns asû verruckt zu wie uff dr Welt, sagte die Magd, uf unserm Hofe aber om kullsten.
'S giht zu wie am Pitschen Kriege.
i] Polnisch: Przin, eine kleine schlesische Stadt (Regierungsbezirk Oppeln, Kreis Kreuzburg). Dort wurde am 24. Januar 1588 der Erzherzog Maximilian von Österreich als Bewerber um die polnische Krone durch seinen Gegenkönig, Sigismund von Schweden, nach einem blutigen Treffen gefangen.
'S gilt mer gleich, 's is ane Oarme oder anne Rêche, wenn se og Geld hoat.
'S ging bunt über Ecke. (Alles durcheinander)
v] 'S ging, doass der dunnerte.
v] 'S ging, doass goar pragelte. - Gomolcke, 948.
'S gît (geht) og olles îber mich. Schlesien
'S git chald Wätter (Wetter), der Bärg isch wyss. Solothurn
v] 'S git guet Wätter, der Jura isch blau und schynt wyss. Solothurn
v] 'S git guet Wätter, 's isch a de Schorrbärge-n- äne g'wanget. Solothurn (Das Gewölk hangt wie eine Wand vor den Alpen)
v] 'S git mild' Wätter, der Bärg isch schwarz. Solothurn
v] 'S git schlächt Wätter, der Bahre-n-isch off. Solothurn (Die Alpen sind hell, über denselben ist der Himmel bewölkt bis auf einen länglichen, offenen Streifen. Jener Streifen wird mit dem langen Bahrenladen, Fällladen, Falltüre der Futtertenne verglichen, der zum Bahren, zur Krippe führt.
v] 'S git schlächt Wätter, der Bärg dubacket. Solothurn (Es steigt am Jura dichter Nebel auf)
'S git mängerlei Falle, wer ledig blibt, schlüft in die schlimmst nit. Vom Tunersee
'S gît mer am Leibe rim wâ wêss wie sîr. Schlesien
'S git Regen.
i] Wenn jemandem die Strümpfe herunterfallen.
'S git uf der Welt nit luter Hetteligern.
'S git viel Land und Lüt, hät de Stammener Joggeli g'seit, wo-n er e Geiss g'seh hät am Hag frässe.
'S gitt allerhand Leit (Leute), âch Schpielleit.
'S Glick kimmt eam af da Goass g'rid'n. Oberösterreich
i] In der Schweiz hüten ziegenfüßige Zwerge einem Älpler seine Kühe. Im Traunkreise ist sie als 'Habagoass' (Habergeiß) zum Popanz geworden. Der Zwergenkönig Laurin hat ein 'Ross wie ein Geiß'. Der Teufel hat einen Geiß- oder Bocksfuss. In der obigen Redensart kommt das Glück auf der Geiß geritten.
'S Glück drolet em zum Dach (o. zum Pfeister) y. Solothurn
's Glück is a Lotterin (= leichtfertiges Frauenzimmer), die jede Nacht bei an anderen liegt.
v] 'S Glück kommt net zue eim, ma muass zum Glück komme. Ulm
'S goht imm wie n'em Auerbübli: it e gotzigs Nissli.
i] Von jemandem, der das nicht oder nicht gern gibt, was er geben sollte oder zu geben versprochen hat, oder auch überhaupt nicht gern schenkt. Eine Frau von der Insel Richenau ging mit ihrem Knaben Nüsse zu sammeln und bat ihn, ja recht Sorge zu tragen, dass er nicht herunterfalle, gelobte auch der heiligen Jungfrau einen Korb mit schönen Nüssen, wenn er glücklich wieder vom Baume herunterkomme. Als er wieder unverletzt auf dem Boden war, trug sie ihm auf, zur Erfüllung ihres Gelübdes einen Korb voll von der gewonnenen Frucht für die heilige Jungfrau auszulesen, zum Dank, dass sie ihn beschützt habe, worauf der Knabe antwortete: 'Nä, it e gotzigs Nissli.'
'S goht menge in Rot (Rat), hat selber kei Brot; er handelt mit Essig und sie mit Salot.
'S goht nex über's net Nachgebe. Schwaben
v] 'S goht nüd über g'schid Lüt (Leute) als der Huet. Luzern
'S got nunz über d' Reinlichkeit, hot d' Müllern allemol g'sait, und hot voar 'm Brunza in Soachhafa blosa, damit der Staub 'rausg'floga ist. Oberschwaben
's Gräusch (= Rauschen) ist oft größer als der Bach.
'S Greinen tut nicht weh und 's Schlagen geht nicht lange her. Oberösterreich
'S gröscht Kreuz is a Hauskreuz. Schwaben
'S Grüßen ist Höflichkeit, 's Danken ist Schuldigkeit. Oberösterreich
ndt] Grissen äs en Hefliget, dänken äs en Schäldeget. Siebenbürgen
'S Gsims oan abkehren. Oberpfalz (Einen derb abprügeln)
'S Güegi stygt em. (In einigen Kantonen eigentlich ein kleiner Käfer, uneigentlich seltsamer Einfall, Grille. Er hat Güegi (Grillen) im Kopf. Er wird zornig)
'S guet Geld zuem fula legga. (Etwas unternehmen, was nur Schaden bringt, eine schlechte Spekulation machen. Auch: um schon Verlorenes zu retten neue Opfer bringen)
'S guldigs Nüüteli u n's längs Warteli dra. Bern
i] Ein Kindertrost goldenes Nichts, auf das man noch lange warten soll, glänzende Verheißungen, die nie in Erfüllung gehen.
'S Häfeln lauft'n gleich über. Würzburg
i] Er wird sofort bei der geringfügigsten Sache zornig. Man meint, es sei die Gallenblase einem Töpfchen verglichen, woraus die Galle bei einiger Erhitzung kochend überlaufe und Zorn errege.
'S Halml durchs Maul streichen. (Schmeicheln)
'S händ nit alle volle Säckel, die schöne Chleider träget. Aargau
's harte Muaß gib an festen Fuaß!
'S hat im Hirn g'schnellt. Oberschwaben (Wenn die Schwaben im vierzigsten Jahre gescheit werden, tut es angeblich einen Schnall (Knall) im Hirn)
'S hat wieder ener a Löffel weggelegt.
i] Wenn ausgeläutet wird.
'S hätte kee Hahn übern gekräht.
'S heest, wam die Kuh ies, dar zieh se beym Schwantze.
'S Hefadel laft pan iar oli Dam finga loung iba. Steiermark
hdt] Das Töpfchen läuft bei ihr alle Daumfingerlaug über. (Sie weint oft)
'S Hefadl ged sou loueng zan Prinddl, pis 's pricht. Steiermark
hdt] Das Häflein geht so lange zum Brünnlein, bis es bricht.
v] 'S Hefadl laft pan iar oli Damfingaloung iba. Steiermark
'S Hefti (Heft) aus der Hand gäh. Luzern
's Heimweh is die schlimmste Krankheit, sie kann oam 's Herz a'druckn.
's Heiraten is allemal a Lotteriespiel.
'S Hemd lid naher as der Schopa.
i] Auch Schöpa, zunächst Männerrock, der über die Weste getragen wird und bis gegen die Knie oder unter die Knie herabreicht. Die Schöpa werden von den Landleuten an feierlichen Anlässen, womit etwas Kirchliches verbunden ist und an der Landsgemeinde getragen. Dann auch ein kurzes Oberkleid für die Frauen, das aber vorherrschend Schöpli heißt.
'S Herz geht em, wie a Mühle. Ulm
v] 'S Herz geht im wiera Lambertschwoaf. Oberösterreich (Ist in heftiger Bewegung und Aufregung)
's Herz hat koa Fenster net.
'S Herz im Leib dreht sich einem um. (Vor Ärger, Mitleid)
'S Herz muss än Freind hân, un sollt's âch ä Basenschtiel sein. Oberharz
'S Herz vor jemandem ausleeren.
ho] Hij heeft zijn hart voor ieder open.
ho] Hij zegt al, wat hem op het hart ligt.
'S Herzbänderl möcht' einem zerspringen. Rottenburg (Vor Angst, Sorge, Kummer u.s.w)
'S hêsst, wârde (wer) loigt (lügt), der stîld (stiehlt) ôch. Schlesien
'S hêsst: Moal (Maul), richt dich nog der Toasche.
'S het den Schlag wie 's Wyssbrod. Solothurn
i] Um zu sagen, dass etwas festen Preis hat, wie beim Bäcker die Semmel.
'S het kei Chraft (Kraft) und het kei Saft. Solothurn
'S hilft em uff d' Geiß. Solothurn (In älterer Zeit bezeichnete das Wort Geiß einen Sattel vorn mit zwei Hörnern)
'S Hinschießen ging schon an, wenn nur das Herschießen nicht wär'.
zit] Ach, antwortet eine Mutter, der man den Rat gibt, ihren ungeratenen Sohn ins Feld zu schicken, diess wird schwer hergehen; denn vor dem Hinschießen fürchtet er sich nicht, wohl aber vor dem Herschießen.
's Hörensagen is d' Lugenschul.
'S hot er a su viel wie langzoilige Moise (Mäuse).
'S hot gude drunger (drunter), sagt der bihmsche Pflaumamoan. Landshut
'S hôt kene Sache mih (mehr), sagte der Bauer bei Regenwetter, als er merkte, dass der Pfaffe eine Heimfuhr haben wollte. Oberlausitz
'S hot kindsche Menschen, wo kämen sonst de Narren her.
'S hôt weder Hände noch Fisse. Schlesien
'S hôtch g'wîs Enner g'hang'n. Lusdorf bei Böhmisch-Friedland (Wenn heftiger Wind eintritt, meint der Volksglaube, es habe sich einer gehängt)
'S hott senn Koof (Kauf) wie anne Haller-Sammel.
i] Es ist fester Preis, es geht davon nichts ab.
'S Hûen (Huhn) het eh 's Mäss Hab'r g'frässa weder 's Ross. Bern
'S ies a rechter Dreeoarsch. Schlesien (Ein langweiliger Mensch, der nicht einmal mit dem Anfange einer Sache zu Ende kommt)
v] 'S ies a rechter grober Ledache.
v] 'S ies a rechter Vierschrietiger Lümmel.
'S ies a spitzfindiger Gast.
'S ies ass wenn anne blinde Henne a Körnel findt.
'S ies doch mit ennem Dreck versiegelt.
'S ies kê Narr, dar êm norrt (Narrheit, Narretei) zumut, 's ies a Norr, dar 's tut.
'S ies kee gutt Haar onem. Schlesien
'S ies wull schlimmer (tümmer) Ding geschahn.
'S ies'm ims Hatz wie am Koater im Matz. Schlesien
hdt] Es ist ihm ums Herz, wie einem Kater im März; dem Verliebten.
'S ies'n schun gebett, a mag sich frehn.
'S ies, ass wenn a Pappe im Maul hatte.
'S iesem nütze wie am Kinde a spitzig Höltzel.
'S iess gor uf der magern Ecke.
'S is 'n a Furz d'r nâbe gange. Troppau (Wegen einer unbedeutenden Sache in Zorn geraten)
'S is 'n hoarte Sache, wänn ma of'n Schtään baisst (Stein beißt). Österreich-Schlesien
'S is 'ne Sache. Schlesien
i] Es entspricht der Erwartung nicht; weder was Menge noch Güte betrifft.
'S îs a Bäcker dass God erboarm, sei Ufa wird goar selten woarm, viel Rôch und wing Hitze, und woas a bäckt, das îs nischt nitze, uba versengt und unda verbrennt, und mitta, dass der Têg raushängt.
'S is a böas Kraut.
i] Eine böse zanksüchtige Person, besonders von weiblichen gebraucht.
'S is a Dürres, 's is für kenn Fleescher. Hirschberg (Die Redensart ist vom Schlachtvieh hergenommen, von dem man sich als Ergänzung irgendein Stück hinzudenken muss, und wird gebraucht, um zu sagen, dass bei einer Sache, einem Geschäft nicht viel zu gewinnen sei)
'S is a Käferli oder a Käfertrülle. Schweiz
i] Trülle = Hure.
'S is a klêns Galait (Geläut). Würzburg (Es ist nicht viel an der Sache, es sind ärmliche Verhältnisse. Die Redensart erklärt sich aus der Trauer- und Leichenordnung der Stadt Würzburg vom 6. Aug. 1783)
'S is a Kreuz unn a Elend.
i] Es steht sehr schlimm, es ist viel Unglück da. Auch bei den Römern bedeutete crux Plage und Unglück.
la] Summum jus antiqui summam putabant crucem.
'S is a Lügabäutel (Lügenbeutel).
'S is a luser Junge. Schlesien
zit] Der luse Junge, dan ich ongenummen, iss nich an Schuss Pulver warth. Denn ob a gleich sunste Mester fix is mit der Nase über a Ermel, su felt a doch meste, wenn a left, über seine egne Bene.
'S is a Mann mit em Bart, er arbt wie a Kind und frisst wie a Pfard.
fr] C'est un homme qui est à moi à vendre et à dépendre.
ho] Het zijn mannen met baarden, zij werken als kinderen, en freten als paarden.
'S îs ä Nischtagutts wî d'r and'r. Österreich-Schlesien
i] Sie sind beide von einerlei Art.
'S is a rechte Lêtschel.
z] Die Krüge kon a sich gutt ausgitschen und sickert se renn aus, aber dar Letschel ist sich ach nur 's beste ufs Maul.
'S is a rechter Joit-Bengel.
i] Ihr Joit-Bengel.
i] Ein Breslauer Kräuterweib sagt von einer Magd: "Nôch a Karl'n hotte dar Joit-Pengel aangs wie rutheitig ferkel."
fr] Ou un beau si, ou un beau non.
'S is a rechter Lausigel.
v] 'S is a rechter Ufschneeder.
'S is a schi Früchtel. Schlesien (Ironisch von einem bösen Buben)
's is a Unterschied zwischen nei und raus, - sagt d' Hebamm.
'S is alles menschlich uff der Welt, ock der Moid Jacke ne, die hat der Schneider gemacht. Oberlausitz
'S is as wenn a mers gemacht hätte.
i] Als wenn ich unter einem zauberhaften Einfluss von ihm stände.
'S is as wenn eine Watsche (Ente) ei der Lusche (Pfütze) plâtschert.
i] Von jemandem, dessen Aussprache widerwärtig klingt.
z] Seine Sprache klung su höfflich, als wenn ich sagte: ane Watsche platschete a der Lusche.
'S îs besser unrecht leiden as unrecht tun. Schlesien
'S is der Bratlgeiger. Kärnten (Ein miserabler Fiedler, der sich kaum notdürftig damit sein Brot verdient)
'S is der in Hals geschissen. Schlesien (Um das, was jemand gesagt, in derber Weise als nichtig zu erklären)
'S is doaswegen mê Arnst nich (Ernst). Schlesien
'S is doch ebs, sagte der Fuchs, als er nach der Henne schnappte und eine Mücke fing.
'S is durch Gold g'flossa, hat nichts d'rvou ganossa. Würzburg (So sagt man, um falsches Geld oder schlechte Vergoldung oder den Mangel aller edeln Metallteile anzudeuten)
'S is e Nuss mit eine Löchli.
'S is egal, nei geritten oder nei getroffen. Hirschberg (Wenn man etwas tut, wie auch der Ausgang sein möge, weil man nicht ausweichen kann)
'S is eis en arme Ma (Mann), wenn er niid hed als Wib und Chind. Luzern
'S is em bange, as hing a am Strange.
'S is em su bange, a möchte Enderle hecken.
'S is emme reiche Mann sei Kind.
i] Von einer weiblichen Person, die in Kleidung und Hauswesen sehr sauber ist.
z] Ein Weibsbild, was 's net sehne kann, wenn ehnig ebbes (irgendetwas) verrisse, wenn ehnig ebbes im Haus stabig (staubig) oder dreckig is, sell is emme reiche Mann sei Kind, un wenn ihr Vatter im Taglohn schaffe misst.
'S is enne rechte Pusch-Oyle (Buscheule).
'S is Essig soaer.
'S îs groade wî kum hâr und tû mer nischte. Schlesien
v] 'S is groade, as wenn ma an Betteljungen zum Pfluge stellt. Hirschberg (Wenn die Besorgung eines Amts, Geschäfts einer sehr ungeeigneten Person anvertraut wird)
'S is halt kän Sege drin.
i] Kein Segen dabei.
'S îs hock m'r d' Hose oan fleck m'r d' Metze. Österr.-Schlesien
'S is ihm der Binkel dasprunga. (Er fängt zu wachsen an. Binkel bezeichnet den Reisesack der Handwerksburschen, dann aber auch, wie hier, einen im Wachstum gestockten, dicken (knirpsartigen) Menschen)
'S îs Jacke wi Plänte.
i] Um zu sagen, dass mehrere Dinge oder Personen von einerlei Wert sind, hat man außer der obigen in Oesterreichisch-Schlesien auch die Redensart: Der Kessel straft den Ofentopf. Ae Nischo gülts wî d'r and'rt 's îs hock m'r d' Hôse oan fleck m'r d' Meze.
'S is jetzt eitel Schinderei.
'S is kê Besserer a senner Haut as âr. Schlesien
'S is kê Schwein-Braten am Himmelfahrts- Tage, doss ma's richen kan.
'S is kê Ziegel uf 'm Dache, dar de seine wäre. Schlesien
i] Sein Haus, seine Wirtschaft ist ganz verschuldet.
'S is kei Segen auf dem neuen Gelde, so a Markstück'l is gleich ausgeb'n, sagte der Schwab, wie lang hat me früher an 'm Kronentaler gehabt.
'S îs kêne bessre Lust, as di ma sich salber macht. Schlesien
'S is kêne Schindel uf'm Dache, dîde seine wär. Schlesien
'S is m'r hinne wie auf dem Rick. Nassau (Es ist mir hinten wie auf dem Rücken, d.h. einerlei, gleichgültig)
'S is ne olls Butter, woas de Kuh gitt (gibt), sagte die Magd, als sie in einen Fladen (Kuhmist) trat.
it] Non è tutto butiro quello, ehe fa la vacca.
'S is nett, dass d' Madel bächt; man hat noch Broat genug. Oberndorf
i] Broat = so sprechen die Schwaben zwischen Iller und Lech oa = o vor den Zungenlautern; unter der Alp ao: Braot, Naot, graoss. Es ist von einer vermeintlichen Not nichts vorhanden. Madel scheint örtlich eine bestimmte Person bezeichnet zu haben.
'S îs nich dâm a so. Schlesien
i] Starke Verneinung.
'S is no ne aus, se urgeln noch. Oberlausitz
'S is nüd all Tag Jahrmarkt, es ist au Chilbe (Kirmes).
i] Die Rose verbreitet nicht bloß angenehmen Geruch, sie hat auch Dornen.
'S is nur Grossgetu. Schlesien (Eitel Prahlerei und nichts dahinter)
'S îs og immer êne Loire (Leier) bei em. Schlesien
'S îs ols wenn 'n a Hoasel (Häschen) gelackt hätte. Schlesien
'S is Quengelwerk, sagte der Schäfer zu seinem Hunde, als der Pfarrer vom guten Hirten sprach.
'S is Schand for'sch ganza Geigers Handwerk. Würzburg
i] Es ist eine Schande für die ganze Familie, Zunft oder Standesgenossenschaft.
'S is schon ein Schwede! Schlesien
'S is schun recht.
i] Ernste wie ironische Form der Zustimmung.
v] 'S is schund recht, soad em ok wîder an guden Tak. Schlesien
'S is schunt gutt. Schlesien (Es ist schon gut. Nach der mannichfachen Betonung drohend, ironisch u.s.w.)
'S is wî ma ane Hand imdrät.
'S îs, oss wann d'r Taif'l a Zääl droffe hätte. Österreich-Schlesien
hdt] Es ist, als wenn der Teufel den Zagel (Schwanz) darauf hätte.
i] Wenn eine Sache trotz alles Suchens nicht gefunden wird, auch wohl, wenn etwas fehlschlägt.
'S is-e racht gûder Lappsch. Schlesien
i] Ein läppischer Mensch.
'S isch besser der Hagel schlot i's Feld, as i d' Chuchi. Solothurn
hdt] Hagelschlag im Feld ist eher zu ertragen als verschwenderische Wirtschaft in der Küche.
'S isch besser e-n-Arvel (Armvoll) Missgunst as e Hâmpfeli (Handvoll) Mitlyde. Solothurn
'S isch besser es Hämpfeli Gunst, as e Chratte (Korb) voll G'rechtigkeit. Solothurn
'S isch besser g'roue gä, as g'roue b'ha. Solothurn
hdt] Es ist besser, man bereue, dass man etwas verkauft, als dass man zu bereuen habe, es nicht verkauft zu haben.
'S isch besser maihe (mähen) as saie; der Soeme chost Geld. Hauenstein im Aargau
'S isch besser, mit Geduld g'litte-n-as mit Ungeduld g'stritte. Solothurn
'S isch by-n-em es Rad ab.
'S isch g'wedelet und putzt.
i] Wedelen = Wedeln, Reiswelle, Reisbündel machen. Wenn die Wellen gebunden sind, werden sie mit dem 'Gertel', einem Handbeil, aufgeputzt. Sinn: die Sache ist fertig, die Angelegenheit ist beendet.
'S isch guet ufz'höre, wenn mr's Ung'schlächt g'gesse hat. Solothurn
'S isch ke Chunst reich z'wärda, we 'n eim d'r Holzschleg'l uf'm Esterich chalberat. Bern
'S isch kei Red.
i] Es ist nicht zu bezweifeln, die Sache ist gewiss.
'S isch kei Samstig so höhn (zornig), es is e halbe Tag schön, ass die arme Lüt chönne d' Hemmli (Hemd) tröhne. Solothurn
'S isch keis Messer, das scherpfer schirt, as wenn en Bettler zum Herrn wird. Solothurn
'S isch menge (mancher) e Narr i si Sack. Schweiz
'S isch mer gar nitt ostertäjli (ostertäglich). Strasburg
i] Ist mir gar nicht wohl zu Mut.
'S isch Mittwuche (Mittwoch), steck di Nase in d' Tischtrucke.
i] Bleib daheim.
'S isch nid gûet grossa Hera Chirsi z' ässa; si pänggla (werfen) eim d' Steine n' alli i d' G'sicht. Bern
'S isch nit bloss wäge 'm Hauderidan z' thue, me muess au luege, gäb 's Messer d' Geiss erlänge (erreichen) ma. Solothurn (Man darf sich wohl ein Vergnügen machen, aber man soll auch prüfen, inwieweit die Mittel dies erlauben)
'S isch nüt, wenn me-ne Hund muess uff d' Jagd trage. Solothurn
'S isch öppis (etwas) so gell erdiche, as ersprunge. Aargau
v] 'S isch öppis über d' Läbere (Leber) g'kroche. Solothurn
i] Er hat üble Laune.
'S isch so äbe (eben) wie nen-alte Bärntatze. Solothurn
v] 'S isch so äbe wie-n-e Topf. Solothurn
'S isch sufer, wenn 's g'rähnt (geharkt) isch. Solothurn
i] sufer = als Adverbium sachte, leise; als Adjectivum sauber, nett, schön. Es wird sonderbar aussehen, wenn die Sache durchgeführt ist.
'S îsem nich a su ims Hartze (Herz) wie ims Maul. Schlesien
's ist aller Frauen Los und Schicksal, erbärmlich einem Mann verbunden, zerschellt so jeder Leben an des Mannes Selbstsucht.
Wilde, Die Herzogin von Padua
'S ist alles nur, bis man's gewohnt ist. Nürtingen
'S ist älles oin Kuach (Kuchen) und oin Mues. Ulm
'S ist amol a Mann g'wesen, hat 'n Sack traga; wenn du's nett glaubst, will dir's nochmal saga.
'S ist ärger als der tolle Wrangel. (Erinnerung an diesen schwedischen Feldherrn des Dreissigjährigen Krieges)
'S ist aus mit aller Poesie, sagt Joseph Max und Compagnie.
i] So hieß es in Breslau um das Jahr 1830.
'S ist bald en Schappeln gemacht, we me Bluemen het.
i] Ein Kranz, besonders der Bauermädchen, bei Hochzeiten, Kindtaufen u.s.w., in Bündten: Tschappel.
z] Mir ist von Strowe ein Schapel und mien vrier muot lieber denn ein rosenkranz so bin ich behuot.
'S ist besser als in d' Apothek. (Wenn es einem gut schmeckt)
'S ist besser als koin Kirbekuchen und de ganze Tag Wasser in de Stiefel. Tübingen
's ist besser d' Ältere briegit de Chinde noh, als de Chind den Aeltere. Schaffhausen
'S ist besser, die Kinder sein derhame. Hirschberg
'S ist dankenswerth. Nürtingen (Dankende Ablehnung eines Anerbietens)
's ist der Fluch der Zeit, dass Tolle Blinde führen!
en] 'Tis the times' plague, when madmen lead the blind.
Shakespeare, König Lear IV,1
'S ist der mit dem großen Raffzahn.
fr] C'est Geoffroi à la grande dent.
'S ist doch was, sagt Schnabel, und aß die Suppe mit der Gabel.
'S ist e Sau voll; wann alli voll sind, so ch'an i fahre, sagte der Kutscher.
'S ist ein Leben wie in der Schlacht; an einem fährt's vorüber, den andern trifft's.
's ist ein Scheusal [die Eifersucht],
Erzeugt von selbst, geboren aus sich selbst.
Skaespeare, =Othello
'S ist eine der größten Himmelsgaben,
So ein lieb Ding im Arm zu haben.
Goethe, Faust I, Der Nachbarin Haus / Mephisto Vs 2947
'S ist eine scho ne ganze Ma (Mann), wenn er mit Freude wybe cha. Thunersee
's ist einem Menschen nicht zu verargen, dass er in seinem Beruf arbeitet.
en] 'Tis no sin for a man to labour in his vocation.
Shakespeare, König Heinrich IV,Erster Teil I,2
'S ist einerlei Sünde', dem, der's nicht braucht gewähren, und dem, der's braucht, den Rücken kehren.
'S ist em wie em Pfaff an Ostern. Ulm
'S ist en Aihr und e Handhebet. (Aihr kann im Schwäbischen Ehre und Oehr = Handhabe bedeuten. Darauf beruht der obige Volkswitz)
'S ist Flickarbeit, die nichts bringt, sagte der Schuster, als er sein Weib mit dem Knieriemen hieb.
ho] Dat is nieuwmodisch lappen, zei Filebout, en hij klopte zijn wijf.
's ist Fluch der Zeit, dass Tolle Blinde führen!
Shakespeare, König Lear
'S ist Friedel mit der leeren Taschen.
i] Von einem der nichts besitzt. Diese Redensart wurde ursprünglich auf den Herzog Friedrich IV. von Österreich, Grafen von Tirol (geboren 1382, gestorben 1439), den Vater des Erzherzogs Sigmund (der im Jahre 1486 die ersten zweilötigen Pfennige oder Taler schlagen ließ) angewandt. Weil er die Flucht des im Jahre 1415 entsetzten Papstes Johann XXIII. begünstigt hatte, wurde er vom Kaiser Sigmund in die Acht erklärt und des größten Teils seiner Länder beraubt. Man hielt ihn nun für sehr arm und die Italier nannten ihn spottweise 'Friedel mit den leeren Taschen'. Als diese Bezeichnung zu seinen Ohren kam, verwandte er 30000, nach anderen gar 200000 Stück Dukaten dazu, um einen Erker seines Schlosses in Innsbruck mit einem goldenen Dache zu versehen, bekannt unter dem Namen das 'goldene Dachl in Innsbruck'. Nach einer anderen Erzählung sollen im Dreißigjährigen Kriege die Erfurter den sächsischen Herzog Friedrich so genannt haben, wofür er sie brandschatzte, dabei aber seine Mannschaft verlor. Vielleicht ist die vorhandene Redensart nur auf ihn angewandt worden.
'S ist g'rolet wie bolet. Ulm
i] Gerollt wie gebollt.
'S ist gange wie a siediges Donnerwetter. Ulm
'S ist gar zu süßer Dreck, sie sind Freunde wie Luther und Eck.
'S ist halt guet, wenn me an der Küche ist. Ulm
i] Dort, wo die Ämter und Stellen vergeben werden.
'S ist halt unter jederem Husdach öppe ä Chrüz.
hdt] Unter jedem Hausdach gibt es irgendein Kreuz.
's ist heil'ger Trug, ein wenig falsch zu sein,
Bringt süßes Schmeichelwort den Geist zur Ruh.
en] 'Tis holy sport to be a little vain
When the sweet breath of flattery conquers strife.
Shakespeare, Die Komödie der Irrungen III, 2
'S ist heut' schlecht Trockenwetter, sagte der Narr, als er bei starkem Regen einen Dieb am Galgen hängen sah.
ho] Ik geloof, dat hij in het water gelegen heeft, en nu te droogen hangt, zei de mof, en hij zog een' karel aan de galg hangen.
'S ist ihm versalzen worden.
'S ist im Geld glich, wer's heig. Luzern
'S ist in der Welt 'ne Schinderei, als ob kein Gott im Himmel sei.
'S ist Jacke wie Hose und Strumpf wie Niederschuh. Schlesien
i] Gleichviel, ein wie das andere.
fr] C'est bonnet blanc et blanc bonnet.
fr] C'est tout un.
fr] C'est jus vert et vert jus.
un] Szür dolmán, vagy dolmán szür mind egy.
'S ist jedem Narren ein Wort erlaubt.
'S ist kan Wegle net z' wett, dös d' Liebe net treibt. Ulm
'S ist mancher schwarz und ist kein Schlotfeger.
bm] Ač je černý, není předc d'ábel.
'S ist nett überall, dass man den Arsch putzt voar ma geschissen hat. Gundelfingen
's ist nicht das Schlimmst,
Solang man sagen kann: dies ist das Schlimmst.
en] The worst is not
So long as we can say `This is the worst.'
Shakespeare, König Lear IV, 1
'S ist nicht gleich gestorben, 's will auch gezappelt sein. Leipzig
'S ist nichts so schlimm als man es denkt, wenn man's nur recht versteht und lenkt. Ulm
'S ist no koin Not am Fidla, so lang 's Hemmet nett brennt.
'S ist no so a Handvoll Leut'. Schwaben
i] Um zu sagen: er ist nur so ein kleiner Kerl.
'S ist noni aller Heigen aben. Luzern
hdt] Es ist noch nicht aller Heiligen Abend.
'S ist nur a Kaiserstadt, 's ist nur a Wien.
i] Die in den Volksmund übergegangene Kehrzeile des Liedes: "Was macht denn der Prater"? aus Aline von Bäuerle (Musik von Wenzel Müller). Das Lied ist dadurch noch bekannter geworden, dass es in Holteis Wiener in Berlin eingeschoben wurde.
'S ist oinerle Hausrat oder Rathaus. Bietigheim
'S ist ölles no wia me 's nimmt. Ulm
'S ist sehr recht, wenn man Käse frisst, nur nicht um sechsunddreißig Gulden.
i] Ein Student schickte seinem Vater eine Käserechnung von sechsunddreißig Gulden, worauf dieser wie oben zurückschreibt.
'S ist sehr verkarrt.
i] Die ganze Angelegenheit ist verkehrt begonnen und fortgeführt und es wird schwer werden, sie ins rechte Gleis zu bringen.
'S ist traurig, wo kene Freude is.
'S ist Wurst wie Schale (einerlei). Leipzig
'S ist zum aus der Haut fahren, sagte der Bauer, als er sterben wollte, und schickte nach dem Pastor.
ho] Ik deug niet in de huid, zei de boer, toen hij op sterven lag, en hij sprak de waarheid.
'S ît nit g'haut und nit g'stochen. Franken
ndt] Es ist weder g'haua nun g'stoacha. Schwaben
'S ît überoll guát Broat ass'n, wemmer (wenn man) es hat. Franken
's Jahr amal hupft aa a alte Kuah auf.
v] 'S Jahr hed es wits Mul und e große Mage. Luzern
'S Jockele uffem Weinfass. Ulm
's Jungsein is a Fehler, der alle Tage kloaner wird.
'S kan kê Mensch kê Wûrt fer'm ufbrengen. Schlesien
'S kann sein schützt vor Lügen.
en] Every may be hath a may not be.
fr] Peut être engarde les gens de mentir.
'S kaom oalles kribeldicke geloffen (gelaufen).
'S Kind im Mutterleib erfriert.
'S Kind muss än Name ha'n.
'S Kinnhewe (Kinderheben) is 'n Ehr', 's micht âm awer d' Beirel (Beutel) leer. Nassau
i] Kinderheben = Pate sein.
'S kleckt und part't nix. Franken
i] Klecken = langen, zureichen; parten = ausgeben, hinlänglich sein.
'S kleine Tippel im großen und einen werchnen Sod drüber.
i] Schlesisch für Töpfchen, Töpflein. Scherzhafte Antwort auf die Frage: Was werden wir heute kochen.
'S klêne Tippel (Töpfchen) im großen.
i] Das bekannte schlesische Gericht. Scherzhafte Antwort auf die Frage, was heute gekocht werde.
'S koam and'rsch vom Kraisoamte (Kreisamt). Österreich-Schlesien
i] Von einer gegen die Erwartung ausgefallenen Entscheidung.
'S koam olles krîbeldicke gelofen.
'S koan ne jeder uff a brasler (breslauer) Morgkt (Markt) ziehn. Schlesien
'S koanen möchtig a der Nase ufgihn.
'S Kommproad hôt Loise. Oberlausitz
zz Gebräuchlich in Bezug auf Mühlen, in denen es unsauber aussieht und hergeht.
'S kommt alles auf d' große Haufe. Ulm
's kommt nur drauf an, wia ma's macht, aber wer 'n Hintern zu'n Brunnen hinhält, ko do net trinken.
'S kon kee Dreck fürem (vor ihm) unberochen bleiben.
'S Körbl is fertig.
i] So sagen die alten Mütter, wenn ihre Töchter ins Kloster gehen und der Welt den Korb geben.
'S kraicht a Wurm af 'm rem. Schlesien
i] Es droht ihm ein Ungemach.
'S Kräusch (das Geräusch) is oft greasse' als de' Bäch. Unterinntal
'S Kreuz macht Christe.
'S Krînl wext'm.
i] Er fängt an, sich zu fühlen, den Kopf höher zu tragen, stolz zu werden.
z] Ich hîre wul, 's krinl wext ich (euch) ziemlich, weil su viel sich um euch bewerben.
'S kummt alles aufs höchst, hod da Bedlman (Bettelmann) gsagt, haan iehm d' Läus aufm Huet rumkrocha. (Wenn ein unbedeutender Mensch eine hohe Stellung erhält)
'S Kupfer schlegt'n aus, mr muass'n verzinn.
i] Von solchen, die von vielem Weintrinken ein Kupfergesicht haben.
'S kus't Homf, eh's Pfard in Gang kimmt. Hirschberg (Anstrengungen, Schweiss, Opfer, ehe ein Geschäft u.s.w. eingerichtet ist)
'S Küsse is ka Sünd und's Greife gibt ka Kind. Hechingen
'S kust fünf Finger unn en Grief.
hdt] Es kostet fünf Finger und einen Griff, nämlich: nehmen, stehlen.
'S Lach'n ist leichter als 's Bessermach'n. Oberösterreich
'S Laible muss zum Rübele weare, 's Rübele, des muss g'fressa sein. Holzhausen
i] Rübele ist der letzte Ranft des Laibes.
'S Land uf schwarz wie 'n en Huet macht's Wetter guet. Schaffhausen
'S Leder wird wolfel, d' Kälber strecket si.
i] Von denen, die sich auf unziemliche Art und Weise dehnen und strecken, sich's gar zu bequem machen und den Anstand in ihren Stellungen ganz vergessen.
fr] Le cuir sera à, bon marché, les veaux s'étendent.
ho] Het leêr zal goedkoop worden, de kalveren rekken zich uit.
'S leeft nei (läuft hinein) wie borbse Kotzen. (Was gut in die Kehle geht)
'S lêft olles as wenn's Bêne hätte. Schlesien
'S leid 'm a su glott ân, as wenn's 'm ongegussen wär. Schlesien
's letzte Gwand hat koane Taschn.
'S lichte (leicht) asse 'n Schörte (Schürze) krigt 'n Plack (Flecken), krigt 'n jung Mäken 'n Lack (Leck).
'S lîd a kein wachsige Schade.
i] Man kann die Sache ansehen, abwarten, sie eilt nicht, es ist keine Gefahr im Verzuge.
's lieb Kärtle geit's, hat seller Beckabua g'sait, hat de Gretta (= Korb) mit sammt em Brod verspielt.
v] D' Karte müsse's gebe, hat der Beckabu g'sait, hat's Zaindle sammt de Wecke verspielt.
'S lieff mer am Rücken nunder wie Honfkörner.
'S lofft'n glei der Greiner har. Franken
hdt] Es lauft ihm gleich der Greiner her. (Er weint leicht)
'S Lüge, 's Hure-n und 's Stähle sy Gschwister-ching. Solothurn
'S luter Recht brûcht kei Anwalt.
'S macht nichts hat schon viele ins Grab gelegt. Oberösterreich
'S Mail (Maul) aufreissa wiera Kapp. Oberösterreich
i] Sehr weit aufreißen. Die Kappe (Cottus gobio Linn.) hat einen großen Kopf und großes Maul.
'S Mänteli (Mäntelein) schlotteret em.
'S Maul auf 'n Nagel hängen.
i] Hunger leiden.
'S Maul aufreißen, dass man mit eim Heufahrtl' 'nein kumt.
i] Mit einem Fuder Heu.
'S Maul ês e klei Lauch (Loch) und verzäihrt Huos und Hauf (Hof).
'S Maul findt me allêne.
v] 'S Maul findt me auch im Finstern (bei Nacht).
'S Maul ged 'n wiar a Wintmühl. Steiermark
v] 'S Maul geht ihm wie der Arsch den Gänsen. Oberösterreich (Von einem Schwätzer)
v] 'S Maul geht ihr wie a Choarfreitoags-Rotschen. (Jene Schnarre, die am Karfreitage und bis zur Auferstehungsfeier die Stelle der Kirchenglocken vertritt)
v] 'S Maul gîd 'r wie a Aentaoarsch. Österreich-Schlesien
v] 'S Maul giehtem (geht ihm) wie a Schlacht- Schward.
v] 'S Maul giehtem wie anne Windmühle Schlesien
v] 'S Maul goht em wie ama Wasserstälzli 's Födli. (Seine Zunge ist in beständiger Bewegung, sie läuft wie die Schnur im Rade)
v] 'S Maul g'steht ihm nie. Rottenburg
'S Maul halten, so fest als wie a Strumm (?). Oberösterreich
i] Es recht fest halten.
'S Maul ihs a gruß Lächla (Löchlein), s verzehrt s Haus mitsomst m Dächla.
'S Maul in Tascha stecka.
i] Da, wo man sprechen sollte, aus Furcht schweigen.
'S Maul ist ein kleines Loch, verzehrt oft Haus und Hof.
v] 'S Maul is ner a klas Lechla, 's v'rschlingt ob'r 's Hoîsla mot somt 'n Dechla. Wien
'S Maul spitze gilt nicks, 's muss gepfiffe sein. Nassau
'S Maul voll nüh. Luzern
i] Voll nehmen, übertreiben.
'S Maul wässrig macha.
i] Lüstern nach etwas machen; eitle Hoffnungen erregen.
'S Maul wüst. Luzern
i] Wüst = unansehnlich, schlecht, hässlich; wüst tun = lärmen, zanken, wüstes = abgenutztes Kleid, wüste = schmutzige Hände, das Kleid wüstet = es verliert den Glanz, 's Maul wüst = es geht ohne Dank davon.
'S Mäusle fährt durch. Ulm
i] Wenn man den Ellenbogen ungeschickt anstößt.
'S Mäusle hot's g'holt. Ulm
i] Wenn man den Kindern etwas weggenommen hat.
'S Ment dahalten.
i] Man meint, wenn man auch das Wort Sakrament fluchend ausspreche, so sei doch die Sünde geringer, wenn man sich nur der beiden ersten Silben scheltend bediene und die letzte Silbe 'ment' zurückhalte.
'S Mirl am Bach. Oberösterreich
i] Mariechen. Man nennt so ein einfältig, ungeschicktes Mädchen.
'S Moal is 's best on em.
i] Das Maul ist das Beste an ihm.
z] Ich glaube 's Maul is beste on em, a iss gewiss nich der Moan dernauch, dar solche Thoaten osrichten selte.
's moant mancher, er hätt an Heiligenschein, derweil is 's bloß a Kropf.
'S möchten's Hartze obdrücken, wenn a schun woas weess.
zit] Sieht und hirt ma sich doch recht seine Frêde. Wenn sie wos wissen, wos se gefrogt werden, su wil's'n fost 's hartze obdricken. Ich tro gewiss Sorge, sie warn a Guckuck nich vffte singen hiren, sie sein ja schun gor zu klug.
'S Müntschi (Mund) ohn' Bart, 'ne Suppe ohn' Salz. Schweiz
'S muss gutt sein, wenn's ne besser is. Oberlausitz (Sprichwörtliche Antwort auf die Frage, wie es gehe)
'S muss öppis si, das den Himmel troid, sunst wurd er ifalle. Luzern
'S ne eterbös'ge (eiterböse) Kröte. Leipzig
i] Wird besonders von kleinen, zänkischen und sehr boshaften Personen gebraucht.
's nimmer wie früher ..., nur d' Hennen scharren noch immer hintersi.
'S noubelgan kust Geld.
'S Oberlüftli z' Obid spot, morn im Choth. Schaffhausen
'S ös an Brillenschlang. Böhmisch-Friedland
'S ös ên mit âr Bröll. Böhmisch-Friedland
hdt] Es ist eine mit einer Brille.
i] Wohl nur von einer feilen Dirne. Schiller in den Räubern sagt hierauf bezüglich: 'Wenn es doch wenigstens nur einen Schleier hätte das garstige Laster, sich dem Auge der Welt zu entstehlen. Aber da blickt's schrecklich durch den gelben bleifarbenen Augenring, da verrät sich's im totenblassen, eingefallenen Gesichte, und dreht die Knochen hässlich hervor.'
'S Paar Wärbe mache.
i] Finstere Augen umherwerfen.
z] Wärbe stammt vielleicht von mittelhochdeutsch warb, warf, welches einen Kreis, circulus, bedeutet, ist Scherz, Glossen und heißt dann zunächst Augenkreis u.s.w.
'S Packselholen ist nicht alle Tage.
i] Diese Redensart bezieht sich auf eine Sitte in Schlesien. Es war in vielen Gegenden Brauch, dass wenigstens die wohlhabendern Paten aus dem Bauernstande ihren Täuflingen, bis diese die Schuljahre hinter sich hatten, alljährlich zu Weihnacht und (oder) zu Ostern beschenkten. Die Geschenke bestanden in Pfefferkuchen verschiedener Form, in Äpfeln, Nüßen, Kuchen, zu Ostern auch in gemalten Eiern; in den Äpfeln steckte auch wohl ein Geldstück. In Begleitung der Mutter holten sich die Täuflinge diese Geschenke bei den Paten. Zum Aufnehmen der Gaben nahm man ein Stradetten oder ein Tuch mit, und nannte dies, z.B. in der Gegend von Ottomachau, das Packselholen.
'S Pärle ist's Edelmanns Wunsch. Saulgau
i] Spricht den Gedanken aus, dass vornehme Leute nicht mehr als zwei Kinder haben wollen.
'S Pfaffe Chöchi seit z'erst: 's Herre Chuchi, dänn euseri Chuchi, z'lescht mi Chuchi.
'S Probestück allei macht no ke Meister. Schweiz
ho] Het is een proefstuk.
'S purzlet wie gauklet. Schwaben
i] In dem Sinne wie: gehüpft wie gesprungen.
'S râint 'n Möller an Bauch. Böhmisch-Friedland
hdt] Es regnet dem Müller in den Bauch.
i] Bei starkem Regen gebräuchlich. Man will damit sagen: Viel Regen verhelfe dem Müller zu Wohlhabenheit.
'S Recht het kei Egge.
v] 's Recht lasst si' wohl druckn, aber net unterdruckn.
'S rechte Oge krimmert mich, ich war wos Liebes sahn.
'S regnet mer ins Aprepos.
i] Um zu sagen, es kommt mir etwas in die Quere.
'S riecht 'r aus'm Holse, se hoht a Kupp zu nohnde bem Orsche. Oberlausitz
i] Von einer sehr kleinen Person.
'S riecht besser as a Fuxdreck.
v] 'S riecht wî a inner kotôlschen Kerche. Schlesien
'S riecht in der Stube. Ulm
i] In dem Sinne: es spukt, es ist nicht recht geheuer.
'S schäppt sich a Born aus, wänn nischt zuquellt. Österr.-Schles.
'S Schimpf'n ist keine Kunst, aber's Bessermach'n. Wien
'S schlöcht 'm der Batt'ssoak immer uf di Farschen. Franken
hdt] Der Bettelsack schlägt ihm immer auf die Ferse, er ist stets von Armut bedroht.
'S schmeckt 'n ke klener Bissa (Bissen). Würzburg (Er isst viel und mit vorzüglichem Appetit)
'S schtî nu long oder kurz on, su wîl îch 'n wîder bezâlen. Schlesien
'S sein faule Fische mied em (mit ihm).
'S sein noch vîl Häuser, dîde a Gîbel a de Hî drän.
's seind korbfische.
la] Tricae Apinae.
'S sieht aus wie drei Heller im Kasten. Hirschberg (Großtuerei und nichts dahinter)
'S sind Bablafresser.
i] So werden die Einwohner von Neustadt in Oberschlesien genannt. Die Veranlassung zu dieser Bezeichnung ist nach einer Mittheilung in den schlesischen Provinzial-Blättern 1871, S. 439 folgende. 'Seit alten Zeiten geht den Tag vor Mariä Geburt (d. 8. September) eine zahlreiche von einem Geistlichen begleitete Prozession von Neustadt über Dittersdorf, Deutsch-Paulwitz (Oesterreich), Deutsch-Rasselwitz, Dieschelwitz und Mochau nach Ober- Glogau, das Kraut- oder Nudelgloge genannt wird, und dessen Einwohner den Spitznamen 'Kaffesäufer' haben, wo man Nachmittags seinen Einzug in Stadt und Pfarrkirche hält.' Die Bäcker Ober-Glogaus sind natürlich auf diese Wallfahrt gerüstet. Der ankommende Zug richtet in ihren Läden arge Verwüstungen an, und darin findet der Spitzname für die Neustädter seinen Grund)
'S sind bed gleich, wer den Sack ufhad und wer inschüttet. Luzern
'S sind Dütsche (Deutsche) do und dene, de Rhi nu scheidt is, seit de Hauesteiner, und dütet ins Aargau. Gegend am Thunersee
'S sind Judenhar'l.
zz So heißen in Oberösterreich die Haare, welche die Kinder mit auf die Welt bringen.
'S sind Krottemacher.
'S sind nit alles Jungfere, die Tschäppele (Kränzchen) träget. Allgäu
'S sind nu Bûre, doch müend si de Herre fürs Esse sorge. Frickthal in der Schweiz.
'S sind Stöck' im Ofe, sie motted. Schweiz
i] Empfiehlt Vorsicht im sprechen, weil Personen vorhanden sind, durch die ein Missbrauch davon gemacht werden könnte. Namentlich ein Wink, wenn jemand vor Kindern etwas sagen will, das sie nicht wissen sollen. Auch um zu sagen: Stille, dass wir's hören, und von dem andern nicht mehr reden; auch gegen belauschen.
'S sind zwei Liebeli (Liebelei) zäma ku, aber nit zwei hübschi; 's eint ist wie n'en Schmiedestock, 's ander wie 'ne Brütschi.
'S Sitze ist gut, sagte der Schneider, als er über d' Stube gange war. Oberösterreich
'S steckt, 's steckt.
i] So lässt der schlesische Landman den einen dreschenden Flegel klagen. Kommt noch ein zweiter Flegel hinzu, so klagen sie gemeinschaftlich: 'S steckt fest, 's steckt fest. Der dritte Flegel sagt in schnellerm Takt: Deckt's Bett uf. Nämlich der Hauswirt, der noch aufstehen soll, deckt schon das Bett auf. Der vierte Flegel erinnert an das Frühstück: Schmarmehlsuppe kocht im Tuppe (Mehlsuppe mit Schmer). Der fünfte Flegel hat es satt und spricht: Hol's doch der Kuckuck! Hol's doch der Kuckuck! Endlich kommt der sechste, der Hauswirt und schimpft: Hol euch all' der Kuckuck.
'S Sterbe kommt z' früh, wenn 's kommt. Ulm
v] 'S Sterben isch 's Letzt.
v] 'S Sterben ist ein alt's Herkommen und ein ewig's Da(Hier-)bleiben.
v] 's Sterbn muaß ma sich auf z'letzt aufghalten.
'S steubt em oasem Moal (Maul) wie schimmlig Brût.
'S tanza, doss râcht. Troppau
i] Sie tanzen, dass der Staub fliegt.
v] Sie tanzt, dass 's Staub gibt. Rottenburg
'S Totengewand bricht an der Wand.
'S trait mancher Tropf einen Federnhut und hat doch kein Kopf.
'S traumt de Narre nüt Ge'schîds.
'S treibt mancher a Handwerk ond hot's ne gelarnt. Reichenau in Sachsen
'S tut nichts, der Jude wird verbrannt.
i] Mag er immerhin unschuldig sein, es ist einmal beschlossen, ihn zu vernichten. Lessings Nathan der Weise, 4. Aufzug, 2. Scene, um zu sagen: mag man noch so viel Gründe dagegen haben, mag es noch so ungerecht u.s.w. sein, es geschieht doch.
'S tut nix, i hett ja ohnedem runter müassa, sagte Meyr, als er die Treppe heruntergefallen war und man ihn oben bedauerte.
'S Üewwri bloset der Wächter.
i] Das Übrige will ich oder brauche ich nicht zu sagen.
'S Ung'sinnet chunt vor em G'sinnete. Luzern
i] Unvermutet, unerwartet, was man nicht einmal denkt.
'S unner alles Betrug, nur unner der Melch (Milch) is Wasser. Oberes Kinzigthal in Kurhessen
'S V'reneli (1.9.) lärt's Chrüegli us. Solothurn (Wird gesagt, wenn es am Verenentag regnet)
v] 'S V'reneli nimmt's Zimmischörbli furt und 's Marieli bringt's. Solothurn
'S v'rlûr sich imm'r änn'r am a andan, wi d'r Taif'l d' Jûda hult. Österreich-Schlesien
'S verdirbt kein Unkraut, 's kommt wieder a Regel drauf. Schwaben
'S verlangt ês, ma mechte Herner krîgen. Schlesien
'S versauft kei' Gans im Regenwetter.
'S versteht nid e Njedere e Chatz guet ungerz'bringe.
'S walt Gott und unsre liebe Frau, und 's heilig Blut von Willisau, und 's heilig Sakrament von Ettiswyl will Tag und Nacht bei uns sein, und 's heilig Kreuz von Entlibuch Tag und Nacht zu uns lug'.
'S war ein tausend Glück. Schlesien
i] Ein Tausend-Gelicke woarsch nur, dass ... (dies und das nicht eintrat, sonst wäre die Sache noch schlimmer geworden).
'S wär' angegangen, as wenn ich mer uff a Kupp gegriffen hätte. Schlesien
'S Wasser geht ihm an die Kehle. Rottenburg
v] 'S Wasser steht ihm gleich in den Augen.
'S Wasser hat ken Balken, secht (sagt) d'r Jud'. Franken
v] 'S Wasser hed kei Schit im Fudle. Luzern
i] Fud = Benennung eines nichtswürdigen Menschen, Füdle = Arsch. Es kann auch krumme Wege fließen.
'S Weibersterben bringt kein Verderben, aber 's Rosseverrecken bringt dem Bauer den Bettelstecken.
v] Weibersterbe, kein Verderbe, Kuh (Gäul) verreck, das bringt Schreck. Schwaben
v] Weibersterbe thuet 'n Bauer nöd vaderbe, aba Ross varöke thuet 'n Bauern schröke. Oberösterreich
v] Weiwa-stearb'n is koa Vardearb'n; awa's Roasvarräck'n kän'n Bauer'n schreck'n.
'S Wenneblädel e Butterflädel. Rheinpfalz
i] Die Blätter der Winde (convolvulus) sollen ein gutes Futter für die Kühe, den Milchertrag fördernd, sein.
'S wer möngs mol besser, me wor uf's Maul sitze as uf's H.
'S werd êgen goar hundehäärig warden. Schlesien
'S werde meh Chelber i d' School g'füert as Chüe. Solothurn
hdt] Ees werden mehr Kälber in die Schule geführt als Kühe.
'S werdet olle Schulde zahlt, no d' Geldschulde net. Schwaben
'S wird bald Dreck regnen, d' Aschkrotten (Winde) schreien schon. Rottenburg
'S wird em wul nich boalde üm a Hals gihn.
'S wird ken Fuder Ahlbährel kusten. Hirschberg (Um zu sagen, dass Kosten und Mittel zur Erreichung unerschwinglichen sein werden. Diese Böhrlein sind so klein, dazu auf ein Fuder eine gute Anzahl gehen, und etwas Erkleckliches damit zusammengestochen worden könnte)
'S wird nich viel roasskummen. (Dabei wird nicht viel herauskommen)
la] Asinum tondere.
'S wird noch kummen (kommen) wie annem alten Weibe die Milch.
'S wird Rege gä, denn's gahd kei Bost.
i] Wer in der Schweiz gereist ist, wird diese Rede, wie die damit verwandten: 'So läng der Bost gahd, blibt's Wetter gut', oft gehört haben. Diese Wetterregeln stützen sich einzig auf einen Luftzug, der in den in großer Menge vorhandenen tiefen und engen Felsspalten, die man Wetterlöcher nennt, erscheint, und je nachdem sich die Witterung ändert, plötzlich aufhört oder wiederkehrt. Das Auftreten oder Verschwinden des erwähnten Luftzugs findet seine Erklärung in dem vorwiegend senkrechten und dem damit in Verbindung stehenden waagerechten Gange der Spalte, und dann in den gewöhnlichen Erscheinungen beim Temperaturwechsel selbst. Weil die Alpenbewohner auf Grund dieser Erfahrungen sich das Wetter prophezeien, hat man diese Spalten Wetter- oder Windlöcher genannt.
'S wird schon besser werden, sagt Dr. Oppolzer.
v] 'S wird schon werde, aber warte musst, und das Warte net verdrieße lasse. Schwaben
'S wird'n nu d'r Gläb'n (Glauben) in die Hend genna (gehen). Franken (Er wird auf unangenehme Weise erfahren, was er nicht glauben wollte)
'S wiss niemand am besten, ass dan der Schuh drückt.
'S woar g'schân (geschieht), wail d'r Hond schluppt. Österreich-Schlesien (Sehr schnell, was auch die folgende Redensart ausdrückt)
v] 'S woar g'schân, wail ma d' Hand emdrêt. Österreich-Schlesien
'S woar mehr as zu viel.
v] 'S woar sû lichte, ma hätte Geld zälen kinnen. Schlesien
v] 'S woarn viel hundert Lecher (Löcher) a dam Dinge.
'S Wossa laft ge Tol und niat ge Barg. Böhmen
hdt] Das Wasser läuft gegen das Tal und nicht gegen den Berg.
'S wuor a langer Zensoas.
i] Ein langer Zug, auch eine lange Rede. Man hört: zendoas, zandsoas, zengsoas, zengsnoas, zendstnoas, zengstnoas. Wol eine Zusammenziehung aus: von Anfang bis zu dem Ende hinaus Zuend(s)naus. Das eingeschobene s kein organisches, sondern ein verbindendes. Es heißt in Böhmen ein großer hagerer Mann ein 'langer Zensaus', auch eine lange Hejgeiche, ein Langinus, wie ein dicker mittelgroßer Mann ein Rempel, ein Mensch, der gern lacht, Lachkunze genannt wird.
'S wür' eine meine, er chient uf em Täller tanze.
v] 'S würd' eine meine, er wär' der rîch Mötteli.
's Zentrum von der Welt is und bleibt's Geld.
'S zieht nei, wie Gôts Wort ei de Studenten. Oberlausitz (Wird z.B. gesagt, wenn das Leder gut die Schmiere annimmt)
'Sag mir, worauf die Bösen sinnen!'
Andern den Tag zu verderben,
Sich den Tag zu gewinnen;
Das, meinen sie, heiße erwerben.
Goethe, Zahme Xenien I
'Sag nur, warum du in manchem Falle
So ganz untröstlich bist?'
Die Menschen bemühen sich alle
Umzutun, was getan ist.
Goethe, Zahme Xenien II
'Sag nur, wie trägst du so behäglich
Der tollen Jugend anmaßliches Wesen?'
Fürwahr, sie wären unerträglich,
Wär ich nicht auch unerträglich gewesen.
Goethe, Zahme Xenien I
'Sag uns doch, warum deine Galle
Immerfort ins Ferne weist?'
Gefühl habt ihr alle,
Aber keinen Geist.
Goethe, Zahme Xenien VII
'Sage deutlicher, wie und wenn,
Du bist um nicht immer klar.'
Gute Leute, wisst ihr denn,
Ob ich mirs selber war?
Goethe, Zahme Xenien IV
'Sage mir, was das für Pracht ist?
Äußre Größe, leerer Schein!'
Oh! Zum Henker! Wo die Macht ist,
Ist doch auch das Recht, zu sein.
Goethe, Zahme Xenien IX
'Sage, tun wir nicht recht? Wir müssen den Pöbel betrügen.
Sieh nur, wie ungeschickt wild, sieh nur, wie dumm er sich zeigt!'
Ungeschickt scheint er und dumm, weil ihr ihn eben betrüget,
Seid nur redlich, und er, glaubt mir, ist menschlich und klug.
Goethe, Venezianische Epigramme 55
'Sagt! wie könnten wir das Wahre,
Denn es ist uns ungelegen,
Niederlegen auf die Bahre,
dass es nie sich möge regen?'
Diese Mühe wird nicht groß sein
Kultivierten deutschen Orten,
Wollt ihr es auf ewig los sein,
So erstickt es nur mit Worten.
Goethe, Zahme Xenien II
'Schneide so kein Gesicht!
Warum bist du der Welt so satt?'
Das weiß alles nicht,
Was es neben und um sich hat.
Goethe, Zahme Xenien V
'Schönheit' ist das, was geliebt wird, im Gegensatz zum Hässlichen, Hassenswerten.
Oswald Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass
'Sei einmal ehrlich nur:
Wo findest du in deutscher Literatur
Die größte Verfänglichkeit?'
Wir sind von vielen Seiten groß, / Doch hie und da gibt sich bloß
Bedauerlichste Unzulänglichkeit.
Goethe, Zahme Xenien IV
'Sie wollten dir keinen Beifall gönnen,
Du warst niemals nach ihrem Sinn!'
Hätten sie mich beurteilen können,
So wär ich nicht, was ich bin.
Goethe, Zahme Xenien V
'Sinn für Komik': Wenn man eine Situation mit ihrer unkomischen Seite kontrastiert.
Peter Ustinov
'So sei doch höflich!' - Höflich mit dem Pack?
Mit Seide näht man keinen groben Sack.
Goethe, Zahme Xenien VIII
'So widerstrebe! das wird dich adeln,
Willst vor der Feierstunde schon ruhn?'
Ich bin zu alt, um etwas zu tadeln,
Doch immer jung genug, etwas zu tun.
Goethe, Zahme Xenien IV
'Sonst warst du so weit vom Prahlen entfernt,
Wo hast du das Prahlen so grausam gelernt?'
Im Orient lernt ich das Prahlen.
Doch seit ich zurück bin, im westlichen Land,
Zu meiner Beruhigung find ich und fand
Zu Hunderten Orientalen.
Goethe, Zahme Xenien II
'Sprich! wie du dich immer und immer erneust?'
Kannsts auch, wenn du immer am Großen dich freust.
Das Große bleibt frisch,erwärmend, belebend,
Im Kleinlichen fröstelt der Kleinliche bebend.
Goethe, Panazee
S Weib älder wie dr Man, wil Got on de Welt ne bau. Schlesisch
v] S Weib un dr Ufa (Ofen) gehiem drheeme ei de Stube. Schlesisch
S' gett 'nei (hinein) wi di Arbsünd. Franken (Wenn etwas sehr gut mundet)
S' hängt sich ålls å a Arsch. Österreich-Schlesien (Sie verwendet alles, was sie besitzt, auf Kleider und Putz)
S' hôd 'n Frasse (Fresse) wî 'n Dreckschlaider.
S' hôt missa a Gretze hääm trään. Troppau (Es hat niemand mit ihr getanzt)
S' îs a su rään wi Krâtschm'rsch Tîrgreff'. Österreich-Schlesien
hdt] Sie ist so rein wie der Türgriff des Kretschmar.
i] Der Ruf ihrer Sittlichkeit ist sehr angefochten.
S' schtîn krumm mitsomma.
i] Leben in Feindschaft.
S' schwûdert, oass wänn s' vô ar Scholöast'r g'frassa hätte. Österreich-Schlesien
i] Sie schwatzt als wenn sie von einer Elster gegessen hätte.
S' sitt aus wî 'n Kralgaile. (Unordentlich, schmutzig, widerwärtig)
v] S' sitt aus wî 'n Puschaile. Österreich-Schlesien
v] S' sitt aus wî 'n Wôterhäxe. Österreich-Schlesien
S' wälln 's Krêmla (Krämlein) zusomma mache.
i] Wollen einander heiraten.
Sä doa ni sau üortlich. Sprottau (Von so seltsamer Art, so wunderlich)
Sä' Flachs zu Petronell, so wächst er schnell.
Saaten muss man nicht aus der Kutsche und junge Mädchen nicht auf dem Tanzboden mustern. Sachsen
Säbel ist Säbel, aber kein Recht.
pl] Nie do korda, Panie Horda.
Säch nor mäd enem Ug af 't Mîdche, müt inem of dât wat et hurt.
Sache der Kritik ist es, das Schaffen großer Schriftsteller zu interpretieren, vor allem auszusondern, aus der großen Menge des von uns allen geschriebenen Gewäschs das auszusondern, was das Beste ist. Und was tun sie stattdessen?
Leo N. Tolstoi, Tagebücher (1891)
Sache des Staates ist es, das Nützliche zu schaffen; Sache des Individuums ist es, das Schöne hervorzubringen.
Oscar Wilde, Die Seele des Menschen unter dem Sozialismus
Sachen häufen sich im Waschtrog, nicht im Brottrog an. Estland
Sachen werden im Laufe der Zeit erledigt, Arbeit wird der Reihe nach getan.
Sachfrage: die Frage, wer welchen Posten besetzt. Helmar Nahr
Sachs, Bayer, Schwab und Frank, die lieben all den Trank.
i] Die Deutschen trinken alle gern.
Sachs, Hans] Hans Sachs, der wirklich meisterliche Dichter, lag uns am nächsten. Ein wahres Talent, freilich nicht wie jene Ritter und Hofmänner, sondern ein schlichter Bürger, wie wir uns auch zu sein rühmten. Ein didaktischer Realismus sagte uns zu, und wir benutzten den leichten Rhythmus, den sich willig anbietenden Reim bei manchen Gelegenheiten.
Goethe, Dichtung und Wahrheit IV,18
Sachsenland hat seltsame Dinge: die Klöster des Predigerordens verkaufen das ganze Jahr Korn und haben keine Äcker; die Barfüßer vollbringen große Bäuwe und haben kein Geld; die Augustiner tragen weiße Hemden, regieren alle Pfarreien, machen viel Kinder und haben doch keine Frauen.
Sachsenstadt und Weiberstift, da, wo der Fuchs die Gänse trifft. Herford
Sacht in die Kohlen geblasen, sonst fährt dir die Asche in die Nasen.
Sacht möt de Brût to Bedd, erscht mot se pische.
v] Sacht möt de Brût to Bedd, et öss de erschte Nacht.
v] Sacht möt te Brût to Bedd, se öss noch Jumfer.
Sacht wat, Broor (Bruder), ik skall no' mit dîn Knaken (deinen Knochen) Appels von de Bôm smîten. Stadland in Oldenburg
Sachte Balbêrs geven stinkerge Wunden.
Sachte gaht man auch fern.
Sachte ins dorf, die bauern sind trunken.
sd] Pråla sachta i byn, bönderna åro druckne.
Sachte mit dem Jungvieh! Hirschberg
i] Nicht zu schnell, wenn Kinder in der Gesellschaft sind; aber auch allgemeiner gebraucht, um vor Übereilung zu warnen. Auch ironisch, wenn es zu langsam geht.
Sachte mit der Braut am (o. im) Sande.
v] Sachte mit der Braut am Sande.
v] Sachte mit der Braut îber de Bäte. Schlesien
v] Sachte mit der Braut, sie ist ja noch jung.
v] Sachte mit der Braut, sie ist noch jung. Göttingen
z] Sachte, sachte mit der Braut.
dä] Sagt Syd-ost, der ere bakker i søen.
it] Piano, che non si levi la polvere.
Sachte mit der Gabel, sie macht auf drei Stiche neun Löcher.
Sachte von dem Stall, föhrt den ganzen Dag wall. Münsterland
i] Wer langsam von Hause wegfährt, vollendet in der Regel die Reise gut.
Sachte wat mit de Botter (Butter) in den Brê, uck wat up't Brod. Rastede
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